Forum: Politik
Aufstände in Arabien: Die unvollendete Revolution

Die Jubelfeiern auf dem Kairoer Tahrir-Platz sind unvergessen - doch sie werden überlagert von der brutalen Gewalt des syrischen Regimes, den Toten im Jemen, den Kämpfen in Libyen. Die arabische Revolte stockt im Angesicht der Gewehrläufe. Aber noch ist sie nicht tot.

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Emmi 29.06.2011, 11:26
1. Freie Gesellschaftsform...

"Alles ist möglich, der unumkehrbare Übergang in eine neue, freie Gesellschaftsform."

Damit meint der Autor hoffentlich nicht den Kapitalismus...

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Babilynier 29.06.2011, 11:58
2. Aufstaende in Arabien. Die Revolution geht weiter

:-Sie beweisen sich nochmal als latenter Baathist, Sie vergessen, was die Iraker von "Revolutionen" gemacht haben -ob ausserhalb und/oder innerhalb der Baathpartei, religiose Aufruehre Sunnitische und Shiitische-, bis der Gepfil 1991, dass von Ihnen und der Welttot geschwiege wird.....
:-Und nach der Befreiung von Irak 2003 -durch die Amerikaner, nicht die (zauderer) Europaer- sind die Araber, "arabische Menschen" auf die Freiheit "gestossen" -trotz ihre "Probleme und Begleitprobleme", den der Irak geht seinen Weg trotz Terror, Fehlern, islamische Parteien -Shiitische und Sunnitische- usw.....
:-Und Sie erwaehnen Bahrain nicht, die bahrainische Revolution ist von Ihnen und der Welt vergessen und verleugnet, und von den Terrorist von Hisb Allah und der gleichen "ausgenutzt"....

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lebenslang 29.06.2011, 11:59
3. wandel

Zitat von Emmi
"Alles ist möglich, der unumkehrbare Übergang in eine neue, freie Gesellschaftsform." Damit meint der Autor hoffentlich nicht den Kapitalismus...
nein, er meint demokratie, freiheit und rechtstaatlichkeit.
markenzeichen der sogenannten kapitalistischen welt.
erschreckend wie verbohrt die wohlstandsverwöhnten kapitalismuskritiker agieren.

der demokratische wandel, der ruf nach freiheit, der wunsch nach rechtstaatlichkeit ist ihnen allein deshalb suspekt weil sie irgendwo mal gelesen haben die hiesigen banken sein böse.

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merapi22 29.06.2011, 12:03
4. Demokratie = Freiheit und Wohlstand für alle!

Zitat von Emmi
"Alles ist möglich, der unumkehrbare Übergang in eine neue, freie Gesellschaftsform." Damit meint der Autor hoffentlich nicht den Kapitalismus...
Der Kapitalismus ist eine sehr anpassungsfähige Wirtschaftsform! Eine freie Gesellschaft bassierend auf Wohlstand, Chancengleichheit und Gerechtigkeit für wirklich jede und jeden, sollte mit der sozialen Marktwirtschaft verwirklicht werden - global und natürlich auch in den Arabischen Ländern!

Wenn allerdings wieder alles beim ALTEN bleibt, nur die Oberen durch die Mittleren abgelöst werden und die Unteren da bleiben wo sie immer waren - unten, dann ist wieder eine Revolution vertan!

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testthewest 29.06.2011, 12:09
5.

Zitat von Emmi
"Alles ist möglich, der unumkehrbare Übergang in eine neue, freie Gesellschaftsform." Damit meint der Autor hoffentlich nicht den Kapitalismus...
Was sonst? Faschismus? Kommunismus? Despotismus?

Nur der Kapitalismus hat Freiheit über einen längeren Zeitraum möglich gemacht. Nur im Kapitalismus kann eine Demokratie funktionieren.

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nitram1 29.06.2011, 12:16
6. Der Wahrheit wegen schreiben sie doch bitte:

Die vom "Friedensnobelpreisträger", Obama, und seiner CIA inszenierten Scheinrevolten!

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Fackus 29.06.2011, 12:29
7. Anfang vom Ende

Der Anfang vom Ende einer möglichen 'Revolution' war die Einmischung des Westens. Vor allem militärisch.
Solche Entwicklungen brauchen viel Zeit - da hat sich der Westen verkalkuliert. Letztlich ging es ihm sowieso nicht um die Völker, sondern um Festigung eigener Machtansprüche. Ob man das als 'Westler' nun begrüsst oder nicht ist eine Sache. Aber man sollte nicht so tun, als ob alles nur zum Wohle unterdrückter Völker geschähe.
Letztlich dürfte sich eine breite Zone der Instabilität herausbilden, die die sowieso existente Nahost-Problematik kaum zum Besseren wendet. Im Iran haben wir es über die letzten Jahrzehnte beobachten müssen.

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sunhaq 29.06.2011, 12:32
8. Auf Thema antworten

Zitat von Emmi
"Alles ist möglich, der unumkehrbare Übergang in eine neue, freie Gesellschaftsform." Damit meint der Autor hoffentlich nicht den Kapitalismus...
Welche Alternativen gibt es denn? Wollen Sie zu den Mehrjahresplänen der Parteidiktatoren zurückkehren?

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3of5 29.06.2011, 12:35
9. Demokratie und Kapitalismus im Deutungszusammenhang der Revolution

Zitat von Emmi
"Alles ist möglich, der unumkehrbare Übergang in eine neue, freie Gesellschaftsform." Damit meint der Autor hoffentlich nicht den Kapitalismus...
Der Autor eher nicht... das scheint eher die Demokratiedefinition zu sein, die unsere Regierungen an den Tag legen. Wichtig ist dabei der freie und ungehinderte Zugang zu den Märkten, nicht die Mitbestimmung der Bevölkerung. Das Ganze nennt man dann "Kampf für die Demokratie". Unser Image im nahen Osten ist nicht zu Unrecht ziemlich angeschlagen.

Bis auf die lybischen Rebellen, die von uns profitieren, setzt niemand große Hoffnungen darin, von Europa oder den USA gerettet zu werden. Aber genau daraus erwächst eine große Kraft; "Wir können was verändern, und wenn wir es nicht machen, dann passiert es nicht" scheint plötzlich die Grundhaöltung des arabischen Bildungsbürgertums zu sein. Dazu kommt in tunesischen und lybischen Fall eine eingehende Beschäftigung mit der Theorie (und Praxis) des gewaltfreien Konfliktes (von Ghandi zu Gene Sharp) in einer Perfektion umgesetzt, auf die wir neidisch sein können.

Zu diesem neuen Selbstvertrauen gehört natürlich nicght nur Selbstbestimmung im eigenen Land gegenüber der eigenen regierung, sondern auch gegen Einflußnahme von anderen Regierungen. Regime wie das von Ben Ali oder Mubarrak benötigen den Rückhalt des Auslandes, wenn sie den der eigenen Bevölkerung ncht haben, was Zugeständnisse ans Ausland mit sich bringt (zB billiges Gas an Israel). Diese Zugeständnisse werden wegfallen, was unseren "Kapitalismus" beschneidet, dennoch wird die Marktwirtschaft in Ägypten in Zukunft eher freier sein als zuvor (wenn auch die Armee immer noch einen Großteil der Wirtschaftsmacht halten wird). Um das Land möglichst effektiv zu reformieren (und die Wirtschaft ist den Revolutionären ein wichtiges Anliegen) wären wohl Maßnahmen nötig, die die WTO und die Weltbank nicht gutheißen würden, da sie unseren Zugang zu den ägyptischen Märkten begrenzen würden (jedenfalls bis die Binnenwirtschaft konsolidiert wäre). Höchstwahrscheinlich wird es dazu nicht kommen, da die WTO und die WB sowie die westlichen Staaten noch einige starke Hebel haben. Dennoch wird das Verhältnis in Zukunft ausgeglichener sein als bisher. Von einem humanistischen Standpunkt sehr zu begrüßen.

Dieses Jahr bin ich ein Ägypter!

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