Forum: Politik
Aufgebauschte Randale: Die Schaumschlägerei von Schorndorf
DPA

Ausländer, Sex, Gewalt - und das alles in der schwäbischen Provinz. Was war das Volksfest in Schorndorf? Ein neues "Köln"? Wohl eher ein Lehrstück der aktuellen deutschen Hysterie.

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steve3000 24.07.2017, 17:01
50. Interview mit dem OB von Schorndorf

Der Oberbürgermeister des Städtchens hat sich zu den Vorfällen und speziell auch zu Boris Palmers Einlassungen via Internet geäußert. Man kann das Gespräch hier nachlesen:

http://www.fr.de/politik/stadtfest-mit-krawallen-schorndorfs-ob-widerspricht-afd-und-boris-palmer-a-1316052

Aber was weiß schon der der OB dieses Ortes? Mit Sicherheit nicht so viel wie jene Spezialisten, die behaupten, dass 1000 "südländische" oder orientialische Gewalttäter durch die Stadt zogen. Die gab's zwar nicht, aber es klingt halt so schön dramatisch.

Vier Fälle von Anzeigen wegen mutmaßlicher sexueller Belästigung. Dazu eine Schlägerei (Zitat des OB: "Da waren vielleicht 20 gegen 20 unterwegs") und Flaschenwürfe. Hierzu der OB: "Aber es gibt keine Verletzten bei der Polizei. Es wurde auch sonst keine schweren Körperverletzungen gemeldet, allenfalls Schnittverletzungen. "

Boris Palmer von den Grünen war überhaupt nicht vor Ort. Der OB zu diesen Äußerungen: "Ich schätze Boris Palmer sehr.[...] Aber er hat mich nicht mal gefragt, wie es gewesen ist."

So, und jetzt darf wieder eifrig weitergehetzt werden. Natürlich sagt der OB von Schorndorf die Unwahrheit, muß ja so sein. Die Besitzer der "Wahrheit" wissen natürlich alles besser. Sie waren zwar wie Herr Palmer ebenfalls nicht vor Ort, aber kennen alle Details.

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Zaunsfeld 24.07.2017, 17:02
51.

Zitat von mostly_harmless
Nuja, ich weiss nicht, ob Sie eine rechtsradikales Hass-Blog zu den Medien zählen, aber auf politically incompetent fand man sowas "[...]Im baden-württembergischen Schorndorf schossen, randalierten, begrapschten, zerstörten und leisteten über 1.000 Invasoren Widerstand gegen die Staatsgewalt.[...]"
PI les ich nicht und ich zähle die auch nicht zu unseren Medien. Ich glaub auch kaum, dass Augstein dort was liest. In seinem Kommentar bezieht sich Augstein mit seiner Kritik auch ausschließlich auf normale Medien wie Die Zeit, die taz, die Welt am Sonntag usw.
Aber wie gesagt: Er vermag es nicht, auch nur ein einziges Beispiel aufzuzählen, an denen eines der von ihm kritisierten Medien irgendetwas aufgebauscht hat, wie er es formuliert.

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schreiberling1994 24.07.2017, 17:09
52. Korrektur

Zitat von Vergil
Im Fall Schorndorf wurden - wie im Falle der Kölner Silvesternacht - insbesondere sexuelle Übergriffe von Männern gegenüber Frauen beschrieben.
Ohne jetzt auf den Rest ihres Posts eingehen oder ihn bewerten zu wollen, ich habe hier eine Korrektur. Es wurden eben NICHT wie bei Köln massenhaft Frauen sexuell belästigt. Es wurden während der SchoWo zwei Anzeigen wegen sexueller Belästigungen erstattet. Beide Fälle der sexuellen Belästigung ereigneten sich zwar Zeitgleich, aber an einem anderen Tag und einem anderen Ort als der Krawall im Schlosspark. Außerdem waren an der Prügelei im Schlosspark keine Asylbewerber, sondern jungendliche aus Schorndorf beteiligt. Ein Teil dieser jugendlichen hat (vermutlich) einen Migrationshintergrund, der Rest wohl nicht. Genaueres hat man meines Wissens nach nicht feststellen können. Dies soll das Vorgefallene in keiner Weise entschuldigen, es ist aber definitiv nicht repräsentativ für das Geschehen. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen die Konsequenzen bekommen, die sie verdienen. MFG Ein Schorndorfer

PS: Der Post ging zuvor irrtümlicherweise an den falschen nutzer.

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wille17 24.07.2017, 17:10
53. Die Augsteinsche Wahrheit

ist immer wieder erfrischend. Die Gleiche Kaffeesatzleserei wie die übrige Presse. Nichts Neues in der Presselandschaft.

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JaquesLafitte 24.07.2017, 17:12
54. Hallo Herr Augstein!

Sie waren nicht dabei in Schorndorf. Die sogenannten Belege über die dortigen Geschehnisse habe Sie aus dritter, gar vierter Hand. Also bitte auch von Ihnen ist hierzu jede Form der Bewertung oder Einordnung unangebracht.
Danke für Ihr Verständnis.

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genugistgenug 24.07.2017, 17:12
55. Profilierungsneurose Einzelner?

Die ganzen gemeldeten Vorgänge waren mehr wie dubios.
Es wurde NUR berichtet, dass die Polizei die Schutzausrüstung anlegte, aber nichts von einem Einsatz, Tränengas, Verahftungen, Verletzte, usw.
Auch sagte der Bürgermeister das sein Sohn auch in diesem Park dabei war.
Lächerlich waren auch die Aussagen in der Presse, dass man als Schutz nun dunkle Ecken besser ausleuchten will. Für uns der Beweis des Versagens, denn das gehörte schon Jahre VOR Köln zu einer normalen Planung um Sicherheit zu gewährleisten.
Verräterisch ist besonders das rasche Auftreten des Polizeipräsidenten und dessen Körpersprache (wir vermuten relativ frisch im Amt, braucht Erfolge, will sich profilieren). Da wollte offenbar mal jemand unbedingt ins Fernsehen. Normalerweise schickt man doch bei so unklaren Situationen zuerst einen Pressesprecher vor. Das scheinen auch die Vorgesetzten gemerkt haben, die dem Polizeipräses dann offenbar einen Sprecher vor die Nase setzten, der alles differenzierte.
Aus unserer Erfahrung werden solche Personen nach einer gewissen Frist in Hartz IV, zur Konkurrenz oder bei Behörden in die Frühpension geschickt auf Kosten der Bürger, weil sie das Peter Prinzip übererfüllt haben.
Interessanterweise ist es auch in der Presse sehr ruhig um dieses Dorffest geworden. Ein Zeichen das nicht viel dran war?!

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cerberus99 24.07.2017, 17:19
56. same procedure

Gut gebrüllt, Herr Augstein.
Vermutlich kennen die wenigsten der hier kommentierenden Dorffeste (Schützenfeste vor allem), wie sie in den 50er und 60er Jahren abgingen: Praktisch keines ging ohne eine Schlägerei mit den Burschen aus dem Nachbardorf ab. Das war nicht mal den Kleinstadt-Zeitungen eine Meldung wert. Und den Mädel an die Wäsche zu gehen war der eigentliche Zweck dieser Feste: Man stelle mal eine Relation zwischen dem Datum des Schützenfestes und den Geburten in den betr. Dörfern her. Ich erinnere mich an eine deutliche Kumulation von Geburtstagsfeiern (damals nannte man das noch nicht Party) im Februar - 9 Monate nach dem berühmten "Maifest" in meinem Heimatdorf... (ach ja - auch ich feiere im Februar Geburtstag)

Jetzt lebe ich allerdings seit 50 Jahren in Hamburg. Und auf die zahlreichen Anfragen von Freunden aus allen möglichen Ecken, wie wir denn die Chaos-Tage in Hamburg überstanden hätten, muss ich wahrheitsgemäß antworten: wir hätten davon überhaupt nichts mitgekriegt, wenn nicht im Internet und den Nachrichten die immer wieder gleichen Bilder gezeigt worden wären, die an den (wenigen) betroffennen Straßen und Plätzen gefilmt worden sind. Über 1.8 Mio Hamburger haben die Tage total normal gelebt, waren im Kino, die Theater waren voll, die Kneipen gut besucht.

Ok - Auflage macht man solchen Informationen über das normale Leben nicht......

cerberus (71 Jahre)

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ekel-alfred 24.07.2017, 17:21
57. Am Ziel vorbei....

Zitat von Katzazi
. Ja, auch ich heiße Gewalt nicht gut. ABER ich weiß aus meinem Kriminologie Seminar, dass sie fast schon zum Erwachsenwerden dazu gehört und dass es sozusagen Teil unserer Entwicklung ist, dass wir irgendwann auch mal etwas machen, was irgendwie strafbar ist.
Ok, ich gebs zu. Auch ich habe in meiner Jugend wegen einer Mutprobe im Supermarkt mal was geklaut.Ist sehr lange her...

Aber heutzutage bleibts nicht beim Klauen (was auch schlimm ist), sondern es gibt Gewaltexzesse, wo körperliche Schäden die Folge sind. Das hat nichts mehr mit Erwachsenwerden zu tun. Da läuft was gesellschaftlich aus dem Ruder.

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citizen01 24.07.2017, 17:22
58. Also nur Schaumschlägerei?

Nur wenn man die Zunahme der Gewalt in Deutschland inzwischen als normal ansieht. Zivilisatorisch ein außerordentlicher Fortschritt, den nicht alle unter uns bisher verstanden haben. Ich vermute allerdings, daß Herr Augstein fein differenziert, ob die richtigen oder die falschen Kreise darunter zu leiden haben.

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kascha_2013 24.07.2017, 17:22
59. Er kann es nicht besser, seht es ihm nach

Ich habe schon bessere Kolumnen von diesem Schreiber gelesen, wahrscheinlich kann er es auch nicht besser. Was um Himmelwillen hat der Seitenhieb auf die AfD mit neutralem Journalismus zu tun und warum wird hier eine sexuelle Attacke auf eine Frau verharmlost. Das ist genauso mies wie der Rat einer Oberbürgermeisterin, eine Armlänge Abstand zu halten.

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