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Atomtest in Nordkorea: Kims gefährliche Zündelei
AP

Aus aller Welt setzt es scharfe Kritik an dem nordkoreanischen Atomtest. Auch China geht vorsichtig auf Distanz zum Regime in Pjörngjang. Der Alleingang destabilisiert die Region weiter: In Südkorea gibt es wütende Proteste gegen die Provokation des Nordens.

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jws1 12.02.2013, 14:06
50. Rein defensiv

Das war wohl eine miniaturisierte Atombombe, die auch in einen Raketenkopf passt. Die USA werden jetzt lange überlegen, ob sie mit Nordkorea so verfahren wie mit dem Irak, Afghanistan, Grenada und anderen. Genau das wollte Kim erreichen.

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bammy 12.02.2013, 14:07
51.

Zitat von looser_user
@Student5: Atombomben sind Prestigeobjekte. es ist aber typisch,dass jetzt alle Nordkorea verurteilen,weil das Regime ja so unmenschlich ist. letztlich ist das immer noch der kalte Krieg und es ist doch die Frage,warum nicht anderen Ländern ständig gedroht wird,obgleich die wesentlich krassere Aktionen reissen. und sechs Kilotonnen sind jetzt auch nicht so das Sicherheitsrisiko.
Gerade wir Deutschen sollten wissen, welche Gefahren von faschistoiden Regierungen ausgehen.

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lililala 12.02.2013, 14:10
52. von einem Kampfhund zu einem verrueckten Hund

China wird sicherlich diesen verrueckten Hund betrafen, indem es ihn verhungert. Ein bisschen "Kick ass" ist auch notwendig. Aber sobald die USA in Ostasien auch noch Kampfhunde (Suedkorea, Japan usw.) haben, braucht China diesen verrueckten Hund. Es braucht nur ihm eine Infusion oder ein Stueck Fleisch mit Beruhigungsmittel zu geben. Es ist fuer China natuerlich nicht sehr schwer.

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kickaha74 12.02.2013, 14:11
53. Nope

Zitat von xtechnokratx
Atomwaffensperrvertrag regelt nicht wer welche besitzen darf oder nicht, sondern ist ein freiwilliger Verzicht eines Landes auf Atomwaffen
Das stimmt so nicht:
"Artikel II
Jeder Nichtkernwaffenstaat, der Vertragspartei ist, verpflichtet sich, Kernwaffen oder sonstige Kernsprengkörper oder die Verfügungsgewalt darüber von niemandem unmittelbar oder mittelbar anzunehmen, Kernwaffen oder sonstige Kernsprengkörper weder herzustellen noch sonstwie zu erwerben und keine Unterstützung zur Herstellung von Kernwaffen oder sonstigen Kernsprengkörpern zu suchen oder anzunehmen."
Dieses "Verpflichtet sich" ist keine "Freiwilligkeit", die jederzeit eine andere Richtung annehmen kann, sondern eine völkerrechtliche Bindung.
Durch diese Verpflichtung ist festgelegt, wer Kernwaffen besitzen darf und wer nicht.

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mwroer 12.02.2013, 14:12
54.

Zitat von tim_struppi
Weil sich Nordkorea in mehreren Abkommen zur Aufgabe seines Kernwaffenprogramms verpflichtet hat, gegen den Atomwaffensperrvertrag verstoßen hat und völkerrechtlich bindenden UN-Resolutionen missachtet.
Nordkorea hat den Sperrvertrag nicht unterzeichnet. So wenig wie USA Kyoto unterschrieben hat und deswegen nach eigener Argumentation nicht dagegen verstößt. Was dem einen Recht ist ...

Haben sie UN Resolutionen missachtet? Au weia ... sagen Sie, haben Sie auch nur den Hauch einer Idee für wie viele Staaten DAS gilt? Inklusive einiger unserer Verbündeten? Israel zum Beispiel?

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mwroer 12.02.2013, 14:18
55.

Zitat von kickaha74
Das stimmt so nicht: "Artikel II Jeder Nichtkernwaffenstaat, der Vertragspartei ist, verpflichtet sich, Kernwaffen oder sonstige Kernsprengkörper oder die Verfügungsgewalt darüber von niemandem unmittelbar oder mittelbar anzunehmen, Kernwaffen oder sonstige Kernsprengkörper weder herzustellen noch sonstwie zu erwerben und keine Unterstützung zur Herstellung von Kernwaffen oder sonstigen Kernsprengkörpern zu suchen oder anzunehmen." Dieses "Verpflichtet sich" ist keine "Freiwilligkeit", die jederzeit eine andere Richtung annehmen kann, sondern eine völkerrechtliche Bindung. Durch diese Verpflichtung ist festgelegt, wer Kernwaffen besitzen darf und wer nicht.
Fettdruck: der Vertragspartei ist

Will meinen: Für den Rest ist das einfach ohne jede Bindung - genau so wenig wie für mich die Gesetz der Bundesrepublik Deutschland in irgendeiner Weise bindend sind solange ich mich nicht in ihrem Staatsgebiet aufhalte oder wie für Sie die Gesetze des Köngreiches der Niederlande irgendeine Relevanz haben solange Sie sich zuhause in Deutschland aufhalten.

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de-fakto 12.02.2013, 14:20
56. Weltanschauung

Zitat von bammy
Es hat einfach was mit Empfindung und Wahrnehmung zu tun. Wenn SIe in Pjöngjang mal unterwegs sind, was ohne Betreuer und ohne Reisegruppe nie passieren wird und vielleicht mal spontan einen Passanten ansprechen wollen, achten Sie genau darauf, was Ihr Betreuer dann macht. Sie werden derartige Vorkommnisse in der Regierungshauptstadt der bösen USA nicht erleben. In Berlin auch nicht. Versprochen. Man muß es vielleicht einfach nur erlebt haben oder sich mit Jemanden unterhalten, der in Nordkorea war, um ein gewisses Empfinden dafür zu bekommen, was von Machthabern solcher Verhältnisse zu erwarten ist.
Ich wage ganz einfach die Behauptung aufzustellen, das es den
Menschen in Nordkorea bedeutend besser ginge ohne Sanktionen und
Boykotte.
Das Land selbst auf die niedrigste Stufe weltweit zu stellen, nur weil
als Regime nicht genehm ist passt auch nicht und ist mehr als ätzend.
Wie gesagt, es gibt Länder, da ist die Bevölkerung noch schlechter
dran und keiner schert sich um die.....

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kickaha74 12.02.2013, 14:23
57. trivial...

Zitat von mwroer
Fettdruck: der Vertragspartei ist Will meinen: Für den Rest ist das einfach ohne jede Bindung
Aber das sollte doch klar sein, dass ein Vertrag erstmal nur für diejenigen gilt, die ihn abgeschlossen haben...

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E_SE 12.02.2013, 14:23
58. Lessons learned

Wer die Bombe besitzt ist unantastbar. Das ist die reine Lehre. Das Regime in Nord-Korea hat seine Position für sehr viele Jahre gefestigt.
Und der Nahe Osten hat schon lange verstanden. Es wird aussenpolitisch noch sehr viel spannender werden, wenn so ziemlich jeder sich das Bömbchen zulegt.

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bammy 12.02.2013, 14:23
59.

Zitat von de-fakto
Woher genau nehmen Sie Ihr Fundamentalwissen? Könnte es nicht auch sein, das Nordkorea Aufgrund von Sanktionen und Wirtschaftsboykotte in die "Knie" gezwungen werden soll? Und was das Elend der Bevölkerung betrifft, das finden Sie in vielen westlich zugewandten Armutsländern wie Bangladesch, Pakistan oder Bukina Faso genauso.
In Nordkorea stehen ständig 1,2Mio Menschen unter Waffen. Und das bei 24Mio Einwohnern.
Wenn die USA die gleiche Quote erreichen wollte, müssten die gut 15Mio Menschen unter Waffen stellen.
Also wenn ein Land, dem es wirtschaftlich so schlecht geht und dessen Bevölkerung auf Lebensmittelhilfen aus dem Ausland angewiesen sind, dafür aber 5% der Bevölkerung unter Waffen stellt und sich ein Atomwaffenprogramm gönnt, kann man diesem Land gewisse militaristische Züge dieses Landes nicht absprechen, was logischerweise, die unmittelbaren Nachbarn (Japan, Südkorea) in Alarmbereitschaft versetzen dürfte, was das nachbarschaftliche Klima nicht fördern dürfte.

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