Forum: Politik
Auftritt beim Linken-Parteitag: Oskar Lafontaine feiert sein Comeback

Das maßgeblich von ihm entworfene Grundsatzprogramm wurde abgesegnet, und auch sonst lief der Parteitag der Linken ganz nach dem Geschmack von Oskar Lafontaine: Der Saarländer ist ohne Spitzenamt die prägende Figur der Genossen - Reformer haben in der Partei einen schweren Stand.

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t.h.wolff 23.10.2011, 15:40
10. .

Zitat von sysop
- Reformer haben in der Partei einen schweren Stand.
Der politische Mainstream in Deutschland braucht Reformen, nicht die Linke. Und ja, diese Reformer haben tatsächlich einen schweren Stand.

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schoppenhauer 23.10.2011, 15:45
11. Marx sei Dank!

Ende der NATO, Legalisierung von Drogen, Verstaatlichung von Banken: das neue (und erste) Grundsatzprogramm der Linken, das soeben mit 96,9% der Stimmen angenommen wurde, zeugt von erfreulicher Konsequenz. Ganz offenbar konnten sich die sogenannten "Reformer_innen", die (vermutlich in der Hoffnung auf ein paar lukrative Pöstchen) schon seit einiger Zeit versuchen, die Partei durch eine schleichende "Sozialdemokratisierung" (sprich: Aufweichung ihrer ureigensten Positionen) für dieses korrupte und überholte System "regierungsfähig" zu machen, nicht durchsetzen.

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phrasenmaeher 23.10.2011, 15:47
12. Au weia!

Zitat von tw2
30-Stunden-Woche Millionärssteuer Warum eigentlich nicht? Natürlich ist das eine Maximalforderung, aber wieso sollte man eigentlich keine Maximalforderungen stellen?
Weil man auch Erzabbau auf dem Mond fordern kann, jedoch, es fehlt die Möglichkeit des Umsetzens? Das alternde, linksflackernde Irrlicht Lafontaine kann sich ja mal bei den sozialistischen Brüdern in Peking erkundigen, was die so von 30-Stunden-Wochen - womöglich noch bei vollem Lohnausgleich? - halten. Und man soll es kaum für möglich halten, aber viele Millionäre wurden es nicht, weil sie im Lotto gewonnen haben, sondern weil sie dafür im Gegensatz zur Oskar-Formel die 80-Stunden-Woche lebten, und dies womöglich über viele, viele jahre hinweg. Gemäß Umfragen haben viele von denen nicht einmal etwas gegen erhöhte Abgaben, wenn diese dann auch beim korrekten Empfänger landen und nicht wieder in irgendwelchen Löchern versickern. Und genau da seien erhebliche Zweifel insbesondere beim Lafontainschen Modell angebracht. Aber sei's drum, es ist zumindest schön zu sehen, dass es eine Partei gibt, die den Rentnern nicht nur die Möglichkeit der persönlichen Entfaltung gibt, sondern diese auch als Modernisierer der eigenen Strukturen betrachtet. Ein frischer, nicht mal 70-jähriger Wind, quasi. Darauf die Internationale als Schlaflied.

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sp-onlooker 23.10.2011, 15:53
13. "Oskar Lafontaine feiert sein Comeback"

Zitat von sysop
Der Saarländer ist ohne Spitzenamt die prägende Figur der Genossen
Kennt jemand den röm. Rhetorik-Lehrer Quintilian bzw. Marcus Fabius Quintilianus?
Von ihm stammt:
inter caecos luscus rex
(Unter den Blinden ist der Einäugige König)
Zitat von sysop
Reformer haben in der Partei einen schweren Stand.
Wie - die gibt's?! *wunder*
Wollen die aus dem Dreieck über dem ı einen Punkt machen oder es zumindest "nach vorn" zeigend wissen??? ;-)))

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tw2 23.10.2011, 15:53
14. Angenehmeres Leben

Zitat von phrasenmaeher
Weil man auch Erzabbau auf dem Mond fordern kann, jedoch, es fehlt die Möglichkeit des Umsetzens? Das alternde, linksflackernde Irrlicht Lafontaine kann sich ja mal bei den sozialistischen Brüdern in Peking erkundigen, was die so von 30-Stunden-Wochen - womöglich noch bei vollem Lohnausgleich? - halten.
Nicht alles, was Ihnen utopisch erscheint, ist es auch. Die Linke ist angetreten, um die Begüterten zu "rasieren". Und die können kaum woanders hin, um dieser "Rasur" zu entgehen. Nicht jeder Mittelständler kann mit seinem Betrieb in die Schweiz übersiedeln. Mehr von Oben nehmen, mehr nach Unten durchreichen. Ich bin wirklich keiner, der vom Sozialismus á la DDR viel hält. Aber warum sollte man nicht versuchen, der breiten Masse ein angenehmeres Leben zu ermöglich?

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SURE 23.10.2011, 15:58
15. ........

Zitat von kimba2010
Oje, der Napoleon von der Saar schon wieder, der immer vor der Verantwortung davonläuft, wenn es ernst wird. Den armen Deutschen bleibt aber auch nichts erspart.
Stimmt, dass mit dem weglaufen. Als Finanzminister war er leider der einzige in Regierungsverantwortung, der sah wohin der ganze Globalisierungswahnsinn führt. Leider hat er seine Verantwortung nicht wahrnehmen können und sich gegen Gerhard/ Münte nicht durchgesetzt.
Wohin uns die Argumente der Gegenseite geführt haben, kann man ja jetzt am eigenen Leib erfahren. Viel Spass auch noch...!

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phrasenmaeher 23.10.2011, 16:04
16. ...

Zitat von tw2
Nicht alles, was Ihnen utopisch erscheint, ist es auch. Die Linke ist angetreten, um die Begüterten zu "rasieren". Und die können kaum woanders hin, um dieser "Rasur" zu entgehen. Nicht jeder Mittelständler kann mit seinem Betrieb in die Schweiz übersiedeln. Mehr von Oben nehmen, mehr nach Unten durchreichen. Ich bin wirklich keiner, der vom Sozialismus á la DDR viel hält. Aber warum sollte man nicht versuchen, der breiten Masse ein angenehmeres Leben zu ermöglich?
Der erste Satz ist sicherlich richtig, diesen Anspruch vertrete ich auch gar nicht. Wohl aber die Auffassung, dass nicht alles, was Herr Lafontaine so von sich gibt (und das ist vieles), auch umsetzbar ist. In seiner persönlichen Welt, vielleicht. In der Realität aber...
Zumindest finde ich es belustigend, dass der alte Mann wie Kai aus der Kiste immer mal wieder im Fokus der Öffentlichkeit auftaucht, wie so eine Art Mick Jagger der Politik, mit dem 100sten und garantiert letzten Abschiedskonzert im Gepäck. Und die Genossen klatschen brav dazu. Es muss um die Linke demnach viel ernster bestellt sein, als in den Medien breitgetreten wird. Zurück aus dem selbstgewählten, politischen Exil in Saarbrücken beginnt womöglich die nächste 100-Tage-Regentschaft des kleinen Bonaparte. Man darf gespannt sein - mal wieder.

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M123 23.10.2011, 16:06
17. Parteienlandschaft

Zitat von Claudio Soriano
ist denn Lindner? Etwa der von der 2% Partei? Oder ein Oppermann, etwa der von der ehemaligen Sozialdemokratischen Partei?! Die wahren Sozialdemokraten sind wohl heute eher bei den Linken zu finden! Hätte die SPD noch einen O.Lafontaine würde diese sicherlich nicht bei etwa 24% rumdümpeln.
Ich seh das auch so.
Machen wir uns mal nichts vor: die SPD hat mit Hartz 4 ihre eigenen Wähler verraten und dann die Gesellschaft an die Versicherer verkauft!

Die Grünen sind mit ihrem zutiefst unsympathischen Führungspersonal und bürgerlich - abgehobenen Politikverständis auch nicht viel besser.

Die Liberalen reduzieren sich nur auf Marktliberalismus, und der geht grade mächtig in die Hose (warum verstehen sie leider grad selber nicht).

Die CDU? - eine untergehende ehemalige Volkspartei mit unglaubwürdigem Führungspersonal.

Die CSU? - ein elitärer Club, der zunehmend Angst hat, seine Macht zu verlieren, mit einem Chef, der seiner Geliebten ein Kind gemacht und dann per sms Schluß gemacht hat.

Die Linke? aus meiner Sicht ebenfalls eine rückwärtsgewandte Partei, die in vielen Punkten recht hat, sich aber leider nicht von ihrer Radikalität verabschieden kann.

Angesichts dieses Dramas, dass sich da abspielt, gehe ich entweder nicht wählen, oder wähle kleine Parteien.

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Nihil novi 23.10.2011, 16:07
18. Erstaunlich!

Zitat von phrasenmaeher
Weil man auch Erzabbau auf dem Mond fordern kann, jedoch, es fehlt die Möglichkeit des Umsetzens? Das alternde, linksflackernde Irrlicht Lafontaine kann sich ja mal bei den sozialistischen Brüdern in Peking erkundigen, was die so von 30-Stunden-Wochen - womöglich noch bei vollem Lohnausgleich? - halten. Und man soll es kaum für möglich halten, aber viele Millionäre wurden es nicht, weil sie im Lotto gewonnen haben, sondern weil sie dafür im Gegensatz zur Oskar-Formel die 80-Stunden-Woche lebten, und dies womöglich über viele, viele jahre hinweg. Gemäß Umfragen haben viele von denen nicht einmal etwas gegen erhöhte Abgaben, wenn diese dann auch beim korrekten Empfänger landen und nicht wieder in irgendwelchen Löchern versickern. Und genau da seien erhebliche Zweifel insbesondere beim Lafontainschen Modell angebracht. Aber sei's drum, es ist zumindest schön zu sehen, dass es eine Partei gibt, die den Rentnern nicht nur die Möglichkeit der persönlichen Entfaltung gibt, sondern diese auch als Modernisierer der eigenen Strukturen betrachtet. Ein frischer, nicht mal 70-jähriger Wind, quasi. Darauf die Internationale als Schlaflied.
Antwort zum Millionär: Gibts empirische Erhebungen dazu. Liegt unter 5%. Ansonsten wünsche ich mir, dass Sie an Ihrem unreflektierten Hass eingehen. Gints auch Studien dazu. Ist nicht gesund.

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tw2 23.10.2011, 16:10
19. Er lebt es vor!

Zitat von phrasenmaeher
Es muss um die Linke demnach viel ernster bestellt sein, als in den Medien breitgetreten wird. Zurück aus dem selbstgewählten, politischen Exil in Saarbrücken beginnt womöglich die nächste 100-Tage-Regentschaft des kleinen Bonaparte.
Oskar ist halt nur eine Teilzeit-Führerfigur. Womöglich lebt er die gefordete 30-Stunden-Woche vor :-)

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