Forum: Politik
Atomkonflikt: Deutschland zieht Diplomaten aus Nordkorea ab
AFP

Die Bundesregierung reagiert auf die jüngste Provokation des nordkoreanischen Regimes und schränkt die diplomatischen Beziehungen ein. Der US-Regierung geht das nicht weit genug.

Seite 2 von 6
aopoi 30.11.2017, 19:07
10. "Die Bundesregierung reagiert auf die jüngste Provokation NK..."

Nein, glaube ich nicht. Das war eine direkte Reaktion auf die Anweisung aus Washington.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oldseaman1947 30.11.2017, 19:20
11.

Mit oder ohne Botschafter, es gibt doch mit diesem unmenschlichen Regime keine Gesprächsmöglichkeit. Wenn allerdings als Grund die Rakete herhalten muss dann wird mal wieder mit zweierlei Maß gemessen. Was ist mit Pakistan, was mit Indien und ja was mit Israel ? Wurden da früher auch Diplomaten abgezogen? Ich kann mich nicht an Reduzierungen von Personal erinnern. .
Ich habe noch ein Beispiel .Der Russe wird mit Sanktionen belegt und der für mich zweite Unrechtsstaat auf unserem Globus macht den Jemen platt. Auch mit denen in Riad kann man nicht reden ,das Personal sollte auch reduziert werden .

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MiniDragon 30.11.2017, 19:22
12.

Zitat von tostro
Na, da hoffen wir doch, dass die Bundesregierung nicht doch noch vor den Trumpies kuscht...
Schöne weil diplomatisch angemessene Gegendemonstration auf Kim- Jong- Uns Raketendemonstration.
Ein m.E. in diesem Zusammenhang interessantes Interview:
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/raketentechniker-zu-nordkorea-wissen-noch-nicht-was-da-flog-15316335.html

Ja wie viele kg ``Nutz´´- Last kann Kim- Jong- Un mit seinen neuesten
Raketen wohl über den pazifischen Ozean hinweg ins Trump- Land befördern?
Um das zu demonstrieren, bräuchte er nächstes Mal nur mal eine mit einem Gusseisenklotz beladene Rakete in die nordamerikanische Wüste ins ``Death Valley´´ zu schicken.
Allerdings wüßten man auch damit noch immer nicht, wie mager
( leichtgewichtig ) die nordkoreanischen Plutoniumbomben inzwischen geworden sind.
(Ein Fall für örtliche Weight Watchers ?)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
micromiller 30.11.2017, 19:25
13. Hilfloser Unsinn!

Wir müssen immer gesprächsbereit sein! Die US Politik scheint das Gegenteil zu wollen, Deutschland sollte nicht vasallenhaft hinter jeder Ansage her dackeln. Die Spirale des Irrsinns kann nur am Verhandlungstisch erfolgreich unterbrochen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eule_neu 30.11.2017, 19:31
14. Gesichtswahrendes Schauspiel?

Der diplomatische Dienst Deutschlands ist der wichtigste Gesprächskanal, den die (geschäftsführende) Regierung hat. Diesen grundlegenden Ast abzusägen hieße, anstatt friedensstiftende Gespräche zu führen, die Diplomatie abzuwürgen und einer Aggression freien Lauf zu lassen. Dieser Abzug diplomatischen Personals ist an sich schon eine Gratwanderung auf der Po-Falte. Nur Gespräche können Aggressionen überwinden, Argumente und Geld oder andere Vergünstigungen führen meist zum Erfolg. Aber ein "infantiler" US-Präsident kennt wohl nur aggressives verbales Verhalten, aber nicht, wie Diplomatie geführt wird und diese vermag.
Im Übrigen fragt man sich, was dieser Hype aus den USA eigentlich soll? das Iran-Abkommen wird verdammt, so dass Nord-Korea gewarnt ist und die USA der verbale Lieblingsgegner ist.
Worum geht es diesem Konflikt? Doch wohl nur, um die Trennung der Atomwaffen habenden Länder von denen der nicht habenden Länder aufrecht zu erhalten. So kann man viel leichter dann Länder beeinflussen und den gierigen Kapitalismus als Vorhut in diese Länder einsickern lassen. Bislang war dieses Verhalten gefahrlos, nun aber es wird es gefahrvoll, weil ein nach Fachstimmen psychisch gestörter US-Präsident sich an die alte Regel, dass demokratisch geführte Staaten die Atomwaffen nur im Verteidigungsfall nutzen, aber niemals für Angriffsfälle, auch wenn diese (wie bei den Nazis) selbst provoziert werden. Man denke auch an den Beginn des Irak-Krieges.
Europa - und insbesondere Deutschland - sollten zu der US-Regierung inzwischen weiten Abstand halten und dem Geschwätz der derzeitigen US-Regierung nicht folgen, auch wie im Falle Nordkoreas, wo der US Präsident von der deutschen Regierung die Schließung der Botschaft verlangt. Schon dieses Ansinnen ist unverschämt.
Man darf Trump jetzt nicht mal den "kleiner Finger" reichen, er nutzt alles nur aus. Gabriel sollte aufpassen, dass er sein bislang gutes Bild vom Außenminister nicht mit schwarzen Sprenkeln verunstaltet ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bueckstueck 30.11.2017, 19:34
15.

Zitat von pontiaxxx
...reagiert nicht auf eine nordkoreanische Provokation, sie beugt sich dem Willen der Amerikaner. Wie meistens. Was die Abschüsse von Interkontinentalraketen und anderem Kriegswerkzeug betrifft, liegen meines Wissens gerade die Amis weit vorne. Diese Quote wird Kim Yong Un in seinem ganzen Leben nicht übertreffen können. Mal ganz naiv nachgefragt, wer hat mehr unschuldige Menschen auf dem Gewissen, Nordkorea oder Amerika ? Die ganze Debatte war und ist von Anfang an parteiisch und unfair. Nordkorea war in der jüngeren Vergangenheit nie ernsthaft daran interessiert mit kriegerischen Absichten andere Länder zu überfallen, es wurde gedroht, aber nie gehandelt. Die Amerikaner hingegen waren da nicht so zimperlich. Um eine weitere Eskalation einzudämmen ist es daher erforderlich die einseitige Berichterstattung zu erkennen, und angemessen darauf zu reagieren. Und bitte nicht wie die Mitläufer und Anbiederer unserer Regierung...denn das wirkt wie so oft feige und unterwürfig !
Diese einfältige Hetze läuft natürlich ins leere, weil du entweder nicht über die Headlin hinaus gelesen hast oder absichtlich ignorierst, dass die Entscheidung vor der US-Forderung gefällt und kommuniziert wurde.

Unterm Strich bleibt aber die Tatsache bestehen, dass die "Botschaft" dort mehr Schein als Sein ist. Der Botschafter samt Personal hat so gut wie nichts zu tun, spricht kaum mit dem Regime weil das Regime nicht mit ihm spricht und Bewegungsfreiheit ist auch so gut wie keine vorhanden ohne das man an der kurzen Leine gehalten wird.

Überdies wollen wir das Geheul hier im Forum nicht vergessen, als Deutschland sich in Person Gabriels vor einigen Monaten als Vermittler anbot - da wurde an dieser Stelle gehöhnt, dass man doch gar keine Interessen dort zu vertreten habe und man sich gefälligst nicht einmischen soll...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bueckstueck 30.11.2017, 19:35
16.

Zitat von aopoi
Nein, glaube ich nicht. Das war eine direkte Reaktion auf die Anweisung aus Washington.
Was du glaubst ist egal, die zeitlich überprüfbaren Fakten sprechen nämlich eine andere Sprache.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dachristoph 30.11.2017, 19:37
17. Also

ein Kompromiss?

Um nicht den Eindruck zu erwecken, die USA würden unsere Aussenpolitik diktieren, wird ein Diplomat abgezogen.
Als Ausdruck des Entgegenkommens?
Wird Trump nicht beeindrucken.
Hätte sich die geschäftsführende Regierung schenken können.
Gleich "Nein" gesagt und es wäre auch ok.

Sanktionen, die wirksam wären könnten eh nur die Chinesen noch ausführen. Die wollen aber nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bueckstueck 30.11.2017, 19:38
18.

Zitat von micromiller
Wir müssen immer gesprächsbereit sein! Die US Politik scheint das Gegenteil zu wollen, Deutschland sollte nicht vasallenhaft hinter jeder Ansage her dackeln. Die Spirale des Irrsinns kann nur am Verhandlungstisch erfolgreich unterbrochen werden.
Es dackelt nur in deiner Fantasie jemand irgendwem hinterher. Tatsache ist, das Regime hatte trotz monatealtem Angebots aus Deutschland keinen Bedarf zu sprechen. Fakt ist auch, dass der Botschafter bleibt, es in Berlin noch eine nordkoreanische Botschaft gibt und es in NK auch Telefone gibt und die Nummer des Kanzleramts sicher bekannt ist.

Das ist alles nur hübsche Show und du echauffierst dich wie so manche andere nur aus deinem Hass gegen die USA darüber.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frankfurtbeat 30.11.2017, 19:49
19.

Zitat von eagle2014
Wir hatten bis eben noch Diplomaten in Nordkorea?? Warum ist es so, dass Deutschland sich immer Schurkenstaaten, usw hingezogen fuehlt? Egal ob NK, Russland, Tuerkei, Iran, usw. Warum koennen wir uns nicht einfach mal wie ein serioeses Westliches Land verhalten??
Ansichtssache ... wenn Sie die USA als Beispiel seriöser Politik, als das Land der Menschenrechte werten dann ist das eben Ihre Ansicht. Weder werte ich Russland noch den Iran als Schurkenstaat ... das wird dem Leser von mainstream-pro-us-medien eingetrichtert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6