Forum: Politik
Atomstreit - was bringen die Proteste?

Die Atomenergie ist wieder intensiv in der Diskussion. Der Castor-Transport mit Atommüll aus dem französischen La Hague bot Anlass zu heftigen Aktionen der Atomgegner. Was bringen die Proteste? Wie soll künftig mit der Atomenergie umgegangen werden?

Seite 1 von 102
Klo 10.11.2008, 08:30
1.

Zitat von sysop
Die Atomenergie ist wieder intensiv in der Diskussion. Der Castor-Transport mit Atommüll aus dem französischen La Hague bot Anlass zu heftigen Aktionen der Atomgegner. Was bringen die Proteste? Wie soll künftig mit der Atomenergie umgegangen werden?
Die Proteste sind eindeutig gerechtfertigt. Da die Transport- und Endlagerproblematik noch auf viele Jahre nicht gelöst sein wird und die derzeitigen Entsorgungskonzepte in allen Punkten mangelhaft sind, ist der beschlossene Ausstieg aus dieser Technologie nur folgerichtig. Die Kosten für den Steuerzahler für diese Art der Stromproduktion sind einfach zu hoch und es kommt deutlich billiger, einen Umbau der Energiewirtschaft jetzt zu finanzieren, den man früher oder später ohnehin finanzieren muß.

Beitrag melden
schlob 10.11.2008, 08:37
2.

Zitat von Klo
Die Proteste sind eindeutig gerechtfertigt. Da die Transport- und Endlagerproblematik noch auf viele Jahre nicht gelöst sein wird ..
Viele wackere leute protestieren in Gorleben gegen die Einlagerung des deutschen Mülls,der von der Wiederaufarbeitung aus Frankreich vertragsgemäss zurückkommt.-
Wenn der Müll nicht in Deutschland gelagert werden soll, wo dann?- -Wir können das Zeug ja nicht einfach in den Strassengraben kippen.-Vermeiden geht nicht mehr-der Müll ist da.-

Ich schlage vor,dass wir mit Russland einen Vertrag schliessen.
Russland hat aus Jahrzehnten Atombomben-Produktion der SU,der Produktion von Atom-U-Booten,aus Kernwaffentests und eigenen Kraftwerken vom Typ Tchernobyl sowieso gewaltige Berge an radioaktivem Müll-
hundertmal grössere als Deutschland.-

Der Einwand: Wir stehlen uns aus der Verantwortung, darf natürlich nicht gelten.Wir müssen dies Abkommen an Bedingungen knüpfen,dass dieser unser Müll- und der russische sicherer gelagert werden als bisher.-Und wir müssen dies kontrollieren können. -Das geht durchaus.-

Schon die SU hat Wirtschaftsverträge immer korrekt eingehalten.-

Damit hat dann hat die Sicherheit für beide Völker zugenommen.-In Deutschland haben wir gar keinen Endmüll mehr- in Russland werden die bisherige Müllberge besser gesichert.-

Es ist unsinnig,diese Probleme heute national lösen zu wollen.Ebenso unsinnig,wie ein Alleingang beim CO2 wäre. Radioaktive Wolken halten sich nicht an Grenzen.-
Wenn Deutschland seinen Müll absolut sicher lagert- und in Russland bleibt der Müll ziemlich schlecht gesichert,ist hiervon die Sicherheit beider Völker bedroht.-
Im übrigen lassen wir ja schon unseren Müll in Frankreich aufarbeiten,weil die Grünen Wackersdorf verhindert haben.-

Wir schicken also unseren gefährlichen Müll sowieso schon ins Ausland. - Trotzdem wäre wohl eine Änderung des sowieso überholten Atom-Gesetz nötig.-
Wer ein besseres Konzept hat,möge sich melden.

Beitrag melden
diefreiheitdermeinung 10.11.2008, 08:47
3. Diktat der Ungewaehlten

die ganze Sache ist n ur ein weiterer Beweis, dass das was in Deutschland laeuft oder nicht laeuft immer mehr von ungewaehlten Minderheitsgruppen bestimmt wird. Waehrend wir auf eine teure Energie- und Wirtschaftskrise zusteuern faellt ein paar tausend Exremisten nichts Besseres ein als mehr als 15000 Polizeukraefte zu binden. Wer uebernimmt die Kosten ? Natuerlich der Steuerzahler ? Es ist an der Zeit die Diktatur der Minderheiten zu brechen und diese mit Umlage der verursachten Kosten zu belasten.
Nochwas: die Medien scheinen sich darin einig, dass immer die Polizei an dem angeblichen Debakel schuld sei. Was schlaegt sie denn vor ? Rueckzug und Eingehen auf die Forderungen der Minderheit ? Wattebaeusche werfen ?

Beitrag melden
Ernst August 10.11.2008, 08:50
4.

Zitat von sysop
Die Atomenergie ist wieder intensiv in der Diskussion. Der Castor-Transport mit Atommüll aus dem französischen La Hague bot Anlass zu heftigen Aktionen der Atomgegner. Was bringen die Proteste? Wie soll künftig mit der Atomenergie umgegangen werden?
Die Zahl der aktiven Demonstranten ist dieses Mal wieder enorm hoch.
Getrieben sind sie wahrscheinlich durch die Ereignisse um Hessen und durch die Klimakatastrophe.

Sie wollen den Wechsel (nicht nur) in der Energiepolitik.
Das Change aus den USA macht sie "Yes wir können" wie lange nicht.
Sie haben die Zeichen der Zeit erkannt und sie kämpfen für eine bessere Welt - und zwar zuerst in ihrer Heimat.
Wo sonst!

Beitrag melden
luri80 10.11.2008, 08:51
5.

Zitat von Klo
Die Proteste sind eindeutig gerechtfertigt.
Proteste? Was hier abgeht hat doch nichts mehr mit Protest zu tun, das sind kriminelle Krawallmacher die allesamt auf Schadensersatz verklagt gehören, für die dutzende Millionen Euro Schaden den sie dem Steuerzahler verursachen.

Zitat von Klo
Die Kosten für den Steuerzahler für diese Art der Stromproduktion sind einfach zu hoch und es kommt deutlich billiger, einen Umbau der Energiewirtschaft jetzt zu finanzieren, den man früher oder später ohnehin finanzieren muß.
Atomstrom kann mit Abstand am günstigsten hergestellt werden und dabei wird noch nicht einmal CO2 in die Atmosphäre gepumpt. Umstieg ja, aber bitte nicht in Zeiten globaler Wirtschaftsflaute und bitte auch nicht um jeden Preis.

Beitrag melden
sapientia 10.11.2008, 08:53
6. Was sie bringen - die erforderliche Aufmerksamkeit, ..

Zitat von sysop
Die Atomenergie ist wieder intensiv in der Diskussion. Der Castor-Transport mit Atommüll aus dem französischen La Hague bot Anlass zu heftigen Aktionen der Atomgegner. Was bringen die Proteste? Wie soll künftig mit der Atomenergie umgegangen werden?
während ganz andere Themen die Republik innen- wie außenpolitisch beschäftigen, geht es - die Politiker haben es nicht mehr auf ihrem Plan - hin und wieder auch noch einmal darum, daß der Bürger der höchste Souverän des gesamten "Unternehmens" Republik ist - und nicht die täglichen Gala-Diner der täglich in der Presse auftauchenden Witzfiguren.

Beitrag melden
diefreiheitdermeinung 10.11.2008, 08:55
7. Nicht geloest

Zitat von Klo
Die Proteste sind eindeutig gerechtfertigt. Da die Transport- und Endlagerproblematik noch auf viele Jahre nicht gelöst sein wird und die derzeitigen Entsorgungskonzepte in allen Punkten mangelhaft sind, ist der beschlossene Ausstieg aus dieser Technologie nur folgerichtig. Die Kosten für den Steuerzahler für diese Art der Stromproduktion sind einfach zu hoch und es kommt deutlich billiger, einen Umbau der Energiewirtschaft jetzt zu finanzieren, den man früher oder später ohnehin finanzieren muß.
a) die Endlagerproblematik ist unter anederfm deswegen angeblich ungeloest weil eine proetstierende Minderheit daran gar kein Interesse hat und Alles tut um die Loesung der Problematik zu verhindern

b) auch durch staendige Wiederholung wird die Behauptung dass die Kosten der Stromproduktion zu hoch sei nicht richtig. Praenentieren Sie mal bitte eine stichhaltige und ideologiefreie Berechnung. Die Franzosen und Finnen und Chinesen und Japaner sind ja nicht unbedingt so viel schlechter in Mathematik als wir Deutschen. Und was soll denn in der Produktion biller sein ? PV zu 65 cent pro kWh? Im Uebrigen: die Atomstromprodultion koennte noch biller sein, wenn nicht Minderheiten durch diverse Stoeraktionen und Einfluessn ahme auf den Planungs- und Genehmigungsprozess die Kosten zusaetzliche hochtreiben wuerde. Ab er wir in Deutchland habens ja, dass wir uns dei regelmaessigen Demozirkus meinen leisten zu koennen. Vielleicht sollte die Wirtschaftskrise noch etwas heftiger ausfallen, damit die Randgruppen zum klaren Denken zurueckfinden.

Beitrag melden
wr4th 10.11.2008, 08:57
8.

Zitat von schlob
Viele wackere leute protestieren in Gorleben gegen die Einlagerung des deutschen Mülls,der von der Wiederaufarbeitung aus Frankreich vertragsgemäss zurückkommt.- Wenn der Müll nicht in Deutschland gelagert werden soll, wo dann?- -Wir können das Zeug ja nicht einfach in den Strassengraben kippen.-Vermeiden geht nicht mehr-der Müll ist da.-
Es geht doch nicht darum den Müll nicht lagern zu wollen. Stattdessen soll darauf hingewiesen werden, dass die Kernenergie eben keine Alternative zur Lösung unserer Energieprobleme ist, da das Entsorgungsproblem definitiv nicht gelöst ist!

Zitat von diefreiheitdermeinung
die ganze Sache ist n ur ein weiterer Beweis, dass das was in Deutschland laeuft oder nicht laeuft immer mehr von ungewaehlten Minderheitsgruppen bestimmt wird. Waehrend wir auf eine teure Energie- und Wirtschaftskrise zusteuern faellt ein paar tausend Exremisten nichts Besseres ein als mehr als 15000 Polizeukraefte zu binden. Wer uebernimmt die Kosten ? Natuerlich der Steuerzahler ? Es ist an der Zeit die Diktatur der Minderheiten zu brechen und diese mit Umlage der verursachten Kosten zu belasten. Nochwas: die Medien scheinen sich darin einig, dass immer die Polizei an dem angeblichen Debakel schuld sei. Was schlaegt sie denn vor ? Rueckzug und Eingehen auf die Forderungen der Minderheit ? Wattebaeusche werfen ?
Sie fordern hier quasi die Abschaffung des Demonstrationsrechts, was man sich in anbetracht ihres Benutzernamens mal auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Beitrag melden
tomkater 10.11.2008, 08:57
9.

Zitat von diefreiheitdermeinung
Es ist an der Zeit die Diktatur der Minderheiten zu brechen
Woher die Sicherheit, dass Ihr Pro-Atomkurs, die Mehrheitsmeinung darstellt?

Zitat von diefreiheitdermeinung
und diese mit Umlage der verursachten Kosten zu belasten.
Sehe ich genauso - wenn die Atombosse den strahlenden Müll schon nicht im eigenen Garten verbuddeln wollen, dann sollen sie gefälligst teuer dafür bezahlen, sie diesen Müll anderen unterjubeln.

Beitrag melden
Seite 1 von 102
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!