Forum: Politik
Attentat auf "Charlie Hebdo": Frankreichs brüchige Einheit
DPA

Die Franzosen sind in Trauer und Wut vereint. Doch wie lange noch? Der Nation droht ein heftiger Streit über den Umgang mit dem Islamismus im eigenen Land. Marine Le Pen vom rechtsextremen Front National könnte profitieren.

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Teami 08.01.2015, 14:32
10. Nicht nur in Frankreich ...

Zunächst einmal gilt es, die Täter zu fassen und die Hintergründe der Tat zu klären. Wer sind diese Menschen, die so etwas getan haben? Woher hatten sie die Waffen? Wieso scheint es so, als ob sie gut für eine solche Aktion ausgebildet waren?

Es sind viele, viele Fragen offen.

Im Anschluss bleibt zu hoffen, dass die breite Masse der Bevölkerung differenzieren kann. Wenn eine Marine Le Pen nach der Todesstrafe ruft, oder die PEGIDA Organisatoren ein "Wir haben es euch ja gesagt!" ablassen, dann bekommt man wirklich Angst. Denn wenn diese Gruppierungen durch eine Tat von ein paar fanatischen Einzeltätern wirklich mehr Zulauf bekommen, DANN haben diese Terroristen wirklich erreicht was sie wollten.

Gerade in Frankreich ist die soziale Ausgrenzung und Isolation der sozial Schwachen ein Faktum. Dazu gehört leider auch ein großer Teil der Zuwanderer. In einem Land ohne Perspektive, ausgegrenzt und angefeindet sind sie eine leichte Beute für die Radikalisierung. Nicht umsonst gibt es kein anderes europäisches Land, aus dem mehr Menschen für den IS in den heiligen Krieg ziehen.

Grenzt man diese nun noch weiter aus, wird sich das Problem nicht lösen. Im Gegenteil. Also muss man gerade jetzt zeigen, dass Toleranz und Aufgeschlossenheit genauso wenig eingeschränkt werden dürfen, wie Meinungs- und Pressefreiheit. Man muss ungeachtet welcher Religion man selbst oder ein anderer angehört, auf die Menschen zugehen und ihnen Perspektiven bieten, die greifbar sind.

Nur das ist in Anbetracht der wirtschaftlichen Situation Frankreichs denkbar schwierig.

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Mindrock 08.01.2015, 14:33
11. #4

Dem Islam fehlt die Aufklärung und somit um die 500 Jahre Weiterentwicklung, die das Christentum bereits hinter sich gebracht hat. Er steckt nachwievor im Mittelalter mit all dessen unsäglichen Auswüchsen fest und wird zunehmend zur Bedrohung der modernen Welt.
Läßt man mal den Ukrainekonflikt weg, haben alle kriegerischen Auseinandersetzungen der letzten Jahre den Islam als Ursache. Inzwischen ist fast jede Tagesschau in den ersten 5-7 Minuten damit beschäftigt über den Islam und seine Auswüchse zu berichten.

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Kamillo 08.01.2015, 14:36
12.

Die Pegida-Leute ächzen "Wir haben es gewusst, das genau meinen wir", AfD und NPD springen weiterhin auf den Zug auf. Wann warnt denn die Pegida vor uns Deutschen? Denn die Attentäter der NSU, welche mit der gestrigen Gräueltat in Paris vergleichbar sind, sind Deutsche!

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damocles_ 08.01.2015, 14:37
13. ...

Am Ende des Tages geht es doch nicht um Religion oder Rasse. Sondern um Probleme zwischen kulturellen Einstellungen und Wertesystemen. Und wer sich zu welcher Gruppe zugehörig fühlt. Und wer was haben oder weggeben soll.

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amdorf 08.01.2015, 14:39
14. Meinungs- und Pressefreiheit

Haben wir die Meinungs- und Pressefreiheit nicht schon längst verloren? Ich stimme der Aussage des Figaro uneingeschränkt zu. Es beginnt ein Krieg in Europa und keiner hat's gemerkt. Jedenfalls bis gestern. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es immer etwas dauert bis "Neuerungen" nach Deutschland kommen, aber sie kommen. Ich fühle mich jetzt in derselben beklemmenden Situation, wie in der RAF-Zeit in den siebziger Jahren. Deutschland im Winter.

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gerd2006 08.01.2015, 14:43
15. Ergänzung

Zitat von syracusa
Die größte Gefahr, die uns als Folge dieses Verbrechens droht, ist weder der Islamismus noch der Rechtspopulismus. Die größte Gefahr ist der Verlust an Meinungs- und Pressefreiheit. Die Schere im eigenen Kopf kann kein Journalist, Karikaturist oder Satiriker abstellen.
Ganz richtig. Und deshalb sollten die Zeitungen und Organisationen, die jetzt alle begeistert Charlie Hebdo sein wollen, es auch tatsächlich sein und die Mohammed-Karikaturen auf ihrer ersten Seite bringen.

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MagyarBosnier 08.01.2015, 14:44
16. Das könnte leider wie bei uns auf dem Balkan enden....

In Frankreich zeichnet sich ein Konflikt zwischen zwei Ethnien (Franzosen/Arabern) ab und nicht Religionen. arbische Christen werden auf der Strasse genause angefeindet werden, wie arabischee Muslime. Religion ist in diesem Fall nur ein Vorwand.Ich wünsche allen Menschen in Frankreich viel Glück!

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oberallgaeuer 08.01.2015, 14:46
17. Ich fürchte,

dass dies Wasser auf die Mühlen der Pediga ist. Ich habe schon gelesen, dass sie nächsten Montag mit Trauerflor marschieren möchten. Dabei spielt es keine Rolle, dass die Islamischen Verbände sich distanziert haben. Zwei durchgeknallte islamistische Psychopaten reichen, um alles kaputt zu machen.

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ja_ne_is_klar 08.01.2015, 14:48
18. Marine Le Pen im Aufwind

Ob das die Ausbildungschancen der weitgehend arbeitslosen Jugendlichen mit Migrationshintergrund in FR erhöhen wird? Die eingewanderten algerischen Kolonialfranzosen werden von nun ab noch mehr unter Ausgrenzung und Ressentiments, bis hin zu körperlichen Übergriffen durch patriotisch aufgestachelte Franzosen zu leiden haben.

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beteigueze 08.01.2015, 14:49
19. Lesen führt zur Erleuchtung

Zitat von Gotthold
würde mich aber mal interessieren, wie es immer wieder möglich ist in EU-Staaten an solche Waffen zu kommen. Die Behörden wissen - dank NSA - wer sich wann die Zähne putzt, haben aber offensichtlich keinen Plan wo ihre Sturmgewehre abgeblieben ......
Es steht geschrieben, dass die Terroristen AK 47 Sturmgewehre (Kalaschnikow) verwendet haben. Ich wüßte jetzt nicht, dass diese Waffe von der Bw verwendet wurde, geschweige denn in Deutschland hergestellt und dann an die Kurden geliefert.

Nachdenken gefährtdet sicher keine Arbeitsplätze - im Gegenteil, dadurch werden sie gesichert.

Wußten Sie, dass man im Orient und in Schwarzafrika gebrauchte AK47 für unter $50 kaufen kann?

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