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Atomstreit: Iran stellt Bedingungen für Treffen mit Trump
DPA

Donald Trump ist im Atomstreit "jederzeit" und "ohne Vorbedingungen" zu einem Treffen mit Irans Führung bereit. Doch so einfach will es Teheran dem US-Präsidenten nicht machen.

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mercurius 31.07.2018, 09:08
10. ....ohne Vorbedingungen?

Zitat von nickleby
Trumps Angebot. mit den Mullahs zu sprechen, ist eine Grundlage, auf der der Iran verhaneln kann und auch sollte. Es sind nicht die USA, die in Nöten sind, sondern der Iran. Darum wäre es realistisch und politisch klarsinninig, ohne Vorbedingungen zu sprechen. Was danach kommt , wird man sehen.......
Trump hat diese doch schon längst gestellt: Aufkündigung des Atomdeals, Einleitung von Sanktionen.
Die Europäer haben es vorgemacht: „mit der Pistole auf der Brust verhandeln wir nicht“.

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bammbamm 31.07.2018, 09:09
11.

Zitat von jjcamera
Trumps Strategie ist ebenso durchschaubar wie langweilig. Erst erklärt er jemand zu seinem "größten Feind", dann trifft er sich mit ihm, erklärt ihn danach zu seinem "größten Freund" und nennt seine Verhandlungen einen sensationellen Erfolg. Er hält das für genial, die Welt findet das inzwischen lächerlich und verliert langsam die Geduld mit dem Mann.
Das mag sein, spielt aber keine Rolle so lange es die gewünschten Ergebnisse bringt....und das tut es, auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen, EU und NATO hat er in die Tasche gesteckt. Seine Beliebtheit geht auch wieder rauf, Arbeitslosigkeit ist auf einem Tiefststand und es sieht gar nicht mehr schlecht aus für die midterms. Da dürfte ihn die Meinung irgendwelcher Spiegelleser recht wenig interessieren.

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Herr_Jeh 31.07.2018, 09:25
12. Pseudo-Angebot

Während für US-Unternehmen die Sanktionen ab 6. August schrittweise wirksam werden, hat US-Botschafter Grenell von deutschen Unternehmen eingefordert, ihre Aktivitäten mit Iranischen Partnern bereits im Mai zu stoppen. Das zeigt doch schon, welche Interessen die US-Regierung verfolgt. Auf welcher Basis will man da verhandeln?

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neue_mitte 31.07.2018, 09:26
13.

Zitat von bammbamm
Das mag sein, spielt aber keine Rolle so lange es die gewünschten Ergebnisse bringt....und das tut es, auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen, EU und NATO hat er in die Tasche gesteckt. Seine Beliebtheit geht auch wieder rauf, Arbeitslosigkeit ist auf einem Tiefststand und es sieht gar nicht mehr schlecht aus für die midterms. Da dürfte ihn die Meinung irgendwelcher Spiegelleser recht wenig interessieren.
Welche Ergebnisse denn? Ihr Trumpisten schwadroniert immer nur von Ergebnissen, von Wahlversprechen, vom miteinander reden und vom Frieden. Gibt es auch nur einen einzigen Bereich, in dem er wirkliche echte Ergebnisse erzielt hat? Die EU und die NATO hat er nicht in der Tasche. Die stehen nur mit den Kinnladen runter da über soviel konzentrierten Schwachsinn. Die haben diese Amtsperiode schon abgehakt und planen mit dem Nachfolger. Die werden vorne rum Sprüche klopfen, wie Donnie es mag und auch nur kann - aber hinten rum über ihn lachen.

Dass seine Beliebtheit steigt, nun ja. Wir wussten ja schon immer über das US high school Wesen Bescheid. Und dass die USA in der Fläche im Grunde auf Niveau von Russland liegt. Siehe die Liebe zu den Pick-Up-Trucks. Diese sozial und politisch abgehängten lieben natürlich einen Mann, der ebenso keine Manieren und keinen Verstand hat, wie sie selbst. Spielt keine Rolle, dass es ihnen am Ende kein Stück besser gehen wird. Er hat ihnen aber mal 4 Jahre das Gefühl gegeben. Und wenn es ihnen schon nicht besser gehen wird, anderen dafür aber schlechter, ist es auch recht. Soll ja nicht nur immer ihnen so gehen.

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JDR 31.07.2018, 09:31
14.

Nun, es steht nicht zu erwarten, dass hinter Präsident Trumps Angebot ein anderer Ansatz steckt als die Grundaussage, dass er jederzeit bereit ist, mit jedem zu verhandeln und man könne dann ja sehen, was heraus kommt. In diesem Sinne ist es auch ernst gemeint, selbst, wenn es keine Erwartung an einen Erfolg gibt.

Die Haltung der Iraner überrascht ein bisschen. Wären sie so gerissen, wie sie selber glauben, böte ein Treffen ihnen viele Vorteile. Aber darum geht es gar nicht.

Aktuell erwarten beide Seiten, dass die Differenzen nur gewaltsam beizulegen sind. Das Regime maneuvriert zwar heftigst, um einen möglichst geeigneten Zeitpunkt für das Aufeinandertreffen zu finden, aber einen Krieg hält man für unvermeidbar.

Viellleicht ist er es. Vermutlich ist er es nicht. Aber Kriege beginnen selten, weil sie unvermeidbar wären. Meist beginnen sie anders.

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berlin87 31.07.2018, 09:49
15. Meinung

Die Politik von Trump ist nicht einfach zu verstehen. es aendert sich sehr oft.Deswegen kann man sich auf ihn nicht verlassen.Bis jetzt habe ich sein Verhalten so gesehen.Wenn seine Mitarbeiter ihn nicht überreden könnten, würde es noch schlimmer für die ganze Welt.

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Kurt2.1 31.07.2018, 09:51
16. #11

Zitat von bammbamm
Das mag sein, spielt aber keine Rolle so lange es die gewünschten Ergebnisse bringt....und das tut es, auch wenn manche es nicht wahrhaben wollen, EU und NATO hat er in die Tasche gesteckt. Seine Beliebtheit geht auch wieder rauf, Arbeitslosigkeit ist auf einem Tiefststand und es sieht gar nicht mehr schlecht aus für die midterms. Da dürfte ihn die Meinung irgendwelcher Spiegelleser recht wenig interessieren.
Sie glauben, das wars mit der EU und der NATO und Trump? Ich denke, eher nicht.
Die EU und auch ihre einzelnen Mitglieder sind nicht so beweglich wie der neue Absolutist im Weißen Haus, aber Reaktionen werden folgen, dass ist klar. Die EU ist soeben dabei, sich neu zu positionieren (Siehe z.B. Spon zu EU, Japan, Korea).
Trumps durchsichtiges Einschleimen beim italienischen Mussolini wird schiefgehen, wenn Italien merkt, das es nicht durchkommt in der EU mit dieser Nummer. Da wird auch der Finanz-Schulterschluss mit Frankreich nicht funktionieren.

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Pickle_Rick 31.07.2018, 09:53
17.

Zunächst ist es ja schön, wenn zwei verfeindete Staaten aufeinander zugehen. Das sieht allerdings aus wie bei der Nummenr in NK. Am Anfang bombardiert man sich mit markigen Sprüchen und Drohungen. Trump am liebsten per Twitter. Dann gibt es eine große Versöhnungsshow, Trump feiert sich als Held weil er den selbst verursachten Konflikt entschärft hat, die Fake News Psychotiker jubeln und sonst passiert rein gar nichts. Was sollte der Iran da auch groß hoffen und verhandeln? Unter Trump sind Versprechen und Zugeständnisse nichts mehr wert. Er kann ja nicht mal mit Verbündeten nachhaltig arbeiten. Jedes Verhandlungsergebnis kann beim nächsten Wutanfall wieder zerrissen werden. Immerhin ist die peinliche Show besser als weitere Eskalation.

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neue_mitte 31.07.2018, 09:57
18.

Zitat von JDR
Nun, es steht nicht zu erwarten, dass hinter Präsident Trumps Angebot ein anderer Ansatz steckt als die Grundaussage, dass er jederzeit bereit ist, mit jedem zu verhandeln und man könne dann ja sehen, was heraus kommt. In diesem Sinne ist es auch ernst gemeint, selbst, wenn es keine Erwartung an einen Erfolg gibt. Die Haltung der Iraner überrascht ein bisschen. Wären sie so gerissen, wie sie selber glauben, böte ein Treffen ihnen viele Vorteile. Aber darum geht es gar nicht. Aktuell erwarten beide Seiten, dass die Differenzen nur gewaltsam beizulegen sind. Das Regime maneuvriert zwar heftigst, um einen möglichst geeigneten Zeitpunkt für das Aufeinandertreffen zu finden, aber einen Krieg hält man für unvermeidbar. Viellleicht ist er es. Vermutlich ist er es nicht. Aber Kriege beginnen selten, weil sie unvermeidbar wären. Meist beginnen sie anders.
Wieso um alles in der Welt zündelt Trump überhaupt im Iran herum? Was hat er dort verloren? Die sog. 1 Welt hatte ein Abkommen mit dem Iran. Punkt. Und das trotzige Kind ist nicht damit zufrieden und stänkert jetzt ohne Sind und Verstand - ohne Grund sowieso - im Iran herum? Warum??? Wieso muss man ein Land rhetorisch so mit Krieg bedrohen, warum überhaupt so grundfeindlich?

Unter einem anderen Präsidenten außer Trump wäre sowohl mit dem Iran, als auch mit Nordkorea Ruhe. Diese Länder werden ständig von der USA und besonders von Trump gereizt. Warum??? Die haben der USA und der Welt nix getan. Die wollen einfach nur existieren. Ich gebe keine Wertung über deren Gesellschaftssysteme ab. Das geht uns nix an. "Unsere" Demokratie dorthin zu exportieren geht 100%ig schief.

Trump und Trumpisten: Finger weg vom Iran. Aufhören mit dem Zündeln.

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Papazaca 31.07.2018, 09:58
19. Genau so. Und die Flucht nach vorne ...

Zitat von jjcamera
Trumps Strategie ist ebenso durchschaubar wie langweilig. Erst erklärt er jemand zu seinem "größten Feind", dann trifft er sich mit ihm, erklärt ihn danach zu seinem "größten Freund" und nennt seine Verhandlungen einen sensationellen Erfolg. Er hält das für genial, die Welt findet das inzwischen lächerlich und verliert langsam die Geduld mit dem Mann.
Trump versucht von allen Baustellen medial abzulenken, die ihm nicht passen. Und da gibt es inzwischen viele: Nordkorea?, Russland?, sein Ex-Anwalt Cohen, erste Auswirkungen des Handelskrieges, die getrennten Kinder der Einwanderer. Und der Sonderermittler Mueller rückt Trump immer mehr auf die Pelle.

Klar, Trump nutzt jedes Thema, um abzulenken. Er erinnert mich an einen jemanden, der Pleite geht und die wichtigsten Löcher stopft, um die Pleite hinaus zu zögern. Medial gelingt das Trump zugegebener Weise sehr gut. Nur, wenn ihm Probleme wirklich um die Ohren fliegen, kann Trump sie auch nicht mehr durch andere Themen verdrängen.

Und was die Meinungsumfragen anbelangt liegt Trump, trotz sehr guter Konjunktur, bei 40% (Gallup). Und die Wahlen kommen näher ....

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