Forum: Politik
Atommüll-Transport: Castor-Gegner blockieren die letzte Etappe

Nur noch wenige Kilometer muss der*Castor-Transport zurücklegen, dann ist Gorleben erreicht.*Derzeit werden die Atommüll-Behälter von der Schiene auf LKW ungeladen. Hunderte AKW-Gegner*protestieren*auf der Straße zum Zwischenlager: Greenpeace-Aktivisten haben sich im Asphalt verankert.

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FrankH 28.11.2011, 17:08
20. Warum soviel Aufwand?

Es geht doch soviel einfacher: Laßt sie doch alle ganz in Ruhe demonstrieren. Aber bitte nehmt ihnen die Decken weg (können dann auf der Polizeistation wieder abgeholt werden) und andere "Campinggegenstände" (ist ja kein öffentlicher Campingplatz) und sperrt den Bereich im Umkreis von max 100m ab - nach spätestens 24 Stunden sind alle weg. Zumindest muß niemand stundenlang rausgeschraubt werden. Mag sein, dass manche danach etwas "verschnupft" sind.

Den Castor einfach solange im Bahnhof stehen lassen, brennt ja nix an ;-)

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LJA 28.11.2011, 17:13
21. Also

Zitat von osjorsk
Mal ehrlich, wen, glauben sie, interessiert ihre Meinung und ob sie das als Kinderkram empfinden? Die Demonstranten hingegen haben echte Argumente und können ihr Handeln begründen: Aus rein politischen Gründen wird ..... ...
mich interessierts schon. Mich interessiert auch Ihre Meinung, selbst wenn sie mir nicht gefällt. Das unterscheidet Argumentieren von Rumpöbeln, das man den anderen ausreden (oder hier: ausschreiben) lässt.
Wo allerdings die "echten Argumente" sein sollen, entziehtt sich meinem Verständnis. Das dieses Zeug potentiell gefährlich ist, war schon vorher bekannt. Ebenso die Tatsache, dass es noch kein wirkliches Endlager gibt. Um dieses Ideen zu verbreiten, bedarf es also keiner künstlich erzeugten Strassenschäden im Jahre 2011.
Und wo sollte solch ein Lager denn Ihrer Meinung nach hin ? Dort wo möglichst viele Menschen leben ?

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ex rostocker 28.11.2011, 17:14
22. Strom-Import erfordert auch Atommüll-Import

Deutschland importiert in erheblichen Mengen Atom-Strom aus Frankreich, Tschechien und Schweden. Da ist es ein Gebot der europäischen Solidarität, auch den Atommüll dieser Länder zu importieren, der für die deutsche Energieversorgung produziert wird. Und weil Gorleben ein geeignetes Lager ist, muss Deutschland auch künftig Castoren transportieren. Hoffentlich dann mit weniger Störungen durch Öko-Randalierer!

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worschdweggla 28.11.2011, 17:16
23. ganz recht

ich kann mich dem nur anschließen.
aber den protest kann ich nicht mehr nachvollziehen.
der ausstieg ist beschlossene sache, und das ist gut so, doch mit dem abschalten der meiler ist es nicht getan, denn irgendwo müssen die stäbe ja hin. sicher, möchte das zeug keiner vor seiner haustüre liegen haben, da gilt es eine lösung zu finden. was da die richtige lösung ist, vermag ich nicht zu sagen, aber ich weis, das gleise unterhöhlen und was sonst noch gemacht wurde nicht die lösung ist. ist es nicht legitim, wenn deutschland seinen atommüll wieder zurück nimmt?
wo waren die blockaden, als das zeug nach frankreich gekarrt wurde? liebe aktivisten, etwas mehr ehrlichkeit bitte. es kann nicht richtig sein, das zeug ins ausland zu bringen und billigend in kauf zu nehmen, das andere gefährdet werden. unser müll unser problem.
tagtäglich werden unmengen hoch gefährlicher stoffe quer durch unser land gefahren, wo bitte sind da die proteste?
aber wenn es darum geht ein paar castoren zu transportieren, dann schreit die grüne seele auf. für mich ist die aktion der letzten tage nur ein protest um des protestieren willens, und obendrein auch noch an scheinheiligkeit kaum zu überbieten. von der unnützen gefährdung der allgemeinheit ganz zu schweigen.

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holk1ng 28.11.2011, 17:18
24. Eben

Zitat von mistermoe
"was genau soll mit den Protesten erreicht werden? Sollen die Castoren, da ja die Weiterfahrt behindert wird, einfach an Ort und Stelle stehen gelassen werden und Greenpeace kümmert sich dann darum? Wenn jetzt auf einmal die .....
Dem ist nichts hinzuzufügen. Ähnliche Fragen stelle auch ich mir, wenn ich die Meldungen über den Castor lese.
Wieso geht kein Journalist an die Gleise und fragt mal wirklich nach dem konkreten Ziel der Aktionen? Ich denke es wird überwiegend ratlose Gesichter geben. Hauptsache Dagegen.

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leulind 28.11.2011, 17:19
25. Wie bitte?

Zitat von Papst01
Seien wir doch mal ehrlich: Würde ein Hahn danach krähen oder eine Meldung in den Medien sein, wenn sich nicht viele Tausend auf die Straße stellen oder legen würde um den Transport zu behindern? Selbstverständlich muss das auch mit halblegalen und illegalen Mitteln gemacht werden - der Staat macht ja nichts anderes. Da werden Fahrzeuge illegal wegen Gefahrs im Verzug beschlagnahmt (1). Da werden Fotografen verprügelt (2), die Presse massiv behindert (3). Da werden 1000 Menschen illegal festgehalten (4). Wenn ich all das lese, dann habe ich keinerlei Skrupel Leute zu decken oder zu unterstützen, die als Form ihres Protestes ebenfalls illegale Mittel einsetzen. Und diesen ewigen "ja die Leute alle in Regress nehmen"-Rufer sage ich: Wieso kann sich eine Industrie hinstellen, Müll produzieren, den keiner vor seiner Haustür haben will und für die Sicherung des Transports hingehen und den Steuerzahler komplett bezahlen lassen? Oh sorry ich vergaß - die zahlen einen kompletten Streifenwagen & Begleitfahrzeug. Wenn ich aus Versehen ne Facebook-Party starte, hab ich nächste Woche ne Rechnung über die volle Summe im Briefkasten und nicht nur den Einsatz eines Streifenhörnchens. Wo bleibt ihr da und sagt dass die 50 bis 100 Mio EON und co in Rechnung zu stellen sind?! Gruß der Papst (1) (2) (3) (4)
Haben Sie ein Problem mit dem Unterschied von Ursache und Wirkung?
Da findet ein legaler Transport radioaktiver Abfälle statt, der niemandem, aber wirklich niemandem schadet. Der Beweis sind die Demonstranten und Blockierer selbst, die sich freiwillig teilweise in seine Nähe begeben. Dieser Transport ergibt sich aus der Tatsäche, dass demokratisch gewählte Regierungen in der Vergangenheit das Betreiben von AKW nicht nur erlaubt, sondern sogar gefördert haben. Das ist so, wenn auch der Zeitgeist jetzt in eine andere Richtung geht. Hier finden zum Teil unrechtmäßige Handlungen gegen legale Handlungen statt.
Und was Ihre Punkte angeht: Haben Sie zuverlässige Beweise für 1 bis 3. Selbst wenn es so wäre, was bei dem Umfang der Auseinandersetzungen vorstellbar wäre, wollen Sie doch nicht ernsthaft behaupten, dass die Blockaden von Straße und Gleis nur aus diesen Gründen stattfinden. Ein solche Behauptung wäre in der Tat nur bei völliger Abwesenheit logischen Denkens aufzustellen.
Und was Punkt 4 anbetrifft: Ist das eigentlich nur bei den "Guten" verboten, sie von der Fortsetzung strafbarer Handlungen abzuhalten.
Was schlagen Sie übrigens für den Atommüll vor, der schon da ist? Wussten Sie übrigens schon, dass Transport und Entsorgung von den Energieunternehmen bezahlt werden?
Und selbstverständlich verlange ich, dass die zusätzlichen Kosten, die durch illegale Handlungen von Protestierern entstehen, von diesen getragen werden und nicht von der Allgemeinheit.

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Diskutierender 28.11.2011, 17:26
26. Vorschlag

Pioniere der Bundeswehr bauen eine Umgehungsstrecke, damit der Castor vorbeifahren kann. Die Greenpeace-Aktivisten oder besser -Straftäter überlässt man dann sich selbst. Es wäre doch zu schön, wenn ihre Gesinnungsgenossen sie dann kleinlaut mit hohem Aufwand befreien müssten.

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leulind 28.11.2011, 17:31
27. Also bitte

Zitat von worschdweggla
ich kann mich dem nur anschließen. aber den protest kann ich nicht mehr nachvollziehen. der ausstieg.....
Stellen Sie den Blockierern doch nicht so komplizierte Fragen. Fordern Sie statt mehr Ehrlichkeit lieber mehr Verstand ein. Aber, wenn ich's recht bedenke, man kann ihn ja nicht erzwingen.
Sie können den Protest nicht mehr nachvollziehen? Ich schon, es gibt nun mal junge Leute, die gern Geländespiele machen, das ganze ist doch nun einmal ein tolles Event. Einen darüber hinausgehenden Sinn hat es nicht.

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nuftri 28.11.2011, 17:43
28. Ausstieg beschlossene Sache?

Der Ausstieg war schon mal beschlossene Sache und was ist daraus zwischenzeitlich geworden?

Ich war am Wochenende als Notarzt in Gorleben und bin mit dem Notarztwagen auf der Fahrt in einen Bereitstellungsraum an einer privaten PKW-Sperre in Grabow hängengeblieben. Uns wurde wortreich erklärt, wie wir die Sperre (die man gemeinhin Nötigung nennt) umfahren können, was im Wendland ja ein Kinderspiel ist. Obwohl hinter uns kein weiteres Fahrzeug kam (weil die Polizei keines durchließ), nur ein PKW hätte kurz vorfahren müssen und wir nachdrücklich darauf hingewiesen haben, das wir nicht ortskundig sind, hat man uns nicht durchgelassen. Der Streitschlichter der Polizei stand nur dabei und meinte, wir hätten ja gerade keinen Einsatz. Will oder kann sich dort keiner vorstellen, wie schnell aus einer Bereitstellungsfahrt eine Einsatzfahrt werden kann? Seither stehen meine Sympathien für die Bewegung auf Null.

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Crom 28.11.2011, 17:46
29. ...

Zitat von Papst01
Und diesen ewigen "ja die Leute alle in Regress nehmen"-Rufer sage ich: Wieso kann sich eine Industrie hinstellen, Müll produzieren, den keiner vor seiner Haustür haben will und für die Sicherung des Transports hingehen und den Steuerzahler komplett bezahlen lassen?
Warum ist noch einmal die Sicherung des Transports notwendig? Ohne Erlebnisdemonstranten wäre das doch gar nicht notwendig.

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