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Aufenthaltsrechte nach dem Brexit: Leben und leben lassen
DPA

Die britische Regierung hat offiziell den EU-Austritt erklärt. Die Zukunft der in Großbritannien lebenden EU-Bürger und die von Briten in der EU ist unklar. Dabei brauchen sie Sicherheit.

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Kappesrollen 29.03.2017, 14:09
10. EU Bürger in London

Allein in London gibt es über 900.000 EU Ausländer.
Wenn diese ausgewiesen werden, wer soll die frei gewordenen Stellen besetzen?
Wer soll in den Wohnungen wohnen?

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BettyB. 29.03.2017, 14:10
11. Tja, Europa wird wohl scheitern

In Deutschland überlegen einige "Europäer" wohl tatsächlich noch, ob sie Merkel wählen werden, obwohl allein Schulz als Europäer eine Restchance bietet, dass die EU nicht zu einer Freihandelszone "verkommt". Doch so wie Merkel sich nicht für Europa verdient gemacht hat, haben es die Brexiter auch nicht. Kurzfristig kann deshalb die berechtigte Forderung des Guardian nur lauten: Ab Stichtag brauchen alle Briten für die EU ein Aufenthalts- und Arbeitsvisum, falls sie sich innerhalb ihrer Grenzen aufhalten und sogar arbeiten wollen, es sei denn Großbritannien wird vertraglich abgesichert ab dem ersten Tag danach EU-Beiträge zahlen, die denen der Norweger oder Schweizer entsprechen. Ob sich dann GB erlauben kann, für alle EU-Bürger ebenfalls Aufenthalts- und Arbeitsvisa zu fordrn, seht auf einem anderen Blatt, weil die Inselwirtschaft dann kräftig in die Knie geht. Klingt brutal. Ja. Aber alles andere wäre dann tatsächlich nicht nur als Merkels Erbe die EU als reine Freihandelszone.

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Grummelchen321 29.03.2017, 14:12
12. Jetzt ist es

vorbei mit dem Rosinenpicken.Es wird interessant werden wie D.Trump England über den Tisch ziehen wird.
Make America great again.
Es wird nur eine Frage der Zeit sein,wann die ersten Wirtschaftflüchtlinge von England über den Kanal kommen werden.Gefährliches Gewässer.

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zeisig 29.03.2017, 14:19
13. Ich wünsche mir eine freundschaftliche Basis.

Zitat von leiendeu
Die Briten haben sich für den Brexit entschieden - ohne wenn und aber. Die Aufgabe der Freizügigkeit über Grenzen hinaus ist Teil dieser Entscheidung. Also: Keine Sonderrechte und keine Sonderverhandlungen - die Briten haben das alleine zu verantworten. Viel Glück - ihr werdet es noch bereuen.
Allein Ihr letzter Satz "viel Glück - Ihr werdet es noch bereuen" - sagt viel aus über Ihre Haltung, die von Mißgunst geprägt ist.
Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit auf freundschaftlicher Basis zwischen Europa und den Briten.

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Xiuhcoatl 29.03.2017, 14:22
14. Ob Teilnahme oder nicht: egal

Meine Ansicht zu dem Thema: Es ist gänzlich einerlei, ob ein Land wie GB am EU-Konglomerat teilnimmt oder nicht teilnimmt.
Auf die künftigen Lebensumstände irgendwelcher beliebigen Leute hat es meiner Ansicht nach keinen merklichen Einfluss, ob ein Staat X an der EU teilnimmt oder nicht.
Eine Dutzend Leute mag es betreffen, den Rest null.

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zeisig 29.03.2017, 14:22
15. Abwarten.

Zitat von Kappesrollen
Allein in London gibt es über 900.000 EU Ausländer. Wenn diese ausgewiesen werden, wer soll die frei gewordenen Stellen besetzen? Wer soll in den Wohnungen wohnen?
Wie kommen Sie darauf, daß diese 900000 EU Ausländer ausgewiesen werden? Hat das irgendjemand angekündigt? Es werden nur diejenigen EU-Ausländer ausgewiesen werden, die man nicht mehr im Land haben will. Mal abwarten, wie viele das sein werden.

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poliglot85 29.03.2017, 14:23
16. Alles auf einmal...

Wenn ich die Rede von Fr. May richtig verstanden habe, will GB nun Grenzkontrollen, aber Freihandel; raus, aber nichts weiter zahlen...Wohlstand für sowohl GB, als auch die EU. Alles auf einmal eben, Hauptsache das Beste. Irgendwie auch alles nicht wirklich plausibel wenn man bedenkt was von der EU dazu kommuniziert wurde, aber gut.
Ich als EU Bürger möchte aber nicht, dass die Briten da erfolgreich rausgehen, wenn dann auch sie letzten Rosinen herausgepickt wurden. Das würde ich als enttäuschend empfinden. Dann sollte Deutschland das auch so machen, wenn man damit besser dasteht.
Freihandel mit GB? Will ich unter solchen Umständen nicht. Soll sich das für die Briten denn lohnen, dass sie mit dieser firchtbaren Aktion hier alles runter reißen?

Ich finde, GB sollte außenpolitisch und was die wirtschaftlichen Beziehungen betrifft, hinterher ähnlich wie die USA oder China gehandhabt werden. Mit Zoll, mit Grenzkontrollen, ohne Mitspracherecht in der EU. Keine "allebesten Freunde umd Nachbarn" Alles andere halte ich für inakzeptabel, und würde das persönlich in meinen zukünftigen Wahlentscheidungen berücksichtigen. Denn ein Europa was den Briten angesichts dieser Tragödie noch sie Hände schüttelt und die gewünschten Filetstücke hinwirft, würde ich abwählen. Sowohl in Deutschland, als auch bei der Europawahl.

Die Bundesregierung und Europavertretung sollen sich klar umd konsequent zu den Ländern in der EU bekennen, und sich innerhalb engagieren, wirtschaftliche und politische Angelegenheiten zum maximalen Erfolg zu führen, und die Briten, Briten sein lassen - am Rande des Ganzen!

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thomas.200459 29.03.2017, 14:24
17. Etwaige Abhängigkeiten u.Verpflichtungen finanzieller Natur

dürften das geringste Problem beim Austritt sein,die Jongleure des
Geldes scheinen gar unterfordert,siehe EZB.
Leben u.leben lassen könnte dann später das Motto lauten,wenn Bio-
Briten für anstehende Jobs wieder auskömmlich entlohnt werden und
man nicht auf Billig-Löhner aus der 3. EU-Welt angewiesen sein wird.
Erst wenn Deutsche massenhaft ins nah liegende EU-Paradies ziehen zwecks Arbeitsaufnahme,ja dann kann man vom Gelingen der EU sprechen.

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fluxus08 29.03.2017, 14:28
18. Sie scheinen

Zitat von albertaugustin
Alle die gläubigen "Europäer" werden in einigen Jahren sehen wie gut es Albion geht. Wenn sich die sog. "Eliten" in Brüssel, teilweise nicht mal demokratisch gewählt, nicht ernsthaft um eine Erneuerung bemühen, werden weitere ihren Austritt aus diesem Verein erklären.
den gleichen Traum zu träumen, wie die Brexit-Befürworter.
Der Brexit wird niemanden helfen, aber insbesondere werden die Briten darunter leiden.
In keinem Land dieser Welt spielt die Finanzindustrie eine derart große Rolle wie in GB. Schon jetzt müssen Dienstleistungsunternehmen in Frankfurt am Main Nachtschichten einlegen, um den unzähligen Nachfragen für Büroräume, Immobilien und Kindergartenplätzen von Engländern nachzukommen, deren Unternehmen in den nächsten Monaten ihren Sitz von London nach Frankfurt verlagern.
Schon jetzt schwant sehr vielen britischen Gemeinden was es heisst, in Zukunft keine Millionen mehr von der EU überwiesen zu bekommen, kümmern sich im Ausland lebende Engländer darum, schnellstmöglich andere Staatsbürgerschaften zu bekommen, um weiterhin von der Freizügigkeit Europas zu profitieren.
Die englische Autoindustrie z.B. ist fast zu 100% durch ausländische Investoren finanziert. Man muss extrem naiv sein zu denken, dass irgend ein exportierendes Unternehmen in England in Zukunft noch auf der Insel tätig ist, wenn es keinen freien Zugang mehr zum Exportmarkt Nr.1 hat - der europäischen Union.

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at.engel 29.03.2017, 14:29
19.

Was die Freizügigkeit betrifft, gibt es eigentlich nur zwei Kategorien: Reiche und Arme. Für reiche EU-Bürger ist es eigentlich kein Problem sich in Ländern wie Marokko (nicht EU-Mitglied) oder Rumänien (EU-Mitglied) niederzulassen, was für arme Bürger aus den genannten Ländern in der EU nicht so einfach ist. Selbst innerhalb der EU!
Und ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass da GB jetzt gerade eine Ausnahme machen wird. Deutsche Trader in London sollten sich (privat) keine zu großen Sorgen machen. Und die Deutschen, die in London nur Teller waschen, müssen halt weiterhin "mobil" bleiben - so wie das in den meisten Ländern praktiziert wird.
Die Mauer, die Trump errichten will, gilt ja auch nur den "Fußgängern". Mit dem Privatjet dürfen die Mexikaner so lange drüberfliegen, wie sie Lust haben... und werden von Trump auch noch höchstpersönlich empfangen.

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