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Attacke auf AfD-Politiker Magnitz: Hinterrücks angegriffen
REUTERS

Unbekannte haben den Bremer AfD-Chef Frank Magnitz brutal überfallen. Auf dem Krankenbett spricht der Politiker über die Tat. Ermittler werten ein Video aus, das den Hergang zeigen soll: Es widerspricht in Teilen den ersten Schilderungen.

EnoughTime 09.01.2019, 01:41
1. Einfache Ermittlung

Es sollte nicht schwer sein, den Handwerker zu identifizieren.
Die Behörden haben den Zeitpunkt, den Ort und Kamera-Aufzeichnungen des Tatorts inklusive des helfenden Handwerkers, es sei denn das Opfer hat sich während seines "Blackouts" aus dem Blickfeld der Kamera entfernt, bevor er Hilfe von einem Handwerker bekam.
Da es das erste Ziel der Ermittlungen sein sollte, den ersten Augenzeugen zu finden, dürfte sich ziemlich schnell alles aufklären.

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Neapolitaner 09.01.2019, 01:42
2. Mit dem Ellenbogen in den Nacken

Klingt vielleicht unspektakulär, ist es aber nicht. Der Hals ist der vulnerabelste Teil des Körpers überhaupt. Es geht um die Wirbelsäule, um evtl. Nervabrisse, weiter vorne ist der Kehlkopf betroffen. Der Angriff war massiv. Wie die Kopfplatzwunde zustande kam, muss ja auch noch geklärt werden. Wenn kein Tatwerkzeug (Schlagring?) beteiligt war, dann käme eine Verletzung durch einen Tritt auch in Betracht. Dass die Staatsanwaltschaft sich bedeckt hält, ist korrekt. Es müssen weitere Erkenntnisse gesammelt werden.

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Joachim Kr. 09.01.2019, 01:44
3. Provokation

...ist das Geschäft der AFD. Jetzt wundert sich irgendjemand, dass es auch Provokateure trifft?
Mich nicht. Der Tonfall der Parteiführung provoziert auch nach der Attacke, die ich zutiefst verabscheue! Nicht die Medien sind schuld, sondern die AFD, deren verbaler Generalangriff auf die politische Klasse und die Staatsorgane von denen nur kolportiert wird.
Manchmal ganz im Sinne der AFD, wie oft bei BILD. Die greifen das ja immer gern auf - man hofft wohl auf Kundenkreis-Erweiterung. Jetzt gibt es sogar Blut...
Gute Besserung, allen Beteiligten!

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EnoughTime 09.01.2019, 01:53
4. offizieller Tathergang

Opfer wird angegriffen, Aufzeichnungen lassen alles deutlich erkennen.
Es sollte demnach ziemlich einfach sein, den helfenden Handwerker zu identifizieren.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wieso die Behörden nach Hinweisen fragen, wenn alles was sie zu tun haben ist, den Handwerker zu finden, der angeblich Augenzeuge der ganzen Geschichte ist.
Die Ermittler wissen den Zeitpunkt, den Ort und haben Aufzeichnungen der Tat ... alles was sie zu tun haben ist, in der Umgebung nachzufragen, ob ein Handwerker zu dieser Zeit bei ihnen war und nebenbei können sie natürlich noch fragen, ob die entsprechenden Anwohner etwas mitbekommen haben.
Dieser Geschichte ist so einfach auf den Grund zu gehen, mal sehen ob die Behörden ihre Arbeit machen.

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Creative Marketer 09.01.2019, 02:02
5. Das kann keine Lösung sein. Das darf kein Weg werden.

Auf der einen Seite ist es die politische Strategie der AfD zu spalten, zu Hetzen und zu Enthemmen. Das Unsagbare wieder sagbar machen, den zivilisatorichen Bruch erneut zu provozieren. Da soll sich keiner Illusionen hingeben. Die derzeitige AfD stellt fundamentale Errungenschaften der Zivilisation in Frage, aus Kalkül und Überzeugung in unterschiedlichen Gewichtungen. Wenn dies mehrheitsfähig wird, dann erleben wir, wie sich Geschichte wiederholt...der "Vogelschiss"-Teil, um genau zu sein.

Dem kann man aber nicht dadurch begegnen, indem man selbst den Zivilisationsbruch begeht, selbst die Eskalationschraube dreht. Menschenrechte sind auch wichtig, weil sie im Zeitalter der Massenvernichtungswaffen Konflikte begrenzen. Demokratie, so mühsam, langsam und umständlich sie auch ist, bringt die besseren Entscheidungen hervor, weil sie das bessere Argument vor den größeren Knüppel setzt. Allerdings wäre es natürlich zu begrüßen, wenn dies zukünftig auch für das dickere Konto gelten würde.

Das müssen wir erhalten. Aber nicht mit diesen Methoden.

Ich werde die AfD mit allen politischen Mitteln bekämpfen, da soll es kein Mißverständnis geben. Dieser Wahnsinn darf nicht Politik werden. Aber solche Mittel wie in Bremen dürfen von Demokraten nicht eingesetzt werden. Sie führen genau dorthin, wohin die AfD diese Gesellschaft zu zerren versucht.

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globalundnichtanders 09.01.2019, 06:09
6. Es war zu erwarten...

...dass die "A"fD den Vorfall maßlos übertrieben darstellt und versucht ihn für sich auszunutzen wie es nur geht. Nach dem obigen Bericht scheint der "Mordversuch" eher ein heftiger Schubser gewesen zu sein. Mit nichts zu rechtfertigen, aber eben nur ein heftiger Schubser. Hoffen wir, dass sich die "A"fD in der Vergangenheit bei Angriffen auf Politiker anderer Lager ebenso empört hat.

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neutralfanw 09.01.2019, 06:15
7. Sachliche Aufklärung ist gefragt

Jetzt sollte man mal die Auswertung der Videoaufzeichnung abwarten, bevor voreilig geurteilt wird. Wichtig wäre, zu erfahren, wie dieser Überfall erfolgte, welche Täter und Motive dahinterstecken. Die Schwere der Verletzung ist ebenfalls nicht klar. Jede körperliche Verletzung ist zu viel. Die Tat ist strengstens zu verurteilen und zu bestrafen. Gewalt ist nie die Lösung eines Problems. Propaganda mit dieser Tat zu betreiben schon garnicht.

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der-junge-scharwenka 09.01.2019, 07:37
8. Distanzierung

Für die juristische Aufarbeitung des Falles ist es relevant, ob es Kanthölzer und Tritte gab oder nicht. Für die politische Aufarbeitung ist es dagegen irrelevant. Körperliche Auseinandersetzungen sind keine akzeptablen Formen des Meinungsaustauschs, selbst dann nicht, wenn das Opfer einer Vereinigung angehört, deren übrige Mitglieder damit teilweise weniger Probleme haben. Es ist indiskutabel, sich in der Auseinandersetzung auf das Niveau dieser Truppe und ihrer Anhängerschaft zu begeben. Und solange es keine konkreten Anhaltspunkte für einen inszenierten Angriff gibt, sollte das Opfer mit dem nötigen Respekt behandelt werden.

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sibanja 09.01.2019, 07:44
9. Eine dumme Tat

Zuerst: jegliche Form von Gewalt ist zu verurteilen und juristisch zu verfolgen. Gute Genesung für das Opfer! Sollte diese Tat wirklich von linken Aktivisten verübt worden sein, hat sie der AFD und allen rechtsnationalen Gesinnungsgenossen eine unnötige und dumme Steilvorlage geliefert und das ist ein nachhaltiger Schaden, der sich auch auf alle anderen links denkenden Gruppen auswirken wird. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass die Rechten diese Tat selber verübt haben, um sie politisch für sich zu nutzen. Das mag ich nicht glauben, zutrauen würde ich es ihnen aber. In jedem Falle, nutzen gleich alle rechten Gruppen diesen Angriff eifrig dafür, voreilig Schuldige in der linken Szene zu nutzen und den Angriff brutaler darzustellen, als er anscheinend gewesen ist. Das ist mindestens genauso verabscheuungswürdig, wie die Tat selber

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