Forum: Politik
Aufstand in Syrien: Diktator Assad will sich ans Volk wenden

Die Proteste gegen Präsident Assad wachsen an, das Regime kann sie auch mit brutaler Gewalt nicht ersticken - jetzt will*der syrische Machthaber eine Rede an die Nation halten, die erste seit Wochen. Berichten zufolge plant er Mini-Zugeständnisse.

petsche 20.06.2011, 07:30
1. Diktator Assad

Wieviele Jahre hat denn der Augenarzt Dr. Assad dazu gebraucht um sich sum Untertanenausrotter entwickeln zu koennen ?

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Regulisssima 20.06.2011, 08:31
2. Fehleinschätzung

Woher nehmen (Staats-)Terroristen eigentlich den Mut, oder ist es Wahn ?, zu glauben, sie würden als seriöse Politiker wahrgenommen werden, wenn sie es nur wollen.

Das ist eine Folge der unsäglichen Politik der 70-er Jahre, als westliche "Staatsmänner" meinten, den (Staats-)Terroristen Arrafat hofieren zu müssen

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moliebste 20.06.2011, 08:31
3. Westerwelle auf Holzweg

Westerwelle kann sich eine Resolution des UN - Sicherheitsrates zu Libyen abschminken.
Der russische Ministerpräsident Medwedew hat in einem Interview mit der FT deutlich gemacht, dass es nach den Erfahrungen mit Libyen dieses Mal zu Syrien keine Resolution geben werde.

Die kriegführende NATO habe aus der UN-Resolution 1973 zu Libyen, so wörtlich, einen "Fetzen Papier" gemacht.

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wwwwalter 20.06.2011, 08:36
4. wie in den Kurdengebieten in den 80er und 90er Jahren.

Irgendwie erinnert mich das, was Assad zur Zeit macht an die Niederschlagung der Kurdenaufstände in der Türkei. Mehrere tausend Dörfer wurden damals von der türkischen Armee dem Erdboden gleich gemacht, und Hunderttausende Menschen wurden vertrieben. Und der Iran hat auch schon kurdische Dörfer bombardiert. Kennt man doch alles - hat aber nie entscheidende Reaktionen hervorgerufen. Dem lieben NATO-Partner tritt man nicht auf die Füße. Man sollte das schon im Hinterkopf haben, wenn man die aktuelle Politik der Türkei gegenüber Syrien analysiert. Habe dazu aber noch kein Sterbenswörtchen gehört, oder gelesen.

Zwar ist es in Syrien kein Nationalitätenkonflikt - allerdings spielt das Religiöse sehr wohl eine Rolle (Christen, Sunniten, Alawiten). Auch in Syrien handelt es sich um Aufstände, die (wie in Ostanatolien) an der Peripherie, und nicht in den großen Städten stattfinden - in rückständigen Regionen, wo die Menschen keine Perspektive sehen, und aus der Armut herauskommen wollen.

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VPolitologeV 20.06.2011, 11:43
5. Nicht nur das....

Zitat von Regulisssima
Woher nehmen (Staats-)Terroristen eigentlich den Mut, oder ist es Wahn ?, zu glauben, sie würden als seriöse Politiker wahrgenommen werden, wenn sie es nur wollen. Das ist eine Folge der unsäglichen Politik der 70-er Jahre, als westliche "Staatsmänner" meinten, den (Staats-)Terroristen Arrafat hofieren zu müssen
Das ist noch viel älter - Machtmenschen wurden schon immer hofiert, wenn das anderen Machtmenschen in den Kram paßte.

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cour-age 20.06.2011, 21:54
6. noch mal

Zitat von moliebste
Westerwelle kann sich eine Resolution des UN - Sicherheitsrates zu Libyen abschminken. Der russische Ministerpräsident Medwedew hat in einem Interview mit der FT deutlich gemacht, dass es nach den Erfahrungen mit Libyen dieses Mal zu Syrien keine Resolution geben werde. Die kriegführende NATO habe aus der UN-Resolution 1973 zu Libyen, so wörtlich, einen "Fetzen Papier" gemacht.
Das haben Sie doch schon mehrmals geschrieben.
Also nochmal: Russland hat in Syrien seinen Militär_Mittelmeerhafen, und den würde es verlieren, stürzt Assad; und der Iran würde Einfluss verlieren und die Hisbhollah könnte einpacken.
Also Russland schützt da pure Eigeninteressen, und Medwedew heuchelt.

Sie durchschauen doch sonst immer alles, warum versagt Ihr scharfer Verstand hier vollständig?

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alnemsi 24.06.2011, 14:35
7. #

Zitat von cour-age
Also Russland schützt da pure Eigeninteressen, und Medwedew heuchelt.
Und jetzt?

Clinton spuckt auch große Töne, aber vor 3,4 Jahren hat die USA noch "Gefangenenüberstellungen" an diverse berüchtige syrische Geheimdienste durchgeführt.
Aus dem Irak kommend war es deutlich einfacher, die Topterroristen direkt in Damaskus abzuladen, anstatt erst über Europa nach Guantanamo oder gen Bagram weiterzufliegen.

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