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Atomstreit: Iran stellt Bedingungen für Treffen mit Trump
DPA

Donald Trump ist im Atomstreit "jederzeit" und "ohne Vorbedingungen" zu einem Treffen mit Irans Führung bereit. Doch so einfach will es Teheran dem US-Präsidenten nicht machen.

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nickleby 31.07.2018, 08:11
1. Realpolitik

Trumps Angebot. mit den Mullahs zu sprechen, ist eine Grundlage, auf der der Iran verhaneln kann und auch sollte. Es sind nicht die USA, die in Nöten sind, sondern der Iran. Darum wäre es realistisch und politisch klarsinninig, ohne Vorbedingungen zu sprechen. Was danach kommt , wird man sehen. Die Zeit des sozialen Friedens im Iran läuft in absehbarer Zeit ab : Explodierende Bevölkerunsgzahl, marode Infrastruktur, exorbitante Arbeiitslosenzahl,Inflation, Versorgungsschwierigkeiten und ethische Divergenzen mit den Kurden. All das sollte man sich in Teheran sehr genau überlegen, ob man wirklich so lautstark auftreten kann. Erst sprechen, dann handeln. Trump reicht die Hand. Man sollte sie ergreifen. Dem Iran wäre geholfen, nicht nur auf die USA zuzugehen, sondern in alle Richtungen gesprächsoffen zu sein, damit ein poistives Ergebnis erzielt werden kann.

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Tom H. 31.07.2018, 08:16
2. Offensichtliche Inszenierung, aber dennoch richtig

Ich finde, man muss nicht "Trump-Fan" sein, um die Einstellung, Gesprächsangebote "bedingungslos" anzunehmen, gut zu finden. Deswegen zähle ich mich auch garantiert nicht zum "Trump-Lager", zumal Trump erst vor Tagen ein Gesetz erlassen hat, das die Position von Gewerkschaftsmitgliedern schwächt.

Trump inszeniert sich. Als guter Geschäftsmann, als Präsident der "kleinen Leute", als geschickter Verhandler. Das alles kann man kritisieren, offen legen und entlarven.

Aber eine Einstellung, Treffen mit Konflikt-Staaten generell zu akzeptieren, sehe ich dennoch positiv, auch wenn dahinter mehr Inszenierung als ein echter politischer Plan steckt.

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jjcamera 31.07.2018, 08:23
3. Erfolgsstrategie

Trumps Strategie ist ebenso durchschaubar wie langweilig. Erst erklärt er jemand zu seinem "größten Feind", dann trifft er sich mit ihm, erklärt ihn danach zu seinem "größten Freund" und nennt seine Verhandlungen einen sensationellen Erfolg. Er hält das für genial, die Welt findet das inzwischen lächerlich und verliert langsam die Geduld mit dem Mann.

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Thomas Kolb 31.07.2018, 08:34
4. Verhandlungen

Zitat von nickleby
Trumps Angebot. mit den Mullahs zu sprechen, ist eine Grundlage, auf der der Iran verhaneln kann und auch sollte. Es sind nicht die USA, die in Nöten sind, sondern der Iran. Darum wäre es realistisch und politisch klarsinninig, ohne Vorbedingungen zu sprechen. Was danach kommt , wird man sehen. Die Zeit des sozialen Friedens im Iran läuft in absehbarer Zeit ab : Explodierende Bevölkerunsgzahl, marode Infrastruktur, exorbitante Arbeiitslosenzahl,Inflation, Versorgungsschwierigkeiten und ethische Divergenzen mit den Kurden. All das sollte man sich in Teheran sehr genau überlegen, ob man wirklich so lautstark auftreten kann. Erst sprechen, dann handeln. Trump reicht die Hand. Man sollte sie ergreifen. Dem Iran wäre geholfen, nicht nur auf die USA zuzugehen, sondern in alle Richtungen gesprächsoffen zu sein, damit ein poistives Ergebnis erzielt werden kann.
Ich sehe das anders. Mit den USA unter Trump kann man nicht verhandeln, da sie kein verlässlicher Vertragspartner mehr sind. Wer eine gemeinsame Erklärung unterschreibt und dann auf dem Rückflug schon aus dem Flugzeug für nichtig erklärt, muss sich nicht wundern, wenn andere Länder vorsichtig bei Verhandlungen mit einem werden.

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droptableall 31.07.2018, 08:35
5.

Vermutlich hat Trump "ohne Vorbedingungen" erklärt weil er geahnt hatte oder schon wusste, dass die andere Seite Bedingungen stellt. Jetzt sieht er besser aus ohne sich wirklich Treffen zu müssen, die anderen sehen jetzt wie die Verweigerer aus. Dabei hat er die Abmachungen einfach mal so gebrochen, die mit viel Mühe und Zugeständnissen aller Seiten getroffen worden sind.

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neue_mitte 31.07.2018, 08:36
6.

Zitat von Tom H.
[...] Aber eine Einstellung, Treffen mit Konflikt-Staaten generell zu akzeptieren, sehe ich dennoch positiv, auch wenn dahinter mehr Inszenierung als ein echter politischer Plan steckt.
Wie bitte? Konflikt-Staaten? Mit dem Iran gab es ein gültiges Abkommen. Das hat im Prinzip die gesamte sog. "1. Welt" ausgehandelt und unterzeichnet. Dann kommt dieser Trottel daher und kündigt es auf. Danach poltert er wie ein Wahnsinniger gegen dieses Land und stößt alle vor den Kopf. Nur um sich dann hinterher medienwirksam mit diesem Land zu treffen, ohne Vorbedingungen natürlich, und zu sprechen? Einen Konflikt mit einem Staat anzetteln, mit dem es eigentlich Ruhe gab, um sich dann zu inszenieren, dass man mit einem Konflikt-Staat spricht??? Das ist ja wirklich wie der pyromane Feuerwehrmann, der heroisch zu seinen eigenen Feuern fährt, den Schlauch draufhält, die Schöne aus dem Haus rettet und sich dann als Held feiern zu lassen???

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Gmorker 31.07.2018, 08:55
7. "Trump reicht die Hand. Man sollte sie ergreifen"

Ach, Trump reicht die Hand? Nachdem er das bestehende (nicht ratifizierte) Abkommen mal eben willkürlich und einseitig für nichtig erklärt hat, sein Botschafter von anderen Ländern verlangt, die Aktivitäten im Iran einzustellen, er offen mit Krieg droht, und jetzt "Verhandlungen ohne Vorbedingungen" anregt... da sollte man die Hand ergreifen? Ich bin wahrlich kein Fan vom Iran, aber die Politik (wenn man sie denn so nennen kann) der USA ist unter Trump keinStück verlässlicher oder rationaler als die vom Iran oder von NordKorea. Hand ergreifen? Man sollte ihm ne schallende Ohrfeige verpassen, und ihm erklären, das internationale Politik nicht so einfach ist, wie mit einem Casino pleite zu gehen.

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tpk 31.07.2018, 09:01
8. Reichlich Selbstbewusstsein

das kann man den Iranern lassen.
Die sollen sich aber ruhig so mit Trump treffen. Für'n paar coole Fotos unterschreibt der jeden Nonsense.

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Kosmopolit08 31.07.2018, 09:03
9. Da kann man nur fassungslos mit dem Kopf schütteln

Da sind doch tatsächlich Leute, die Trumps Vorschlag bedingungslos über ein Atomabkommen zu verhandeln ganz toll finden. Jetzt muss man sich mal deutlich machen: Ein Angebot bedingungslos über ein Abkommen verhandeln, dass im Grunde schon bestand aber von demjenigen der das Angebot macht gecancelt wurde. Trumpisten würden Donnie auch als größten Othopäden aller Zeiten feiern, wenn er Ihnen erst zu enge 5 Dollar Schuhe für 500 Dollar verkaufen würde und Ihnen gegen eine Gebühr von 5.000 Dollar den Rat geben würde gegen ihre Fussschmerzen einfach barfuss zu laufen.

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