Forum: Politik
Aufständische in Syrien: Propagandaoffensive der islamistischen Rebellen

Der Aufstand gegen Syriens Diktator Assad wandelt sich: Waren vor wenigen Monaten nur einzelne Kampfverbände islamistisch, finden die Radikalen nun immer mehr Anhänger. Extremisten haben jetzt eine "Armee des Islam" gegründet. Das ist in erster Linie ein gut kalkulierter PR-Coup.

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Meshada 03.10.2013, 08:51
1. optional

War abzusehen. Der Westen macht nichts (nachdem Assad jahrelang von uns hochgepäppelt wurde - sogar das Giftgas stammt effektiv von uns), also wenden sich mehr und mehr den Leuten zu, die wirklich etwas tun.

Das haben wir nun davon. Jeder wusste, dass es so kommen würde, aber wir können gegen unsere Diktatorenfreunde halt nichts machen.

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deklemens 03.10.2013, 09:13
2. Unterstützung

Bevor der "Westen" irgendeine Gruppe unterstützt, sollte zuvor geprüft werden, ob sie eine Änderung des Systems, unter Einhaltung der Menschenrechte, einführen wollen.

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emobil 03.10.2013, 09:26
3. ist OK!

Zitat von sysop
Der Aufstand gegen Syriens Diktator Assad wandelt sich: Waren vor wenigen Monaten nur einzelne Kampfverbände islamistisch, finden die Radikalen nun immer mehr Anhänger. Extremisten haben jetzt eine "Armee des Islam" gegründet. Das ist in erster Linie ein gut kalkulierter PR-Coup.
Ist nicht soo schlecht - schafft Klarheit. Man weiss nun etwas besser, woran man ist.
Ob McCain immer noch so lautstark fordert, diese Leute reichlich mit Waffen zu versorgen?

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AlHaqq 03.10.2013, 09:35
4. Logischer Schritt

Wenn man mal ideologische Ansichten beiseite lässt und diesen Schritt strikt millitärstrategisch betrachtet, dann wird man diesen nicht nur als logisch, sondern sogar als notwendig erkennen.
In Syrien herrscht ein grausamer Krieg, Lippenbekenntnisse der Weltgemeinschaft können das Elend nicht beenden.
Im Gegenteil: Ein nachgewiesener Giftgasangriff bleibt ohne Folgen (juhu, das Regime lässt nun diesbzgl. mit sich reden). Das bestätigt im Prinzip das was die "Radikalen" schon immer gepredigt haben:
Dem Westen geht es nur um das eigene Interesse und damit um das Interesse seiner Lakaien.
Mit dieser wischiwaschi Politik stehen die moderaten Aufständische in Syrien als naive Träumer da. Wenn es so weiter geht, werden diese sogar als die bereits erwähnten Lakeien des Westens angesehen. Dann mal gute Nacht.

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mr.adam 03.10.2013, 09:40
5. optional

Die überwiegende Mehrheit der Syrer und der syrischen Opposition möchte keine Radikalen oder Extremisten haben. Sie verabscheuen al-qaida und sie verabscheuen Assad. Das Assad Regime mordert, foltert und unterdrückt seit Jahrzehnten die Menschen in Syrien. Doch mit Israel hat es einen kalten Frieden! Das macht Assad für den Westen und Israel interessant/angenehm,doch so ganz traut man Assad nicht, daher will Man das Land weiter destabilisieren und ausbluten lassen. Die Menschen und Zivilisten genauso wie die Opposition in Syrien, die für ein freies und demokratisches Syrien ist, lässt man im Stich und schrecklich ausbluten. Die Weltgemeinschaft sollte sich schämen. Währenddessen unterstützen die Verbündeten der Amerikaner "die Saudis" eine Handvoll ausländischer Extremisten, welche die syrische Revoloution versuchen zu stehlen, um den Iran / Assad zu beschäftigen und das Land in einem grausamen Bürgerkrieg versinken zu lassen. Gem dem Motto: "Teile und herrsche" wird Syrien ausgeblutet und eine mögliche Gefahr für Israel - in Form eines demokratischen und freien Syrien - brutal ausgeschaltet. Und wer zahlt den Preis für diese Politik: die syrischen Menschen und ihr Kampf für Freiheit!

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AhzekAhriman 03.10.2013, 09:45
6. schönen dank auch

Es kann doch nicht so schwer sein, die fortschrittliche Opposition mit Waffen zu unterstützen. Es wird doch wohl den westlichen Geheimdiensten nicht schwer fallen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Oder sind die nur gut darin, die eigene Bevölkerung zu bespitzeln.
Stattdessen wird von einem großen Luftschlag gelabbert und nix getan.
Die radikalen Islamisten dagegen hängen sich an die reichen Golfstaaten (oder umgekehrt) und werden dadurch immer stärker.
Na schönen dank auch.

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Hape1 03.10.2013, 09:59
7. ...

Zitat von Meshada
War abzusehen. Der Westen macht nichts (nachdem Assad jahrelang von uns hochgepäppelt wurde - sogar das Giftgas stammt effektiv von uns), also wenden sich mehr und mehr den Leuten zu, die wirklich etwas tun. Das haben wir nun davon. Jeder wusste, dass es so kommen würde, aber wir können gegen unsere Diktatorenfreunde halt nichts machen.
Das ist eine Legende. Wenn jemand mit der Waffe in der Hand für Demokratie und Menschenrechte kämpft, wendet er sich doch nicht bei fehlender Unterstützung den islamistischen Terroristen zu.

Scharia und Menschenrechte liegen zu weit auseinander.

Jetzt kann man für die Syrer hoffen, dass die syrische Armee diesen Krieg gewinnt.

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leser-fan 03.10.2013, 10:02
8. Was religiöser Fanatismus

anrichtet ..ein Blick auf den Irak, nach Ägypten, Mali, Aghanistan etc. sollte genügen, um endlich zu begreifen, dass auch in Syrien ein Gottesstaat errichtet werden soll und keine Demokratie.

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eskimo47 03.10.2013, 10:05
9. Typisch Westen!

Typisch für den Westen: keinerlei Strategie. Warten. Aussitzen. Und sich dann wundern, wenn die Radikalen immer mehr Zulauf bekommen. Das konnte man schon anno tobak im Bosnien-Krieg erleben (frühere Definition: ein Bosnier ist ein Muslim, der Schweinefleisch isst und Alkohol trinkt) und es zieht sich durch den ganzen arabischen "Frühling". Der Westen sollte unterstützen, solange er dafür noch Einflußmöglichkeiten erwirbt. Wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich die Geschichte. Wie jetzt wieder in Syrien...

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