Forum: Politik
Attentat in Pittsburgh: Verzweifelte Staaten von Amerika
ADAM SCHULTZ/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der Anschlag von Pittsburgh und die Serie von Paketbomben sind für alle Politiker in den USA eine Mahnung, rhetorisch abzurüsten. Sonst könnte die Lage außer Kontrolle geraten.

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lalito 29.10.2018, 06:33
1. Eigentlich

Guten Morgen allseits.

Eigentlich, nun ja, eigentlich ist es nicht verwundlerlich, dass die Wind Machenden und Säenden den herbeigesehnten Sturm ernten.

Echte First-Patrioten halt.

Erst wenn es einer Mehrheit immer klarer wird, was damit aus der Büchse gelassen wurde, wird man sich ernsthaft und auf breiter Basis um das Einfangen kümmern.

Einen schönen Tag.

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naeggha 29.10.2018, 06:56
2. frage

hat denn jemals ein bewaffneter zivilist, der zufällig bei einem massaker dabei war mit seiner eigenen waffe einen amokläufer gestoppt? falls nein, wie kommt man dann darauf, dass mehr waffen das problem lösen könnten?

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bigkahoona 29.10.2018, 07:05
3. Ich hab es satt!

Indem man permanent relativiert und betont ("von links und von rechts", hier sogar "links" erstgenannt), dass Gewalt von.beiden politischen Lagern ausgeübt wird, verharmlost man die menschenverachtende, meist gegen Leib und Leben gerichtete Gewalt von RECHTS. Es ist eben NICHT DAS GLEICHE, wenn ein verblendeter Antifant "nieder mit dem Kapitalismus!" ruft und ein Schaufenster einschmeißt und wenn einer losgeht und mit einem Sturmgewehr 11 Leute niedermetzelt.
Und falls der Autor auf den Fall Scalise bezug nimmt: ja, aber das ist ein absoluter Ausnahmefall. Der Täter hätte auch behaupten können, Elvis Presley sei ihm im Traum erschienen und habe das Attentat befohlen. Der Autor macht sich Trumps "very fine people on both sides" Argument zu eigen, anstatt es auszusprechen wie es ist: brutale Gewalt gegen Menschen wird fast immer von irgendwelchen faschistoiden rechten Gestalten ausgeübt. Das liegt auch auf der Hand, denn deren Ideologie ist ja auch menschenverachtend.
Man braucht nur solchen Typen wie Trump zuzuhören, oder Bolsonaro, der allen Ernstes gesagt hat, der einzige Fehler während der Militärdiktatur sei gewesen, die politischen Gegner zu foltern, statt sie direkt umzubringen!

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quatermain4000 29.10.2018, 07:30
4. Verzweifelte Staaten von Amerika?

Das haengt ganz von der Perspektive ab, in denen sich die unterschiedlichen Interessen und Klassenlagen wiederspiegeln. Allerrdings kann man den USA heute sehr gut sehen, wie das reichste und maechtigste Land mit der groesten Wirtschaft gleichzeitg als weitgehend gescheiterte und ganz und gar zerissene Gesellschaft daher kommt, und mit einem Staat der diese Tendenzen noch befoerdert. Dass unter diesen Umstaenden eine Figur wie Trump die Macht an sich reissen und wahrscheinlich auch behalten wird, wen wunderts?

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ruebke 29.10.2018, 08:01
5. Es ist ganz einfach. Eigentlich.

Denn tatsächlich haben die US-Amerikaner genau 2 Parteien, die ans Regieren kommen. Und weder bei der einen noch bei der anderen Partei änderte sich etwas zum Positiven. Obama brachte Obama-care, das ist das Positivstelle, was ich über einen US-Präsidenten weiß. Ansonsten hat auch er den Facto nichts gegen die Waffen-Lobby ausrichten können, im Gegenteil, er war der Präsident mit den meisten Kriegen, den meisten Drohnenmorden, den meisten Bomben. Jetzt übertroffen von Trump, der sich als Mann des Volkes präsentierte. Er spaltet noch mehr. Nach also nun Pest, Cholera... Was soll denn danach noch kommen? Tatsächlich sozial eingestellte Leute werden ja kaltgestellt.

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Atheist_Crusader 29.10.2018, 08:31
6.

Zitat von naeggha
frage hat denn jemals ein bewaffneter zivilist, der zufällig bei einem massaker dabei war mit seiner eigenen waffe einen amokläufer gestoppt? falls nein, wie kommt man dann darauf, dass mehr waffen das problem lösen könnten?
Bewaffnete Bürger haben durchaus schon das eine oder andere Verbrechen gestoppt. Aber eben auch Schaden angerichtet, etwa indem man ameteurhaft agiert hat, Situationen falsch eingeschätzt hat, sich versehentlich Schüsse gelöst haben, die Waffen in die Hände von Kindern gerieten, etc.

Das Ganze hat also sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Verbrechensstatistik. Ich kenne da jetzt leider nicht die exakten Zahlen, aber unterm Strich sieht es nicht so aus als wenn das Land damit signifikant sicherer wird. In jedem Fall: die USA sind die einzige moderne Industrienation in der bewaffnete Amokläufe eine Regelmäßigkeit sind.

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Pfaffenwinkel 29.10.2018, 08:44
7. Der Fisch stinkt vom Kopf her

Trump als Hass-Prediger trägt an der zunehmenden Gewalt in den USA Mitschuld. Doch, so einfach ist das.

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hemschbäscher 29.10.2018, 08:55
8. Wählen müsste man halt

„An der Wahlurne können sie Spalter bestrafen und Versöhner belohnen, egal, ob sie links sind oder rechts.“
Dann müssten aber auch mal mehr als 40% (Quote bei Midterms) wählen gehen!
Aber das System ist auch sehr merkwürdig. Erst muss man sich registrieren und dann darf man wählen. Und dann die Wahl mitten in der Woche. Warum nicht Sonntag? Ja ich weiß ist historisch bedingt. Aber trotzdem bescheuert.

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mike82 29.10.2018, 09:01
9. die Logik ist ja echt bestechend

Trumps Forderung nach bewaffneten Gottesdiensten ist so lächerlich, das man gar nicht drüber sprechen mag. Als ob der Attentäter dann nicht auch vor der Tür sein Unheil anrichten könnte, oder bereits auf dem Parkplatz oder schon an der Bahn Station vorher. Und das selbst Bewaffnete einen Attentäter nicht aufhalten können, zeigt sich bei dem Massaker in Las Vegas, wo der Schütze aus sicherer Entfernungen den Festplatz mit einem Kugelhagel eindeckte. Die USA hatten schon immer ein riesiges Problem mit Mass schootings, unter Trump erreicht dieser Trend wohl sein traurigen Höhepunkt.

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