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Atomstreit mit USA: Nordkorea startet größtes Manöver seiner Geschichte
REUTERS/ Kyodo

Mitten im Atomstreit mit den USA beginnt Nordkorea ein riesiges Militärmanöver. Das Regime in Pjöngjang feiert so den 85. Jahrestag seiner Armeegründung. Die Amerikaner ziehen ihrerseits Marinekräfte zusammen.

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Promethium 26.04.2017, 11:10
190.

Das nordkoreanische Regime ist ein Vassallenregime Moskaus. Und da nach dem Untergang der Sowjetunion die große Schutzmacht fehlte war Nordkorea für einige Zeit gezwungen Kompromissbereiter zu sein.

Wie eng das Nordkoreanische Regime an Moskau gekoppelt ist zeigt die Zeitleiste
5. März 1953 starb Stalin
27. Juli 1953 Waffenstillstand im Koreakrieg
Ende 1989 begann der Zusammenbruch der Sowjetunion und am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer

4. bis 7. September 1990 gab es die ersten Friedensverhandlungen zwischen Nord und Südkorea.
Und seit der Kreml wieder erstarkt ist, eskaliert auch die Lage auf der koreanischen Halbinsel wieder!
Siehe Wikipedia Korea-Konflikt usw.
Das kann man alles nachlesen!

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Nichtraucher 26.04.2017, 11:27
191.

Zitat von Attila2009
Wie kommen Sie auf die Idee dass es keine Gegenkandidaten gibt ? Es kann eine Liste parteiloser Kandidaten geben, Leute die sich durch bestimmte Qualifikationen,Qualitäten (menschlich,fachlich ) und Leistungen empfohlen haben und ......
Die Frage müsste sein, "warum es im Kommunismus keine freien Wahlen geben KÖNNTE".

Der Kommunismus als Idee ist eine Utopie (noch nicht mal die schlechteste). Warum es nicht funktionieren kann .... daran ist der Mensch schuld. Und das ist auch gut so.

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rainer_daeschler 26.04.2017, 11:41
192. Eigentlich nur für den Inlandsgebrauch

Zitat von Augustusrex
Schließlich hat der Marschall und "Große Mensch" Kim Jong Un in einer Rede vor Soldaten erklärt, dass er in Kürze die USA und Südkorea in Panmunjon nicht zu einem Friedensvertrag sondern zur bedingungslosen Kapitulation zwingen wird. Wobei die ganze Welt voller Hochachtung und Neid auf die in jeder Hinsicht umfassenden Erfolge Nordkoreas schaut.
Auch wenn die ganze Welt darüber lacht, in Nordkorea würde es die breite Bevölkerung wegen der Isolation gar nicht mitbekommen. Und für die sind solche Reden auch gedacht. Kim Jong-un kann ganz unwidersprochen den starken, harten und unerbittlichen Führer herausstellen vor dem die Welt zittert. Seinem Machterhalt kann das nur dienlich sein.

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Attila2009 26.04.2017, 11:47
193.

Zitat von Promethium
Das nordkoreanische Regime ist ein Vassallenregime Moskaus. Und da nach dem Untergang der Sowjetunion die große Schutzmacht fehlte war Nordkorea für einige Zeit gezwungen Kompromissbereiter zu sein. Wie eng das Nordkoreanische Regime........
Den "Kreml" gibt es nicht .Putin als Vetreter des bürgerlich -konservativen Lagers hat mit klassischen Rot "Kommunisten " nichts am Hut. Eher mit dem wirtschaftlich lukrativeren China die viel mehr Güter und Waren anzubieten haben oder kaufen können als das arme NK.
Putins innenpolitische Gegner , (die Postkommunisten) wären eher die klassischen Verbündeten der Nordkoreaner.
Auch in Russland hat sich einiges geändert, nur eben nicht in Korea.
Die zeitlichen Zusammenhänge die Sie aufzählen sind rein zufällig.
Sie sind doch ( bei waffenrechtlichen Themen ) sonst auch sorgfältig in der Betrachtung von Kausalzusammenhängen ?

Dass die Nordkorenaer nach dem Zusammenbruch des Ostblocks Zugeständnisse an SK machen mußten ist ja verständlich allerdings sehe ich nicht warum sie sich jetzt auf Moskau stützen könnten.
Möglicherweise wird Putin aus taktischen Gründen gegenüber den USA so etwas anklingen lassen allerdings glaube ich nicht dass er tatsächlich ein Risiko mit dem unberechenbaren dicken Kim Ill Dung eingehen wird. Mit Syrien hat er im Moment genug Streß.
Wenn die Russen es wollten hätte Nordkorea längst Baupläne für eine weitreichende taktische Rakete die nicht gleich nach dem Start explodiert und müßten sich nicht mit Eigenentwicklungen blamieren.

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Attila2009 26.04.2017, 12:23
194.

Zitat von Nichtraucher
Die Frage müsste sein, "warum es im Kommunismus keine freien Wahlen geben KÖNNTE". Der Kommunismus als Idee ist eine Utopie (noch nicht mal die schlechteste). Warum es nicht funktionieren kann .... daran ist der Mensch schuld. Und das ist auch gut so.
Wenn es keine freien Wahlen gibt, ist es kein Kommunismus.
Ganz einfach.
Ja es ist eine Utopie und derzeit ist die Menschheit nicht bereit dafür, da stimme ich Ihnen zu. Aber wir sehen und mal in paar hundert Jahren wieder wenn sich die Technologie weiter entwickelt hat.Wenn die Menschen aufgeklärter und vielleicht weniger egoistisch sind als heute.
Der technologische Fortschritt hat die Welt schon dramatisch verändert. Das tut er auch in Zukunft.

Vor 300 jahren hat auch niemand daran gedacht das bewährte Feudalsystem in der die von Gott eingesetzte Obrigkeit allein wußte was gut für alle ist ,könnte einmal verschwinden und durch eine Demokratie ersetzt werden in der die Kirche keine dominante Rolle mehr spielt..
Das war für viele undenkbar und wer wagte daran zu zweifeln wurde als Ketzer gerichtet.
Dann bin ich eben auch ein moderner Ketzer.

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almeo 26.04.2017, 12:38
195.

Zitat von di_wendt
Obwohl Spon meinen Beitrag nachträglich gelöscht hat, müssen sie ihn ja gelesen haben. Ich habe nur eine Frage an sie WAS IST EIN Präventivschlag? Ein Schlag indem man Unterstellt der Gegner oder vermeindliche Gegner will zu erst Krieg, also ich komme ihn zuvor. Dann bin ich zunächst der den ersten Schlag ausführt. Falls die USA das machen werden sie zu atomaren Wüste durch China und Russland verwandelt werden. [...]
Einen Präventivschlag mit nuklearen Mitteln ist nur gegen einen Gegner sinnvoll, der 1.) seine militärischen Streitkräfte tief verbunkert und/oder versteckt hat und man nur Pi Mal Daumen sagen kann, wo sich der Gegner befindet (siehe MOAB in Afghanistan), 2.) man Infrastruktur und elektronische Kriegsführung treffen möchte (sprich: EMP) oder glaubt, den Gegner nicht mit konventionellen Mitteln schlagen zu können (siehe Davy Crockett). Nichts davon trifft auf Nordkorea zu.

Spätestens seit dem Irakkrieg ist den Amerikanern bekannt, dass man einen Präventivschlag problemlos mit konventionellen Mitteln führen kann. Und die irakische Armee war auf dem Stand der 80er Jahre, nicht der 50er wie Nordkorea! Darum werden das die Amerikaner nicht mit Kernwaffen machen. Und selbst wenn Sie so irre wären dies zu tun (was nur ginge, wenn neben dem Präsidenten auch der Kongress (!) und der Generalstab dem zustimmen würde), würden China und Russland vermutlich keine Kernwaffen in Richtung USA schicken. Denn Nordkorea ist das einfach nicht wert. Das Nukleare Abwehrprogramm MAD ist nach wie vor aktiv, soll heißen, die USA haben noch immer eine massive Zweitschlagfähigkeit, ein Angriff auf die USA würde automatisch einen Gegenschlag auslösen. Und nicht mal Putin würde wegen eines Minidiktators am Ende der Welt einen nuklearen Holocaust riskieren. Das wäre dann nämlich tatsächlich ziemlich "krank".

Schlussendlich sind Ihre Befürchtungen vor allem sehr hysterisch und gleichzeitig ziemlich realitätsfern.

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schwerpunkt 26.04.2017, 16:13
196.

Zitat von almeo
Einen Präventivschlag mit nuklearen Mitteln ist nur gegen einen Gegner sinnvoll, der 1.) seine militärischen Streitkräfte tief verbunkert und/oder versteckt hat und man nur Pi Mal Daumen sagen kann, wo sich der Gegner befindet (siehe MOAB in Afghanistan), 2.) man Infrastruktur und elektronische Kriegsführung treffen möchte (sprich: EMP) oder glaubt, den Gegner nicht mit konventionellen Mitteln schlagen zu .....
Ich bin überzeugt davon, dass die USA bei einem nuklearen Erstschlag Nordkoreas auf um Beispiel Seoul (sofern sie es irgendwie schaffen würden irgendwie einen Sprengkopf dorthin zu bringen) nicht mit Nuklearwaffen "antworten" würden. Der Gegenschlag gegen militärische Einrichtungen in Nordkorea wäre massiv, aber sicher nicht nuklear. Die militärische Infrastruktur Nordkoreas wäre dann in jedem Fall Geschichte.

Auf jeden Fall (also auch im Fall eines nuklearen Gegenschlags der USA bei einem nuklearen Erstschlags Nordkoreas), werden China und Russland nicht irgendwie militärisch gegenüber den USA "antworten".

Aber: es wird weder von Nordkorea noch von den USA einen derartigen Angriff geben.

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acitapple 26.04.2017, 18:53
197.

Zitat von Attila2009
Wenn es keine freien Wahlen gibt, ist es kein Kommunismus. Ganz einfach. Ja es ist eine Utopie und derzeit ist die Menschheit nicht bereit dafür, da stimme ich Ihnen zu. Aber wir sehen und mal in paar hundert Jahren wieder wenn sich die Technologie weiter entwickelt hat.Wenn die Menschen aufgeklärter und vielleicht weniger egoistisch sind als heute. Der technologische Fortschritt hat die Welt schon dramatisch verändert. Das tut er auch in Zukunft. Vor 300 jahren hat auch niemand daran gedacht das bewährte Feudalsystem in der die von Gott eingesetzte Obrigkeit allein wußte was gut für alle ist ,könnte einmal verschwinden und durch eine Demokratie ersetzt werden in der die Kirche keine dominante Rolle mehr spielt.. Das war für viele undenkbar und wer wagte daran zu zweifeln wurde als Ketzer gerichtet. Dann bin ich eben auch ein moderner Ketzer.
Ihr Optimismus in allen Ehren, aber ich glaube z.B. nicht, dass die Menschheit so "zügig" weiterkommt. Nehmen Sie uns Iphones und Homoehe ab, dann bleibt ein instinktgetriebenes, wildes, gewalttätiges Tier übrig.

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Augustusrex 26.04.2017, 19:52
198. Nachlesen

Zitat von Attila2009
Den "Kreml" gibt es nicht .Putin als Vetreter des bürgerlich -konservativen Lagers hat mit klassischen Rot "Kommunisten " nichts am Hut. Eher mit dem wirtschaftlich lukrativeren China die viel mehr Güter und Waren anzubieten haben oder kaufen können als das arme NK.
Natürlich gibt es den Kreml. Das hat nichts mit Kommunisten oder sonstwem zu tun. Das ist nichts weiter als die Festung einer Stadt. Und der Kreml von Moskau ist nun einmal der Sitz der russischen Regierung.
Ich glaube, Sie haben mal geschrieben, Sie wären aus Ostdeutschland. Wenn das stimmt, sollten Sie das wissen.

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mrerenoth 26.04.2017, 20:47
199.

Nordkoreas Atomprogramm stellt eine Bedrohung für die ganze Welt dar. Es muss mit allen erforderlichen Mitteln gestoppt werden, bevor es endgültig zu spät ist. Es gibt schon zu viele Atomwaffen in den falschen Händen. Weitere Atommächte gilt es zu verhindern. Die Welt ist schon gefährlich genug. China täte gut daran seinen Einfluss in Nordkorea geltend zu machen, um eine diplomatische Lösung erreichen zu können. Sonst wird eine militärische Lösung irgendwann nicht mehr zu vermeiden sein.

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