Forum: Politik
Auftritt beim Linken-Parteitag: Oskar Lafontaine feiert sein Comeback

Das maßgeblich von ihm entworfene Grundsatzprogramm wurde abgesegnet, und auch sonst lief der Parteitag der Linken ganz nach dem Geschmack von Oskar Lafontaine: Der Saarländer ist ohne Spitzenamt die prägende Figur der Genossen - Reformer haben in der Partei einen schweren Stand.

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Nihil novi 23.10.2011, 16:11
20. Erstaunlich!

Zitat von SURE
Stimmt, dass mit dem weglaufen. Als Finanzminister war er leider der einzige in Regierungsverantwortung, der sah wohin der ganze Globalisierungswahnsinn führt. Leider hat er seine Verantwortung nicht wahrnehmen können und sich gegen Gerhard/ Münte nicht durchgesetzt. Wohin uns die Argumente der Gegenseite geführt haben, kann man ja jetzt am eigenen Leib erfahren. Viel Spass auch noch...!
Weil man dann auf niemand mehr eintreten könnte. So einfach ist das. Der Bürgerliche braucht zudem die Angst im Nacken, damit er seinen Hintern bewegt und nicht vor Neid zergeht.

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blog1 23.10.2011, 16:15
21. Lafontaine - Befrieder und Überzeugungstäter

Entgegen aller Befürchtungen hat es Lafontaine geschafft, die Reihen geschlossen zu halten, weil er weiß, dass eine zerstrittene Partei wenig Durchschlagskraft hat. Das Grundsatzprogram trägt seine Handschrift. Gysi ist der Einpeitscher, der auch die Linke der neuen Bundesländer begeistern kann. Lafontaine ist ein kühler, rhetorisch begabter, ideologisch ausgerichteter „Überzeugungstäter“, der alles daran setzen wird, die Linke in Deutschland mit der SPD zu fusionieren. Er hat die Linke in den alten Bundesländern salonfähig gemacht. Er ist selbstverliebt, hoch intelligent, aber auch diszipliniert bzw. konsequent, wenn es um die Sache geht. Er hat lange gebraucht, bis er wieder jemand vertrauen konnte. In Sarah Wagenknecht hat er diese Person gefunden. Sein Lebenswerk ist noch nicht vollendet und die Anspielungen auf sein Alter bzw. seine Gesundheit sind unterstes Niveau.
Ob er es schaffen wird, die Linke in Deutschland zu einem schlagkräftigen Gebilde zusammen zu führen, wird sich zeigen. Die Parteilinken der SPD sind allerdings seltsam ruhig und überlegen noch. Sollte Steinbrück Kanzlerkandidat werden, ist das ein weiterer Sargnagel für die SPD. Dann gibt es kein Halten mehr.

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wika 23.10.2011, 16:16
22. Wenn wir Murks suchen, dann bei den Etablierten …

Zitat von
Trotzdem ist klar: Die Linke isoliert sich mit ihren radikalen Forderungen zunehmend. Thomas Oppermann, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, bescheinigte den Genossen, "unverantwortlichen Unsinn" zu beschließen. FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte: "Das offensive Eintreten der Linkspartei gegen unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ist gefährlich."
Wenn derzeit irgendwer Entscheidungen gegen die Mehrheit der Menschen im Lande fällt, dann sind es genau diese Hanseln der der Re-Gier-ungsparteien und selbst die SPD nebst Grüne haben noch nicht verstanden, dass wir einen Systemumbau brauchen. Alle feiern sie dabei Geld & Wirtschaft als alleinige Seligmacher, was noch viel gefährlicher ist, was auch die Statistik hinsichtlich der fortschreitenden Umverteilung doch belegt.

Auch wenn die Linke noch diverse unausgegorene Sachen im Programm hat, so kann man dieser Partei offenbar im Moment eher die Sorge um die Menschen abnehmen als eben den zuvor zitierten, die noch erheblich planloser sind.

Ergo muss wieder die Propagandamaschine angeschmissen werden, die Urangst vor den Worten „Kommunismus und Sozialismus“ als Schreckgespenst wieder hervorgezaubert werden, um die neue Bedrohung der vermeintlich liberierten Parteien und deren Vormachtstellung zu erhalten.

Es werden sich genügend Förder und Gönner finden, die alle Aufsätze und Propaganda gegen die Linken zu finanzieren, schließlich wollen sie ihre Pfründe nicht verlieren und die staatlich systemische Volksausbeute durch dieses Geldsystem wird man schon nicht kampflos aufgeben. Der Durchschnittsbürger erliegt dabei der allgemeinen Volksverarschung, unterlässt es dann aus Angst und Unkenntnis sich etwas heftiger zu bewegen.

Bislang funktioniert also das kaputte System noch recht gut. Derweil führt die „Fünfte Gewalt“, die man nirgends personifiziert zu Gesicht bekommt die ersten „Vier Gewalten“, Marionetten gleich, am Nasenring durch die Manege … Link und alle klatschen begeistert dazu, ohne verstanden zu haben wie die Aufführung tatsächlich funktioniert und was sie bezweckt.

Mehr Einfluss von der Linken könnte, trotz aller Ängste, das Gemeinwohl mehr befördern als es jetzt die Merkel Junta vermag, die nur einigen wenigen Einflüstereren folgt. Man muss sich dazu halt nur die Ergebnisse ansehen. Und wenn die C-Parteien irgendeiner göttlichen Eingebung folgen, dann haben sie vermutlich die Gottheiten verwechselt und den Mammon erwischt.

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Sozialist 23.10.2011, 16:17
23. Konnotation

Die journalistische Konnotation des Spiegel-Artikels um den es hier geht, ist politisch tendenziös gegen die Linkspartei gerichtet.

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lupus-russus 23.10.2011, 16:19
24. Stereotype Simpelei ...

Zitat von kimba2010
Oje, der Napoleon von der Saar schon wieder, der immer vor der Verantwortung davonläuft, wenn es ernst wird. Den armen Deutschen bleibt aber auch nichts erspart.
... hat die Menschheit - insbesondere deren deutschen Teil, der allen Medien nachplappert - schon immer die großen Fortschritte gebracht. Oskar Lafontaine, "der IMMER (?) vor der Verantwortung davonläuft"? Welch hanebüchener Unsinn, bei dessen Erguß sicher nicht die Hirnwindungen aktiv waren! Wohin hat uns denn die grandiose "Verantwortung" des opportunistischen ehemaligen Juso-Vorsitzenden G. Schröder und seiner noch grandioseren Nachfolger geführt?

G. Schröder und sein mobbender Anhang sind zu Genossen der Bosse mutiert, was Lafontaine nicht mitmachen wollte. Das ist nicht "Verantwortungslosigkeit", sondern zeugt von politischer Weitsicht und einem scharfen analytischen Verstand. Doch so etwas mögen die etablierten, wohlsituierten Polit-Heinis und deren willfährige Verlautbarungsmedien nicht. Dann wird so einer wie Lafontaine eben zum "Verräter" hochstilisiert, zum Westentaschen-Napoleon verniedlicht und was hier von manchen Foristen noch so alles nachgeplappert wird. Vieles von dem, was Lafontaine schon vor Jahren vorausgesehen hat, ist heute bereits bittere Realität. Aber, werter kimba2010, er ist ja IMMER vor der Verantwortung davongelaufen. BLÖD-BILD und viele andere wissen das natürlich 100%ig.

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Berlinjoey 23.10.2011, 16:20
25. Der Geliebte Führer

Zitat von sysop
Das maßgeblich von ihm entworfene Grundsatzprogramm wurde abgesegnet, und auch sonst lief der Parteitag der Linken ganz nach dem Geschmack von Oskar Lafontaine: Der Saarländer ist ohne Spitzenamt die prägende Figur der Genossen - Reformer haben in der Partei einen schweren Stand.
Der Geliebte Führer ist also wieder zurück. Ganz nach dem Motto des anderen "großen" Saarländers: Vorwärts nimmer, rückwärts immer!

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hansausberlin 23.10.2011, 16:25
26. Ok, warum nicht

Mittlerweile bin ich bereit entweder extrem links oder rechts zu wählen. Mir eigenlich egal. 30 Stundenwoche. Warum nicht? Wieso mehr arbeiten? Die Kohle geht ja doch nur in die PIIGS-Staaten. Da genieße ich doch lieber jetzt das Leben und nach uns (sicherlich schon viel früher) kommt die Sintflut.

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indosolar 23.10.2011, 16:26
27. ja aber die Begüterten sind nicht unbedingt der Mittelstand

Zitat von tw2
Nicht alles, was Ihnen utopisch erscheint, ist es auch. Die Linke ist angetreten, um die Begüterten zu "rasieren". Und die können kaum woanders hin, um dieser "Rasur" zu entgehen. Nicht jeder Mittelständler kann mit seinem Betrieb in die Schweiz übersiedeln. Mehr von Oben nehmen, mehr nach Unten durchreichen. Ich bin wirklich keiner, der vom Sozialismus á la DDR viel hält. Aber warum sollte man nicht versuchen, der breiten Masse ein angenehmeres Leben zu ermöglich?
Es erschreckt solchen Unsinn zu lesen! Wenn mittelständische Firmenbesitzer im Jahr 1 Million verdienen, davon die Hälfte anlegen ist dies nicht unbedingt sozialgefährdent. Viel schlimmer sind doch all die Topbürokraten die in kürzester Zeit Millionen verdienen, ohne dass ernsthafte Nachweise der Leistung erkennbar sind. Wer rasieren will, soll das Berufsbeamtentum und die Versorgungsmentalität des öffentlichen Dienstes angreifen. Schon mal geschaut, wieviel Geld welches an die Jobcenter geht bei den Verwaltungen und nicht bei Transferempfängern ankommt. Oder bei bei den Jobvermittleren, Zeitarbeitsfirmen usw. Sich bei einer als durchaus notwendig angesehenen Umverteilung auf das produzierende Gewerbe und den Mittelstand zu stürzen, ist genau das, was dem realen Sozialismus das Genick gebrochen hat. Und ehrlich gesagt auch Bildung und Teilhabe braucht nicht erhöht werden, wird im Ernstfall eh nicht bewilligt. Arbeit und Familie muss gestärkt und ein Mindestlohn des doppelten Sozialhilfesatzes sichergestellt werden, Schwarzarbeit muss hart bestraft und wer Schwarzarbeit anbietet muss doppelt hart bestraft werden. Ansonsten vielleicht ein bisschen Sparen und nicht das Geld anderer Menschen ausgeben, wo das hinführt sieht man ja in Griechenland. Auch in die sogenannte Abhängigkeit von den Banken kommt doch erst, wer nicht spart. Und im Übrigen geht es der breiten Masse verdammt gut. Jeder Euro der hier noch mehr ausgegeben wird, vergrößert die Probleme in anderen Regionen der Welt, früher oder später holt uns dies ein, ob die Linken uns dann da raus holen, bleibt fraglich, denn Sarah Wagenknecht und Oskar Lafontaine sind nicht gerade als Asketen bekannt!

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Berlinjoey 23.10.2011, 16:30
28. Freizeit-Demagoge

Zitat von tw2
Oskar ist halt nur eine Teilzeit-Führerfigur. Womöglich lebt er die gefordete 30-Stunden-Woche vor :-)
Es wird wohl höchstens der 30-Stunden-Monat sein. Es sei denn, es sind TV-Kameras auf der Tagesordnung.

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buergerwehrteuch2009 23.10.2011, 16:36
29. Welcome back!

Zitat von sysop
Das maßgeblich von ihm entworfene Grundsatzprogramm wurde abgesegnet, und auch sonst lief der Parteitag der Linken ganz nach dem Geschmack von Oskar Lafontaine: Der Saarländer ist ohne Spitzenamt die prägende Figur der Genossen - Reformer haben in der Partei einen schweren Stand.
Welcome back, Oskar! Die deutschen Bürger brauchen dich dringender als je zuvor. Alles was Oskar bereits 1998 zu den Folgen der massiven Deregulierung der Finanzmärkte vorhersagte, ist auch so eingetroffen. Mehr muss man nicht sagen.

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