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Attacken auf Tanker im Golf von Oman: Angriff bei voller Fahrt
STRINGER/EPA-EFE/REX

Binnen weniger Wochen sind zum zweiten Mal Tanker vor der iranischen Küste attackiert worden. Was ist bisher über die Angriffe im Golf von Oman bekannt? Der Überblick.

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bebau 13.06.2019, 17:34
1. Aktion unter falscher Flagge

Saudi-Arabien wünscht sich nichts mehr, als dass der Iran vernichtet wird. Vielleicht stecken ja die dahinter?

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Thorkh@n 13.06.2019, 17:36
2. Falls die Anschläge vom ...

... Iran ausgehen, ist das eine selten dämliche Vorgehensweise. Meine Vermutung: da versucht jemand durch Zündeln, den Iran in Misskredit zu bringen. Ein casus belli lässt sich auch inszenieren, sei er vom Trump geplant, von Saudi-Arabien gewünscht oder sonstjemandem, der einfach nur stänkern will (China? Russland?). Ich glaube nicht, dass die Weltöffentlichkeit sobald die Wahrheit erfährt, wer da Schiffe versenken spielt.

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PeaceNow 13.06.2019, 17:42
3. @Herr Sydow

Sie bezeichnen den Iran als Regime?
Warum aber keines der anderen Länder am Golf, vorneweg Saudiarabien, das mehr als alle anderen ein Regime ist?
Dagegen gibt es im Iran Ansätze von Demokratie und Wahlen, sowie weitgehenden Frauenrechte.
Zum Artikel.
Diese Aussage im Artikel ist hoch brisant:
"Die Detonation ereignete sich auf der Steuerbordseite. Sie zeigte zu dem Zeitpunkt nicht zur iranischen Küste, sondern in Richtung der internationalen Gewässer."
Oberhalb der Wasserlinie somit warscheinlich eine Antischiffsrakete, die in der Flugendphase immer nur knapp über dem Wasser fliegt.
Laut o.g. Aussage somit vom Süden/Südosten kommend.
Und jetzt wirds interresant, der US Flugzeugträgerverband befindet sich nur ca. 25-30Km südlich/südöstlich der beiden Anschlagsorte und eines von dessen Schiffen, vom Süden kommend, war neben einem iranischen Küstenwachschiff, das vom Norden kam, an der Evakuierung der Mannschaften beteiligt.
Dies beweisen Positionsdaten der Trägergruppe und die Positionsdaten der Schiffe bei ihren SOS Meldungen.
Eins der getroffenen Schiffe soll inzwischen gesunken sein, das zweite brennt derzeit aus.
Was sagt die US Regierung nun dazu?
Und da die Radarabtastung des US Flugzeugträgers sowie dessen Begleitschiffe hunderte Kilometer weit reicht, müssen sie es auf dem Radar gehabt haben wohe die rakete kommt.

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taglöhner 13.06.2019, 18:00
4.

Zitat von bebau
Saudi-Arabien wünscht sich nichts mehr, als dass der Iran vernichtet wird. Vielleicht stecken ja die dahinter?
Vielleicht war's aber auch Iran, weil sowieso alle denken es waren die Saudis, weil sie den Iran...Cui bono... uswusw..

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taglöhner 13.06.2019, 18:05
5.

Zitat von PeaceNow
Sie bezeichnen den Iran als Regime? Warum aber keines der anderen Länder am Golf, vorneweg Saudiarabien, das mehr als alle anderen ein Regime ist? Dagegen gibt es im Iran Ansätze von Demokratie und Wahlen, sowie weitgehenden Frauenrechte. Zum Artikel. Diese Aussage im Artikel ist hoch brisant: "Die Detonation ereignete sich auf der Steuerbordseite. Sie zeigte zu dem Zeitpunkt nicht zur iranischen Küste, sondern in Richtung der internationalen Gewässer." Oberhalb der Wasserlinie somit warscheinlich eine Antischiffsrakete, die in der Flugendphase immer nur knapp über dem Wasser fliegt. Laut o.g. Aussage somit vom Süden/Südosten kommend. Und jetzt wirds interresant, der US Flugzeugträgerverband befindet sich nur ca. 25-30Km südlich/südöstlich der beiden Anschlagsorte und eines von dessen Schiffen, vom Süden kommend, war neben einem iranischen Küstenwachschiff, das vom Norden kam, an der Evakuierung der Mannschaften beteiligt. Dies beweisen Positionsdaten der Trägergruppe und die Positionsdaten der Schiffe bei ihren SOS Meldungen. Eins der getroffenen Schiffe soll inzwischen gesunken sein, das zweite brennt derzeit aus. Was sagt die US Regierung nun dazu? Und da die Radarabtastung des US Flugzeugträgers sowie dessen Begleitschiffe hunderte Kilometer weit reicht, müssen sie es auf dem Radar gehabt haben wohe die rakete kommt.
1. Haftladung geht auch über der Wasserlinie.
2. Jeder hätte von beiden Seiten feuern können.

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PeaceNow 13.06.2019, 18:22
6. @5

1. Haftladung oberhalb der Wasserlinie theoretisch möglich, dafür benötigt man ein Boot o.ä. und das hätte man gesehen, davon wurde aber nicht berichtet.
Und eine Haftladung mit solchen Schäden müsste hunderte Kilo Sprengstoff anbringen.
2. Falsch.
Südlich/südöstlich der getroffenen Schiffe befanden sich nachweislich KEINE anderen Militäreinheiten ausser dem US Trägerverband, est recht nicht iranische.
Auch völlig logisch, da die den Träger umgebenden Schiffe/U-Boote als Geleitschutz nichts auch nur annähernd nahe an den Trägerverband lassen.

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Reinhold Schramm 13.06.2019, 18:24
7. So werden Kriege gemacht!

Ein prompt gelieferter Zwischenfall

Ein klassisches Beispiel erbrachte der August 1964. Am 4. August verbreiteten die Nachrichtenagenturen eine Mitteilung der USA-Regierung, wonach „im Golf von Tonking zwei amerikanische Zerstörer erneut von nordvietnamesischen Schnellbooten angegriffen worden sind. Präsident Johnson berief eine Blitzkonferenz in Weiße Haus ein.“ Wenige Stunden später wurden 64 massive Luftangriffe gegen Nordvietnam durchgeführt.

1967 begann das Geheimnis sich zu lüften. Die „New York Times“ vom 21. Dezember 1967 veröffentlichte einen ausführlichen Eigenbericht, wonach „einige Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses des Senats, die den Erklärungen der Regierung skeptisch gegenüberstehen, … die Details der Tonking-Golf-Zwischenfälle von 1964 untersuchten ...“

Inzwischen ist erwiesen, dass am 4. August 1964 ein amerikanischer Zerstörer absichtlich auf eine Mission in die nordamerikanischen Gewässer geschickt wurde, um das Alarmsystem Nordvietnams auszukundschaften und zu neutralisieren. Es ist erwiesen, dass Johnson das erste USA-Bombardement Nordvietnams am 4. August 1964, wenige Stunden nach dem sogenannten Zwischenfall befahl, ohne dass er den geringsten Beweis für einen Angriff auf die beiden amerikanischen Zerstörer in der Hand hatte.

Später bekundeten beteiligte nordamerikanische Seeoffiziere, dass die nordvietnamesische Darstellung richtig war, und selbst USA-Senatoren machten kein Hehl daraus, von ihrer Regierung angeschwindelt worden zu sein – zu keinem anderen Zweck als der Ausdehnung der USA-Aggression auf Nordvietnam, für die der erfundene Zusammenstoß als Begründung diente.

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Europa! 13.06.2019, 18:28
8. Spiel mit dem Feuer

Bisher ist Trump ohne (großen) Krieg davongekommen. Aber jetzt sieht es ziemlich düster aus. Wenn ein amerikanisches Schiff angegriffen wird, konnte das eine brutale Sache werden.

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panzerknacker 51 13.06.2019, 18:38
9. Wohl wahr

Zitat von Thorkh@n
... Iran ausgehen, ist das eine selten dämliche Vorgehensweise. Meine Vermutung: da versucht jemand durch Zündeln, den Iran in Misskredit zu bringen. Ein casus belli lässt sich auch inszenieren, sei er vom Trump geplant, von Saudi-Arabien gewünscht oder sonstjemandem, der einfach nur stänkern will (China? Russland?). Ich glaube nicht, dass die Weltöffentlichkeit sobald die Wahrheit erfährt, wer da Schiffe versenken spielt.
Ich habe sofort an "Sender Gleiwitz" gedacht.

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