Forum: Politik
Auftakt der Europawahl: Britische Wähler holen aus zur großen Ohrfeige
REUTERS

Zuerst stimmen jene ab, die gar nicht mehr dabei sein wollen: Bei der Europawahl in Großbritannien droht den etablierten Parteien ein Debakel - und Premierministerin May der entscheidende Schlag.

Seite 7 von 8
birdie 23.05.2019, 18:21
60. Wenn endlich der harte Brexit kommt, werden viele Menschen ...

in der EU zu begreifen beginnen, wohin das Populisten-Geschwafel zwangsläufig führt. Nämlich zu harten Notsituationen und Verlusten in allen Lebensbereichen eines ganzen Volkes. Und das wird dann Konsequenzen für die Maulhelden in Italien, Polen, Ungarn und deren "Gefolgsleute" haben, deren Tage ohnehin schon gezählt werden. Da die EU nach "erfolgreichem" Brexit die Daumenschrauben bei den Finanzzuwendungen deutlich anziehen muss, wird es in vorgenannten Ländern sehr bald ein böses Erwachen geben. Und auf das dann einsetzende Geheul der Unterlegenen werden wir ruhig warten dürfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M. Vikings 23.05.2019, 18:31
61. Die EU hat aber entschieden.

Zitat von Emil Peisker
Die EU kann nicht und hat nichts zu entscheiden. Die Briten müssen ihren Job machen und den Brexit vollziehen. Falls die Tories bei der EU-Wahl auf unter 10% fallen und Labour um die 13% bekommen, wird May zurücktreten. Der Neue PM der Tories wird so schnell als möglich den harten Brexit vollziehen, damit er bei eventuellen nationalen Neuwahlen nicht mit Ergebnissen wie bei der EU-Wahl unter die Räder kommt. Ich denke, lange vor Ende Oktober 2019 ist der Brexit Geschichte.
Sie hat genau zwei Entscheidungen zu viel getroffen.
1. Die erste Fristverlängerung.
2. Die zweite Fristverlängerung.

Die EU hat das britische Parlament
doch nie wirklich vor die Wahl gestellt.
Man hätte ihnen bis zur letzten Sekunde
die Pistole nicht von der Brust nehmen dürfen,
und Tusk hätte nicht schon Wochen vor Ablauf der Frist
eine mögliche Verlängerung heraus posaunen müssen.

Austrittsabkommen unterzeichnen oder Rücknahme des Artikel 50
um den Zerfall des UK zu vermeiden.
Die Konsequenzen eines No-Deal-Brexit
waren und sind May und Corbyn bekannt,
also waren sie gezwungen sich im letzten Moment zu einigen.
Nicht umsonst hat sich die britische Regierung umfassend,
auf einen für das UK katastrophalen No-Deal-Brexit, vorbereitet.
Das Restrisiko hätte die EU in Kauf nehmen müssen.

Leider ist die EU von ihrer öffentlich kommunizierten Linie,
die m.E. genau richtig war, abgewichen.
Es hieß bis Anfang April, wenn die Briten Art. 50 nicht zurückziehen,
oder die Briten das Austrittsabkommen nicht ratifizieren,
ist die Folge der No-Deal-Brexit.

Ihre "lange vor Oktober-These teile ich nicht, weil ich noch nicht sehe,
wo der neue Premier dafür eine Mehrheit herbekommt.
Es mag sich möglicherweise nach den Wahlergebnissen ändern,
aber der einzige Antrag im House of Commons,
der angenommen wurde, war der gegen einen harten Brexit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
123rumpel123 23.05.2019, 18:35
62. xxx

Zitat von birdie
in der EU zu begreifen beginnen, wohin das Populisten-Geschwafel zwangsläufig führt. Nämlich zu harten Notsituationen und Verlusten in allen Lebensbereichen eines ganzen Volkes. Und das wird dann Konsequenzen für die Maulhelden in Italien, Polen, Ungarn und deren "Gefolgsleute" haben, deren Tage ohnehin schon gezählt werden. Da die EU nach "erfolgreichem" Brexit die Daumenschrauben bei den Finanzzuwendungen deutlich anziehen muss, wird es in vorgenannten Ländern sehr bald ein böses Erwachen geben. Und auf das dann einsetzende Geheul der Unterlegenen werden wir ruhig warten dürfen.
Immer das gleiche Untergangsgegröle.

Das inzwischen wirtschaftspolitische Szenarien wie ein fast vollständiger Importzollverzicht als erfolgsversprechende Gegenmaßnahme diskutiert wurde, scheint Sie nicht zu tangieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gast2 23.05.2019, 18:40
63. warum in Deutschland viele nicht mehr die idealisten wählen

Daß auch in Deutschland viele die Afd oder solche wählen liegt daran wenn zum Beispiel auser den Briten auch noch die Holländer aus der EU austreten dann hängen diese südlichen Dauerkrisenländer im wesentlichen nur noch an uns dran. wenn man weiss daß die einfach zu korrupt und verfilzt sind um die Besteuerung der eigenen Reichen mit Verwaltungszwang zu erzwingen dann wird klar daß der Deutsche sich da ewig für die abarbeiten muß. Wie kann es sein daß es in Griechenland immer noch das Steuerpriveleg für die Redermiliadäre gibt und auch in Italien durchaus vorhandener Reichtum nicht für öffentliche Zwecke verfügbar gemacht wird. Man kann die einfachen Bürger nicht zu einer idealistischen Grundhaltung zwingen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meresi 23.05.2019, 18:40
64. Hausfrau bleib bei deinen Leisten

Zitat von schwaebischehausfrau
Dass Parteien und deren Abgeordnete, die den aktuellen Zustand einer demokratischen Institution und ihrer Parlamente nicht besonders toll finden, nichts in diesen Parlamenten zu suchen haben, offenbart eine sehr krudes Demokratie-Verständnis. Sich für ein Parlament zu bewerben, um diese Instituion dann mit demokratischen Mitteln (Mehrheiten!!!) von innen heraus zu verändern ist ur-demokratisch und sicher besser als der in unserer Geschichte oft gesehene andere Weg einer gewaltsamen "Revolution". Das gilt nicht nur für Faraage und seine "Brexit-Partei", sondern auch für andere EU-kritische Parteien, die ja ein EU-Konstrukt nicht grundsätzlich ablehnen. Wer gegen die EU in ihrem jetzigen Zustand ist, ist nicht ausschließlich GEGEN alles, sondern FÜR etwas anderes. Diesen "Gang durch die Institutionen" sind by the way auch Parteien wie die GRÜNEN gegangen. Die wurden vor und nach ihrem ihrem Einzug in die Parlamente ebenfalls als "Feinde der Demokratie" diskreditiert.
Offensichtlich kennst du die Engländer nicht wirklich. Die nehmen was sie kriegen können, auf Teufel komm raus. Und sind obendrein nicht die zuverläßlichsten Partner. Lern Geschichte...der Engländer, mein ich. Oder leb mal dort für ne Zeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
meresi 23.05.2019, 18:49
65. Tusk ist einfach ein

Zitat von M. Vikings
Sie hat genau zwei Entscheidungen zu viel getroffen. 1. Die erste Fristverlängerung. 2. Die zweite Fristverlängerung. Die EU hat das britische Parlament doch nie wirklich vor die Wahl gestellt. Man hätte ihnen bis zur letzten Sekunde die Pistole nicht von der Brust nehmen dürfen, und Tusk hätte nicht schon Wochen vor Ablauf der Frist eine mögliche Verlängerung heraus posaunen müssen. Austrittsabkommen unterzeichnen oder Rücknahme des Artikel 50 um den Zerfall des UK zu vermeiden. Die Konsequenzen eines No-Deal-Brexit waren und sind May und Corbyn bekannt, also waren sie gezwungen sich im letzten Moment zu einigen. Nicht umsonst hat sich die britische Regierung umfassend, auf einen für das UK katastrophalen No-Deal-Brexit, vorbereitet. Das Restrisiko hätte die EU in Kauf nehmen müssen. Leider ist die EU von ihrer öffentlich kommunizierten Linie, die m.E. genau richtig war, abgewichen. Es hieß bis Anfang April, wenn die Briten Art. 50 nicht zurückziehen, oder die Briten das Austrittsabkommen nicht ratifizieren, ist die Folge der No-Deal-Brexit. Ihre "lange vor Oktober-These teile ich nicht, weil ich noch nicht sehe, wo der neue Premier dafür eine Mehrheit herbekommt. Es mag sich möglicherweise nach den Wahlergebnissen ändern, aber der einzige Antrag im House of Commons, der angenommen wurde, war der gegen einen harten Brexit.
......, Name kann beliebig eingesetzt werden. Und ja, es ist richtig, die EU hat 2x Scheiße gebaut, mit den Verlängerungen. Die Herren dort oben an der Spitze haben kein Verständnis für Pokerspiele. Das werden die Engländer noch gewinnen, irgendwie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
viceman 23.05.2019, 18:56
66. was soll das ganze denn?

ein parlament, welches kaum einfluß hat- diese kommission macht do sowieso, was sie will . dazu eine wahl, die "keine wahl" ist für die briten .! wenn may an so etwas unwichtigem scheitert, dann wäre das schon tragisch. soll doch farrage jede menge sitze gewinnen, das ist doch so etwas von sch...-egal, die leute gehen doch in wenigen monaten sowie raus ! also , das ist - für mich - fast der sack reis...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sumerer 23.05.2019, 19:03
67.

Zitat von GP1
"Britische Wähler holen aus zur großen Ohrfeige". Für mich sind solche Überschriften ziemlich daneben. Sie erwecken den Eindruck, als ob die Wähler zu recht irgendwelche Politiker bestrafen. Dabei haben diese Wähler doch das Schlamassel angerichtet. Durch ihre Wut, ihre Unfähigkeit, durch die ignorante Selbstgerechtigkeit usw. Der oder die Wähler sind nicht der gute, allwissendende Souverän. Man sollte sich den Bürgern nicht anbiedern. Es sind Menschen wie du und ich oder die Politiker. Menschen mit Fehlern und Schwächen. Kritik und das anprangern von Mißständen sind wichtig und richtig. Aber bitte mit einem guten Mass.
Alle Politiker strafen sich mit einer schallenden Ohrfeige ab, weil sie eine gute Idee, die EU, nicht in der Lage sind auch mit einem guten inhaltlichen und förderativen Konzept zu versehen. So zerbröselt halt der größte Markt unseres Planeten. Wir sind die Zuschauer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M. Vikings 23.05.2019, 19:35
68. Da wollte niemand pokern.

Zitat von meresi
......, Name kann beliebig eingesetzt werden. Und ja, es ist richtig, die EU hat 2x Scheiße gebaut, mit den Verlängerungen. Die Herren dort oben an der Spitze haben kein Verständnis für Pokerspiele. Das werden die Engländer noch gewinnen, irgendwie.
Wenn man satte fünf Wochen vor Ablauf der Frist
eine Hintertür öffnet und den Fluchtweg kennzeichnet,
steckt etwas Anderes dahinter.

Ich denke, irgendwann Anfang des Jahres hat man
auf Grund der Handlungsunfähigkeit
oder der Handlungsunwilligkeit der Briten erkannt,
dass es auch ohne eine Entscheidung geht
und hat dann die Strategie geändert.

Verbleib in der EU auf unbestimmte Zeit ohne Rücknahme des Art. 50.
Die Hürde für die nächste Fristverlängerung
ist durch die Teilnahme an den EU-Wahlen eine Andere,
aber höher ist die sicher nicht.
Die Bedingungen dafür stellt nach wie vor die EU.

Wie in ein derartiges Kalkül ein eventuell neuer Premier im U.K.
und dieses Wahlergebnis herein passt,
werden wir noch sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuac 23.05.2019, 20:11
69.

Zitat von 123rumpel123
...Das inzwischen wirtschaftspolitische Szenarien wie ein fast vollständiger Importzollverzicht als erfolgsversprechende Gegenmaßnahme diskutiert wurde, scheint Sie nicht zu tangieren.
Trump erhöht die Importzölle. ist er dumm?
Abgesehen davon, wenn der Verzicht auf Importzölle gut wäre, gäbe es gar keine Importzölle auf der Welt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 8