Forum: Politik
Atommüll-Transport: Castor-Gegner blockieren die letzte Etappe

Nur noch wenige Kilometer muss der*Castor-Transport zurücklegen, dann ist Gorleben erreicht.*Derzeit werden die Atommüll-Behälter von der Schiene auf LKW ungeladen. Hunderte AKW-Gegner*protestieren*auf der Straße zum Zwischenlager: Greenpeace-Aktivisten haben sich im Asphalt verankert.

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kellitom 28.11.2011, 16:40
10. Hochachtung vor Demonstranten

Die Demonstranten machen wirklungsvoll darauf aufmerksam, dass es immer noch kein Endlager für den hochgefährlichen Atommüll gibt. Meine Hochachtung, dass sie bei Wind und Wetter und troth der massiven Gewalt seitens der Polizei dennoch weiter machen.

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Papst01 28.11.2011, 16:40
11. Ich find die Proteste wichtig und richtig

Seien wir doch mal ehrlich: Würde ein Hahn danach krähen oder eine Meldung in den Medien sein, wenn sich nicht viele Tausend auf die Straße stellen oder legen würde um den Transport zu behindern? Selbstverständlich muss das auch mit halblegalen und illegalen Mitteln gemacht werden - der Staat macht ja nichts anderes. Da werden Fahrzeuge illegal wegen Gefahrs im Verzug beschlagnahmt (1). Da werden Fotografen verprügelt (2), die Presse massiv behindert (3). Da werden 1000 Menschen illegal festgehalten (4). Wenn ich all das lese, dann habe ich keinerlei Skrupel Leute zu decken oder zu unterstützen, die als Form ihres Protestes ebenfalls illegale Mittel einsetzen.

Und diesen ewigen "ja die Leute alle in Regress nehmen"-Rufer sage ich: Wieso kann sich eine Industrie hinstellen, Müll produzieren, den keiner vor seiner Haustür haben will und für die Sicherung des Transports hingehen und den Steuerzahler komplett bezahlen lassen? Oh sorry ich vergaß - die zahlen einen kompletten Streifenwagen & Begleitfahrzeug. Wenn ich aus Versehen ne Facebook-Party starte, hab ich nächste Woche ne Rechnung über die volle Summe im Briefkasten und nicht nur den Einsatz eines Streifenhörnchens.
Wo bleibt ihr da und sagt dass die 50 bis 100 Mio EON und co in Rechnung zu stellen sind?!

Gruß der Papst


(1) http://www.metronaut.de/category/podcast/
(2) http://yfrog.com/h624700486j
(3) http://dju.verdi.de/pressemitteilung...5-001ec9b03e44
(4) http://www.tagesspiegel.de/politik/d...n/5893254.html

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osjorsk 28.11.2011, 16:50
12. Widerstand mit Kopf und Hand

Zitat von Steppenwoolf
Ich kann einfach nicht anders, als diese "Protest"-Maßnahmen als Kinderkram einzustufen. Mehr oder weniger erwachsene Menschen betonieren sich ein und freuen sich daran, dass andere Menschen sie wieder vorsichtig "ausgraben". Aber wahrscheinlich brauchen sie solche Erlebnisse, um später am Lagerfeuer gemeinsam über die herrliche Zeit damals zu schwadronieren. Meine Güte nochmal ...
Mal ehrlich, wen, glauben sie, interessiert ihre Meinung und ob sie das als Kinderkram empfinden?

Die Demonstranten hingegen haben echte Argumente und können ihr Handeln begründen: Aus rein politischen Gründen wird ein Atommülllager genau dort postuliert wo wenige Menschen leben, von denen man noch dazu glaubte, dass sie etwas "einfacher gestrickt sind" und wo ein paar km weiter die Grenze zum Klassenfeind bestand - der sich schlecht beschweren konnte.

Dann werden über Jahrzehnte Gefälligkeitsgutachten erstellt, um die politisch motivierte Auswahl technisch zu legitimieren. Während dieser ganzen Zeit werden munter hochgiftige Abfälle produziert ohne zu wissen, was man im Anschluss mit ihnen machen soll.

Und jetzt ist das alles am Licht und einige wundern sich, dass man sich darüber beschwert. Genau das ist der mündige Bürger, der sich das nicht gefallen lässt und sich mit vielfältigen Methoden Gehöhr verschafft.

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Maynemeinung 28.11.2011, 16:59
13. Den Eindruck teile ich

Zitat von osjorsk
Mal ehrlich, wen, glauben sie, interessiert ihre Meinung und ob sie das als Kinderkram empfinden? (...)
Stimmt, die Meinung anderer, insbesondere die einer demokratischen Mehrheit, interessiert Aktivisten nie, sei es in Gorleben oder Stuttgart.

Aber deshalb ist noch nicht gleich jeder Steinewurf der Akt eines unterdrückten Freiheitskämpfers.

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Horsti 28.11.2011, 17:02
14. Kinderkram?

Zitat von Steppenwoolf
Ich kann einfach nicht anders, als diese "Protest"-Maßnahmen als Kinderkram einzustufen. Mehr oder weniger erwachsene Menschen betonieren sich ein und freuen sich daran, dass andere Menschen sie wieder vorsichtig "ausgraben". Meine Güte nochmal ...
Man könnte das als Kinderkram einstufen, wenn es nicht so ernst wäre.
Vor ein paar Tagen wurde die Terroristin Viet mit Recht verurteilt, weil Sie zur Brandstiftung an Bndeswehrfahrzeugen aufgerufen hatte.
Wenn ich gestern die (grüne) Frau Roth vor Ort im Fernsehen erleben durfte, frage ich mich, wo da der Unterschied ist.
Was wollen diese sogenannten Aktivisten eigentlich noch?
Der Atomausstieg ist gesetzlich festgelegt. Dass das nicht über Nacht passieren kann, sollte jedem denkenden Menschen klar sein, sonst gäbe es massige Probleme mit der Energieversorgung.

Der Müll muss nun mal jetzt irgendwo hin, an der Endlösung für die Lagerung wird auch gearbeitet.

Was die da machen, ist Sabotage am öffentlichen Verkehrsnetz und durch das "Recht auf öffentliche Meinungsäußerung" keinesfalls gedeckt.
Ich schließe mich den Forum-Teilnehmern an, welche vorschlagen, diese Leute einfach ein paar Tage oder Wochen dort sitzen zu lassen, bis es ihnen zu langweilig wird, die Namen festzustellen und sie an den Kosten angemessen beteiligen.

Gehen die eigentlich nicht arbeiten?

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bundesnetzagent 28.11.2011, 17:03
15. Berichterstattung

Das Schlimmste für die Demontranten wäre doch, wenn niemand über ihre Aktionen berichten würde...

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LDaniel 28.11.2011, 17:04
16. Kriminell

Zitat von kellitom
Die Demonstranten machen wirklungsvoll darauf aufmerksam, dass es immer noch kein Endlager für den hochgefährlichen Atommüll gibt. Meine Hochachtung, dass sie bei Wind und Wetter und troth der massiven Gewalt seitens der Polizei dennoch weiter machen.
Tolle Art um Aufmerksamkeit zu erzeugen! Ich schreie ganz laut und mache Unsinn damit Mama auf mich aufmerksam wird. Die Leute da scheinen wohl geistig im Alter von 3-6 Jahren hängen geblieben zu sein. Anders kann man dieses infatile Verhalten nicht erklären.

Und was die Strßenblockaden angeht: Führerscheinentzug und sehr hohe Geldstrafe wären da angebracht. Wer mutwillig Rettungswege blockiert MUSS die volle Härte zu spüren bekommen. Ich glaube denen fällt nicht auf, dass wo kein Polizeibulli mehr durchkommt auch keine Feuerwehr oder Krankenwage mehr durchkommen.
So ein verhalten ist NICHT durch ein Demonstrationsrecht und auch NICHT durch Demokratie zu rechtfertigen.
Schande an alle, die diesem Verein auch nur einen Cent spenden... .

PS: Wer mit Steinen, Brandsätzen, Flaschen oder ähnlichem auf Einsatzkräfte wirft oder sich nicht deutlich von diesen Personen distanziert hat kein Recht sich über ein "zu hartes" Vorgehen der Polizei zu beschweren.

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Jusoka 28.11.2011, 17:05
17. Lasst sie sitzen bis in alle Ewigkeit

Lasst doch die Castoren da stehen wo sie jetzt sind und bewacht sie da. Hoffentlich gibt es bald Schneestürme mit 40 Grad minus. Die Blockierer und Randalierer sollen Schadenersatz leisten. Wenn die Behörden keinen Schadenersatz fordern, sollten sie Gerichtlich belangt werden. Wer Schadenersatz nicht einfordert, verschleudert Steuergelder.

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Robert Rostock 28.11.2011, 17:05
18. Wo sonst??

Zitat von osjorsk
.. Die Demonstranten hingegen haben echte Argumente und können ihr Handeln begründen: Aus rein politischen Gründen wird ein Atommülllager genau dort postuliert wo wenige Menschen leben,
Wo denn sonst? Auf dem Hamburger Marktplatz? Am Kölner Dom?
[QUOTE=osjorsk;9225238]..Während dieser ganzen Zeit werden munter hochgiftige Abfälle produziert ohne zu wissen, was man im Anschluss mit ihnen machen soll.[Quote]Ist ja nicht falsch, ändert aber leider nichts daran, dass der Müll jetzt nun einmal da ist und irgendwo hin muss.

Zitat von osjorsk
..Und jetzt ist das alles am Licht und einige wundern sich, dass man sich darüber beschwert. Genau das ist der mündige Bürger, der sich das nicht gefallen lässt und sich mit vielfältigen Methoden Gehöhr verschafft.
Es wundert sich niemand, dass man sich darüber beschwert. Ich zumindest wundere mich über die Methoden und Ziele der Proteste. Dass nicht gegen die Erzeugung des Mülls protestiert wird, sondern gegen die "Müllabfuhr". Dass man den Eindruck erweckt, durch Blockade der Transporte würde irgendetwas erreicht, irgendeines der von Ihnen genannten Probleme gelöst.

Durch alle Castor-Proteste und -Blockaden wurde noch nicht ein einziges Gramm Atommüll verhindert.

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Maynemeinung 28.11.2011, 17:07
19. Wenn die Berichterstattung ausbliebe...

Zitat von bundesnetzagent
Das Schlimmste für die Demontranten wäre doch, wenn niemand über ihre Aktionen berichten würde...
...würde der Protest wahrscheinlich noch gewalttätiger, um die Medien doch an den Ort des Geschehens zu locken.

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