Forum: Politik
Aufstand in Burkina Faso: Der "schwarze Frühling" - ein Signal für Afrika
REUTERS

Das Volk von Burkina Faso tanzt auf den Straßen, Dauerherrscher Blaise Compaoré ist abgetreten. Auch für andere afrikanische Staaten könnte der "schwarze Frühling" des Landes einen Aufbruch bedeuten.

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kraichgau12 31.10.2014, 19:11
1. geht diese unsinnige freude an der destabilisierung schon wieder los beim spiegel?

vergessen,das burkina faso die letzten 15 jahre ruhige aufbaujahre hatte?
vergessen,was ein anderer "Frühling" direkt vor europas südflanke an konflikten hervorgebracht hat?
ist es einfach freude am mai fest ein wenig grösser oder reicht der reporter blick nciht über den tellerrand hinaus?
wer glaubt denn wirklich,das der alte herrscher korrupter als die neuen sein würde?

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LeonLanis 31.10.2014, 19:21
2. Burkina Faso

ist für mich ein weißer Fleck auf der Landkarte. Deshalb hätte ich mich gefreut, wenn der Artikel ein bißchen mehr konkrete Informationen über die Situation in dem Land gebracht hätte. Stattdessen werden nur Stereotypen wie "Kleptokrat", "Zivilgesellschaft" etc. bemüht. Und dann die Drohung mit dem "schwarzen Frühling". Als Bürger von Burkino Faso hätte ich bei einem solchen Begriff Angst vor Bürgerkrieg und Zerstörung.

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Poliorketes 31.10.2014, 19:47
3. Zweierlei Maß?

Als vor fünf Jahren unter nahezu identischen Vorzeichen in Honduras ein Präsident namens Zelaya gestürzt wurden war, der sich per Verfassungsänderung ebenfalls eine weitere Amtszeit zuschanzen wollte, wurde Honduras von der internationalen Gemeinschaft geächtet und ausgeschlossen und von den Medien verdammt. Dabei hatte das Militär dort im Konsens mit den wichtigsten Verfassungsorganen gehandelt, nähmlich dem obersten Gerichtshof, welches über die Einhaltung der geltenden Verfassung wacht. Die Macht dort war in die Hände des der demokatischen Verfassung gemäßen zweiten Mannes im Staat, nähmlich dem Parlamentspräsidenten, übertragen wurden und nicht etwa einem Militär. Aber Honduras und sein Volk wurde behandelt, als wäre dort ein lupenreiner Demokrat gestürzt worden wäre und böse Militärdiktatoren dort die Macht übernommen hätten. In Ägypten und nun in Burkina Faso aber wird solches Vorgehen als "arabischer" oder "schwarzer Frühling" gefeiert. In Ägypten herrscht mittlerweile wieder in Militär als Autokrat und was in Burkina Faso noch kommen wird, einem der ärmsten Staaten dieser Welt, wird sich nocht zeigen.

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lilioceris 31.10.2014, 19:57
4. Entscheidend ist erstens,

dass die Afrikaner die Korruption in ihren Ländern bekämpfen.
Zweitens sind noch mehr Investitionen in die Bildung notwendig.
Drittens, und da sind die Geberländer gefragt: die Entwicklungshilfe muss in die richtigen Hände kommen.
Viertens: Ratschläge als Hilfen annehmen, nicht als Einmischung. Auch hier in Europa musste man aus Fehlern lernen.

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t dog 31.10.2014, 20:09
5. Aha!

Freiheit! Werden jetzt alle internationalen Verträge, die seit 1987 von dem Diktator mit der ganzen Welt abgeschlossen wurden, für Null und Nichtig erklärt? Schliesslich sind sie die Quelle der Armut und Ausbeutung des Landes. Falls nicht, droht dem Land nur eine Freiheit light. Dann hat der Putsch Nichts gebracht.

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all-about-mindset 31.10.2014, 20:15
6. Wie beim arabischen

Frühling: es gibt keinen Plan für danach! Und der "normale" Protest (Bildung, Arbeit etc Zukunft für Jugend etc) wird sich verkehren in schlimme Gewalt. Demokratie ist die Floskel. Korruption ist Fakt u Tagesgeschäft.
Irgendwelche warten schon. Wer hat hier den "hitman" gegeben?

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omop 31.10.2014, 20:29
7. Bitte nicht schon wieder diese naive Träumerei..

bei SPON. Mit dem arabischen Frühling hat man doch wohl gesehen, dass man nur Elend und Chaos in die angeblich befriedeten Staaten gebracht hat. In Afrika ist die Sache genauso..so schlimm Diktatoren auch sind, sie sind mir allemal lieber als unregierte "Zombiestaaten", die die Lage für weite Teile der Bevölkerung nur verschlimmern.

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neswlf88 31.10.2014, 20:30
8.

Wer denkt sich eigentlich immer diese Begriffe aus? "Schwarzer Frühling"...

Wahrscheinlich derselbe, der sich damals das Wort "Dönermorde" ausgedacht hat. Für mich ein heißer Kandidat für das Unwort des Jahres.

Mal im Ernst: Nennt es von mir aus "Burkinischen Frühling" "Afrikanischen Frühling" oder was weiß ich. Aber nicht einen so vorurteilsbehafteten Begriff, den sich eigentlich nur ein "weißer" Redakteur ausgedacht haben kann.

Es gibt keine "schwarzen" Menschen. Höchstens dunkelhäutige. Wer das nicht glaubt, schaut mal die Farbe Schwarz in seiner Farbpalette, und vergleicht diese mit dem Farbton der Haut der Menschen dieser Erdregion. Klingelts?

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hühnersuppe 31.10.2014, 22:22
9. Nun,

Zitat von neswlf88
Wer denkt sich eigentlich immer diese Begriffe aus? "Schwarzer Frühling"... Wahrscheinlich derselbe, der sich damals das Wort "Dönermorde" ausgedacht hat. Für mich ein heißer Kandidat für das Unwort des Jahres. Mal im Ernst: Nennt es von mir aus "Burkinischen Frühling" "Afrikanischen Frühling" oder was weiß ich. Aber nicht einen so vorurteilsbehafteten Begriff, den sich eigentlich nur ein "weißer" Redakteur ausgedacht haben kann. Es gibt keine "schwarzen" Menschen. Höchstens dunkelhäutige. Wer das nicht glaubt, schaut mal die Farbe Schwarz in seiner Farbpalette, und vergleicht diese mit dem Farbton der Haut der Menschen dieser Erdregion. Klingelts?
meine Geschäftspartner und auch Freunde in Afrika reden selbst von "black people". Und das ist Ernst. Und ich habe nun über 30 Jahre in und mit Afrika zu tun. Aus der Sicht eines weissen politisch korrekten Menschen wird alles immer als Ausbeutung und Betrug an den armen armen
Menschen in Afrika dargestellt. Gehen Sie mal vor Ort:
Dann sehen Sie, dass die Einheimischen (fast komplett) nur ihre eigenen Interessen im Kopf haben und nicht das
Gemeinwohl. Und die Mär von armen und naiven Wilden können Sie getrost in die Tonne treten; die sind clever.
Und es ist Tatsache, dass wohlgemeinte Zahlungen (auch von Deutschland) gern genommen werden, aber in ganz anderen Taschen landen. Das gibt man auch lachend zu!

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