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Aufstände in Bahrain und Libyen: Machthaber lassen Demonstranten niedermetzeln

Arabiens Despoten ziehen ihre Lehren aus Kairo und Tunis - sie lassen Proteste jetzt frühzeitig niederknüppeln, zusammenschießen. Die Polizei in Bahrain und Libyen geht mit außergewöhnlicher Brutalität gegen Demonstranten vor. Augenzeugen berichten von grausigen Szenen.

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karmamarga 18.02.2011, 18:49
1. Assads Vater hats in Hama vorgemacht. Seitdem ist Ruhe in Syrien.

Zitat von sysop
Arabiens Despoten ziehen ihre Lehren aus Kairo und Tunis - sie lassen Proteste jetzt frühzeitig niederknüppeln, zusammenschießen. Die Polizei in Bahrain und Libyen geht mit außergewöhnlicher Brutalität gegen Demonstranten vor. Augenzeugen berichten von grausigen Szenen.
Dann kamen die Mullahs und haben gezeigt wie es geht. Und jetzt eben Bahrain.

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wifgas 18.02.2011, 18:51
2. Da kann man sehen, dass auch Politiker "lernfähig" sind.

Zitat von sysop
Arabiens Despoten ziehen ihre Lehren aus Kairo und Tunis - sie lassen Proteste jetzt frühzeitig niederknüppeln, zusammenschießen. Die Polizei in Bahrain und Libyen geht mit außergewöhnlicher Brutalität gegen Demonstranten vor. Augenzeugen berichten von grausigen Szenen.
Ansonsten aber nix Neues:
Wer ist als Staatslenker denn schon bereit, sich von einer meuternden Masse von Sockel holen zu lassen und sich in den Fußstapfen von Mubarak & Ben Ali ins politische Nirvana zu begeben?
Das alles sollte nicht allzusehr verwundern.

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Baptist 18.02.2011, 19:00
3. Was regen sich die Leute auf?

Die Herrscher der Staaten in denen es jetzt brodelt, das waren oder sind soch die Freunde und Verbündete der USA und der NATO. Auch wenn die USA in Einzelfällen den einen liquidieren wollten, so wurden die Despoten in der letzten Zeit doch gehätschelt. Hauzptsache war doch, dass der (militante) Islam unterdrückt wurde und dass Ruhe in dem Gebiet herrschte.
Für den Irak, der von den USA massiv aufgerüstet wurde, wurden Kriegsgründe erfunden oder mit dem Brecheisen gesucht. Die anderen Herrscher haben sich still und ruhig verhalten, haben die Einwohner ihrer Staaten im Zweifelsfall in Gefängnissen verschmoren lassen oder gekillt.
Leute, diese Herrscher, die jetzt die Demonstranten niederknüppeln und erschießen lassen, das sind UNSERE politischen Freunde! Ich glaube nicht, dass die USA oder die NATO im Namen der Menschlichkeit und der Freiheit einschreiten werden.
Was höchstens von Frau Merkel & Co kommt, das ist ein erhobener Zeigefinger und die Bemerkung: "Na, jetzt übertreiben sie aber ein bisschen."

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PJanik 18.02.2011, 19:02
4. Tja, nur...

... wenn die Herrscher allzu brutal gegen Ihr Volk agieren dann kriegen die irgendwann auch die Schnauze voll und dann Gute Nacht.

Wer keine Zukunft für sich sieht, der sprengt sich auch mal in die Luft samt der einen oder anderen Polizeiwachstation.

Falls nur noch Peitsche und kein Zuckerbrot mehr da ist wird es den geprügelten egal.

Nicht umsonst hatte der Französische König seine Schweizer und Deutsche Bataillone um für seine persönliche Sicherheit zu sorgen. Die waren nicht in Gefahr auf eigene Landsleute schießen zu müssen.

Wer gerne im goldenen Käfig sitzt...

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Abraksara 18.02.2011, 19:03
5. Formel 1-Zirkus

Zitat von sysop
Arabiens Despoten ziehen ihre Lehren aus Kairo und Tunis - sie lassen Proteste jetzt frühzeitig niederknüppeln, zusammenschießen. Die Polizei in Bahrain und Libyen geht mit außergewöhnlicher Brutalität gegen Demonstranten vor. Augenzeugen berichten von grausigen Szenen.

Wer friedliche Demonstranten niedergeknüppelt und zusammenschießen lässt, kann keinen Grand-Prix mehr durchführen.
Liebe Formel 1-Fahrer, bitte boykottiert diese Veranstaltung und zeigt der Welt eure Abscheu und Schmerz.

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PJanik 18.02.2011, 19:05
6. Ober(-befehlshaber), das Volk(sSteak) blutig, bitte!

Zitat von wifgas
Ansonsten aber nix Neues: Wer ist als Staatslenker denn schon bereit, sich von einer meuternden Masse von Sockel holen zu lassen und sich in den Fußstapfen von Mubarak & Ben Ali ins politische Nirvana zu begeben? Das alles sollte nicht allzusehr verwundern.
Jeder Demokrat der abgewählt wird zum Beispiel.

Die Undemokraten lieben das dann deutliche blutiger. Kriegen sie auf Wunsch denn auch hin.

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Gandhi 18.02.2011, 19:07
7. Grausige Entscheidung

Zitat von sysop
Arabiens Despoten ziehen ihre Lehren aus Kairo und Tunis - sie lassen Proteste jetzt frühzeitig niederknüppeln, zusammenschießen. Die Polizei in Bahrain und Libyen geht mit außergewöhnlicher Brutalität gegen Demonstranten vor. Augenzeugen berichten von grausigen Szenen.
Ausser Berlusconi hat wohl kaum ein westlicher Machthaber Sympathien fuer den libyschen Diktator, doch bei Bahrain liegt der Fall anders, ist kompliziert.

Denn die westliche Fuehrungsmacht hat sich vor Jahren entschlossen, mit den dortigen Erbmachthabern einen Pakt zu schliessen, da es darum ging, den Einfluss der Schiiten zu bremsen.

Nun muss Washington feststellen, was man schon laengstens haette feststellen koennen (aber das was den Bushisten natuerlich egal), dass demokratischere Gesetze in Bahrain keine wahre Demokratie bedeuteten, sondern dazu dienten, die undemokratischen Herrschaftsverhaeltnisse zu zementieren.

In einer Demokratie schiesst man nicht so einfach auf Demonstranten. Nun muss Obama Farbe bekennen. Geht es ihm, wie seinem Vorgaenger nur darum, die kurzfristigen US-Interessen zu schuetzen oder ist er gewillt, eine Demokratie zu akzeptieren, die sich nicht primaer an den Wuenschen Washingons orientiert?

Wie auch immer, Washington kann nicht mehr einfach weg sehen, wenn Demonstranten niedergemetzelt werden, denn auch das beschaedigt langfristig US-Interessen. Washington muss nun klar und deutlich erklaeren, dass die gewaltsame Unterdrueckung er Bevoelkerungmehrheit ein Ende haben muss, auch wenn dabei die Erbmachthaber entmachtet werden.

Die Reaktionaere aus dem Westen, die den Sturz Saddams mit allen "Argumenten" verteidigten, werden natuerlich Ausreden finden, warum in Bahrain alles anders sein muss. Warum dort das Volk nicht vom Tyrannen befreit werden darf.

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hannovernews 18.02.2011, 19:10
8. Es wird Zeit, umzudenken

Bislang kannten die meisten westlichen Ländern Bahrain hauptsächlich aufgrund der Formel 1, nun wo die Absage droht, wird vielleicht endlich gesehen, was wirklich wichtig ist in diesem Land und eben nicht mehr der Formel 1 Zirkus und die Geldgeilheit von B.E. zählen. http://www.autonews-123.de/formel-1-...gesagt-werden/

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PJanik 18.02.2011, 19:12
9. Man kann seine Rente auch in der Schweiz genießen anstatt den Nachfolger zu fürchten.

Zitat von wifgas
Ansonsten aber nix Neues: Wer ist als Staatslenker denn schon bereit, sich von einer meuternden Masse von Sockel holen zu lassen und sich in den Fußstapfen von Mubarak & Ben Ali ins politische Nirvana zu begeben? Das alles sollte nicht allzusehr verwundern.
Schon Machiavelli hat es zu Papier gebracht das es einfacher ist wenn man als Herrscher gefürchtet ist. Jemanden so grausam und so schlecht zu behandeln das man gefürchtet wird kriegt der größte Depp mit genug bösem Willen hin.

Das man als Herrscher geliebt wird, das ist deutlich schwerer hinzukriegen.

Was nicht bedeutet das Machiavelli den brutalen Weg als den Anzustrebenden kennzeichnete, es ist der zunächst einfachere.

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