Forum: Politik
Aufrüstung der Luftwaffe: Von der Leyen will Transportflugzeuge in den USA kaufen
AFP PHOTO HANDOUT- US AIR FORCE

Milliardendeal mit symbolischem Wert: Nach SPIEGEL-Informationen will die deutsche Luftwaffe sechs Transportflugzeuge eines US-Herstellers anschaffen. Präsident Trump dürfte das Geschäft freuen.

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bpaw 28.01.2017, 10:58
50. ... warum schafft es das Thema grad jetzt in SPON ??

Der Autor , Herr Gebauer kennt die "brandaktuelle Kaufabsicht " sicherlich schon seit mindestens Oktober 2016 ( Quelle : Wikipedia bzw. AG ) ... damals war bekanntlich Obama noch Präsident und niemand rechnete mit Trump.
Das Thema jetzt mit Trump in Verbindung zu bringen und "hochzukochen" finde ich zumindest unfair.

Das Airbus mit der A400M keine Glanzleistung (vor allem terminlich) hingelegt hat, ist ein anderes Thema. Dass die Luftwaffe neben der A400M etwas kleineres braucht ( aber dafür bisher schlichtweg das Geld fehlte ) war auch schon lange bekannt. Zur Info....eine Hercules hat ca. 20 to. Nutzlast, der A400M ca. 38 to.
Die Hercules ist gut, erprobt und die Franzosen fliegen das gleiche Modell... ich finde die jetzt geplante Lösung mit gemeinsamer Stationierung in Frankreich auch aus finanzieller Sicht klug.

Im übrigen scheint die A400M so langsam auch flügge zu werden. Wie man auf dem Flurfunk so hört, scheint die Kiste ja doch recht gut zu sein ( was Franzosen und Briten ja schon länger so finden ).

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nalle84 28.01.2017, 10:58
51. Politisch gewollt.

An alle die sagen, wir könnten keine Flieger etc bauen. Das stimmt nicht. Die Pannen und Kostenexplosionen waren politisch gewollt. Die Ministerin hat es letztes Jahr zugegeben. Liebe Presse, wo blieb da der Aufschrei?

Auszug aus dem Interview mit dem Focus: "Nicht in diesem Geschäft, nicht in der Vergangenheit. Der Markt für Rüstungsgüter ist klein. Früher wurde manchmal nicht klar genug getrennt zwischen den Interessen der Bundeswehr und denen der Rüstungsindustrie. Manche Entscheidungen hatten weniger mit Sicherheitspolitik zu tun als mit der Subventionierung von Arbeitsplätzen. Im Ergebnis gibt es viele Altprojekte, die schwer laufen und teurer werden. Die teils 20, 30 Jahre alten Lieferverträge ermöglichen es kaum, genügend Druck auf die Industrie auszuüben. Mittlerweile haben wir die Rollen im Einvernehmen mit der Industrie geklärt: Wir sind der Kunde, die Industrie der Auftragnehmer. Meine obersten Ziele sind: sparsamer Umgang mit dem Geld der Steuerzahler, bester Schutz unserer Soldaten."
Das Interview ist am 21.05.2016 im Focus erschienen.

https://www.google.de/amp/s/amp.focus.de/politik/deutschland/schluss-mit-schrumpfen-frau-von-der-leyen-was-kostet-uns-die-bundeswehr_id_5548567.html?client=safari

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camel1637 28.01.2017, 10:58
52.

Europa first?

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radioactiveman80 28.01.2017, 10:59
53. Die Meldung ist ja nicht neu

Die Absichtserklärung zwischen vdL und ihrem französischen Amtskollegen stammt schon vom Oktober. Völlig irrelevant wer gerade US-Präsident ist. Aber das gemeinsame Betreiben einer multinationalen Staffel im Ausland ist (vor dem Hintergrund dass die Maschinen primär für Spezialkräfte-Einsätze genutzt werden sollen) haarsträubend. Welcher Soldat geht solange nach Frankreich, alleine wgn der Sprache? Wie kann so die fliegerische Expertise gehalten werden? Wird es internationale Schulen geben? Welche beruflichen Perspektiven hätten die Familien? Hat Deutschland ständigen Zugriff auf den Flugplatz garantiert? Was ist wenn Frankreich über Nacht mit seinen Maschinen in einen monatelangen Einsatz abhaut und alle Techniker mitnimmt? Ich kann mir nicht vorstellen dass die Luftwaffe mit dieser Stationierung glücklich ist. Luftfahrzeug geeignet - Stationierungskonzept mangelhaft.

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hotgorn 28.01.2017, 10:59
54.

Zitat von Thomas Kossatz
Der jetzt formal erteilte Auftrag hat nichts, aber auch überhaupt nichts mit Trump zu tun. Die Entscheidung fiel deutlich vor der Wahl, was SPON offenbar entgangen ist.
Trotzdem dürfte es Trump freuen darf man ruhig so schreiben.

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schnepfenelse 28.01.2017, 10:59
55. Importzoll

Wie wäre es mit 35 % Importzoll - das kommt je gerade gross in Mode . . .

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RRR79 28.01.2017, 10:59
56. ...wäre ohnehin passiert

Trump hin oder her. Die Flugzeuge wären ohnehin gekauft worden. Man sollte nur jetzt so clever sein, das gegenüber den Amis an die größtmögliche Glocke zu hängen.

Wie ein trotziges Kind zu eskalieren, bringt rein gar nix. Ausser einem Haufen Ärger und möglicher Probleme bei wirklich wichtigen Verträgen.

Also ruhig Demut vorspielen, das ist die clevere Alternative als Rabatz. Auf Revanche, Eskalation und vollkommen unnötigen Nationalstolz zu setzen ist für eine Exportnation wie Deutschland das ausgesprochen verblödetste was man tun kann. Den Trump kann mit seinen eigene Waffen schlagen, Marketing und Schleimerei. Man weiß doch dass für Trump nur der Schein zählt, nicht die Wirklichkeit... also liefern wir ihm ein Theater ab und sind weiterhin erfolgreich als Exportland. Der Mann ist nun nicht besonders helle und er schaut nicht hinter die glänzende Fassade - solange er gut dasteht und gut dargestellt wird. Das muss man nutzen, sonst kommt man unter die Räder.

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Hans58 28.01.2017, 11:00
57.

Zitat von rösti
noch ein Nachtrag --- warum wurde die Trans all nicht weiter Entwickelt! Ein gutes Flugzeug, das Jahrzehnte gute Arbeit geleistet hat!!!
Die "Weiterentwicklung" eines Flugzeugs dieses Alters verschlingt mehr Ausgaben als der Kauf jüngerer Flugzeugmuster.
Die Transall ist mit ihren diversen Nachrüstungen mehr oder weniger am Ende, noch mehr Nachrüstungen verkraftet der Typ nicht mehr.

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dotter101 28.01.2017, 11:01
58. andere Größe

Da manche dies nicht wissen/kapieren mit Absicht oder nicht

Diese 6 Flugzeuge sind in einer ganz anderen Klasse/Größe als die 400M. Der Deal ist schon recht lange in Arbeit, als noch niemand an Trump dachte.

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friedel99 28.01.2017, 11:02
59. Eierlegende Wollmilchsau

Das Problem ist, dass die Bundeswehr eierlegede Wollmichsäue braucht - siehe Starfighter. Es gibt nun mal keine (Waffen-) Systeme die überall in der Welt gleichermaßen einsetzbar sind.

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