Forum: Politik
Auf dem Weg zur größten Seemacht: China will Meer
VCG/ Getty Images

Die "Neue Seidenstraße" soll Pekings Einfluss auch auf dem Wasser ausdehnen - bis zur Nordsee. Dabei geht es nicht nur um wirtschaftliche Interessen. Das riesige Vorhaben verschärft militärische Spannungen.

Seite 1 von 17
AndreasKurtz 05.05.2019, 11:58
1. wenn ich China wäre

würde ich auch auf die enormen Militärpräsenz der USA reagieren. Die haben über 200 Miltärbasen weltweit (China: 1). Die USA haben allein um China herum 8 grosse Basen, 80 (!) Flugzeigträger, China hat 2. Die USA geben ein Vielfaches für Rüstung aus wie China. Wer hier wen bedroht ist aus diesen Zahlen wohl klar. Alles andere ist Gerede. Ich möchte diesen Artikel mal aus einer Perspektive lesen, die realistisch ist - nämlich womit die USA ihre Drohpräsenz rechtfertigen. Womit wohl - mit wirtschaftlichen und machtpolitischen Interessen. Wenn überhaupt, macht China das nur nach, aber so, dass viele was davon haben könnten. Ohne Sanktionen, Embargos, Regime Change und Krieg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Beat Adler 05.05.2019, 12:05
2. China felt Eines beim Aufstieg zur Weltmacht: Werte

China felt Eines beim Aufstieg zur Weltmacht: Werte

Militaerische Muskeln, Waren, Kredite auf Schuldenbasis reichen NICHT aus, um Weltmacht zu werden. Dazu gehoert die Verbreitung von WERTEN, wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Menschenrechte, freie Medien. Solange das die alleinseligmachende, kommunistische Einheitspartei in Beijing nicht im Programm hat, will niemand China kopieren.

Die Leute, die im Sudan und in Algerien ihre Diktatoren, alle bei China massiv verschuldet und von China total abhaengig, vorlaeufig verjagten, wollen kein chinaartiges Staatsmodell erschaffen. Die Nachfolgeregierungen, wie auch in Venezuela, werden die Kredite Chinas weder bedienen und schon gar nicht zurueckzahlen.

Chinas Fuehrung der KP bietet uns, den Schweizern, goldene Gelegenheiten richtig viel Geld mit China zu verdienen. Dieser Kelch geht nicht an uns vorbei.
mfG Beat

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AxelSchudak 05.05.2019, 12:11
3. Der Unterschied...

Der Unterschied zwischen den USA und China liegt darin, dass die USA sich alle 4 Jahre vor dem eigenen Volk verantworten muss und es dort eine freie Presse gibt. Das schützt nicht vor Fehlern und Chauvinismus, grenzt es aber ein.
Auf Dauer wird China seine Interessen viel härter und rücksichtloser durchsetzen als die USA. Wir werden es am Beispiel Hongkongs (innenpolitisch) und Taiwans (aussenpolitisch) sehen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taglöhner 05.05.2019, 12:11
4. Weg vom Fenster

Vor der Perspektive, dass in absehbarer Zeit eine totalitäre Macht wirtschaftlich und militärisch in der Welt die erste Geige spielen könnte, bleibt für mich der Klimawandel ein sehr begrenztes Problem.
Eine Welt als chinesischer Untertan ist für mich keine Option.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
NauMax 05.05.2019, 12:13
5.

Großes Lob an den Autor, eine Karte des südchinesischen Meeres beizulegen. Das sollte deutlich aufzeigen, wie lächerlich die Chinesischen Ansprüche sind und was ein Nachgeben für die anderen Anrainer bedeuten kann. China befindet sich gerade auf dem besten Wege, in die Fußstapfen des Imperialen Japans zu treten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taipan61 05.05.2019, 12:17
6. Nun...

Nun... wie mein Opa schon gesagt ...nicht Russland oder Amerika wird gefährlich nein,... es ist China denn die lassen mal 50 Millionen Soldaten mal auf den Weg und das Volk dort bemerkt das nicht mal. Hingegen wir hier stehen da schon mit dem Rücken an der Wand. China teilt unsere Werte nicht, weder Menschen noch Tierrecht oder gar Umweltschutz. Sie nehmen sich was sie wollen weil sie wissen Niemand kann sie daran hindern. Was nützen 200 modernste Panzer wenn die Chinesen 20.000 schicken... kannst einpacken. Die Chinesen haben schon soviel Technologie das sie uns mit ihrer Masse erschlagen und nicht mit moderner Technologie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
auweia 05.05.2019, 12:23
7. Wilheminismus 2.0

Deutschland sollte nicht länger williger und billiger Handelspartner der Festlandchinesen sein, sondern diesen expansionistischen und zumindest teilweise) widerrechtlichen Aktivitäten deutlicher entgegentreten.
Man könnte z.B. Taiwan offiziell anerkennen.
Was das für den deutschen Aussenhandel und die deutschen Lieferketten bedeuten kann ist mir klar. Aber nach Ansicht vieler Ökonomen exportieren wir eh zu viel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pavel1100 05.05.2019, 12:24
8. Was die Grafik zeigt

Der Zuwachs der chinesischen Flotte basiert in der Grafik im Wesentlichen bei den Küstenwachbooten und Korvetten. Das scheint auf die beanspruchten Riffe im chinesischen Meer abzuzielen, nicht aber auf eine weltumspannende Seemacht vom Typ USA. Da China den Spruch der internationalen Seerechtskommision nicht anerkennt, ist der erste Konflikt wohl auch dort vorprogrammiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Galluss 05.05.2019, 12:34
9. Keine Ahnung.

Sie unterstellen Ihre ideologische Fixiertheit den Chinesen.

Die allerdings richten sich in ihrer Aussenpolitk nach den Richtlinien des weisen Sunzi. Den Sie sicherlich nicht kennen: "Die Macht ist bösartig und unersättlich – erst stumpft sie uns ab gegen das Leid anderer Menschen und dann macht sie uns süchtig danach, denn nur das Leiden anderer verleiht uns die Gewißheit, das unsere Macht über Sie ungebrochen ist. Im Gegensatz dazu will wahre Autorität nur das Beste für die Mitmenschen; ihr Wirken ist geprägt von Mitgefühl und Gerechtigkeit… "

Während im Westen noch die Philosophie "Vom Kriege" (1832, Carl von Clausewitz und heute die US-Doktrin der Weltbeherrschung) gilt, ist die chinesische Führung eher geprägt vom Denken: "Vom Kriege weg". Seit 2.500 Jahren. Weg vom Draufhauen des Peking-Menschen (von vor 700.000 Jahren). Oder des Neandertalers (ca. 70.000 v. Chr.)

Sie sollten der chinesischen Führung nicht Ihre Beschränktheit unterstellen. Aber da Sunzi kein Dummkopf war und den Menschen besser kannte als die westlichen Philosophen und Klugscheißer, sagte er: "Bestimme ich die Stärken des Feindes, während meine Gestalt nicht wahrnehmbar erscheint, so kann ich meine Stärke konzentrieren, während der Feind unvollständig ist. Der Höhepunkt militärischer Entfaltung findet sich im Formlosen: Weiset keine Form auf und sogar der sinnestiefste Spion suchet Euch vergebens und der Weise kann keine Pläne gegen Euch schmieden."

Also sind die Chinesen auf einmal da, ohne dass Ihr sie wahrgenommen habt. Kaufen, statt kriegen.

Zum Beispiel: 2014 kaufte die chinesischen Versicherungsgruppe Anbang für knapp zwei Milliarden US-Dollar das Waldorf Astoria New York. Geely kaufte Volvo und kam in den Besitz des modernsten Produktionsplanungssystems von Ford (incl. eingearbeiteten Softwareengineers). Ab 2021 produziert Geely den Smart von Daimler (nur noch als E-Mobil) in China. Chinesen haben Kuka aufgekauft mit dem Kow How für die modernsten Fertigungsroboter. Und ihnen gehört bereits ein erklecklicher Anteil an der Deutschen Bank. So sieht die chinesische Politik der Einflussnahme in der Welt aus.

Und nicht draufhauen wie alle Quatschköppe.

Atomraketen abfeuern kann selbst Kim Jong-un. Aber kein Land aufbauen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 17