Forum: Politik
Attacke auf Frachter vor Iran: Tanker-Besatzung sah "fliegende Objekte"
ISNA/ REUTERS

Wer hat die Tanker im Golf von Oman attackiert? Die USA beschuldigen Iran, jetzt hat sich der japanische Schiffseigner der "Kokuka Courageous" geäußert.

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Pocillator 14.06.2019, 13:03
140. Die Kokuka Courageous ist kein “Hamburger Tanker"

Die Kokuka Courageous ist kein “Hamburger Tanker“. Das Schiff gehört einer Briefkastenfirma in Panama City und fährt unter der Flagge Panamas, um in Deutschland weder Steuern noch Abgaben zu zahlen und sämtliche EU-Arbeitsschutzrichtlinien sowie die Sozialversicherung für die Besatzung zu umgehen. Betrieben wird das Schiff übrigens offiziell von einer Tochter der Hamburger Schulte-Gruppe, die steueroptimiert in Singapur registriert ist. Was soll an diesem Tanker also „aus Hamburg“ sein?
Ähnlich verhält es sich beim zweiten Schiff, das gestern vor der iranischen Küste in Brand geriet. Die Front Altair ist kein norwegischer Tanker, sondern auf den Marschall Inseln registriert und wird von der Großreederei Frontline betrieben, die ihren offiziellen Unternehmenssitz im Steuerhinterziehungsparadies Bermuda hat. Diese Steuerhinterziehungspraxis ist im Reedereigewerbe Normalität. Die beiden betroffenen Reedereien können sich ja nun an die Regierungen Panamas und der Marschall Inseln wenden. Viel Spaß.

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schwarzmalergelb 14.06.2019, 13:04
141. Bald sindd Wahlen in den USA

Immer das gleiche Muster!
Es geht auf die Wahlen zu, und schon wird ein Krieg vom amtierenden Präsidenten angezettelt!

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almeo 14.06.2019, 13:04
142.

Zitat von In Kognito
Wenn die Besatzung "fliegende Objekte" gesehen hat, könnten es RPG-Granaten ("Panzerfaust") gewesen sein [...]
Das kann ich mir kaum vorstellen. Wenn überhaupt dann sowas wie ein Milan-System, und das wirft man nicht einfach so über Bord. Aber mit irgendwas auf dem Wasser rumballern, was keine automatisch Zielerfassung hat, halte ich auf mehrere hundert Meter doch schon eher für knifflig.

Der genau Schaden am Schiff dürfte wohl der einzige Hinweis auf die benutzte Waffe sein, auf den Fotos verhindert allerdings der Brand, dass man den genauen Umfang sehen kann. Ich habe mir mal das Video aus dem Helikopter angeschaut und bin mir nahezu absolut sicher, dass das nicht durch einen Panzerfaust entstanden ist, sondern ziemlich sicher der Einschlag einer Cruise Missile o.ä. war. Es ist wirklich schwer zu erkennen, aber das Loch über der Wasseroberfläche des brennenden Tankers war etwa so hoch wie zwei Stockwerke des hinteren Aufbaus, das packt keine Panzerfaust - außer vielleicht eine Davy Crockett, aber dann wäre die Hysterie sicher auf einem ganz anderen Level...

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thomas_linz 14.06.2019, 13:05
143. Kleiner Hinweis

Zitat von adama.
Zuerst. Die Iraner haben tatsächlich an der Schiffswand hantiert und dort wahrscheinlich etwas entfernt. Auf einem Anderen Bild erkennt man, dass sich an dieser Stelle tatsächlich etwas befand. Die Iraner müssen also erklären was und warum sie dort entfernt haben und den Gegenstand, den Beweis einer Untersuchungskommission übergeben. Die Beobachtungen sind miteinander vereinbar. Die Haftminen müssen möglichst unbemerkt am Schiff angebracht werden. Im Hafen wären diese aufgefallen und auch die Besatzung hätte wohl ein anderes Schiff bemerkt, dass sich nähert um die Haftminen anzubringen. Allerdings wäre es durchaus möglich die "kleinen" Haftminen mit einer Drohne, gelenkt von einem kleinen Boot in der Nähe, an das Schiff heran zubringen. Die Drohne könnte die an einem Seil hängende Haftmine beim Überflug an der Bordwand abstreifen oder die Schiffswand, mit der Haftmine, rammen. Wahrscheinlich waren die Haftminen deshalb eher klein und haben das Schiff, mit seiner gefährlichen Ladung, nicht zur Explosion gebracht.
zum Zeitpunkt des Notrufs war es schon stundenlang hell. Auf dem Video ist es dunkel. Die USA beschuldigen ohne Beweise. Den Rest Ihrer Analyse kann man sich damit sparen.

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plusquam.perfekt 14.06.2019, 13:06
144. mein fehler

Ich dachte bisher, dass Haftminen an Schiffen unterhalb der Wasserlinie angebracht werden, aber dann hätte man kein Video präsentieren können.

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In Kognito 14.06.2019, 13:06
145. Untersuchung der Schäden-nur unter Aufsicht!

Die Untersuchung der Schäden sollte nur unter internationaler Aufsicht vorgenommen werden.
Sollten Hohlladungen eingesetzt worden sein, ist das nachweisbar. Reine Sprengladungen hinterlassen andere Schäden.

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mundi 14.06.2019, 13:06
146.

Zitat von tempus fugit
....wer in welchem 'Rechtsstaat' droht denn nun seit 2-3 Jahren allen/jedem, der sich nicht fügen will? Und die Beweise sich oft als Gegenbeweise beweisen? Ach so ja, the big brain.....
Ohne Einmischung der Westmächte wäre Persien immer noch eine Republik. Aber man stürzte Mossadegh.
„Von 1951 bis 1953 war Mossadegh – mit einer kurzen Unterbrechung im Juli 1952 – Premierminister des Iran. Seine Zeit als Premierminister war von der Auseinandersetzung mit der britischen Regierung nach der Verstaatlichung der Anglo-Iranian Oil Company gekennzeichnet, welche die Abadan-Krise auslöste. Mossadegh wurde am 19. August 1953 durch Nachrichtendienste der USA und Großbritanniens militärisch gestürzt (Operation Ajax), danach wegen Landesverrats angeklagt und zu drei Jahren Gefängnis und anschließendem Hausarrest verurteilt.“ ( Wiki)

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HeisseLuft 14.06.2019, 13:06
147. Ihre Prämisse ist schon falsch

Zitat von Emderfriese
Was ist, wenn die USA samt Israel und SA einen "Blitzkrieg" planen? Mit allen verfügbaren Kräften rein, möglichst viel kaputtmachen und wieder raus? Dann stünde der US-Präsident als der rächende Held seiner Welt da und könnte genau deswegen (!) die Wahlen gewinnen. Denn sind wir doch ehrlich: der geballten Kraft dieser drei (vier?) Nationen kann der Iran nichts entgegensetzen. Und das wissen die Mullahs. Warum sollten die sich einem ultimativen Schlag der Gegner aussetzen, wenn sie dabei nur verlieren können? Gewinner wären Trump & Co.!
"Dann stünde der US-Präsident als der rächende Held seiner Welt da und könnte genau deswegen (!) die Wahlen gewinnen."

Nach aller Erfahrung der vergangenen Kriege: eher unwahrscheinlich. Den von Ihnen beschriebenen Effekt gibt es zwar - aber stets nur kurzfristig. Und gerade bei einem solchen "Blitzkrieg" würde um so schneller die Frage gestellt: was haben uns nun die Dutzenden Toten gebracht?
Die Ölpreise sind immer noch abnorm hoch, da die Pasdaran und ihre Proxies ja nicht ausgeschaltet sind und Gegenaktionen ausführen oder androhen.

Sorry, eher eine steile Vermutung ihrerseits. Trump bisherige Linie beschränkt sich im Wesentlichen auf sehr robust geführte Handelskriege. Wesentliche Zielscheiben: Iran und China.

Das hat folgenden schönen Vorteil: da als Handelskrieg präsentiert, erzeugt dieses Vorgehen denselben Solidarisierungseffekt wie ein echter Krieg. Einschließlich einer gewissen Leidensbereitschaft für das höhere Ziel.
Und ein Handelskrieg hat nicht den Nachteil, dass man den Nutzen von heimkehrenden Särgen erklären muss.

"der geballten Kraft dieser drei (vier?) Nationen kann der Iran nichts entgegensetzen."
Jedenfalls nicht in einem klassischen Krieg. Den aber müssen die Mullahs kaum fürchten, siehe oben. Und einen kurzen Krieg würden sie politisch übrigens auch überleben, die Gründe dafür haben Sie oben selbst genannt.

=> Tatsächlich gefährlich ist für die Mullahs ein jahrelanges Abwürgen ihrer Wirtschaft. Um das zu verhindern macht es Sinn eine Eskalation zu riskieren.

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smokey55 14.06.2019, 13:08
148. Cia

Zitat von taglöhner
............, aber CIA ist dazu nicht autorisiert.
Das ist so ziemlich die dümmste Argumentation die ich von Ihnen je gelesen habe. Der CIA macht nur Dinge für die er einen offiziellen Auftrag hat?
Haben Sie ein paar Jahrzehnte CIA Historie verschlafen?
BTW meißt wird ein "Einsatz" nicht so eindeutig formuliert, schließlich müssen sich ja die Verantwortlichen anschließend darauf zurückziehen können, nix hören, nix sehen, nix sagen ... falsch interpretiert, dafür gibts noch keinen Affen

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PeaceNow 14.06.2019, 13:08
149. @95

LOl
Die stramm pro zio-transatlantische WELt ist zu diesem Thema weder seriös noch unabhängig oder gar unparteiisch.
Abgesehen davon, die Rede der IRG war das im FALLE eines ANGRIFFS auf den Iran ODER wenn iranische Tanker gewaltsam am verlassen des Golfs gehindert würden, DANN Hormuz blockiert werden KÖNNTE.
Und da die Farrinne bei Hormuz ein Stück lang in iranischen Territorialgewässern liegt, wäre eine Sperrung im Kriegsfall somit sogar völkerrechtlich legitim.

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