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Aufenthaltsrechte nach dem Brexit: Leben und leben lassen
DPA

Die britische Regierung hat offiziell den EU-Austritt erklärt. Die Zukunft der in Großbritannien lebenden EU-Bürger und die von Briten in der EU ist unklar. Dabei brauchen sie Sicherheit.

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albertaugustin 29.03.2017, 13:44
1. Gut so

Alle die gläubigen "Europäer" werden in einigen Jahren sehen wie gut es Albion geht. Wenn sich die sog. "Eliten" in Brüssel, teilweise nicht mal demokratisch gewählt, nicht ernsthaft um eine Erneuerung bemühen, werden weitere ihren Austritt aus diesem Verein erklären.

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Benutzer11 29.03.2017, 13:57
2. Das sind die richtigen Worte

Besonnenheit und Selbstachtung brauchen wir.

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pauleschnueter 29.03.2017, 13:57
3. italienischen Krankenbrüder

"den Ärzten und Krankenschwestern aus Deutschland, von den Pflegekräften aus Polen und den Baristas aus Italien."

Das liest sich wie schwülstiger Klischee-Nationalismus.
Wieso keine deutschen Baristas und italienischen Krankenbrüder und polnischen Ärzte?

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pauleschnueter 29.03.2017, 13:59
4.

Zitat von albertaugustin
Alle die gläubigen "Europäer" werden in einigen Jahren sehen wie gut es Albion geht. Wenn sich die sog. "Eliten" in Brüssel, teilweise nicht mal demokratisch gewählt, nicht ernsthaft um eine Erneuerung bemühen, werden weitere ihren Austritt aus diesem Verein erklären.
Was reden Sie denn da? Es gibt keine politische Entscheidung aus Brüssel, die nicht auch und erstmal von den Nationalstaaten abgesegnet wird. Die demokratische Kontrolle der EU ist so stark wie die Demokratien der einzelnen Mitgliedsländer.

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Nobody X 29.03.2017, 14:01
5. Der Brexit wird sicher für beide Seiten nicht das reine Vergnügen,

aber eine knappe Mehrheit der Briten hat sich nunmal dazu entschieden. Jetzt immer wieder zu suggerieren, dass die schweigende Mehrheit den Brexit nicht wollte, ist albern. Die Abstimmungsbeteiligung war gering - wenn die Mehrheit der Bevölkerung den Brexit nicht gewollt hätte, dann hätten eben mehr dagegen abstimmen müssen. Auch die vielgelobte Freizügigkeit innerhalb der EU ist ja nicht nur so goldig, wie oftmals suggeriert wird - sie hat Probleme mit sich gebracht, die den Rechtspopulisten in ganz Europa den Weg geebnet haben. Weder GB noch D noch Europa werden durch den Brexit untergehen, auch wenn es manche Medien und Populisten so gern prophezeien.

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mazzeltov 29.03.2017, 14:02
6. Stichwort: Gegenseitigkeit

Das Zauberwort heißt "Gegenseitigkeit". Nicht nur beim EU-Austritt im allgemeinen, sondern gerade auch bei der Fage der Aufenthalts- und Arbeitsberechtigungen. Was nicht angehen kann, ist dass britische Bürger erwarten, in der EU weiterhin alle Recht der Freizügigkeit genießen zu können, während die EU-Bürger aufgefordert werden, Großbritannien demnächst doch bitteschön zu verlassen. Dazu, ihre partikulären Interessen auch wahrzunehmen, ist jede einzelne nationale Regierung ihren Bürgern gegenüber verpflichtet.

Aus Sicht der Briten kann ich die Begehrlichkeiten ja durchaus nachvollziehen: Ich würde den Spätherbst und Winter auch lieber in meinem Altersruhesitz (so ich einen hätte) am Mittelmeer verbringen statt im trüben, nasskalten England. Aber die Töne, die schon die Brexit-Kampagne befeuert haben und die die britische Regierung weiterhin angeschlagen hat, lassen keine besonders große Hoffnung auf Einsichtigkeit in das Thema "Gegenseitigkeit" bei den Briten aufkommen. Leider.
Dennoch sollten die EU-Unterhändler in diesem Punkt den Standpunkt ohne Kompromissbereitschaft vertreten: Aufenthaltsrechte gegen Aufenthaltsrechte, Arbeitserlaubnisse gegen Arbeitserlaubnisse. Und im wirtschaftlichen Bereich kann man es durchaus ebenso halten. Man kann die Briten zwar nicht zur Einsicht zwingen - aber man muss bei mangelnder Einsicht auch nicht speziell entgegenkommen.

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belinea12345 29.03.2017, 14:05
7. Wieso durften die Exilbriten eigentlich nicht beim Referendum mitabstimmen?

Vielleicht kann die Guardian-Redaktion da Aufklärung leisten. Soweit mir bekannt durften ausgerechnet die am stärksten direkt betroffenen Bürger nicht abstimmen: Die Auslandsbriten. Ich finde, da sollte mal geklagt werden. Einfach so Bürgerrechte entziehen geht gar nicht, vor allem nicht, wenn es um etwas geht, von dem diese Leute besonders stark betroffen sind.

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pbspiegel 29.03.2017, 14:07
8. Zeit für europäische Werte

Die Regierungen der EU Staaten und wir Bürger sollten hinsichtlich der derzeit in EU Staaten lebenden Briten besonnen und offen bleiben und großzügige Regelungen treffen. Hier bietet sich die Gelegenheit statt kleinlichem Aufrechnen europäische Werte zu zeigen und der Tatsache Rechnung zu tragen, dass fast 50% der Briten in der EU bleiben wollten.

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leiendeu 29.03.2017, 14:08
9. Nein

Die Briten haben sich für den Brexit entschieden - ohne wenn und aber. Die Aufgabe der Freizügigkeit über Grenzen hinaus ist Teil dieser Entscheidung. Also: Keine Sonderrechte und keine Sonderverhandlungen - die Briten haben das alleine zu verantworten. Viel Glück - ihr werdet es noch bereuen.

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