Forum: Politik
Atommüll-Transport: Castor-Gegner blockieren die letzte Etappe

Nur noch wenige Kilometer muss der*Castor-Transport zurücklegen, dann ist Gorleben erreicht.*Derzeit werden die Atommüll-Behälter von der Schiene auf LKW ungeladen. Hunderte AKW-Gegner*protestieren*auf der Straße zum Zwischenlager: Greenpeace-Aktivisten haben sich im Asphalt verankert.

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Crom 28.11.2011, 17:50
30. ...

Zitat von Diskutierender
Pioniere der Bundeswehr bauen eine Umgehungsstrecke, damit der Castor vorbeifahren kann. Die Greenpeace-Aktivisten oder besser -Straftäter überlässt man dann sich selbst. Es wäre doch zu schön, wenn ihre Gesinnungsgenossen sie dann kleinlaut mit hohem Aufwand befreien müssten.
Ich wäre für den Cargolifter, der den Castor einfach über die Köpfe deren hinweg ins Endlager fliegt.

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klemme1952 28.11.2011, 17:54
31. Papst 01 = unfehlbar

Zitat von Papst01
Selbstverständlich muss das auch mit halblegalen und illegalen Mitteln gemacht werden - der Staat macht ja nichts anderes. Da werden Fahrzeuge illegal wegen Gefahrs im Verzug beschlagnahmt (1). Da werden Fotografen verprügelt (2), die Presse massiv behindert (3). Da werden 1000 Menschen illegal festgehalten (4). Wenn ich all das lese, dann habe ich keinerlei Skrupel Leute zu decken oder zu unterstützen, die als Form ihres Protestes ebenfalls illegale Mittel einsetzen.
Sie selbsternannter Papst scheinen ja keine Zweifel zu kennen. Alle von Ihnen genannten Fakten zu den angeblichen Vergehen "des Staates" können und werden gerichtlich geprüft. Wir sind aber noch nicht bei Selbstjustiz oder? Sonst könnte ich mich ja jetzt an die Herstellung meiner Form von Gerechtigkeit machen - auch mit illegalen Mitteln.
Welches Mandat akzeptieren Sie eigentlich für das Handeln von Polizei oder von Unternehmen? Müssen sich die gewählten Repräsentanten des Volkes wie in Stuttgart als undemokratische Kapitalistenknechte oder ähnliches beschimpfen lassen, bis eine Abstimmung wie gestern ihnen zusätzliche Unterstützung liefert? Aber da Sie ja Papst sind, werden Sie es im Zweifel sicher besser wissen als die ignoranten Wähler in Baden-Württemberg oder anderswo.
Zitat von Papst01
Und diesen ewigen "ja die Leute alle in Regress nehmen"-Rufer sage ich: Wieso kann sich eine Industrie hinstellen, Müll produzieren, den keiner vor seiner Haustür haben will und für die Sicherung des Transports hingehen und den Steuerzahler komplett bezahlen lassen?
Ganz einfach: Weil vor ca. 60 Jahren eine breite Mehrheit des Bundestages - ohne große Gegenbewegung von irgendwelchen Demonstranten - die gesetzliche Grundlage für die Produktion von Atomstrom geschaffen hat. Der Bundesgesetzgeber hat damals auch in Aussicht gestellt, einen Platz für die Lagerung des Atommülls bereit zu stellen. Gleichzeitig mit der Industrie haben übrigens wissenschaftliche Einrichtungen - komplett von Parlamenten und Ministerien gesteuert und aus Steuern finanziert - jede Menge Strahlen-Müll produziert. Die Asse ist fast ausschließlich von solchen Einrichtungen beliefert worden, aber das passt nicht ins Feindbild...

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tw2 28.11.2011, 17:56
32. Handynetz abschalten

Zitat von FrankH
Es geht doch soviel einfacher: Laßt sie doch alle ganz in Ruhe demonstrieren. Aber bitte nehmt ihnen die Decken weg (können dann auf der Polizeistation wieder abgeholt werden) und andere "Campinggegenstände" (ist ja kein öffentlicher Campingplatz) und sperrt den Bereich im Umkreis von max 100m ab - nach spätestens 24 Stunden sind alle weg.
Ich bin eher dafür, im Wendland das Handy-Netz abzuschalten. Und zwar jetzt und für alle Zeit. Erstens können die ganzen Anti-Castor-Poser dann mit ihren teuren Spielzeugen nicht mehr ihre Heldentaten direkt im Internet verbreiten, und eventuell animiert es einen Teil der Bevölkerung, die Gegend schlicht zu verlassen. Denn dort wird der Müll gelagert, und wie ich vermute, dauerhaft. Einfach umsiedeln. In NRW geht's beim Braunkohletagebau ja auch.

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Pepito_Sbazzagutti 28.11.2011, 18:16
33. Problem

Zitat von LDaniel
PS: Wer mit Steinen, Brandsätzen, Flaschen oder ähnlichem auf Einsatzkräfte wirft oder sich nicht deutlich von diesen Personen distanziert hat kein Recht sich über ein "zu hartes" Vorgehen der Polizei zu beschweren.
Ich habe ein Problem mit dieser Art von Polizeieinsätzen, nämlich, was deren Planung und Durchführung betrifft.
Ein Beispiel: Am 31. Mai 1972 wurde im Rahmen der Terroristenfahndung die gesamte Schutzpolizei der Bundesrepublik - seinerzeit ca. 130.000 Mann - dem Präsidenten des Bundeskriminalamtes unterstellt. Dazu kamen sämtliche (!!) Polizeifahrzeuge und alle Hubschrauber des öffentlichen Dienstes.
Ich frage mich: Warum ist so etwas in etwas kleinerem Rahmen nicht mehr möglich?
Mit Tausenden Polizisten, Bundespolizisten, Fahrzeugen und Hubschraubern so lückenlos absperren, dass niemand überhaupt nur in die Nähe der Gleise kommt. Wer sich durchschleicht, wird einkassiert.

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guadiana 28.11.2011, 18:27
34. Maut

Das ganze hat doch eher volksfest charakter.
Überall fröhliche gesichter.....
Anderswo bei diversen events wird der anreisende
(auch wenn er sich aktiv an der schau beteiligt)
zur kasse gebeten.
Bei so viel action über tage wäre doch eine maut von 100 Euronen pro person,
rentner und kinder die hälfte, durchaus im rahmen.....

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manitoba 28.11.2011, 18:32
35. .

Zitat von Crom
Warum ist noch einmal die Sicherung des Transports notwendig? Ohne Erlebnisdemonstranten wäre das doch gar nicht notwendig.
Quatsch mit Soße...
Das Zeug ist radioaktiv, schon allein deshalb unterliegt der Transport besonderen Bestimmungen und ist demnach entsprechend zu sichern.

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Malshandir 28.11.2011, 18:40
36. Richtig so

Was die Polizei treibt ist unter aller Sau. Gewalt ist keine Lösung, Gewalt ist nur das letzte Aufbäumen eines Regimes.

Warum die castoren ins Wendtland, warum nicht in die bayrisches Staatskanzlei, da Bayern den meisten Atommüll verursacht oder direkt ins Bundeskanzleramt.

Man muss einmal sehen, wo es hinführt. Hier verordnen "Sicherheitskräfte" ein Demonstrationsverbot, Hallo wo leben wir. Das ist ein Grundrechtsverstoss und dagegen darf man sich wehren. Art 20 GG.

Daneben muss man sich einmal genau die Schichtpläne kontrollieren. Wo ist die Mitwirkung der Personalräte, die hier hätten verantwortlich die Einsatzzeiten ablehnen müssen.

Viele Polizisten machen nur Ihren Job, aber das ist kein Grund exzessiv Gewalt einzusetzen. Wie würde sich die Polizei fühlen, wenn plötzlich die freiwilligen Feuerwehren gegen sie Wasserwerfer einsetzen würden?

Bezahlen sollten den Spass die Energiekonzerne.

Was wäre falsch, wenn die Polizei zugeben muss, wir könnten den Transport nicht durchführen?

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holzheizer 28.11.2011, 18:51
37. Polizei und Bevölkerung sind Opfer verantwortungsloser Politik

Polizei und Bevölkerung sind doch gemeinsame Opfer einer verkorksten Atompolitik. Es ist ein politisches und kein polizeiliches Problem! Warum wurde denn gerade Gorleben als "Endlager" ausgesucht? Ganz einfach: es lag im Zonenrandgebiet, hatte ein CDU-hörige Bauernschaft und sollte Zentrum des geplantes "Nuklearen Entsorgungszentrums" (einschl. einer Wiederaufarbeitungsanlage) werden. Also buddelte man fix noch ne Loch in den Salzstock (ohne sich um die Alternativen zu kümmern).
Nur blöd, dass sich in lediglich 20 Jahre alle Randbedingungen geändert haben: kein Zonenrandgebiet, von der CDU "nimmt in der Gegend kein Hund mehr eine Stück Brot" und die Wiederaufbereitungsanlage wurde auch gestrichen. Übrig blieb nur das Loch im Salzstock, die Kartoffelhalle (= Abstellhalle für Castoren) und die Pilotkonditionierungsanlage (= Umfüllstation des Mülls von Castor- in Pollux-Behälter).
Und nun raten Sie mal warum es in der Gegend Widerstand gibt? Je mehr Behälter in der Gorlebener Kartoffelhalle aufgestellt werden, desto eher mehr Druck gibt es, das Zeug dort in 40 bis 50 Jahren zu verbuddeln.

Warum werden die Castoren nicht "gerecht" auf die vorhandenen Zwischenlager der Kraftwerke aufgeteilt? Angeblich ist ja alles so sicher.

Angenommen es gäbe keine Proteste, dann würde der Atommüll klammheimlich in Gorleben verbuddelt. Ich geben zu, dass niemand von uns die Konsequenzen in 100.000 bis 1.000.000 Jahren trägen muss. Also: nach uns die Sintflut? Aus dem Auge, aus dem Sinn? Pfeif auf Verantwortung? Ethik, nein danke?

PS: Im Gegensatz zu vielen Kommentatoren war ich in der Pilotkonidtionierungsanlage und im "Erkundungsbergwerk". Mein Vertrauen zu den politischen Entscheidungsträgern wurde dadurch nicht gestärkt. Das Endlagerkonzept halte ich für diskussionswürdig - um es mal diplomatisch auszudrücken.

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LDaniel 28.11.2011, 18:55
38. DUmm

Zitat von Malshandir
Was die Polizei treibt ist unter aller Sau. Gewalt ist keine Lösung, Gewalt ist nur das letzte Aufbäumen eines Regimes. ... Viele Polizisten machen nur Ihren Job, aber das ist kein Grund exzessiv Gewalt einzusetzen. Wie würde sich die Polizei fühlen, wenn plötzlich die freiwilligen Feuerwehren gegen sie Wasserwerfer einsetzen würden? Bezahlen sollten den Spass die Energiekonzerne. Was wäre falsch, wenn die Polizei zugeben muss, wir könnten den Transport nicht durchführen?
Die Polizei steht an der Strecke und die Demonstranten kommen auf sie zu und greifen sie an, bzw. versuchen es. Gewalt ist keine Lösung. Wenn sich die Demonstranten daran halten würden, gäbe es auch keine. Aber der Staat ist nunmal wehrhaft und lässt seine Polizisten zum Glück nicht untätig im Steinehagel stehen.

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Robert Rostock 28.11.2011, 19:07
39. Soße ohne Quatsch..

Zitat von manitoba
Quatsch mit Soße... Das Zeug ist radioaktiv, schon allein deshalb unterliegt der Transport besonderen Bestimmungen und ist demnach entsprechend zu sichern.
Ach so, und deshalb ist es besser, das Zeug steht nach dem Blockieren der Straße jetzt im Verladebahnhof bzw. nach dem Blockieren der Gleise irgendwo auf einem Provinzbahnhof?

Und weil das Zeug so gefährlich ist, war der in den letzten Jahren größte Erfolgt der Castor-Gegner, dass bei einem der letzten Transporte ein paar Demonstranten auf den Castor geklettert sind und da Siegestänze vollführt haben?

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