Forum: Politik
Auftritt beim Linken-Parteitag: Oskar Lafontaine feiert sein Comeback

Das maßgeblich von ihm entworfene Grundsatzprogramm wurde abgesegnet, und auch sonst lief der Parteitag der Linken ganz nach dem Geschmack von Oskar Lafontaine: Der Saarländer ist ohne Spitzenamt die prägende Figur der Genossen - Reformer haben in der Partei einen schweren Stand.

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thorland 23.10.2011, 17:07
40. Ach die alte Mär...

Zitat von kimba2010
Oje, der Napoleon von der Saar schon wieder, der immer vor der Verantwortung davonläuft, wenn es ernst wird. Den armen Deutschen bleibt aber auch nichts erspart.
... Egal, wie oft sie wiederholt wird, wird sie auch nicht wahrer dadurch.

Für mich ist Lafontaine seinen Überzeugungen treu geblieben, hat sich nicht unter dem Basta-Kanzler verbiegen lassen - Man sieht ja, was Schröder wirklich wollte: Sozialabbau, Agenda 2010, Senkung der KöSt, Freistellung von Veräußerungsgewinnen, Hedgefonds, Liberalisierung der Kapitalmärkte, Kriegseinsätze... usw.

Ich würde mir heute solch eine Courage und Konsequenz in seinen Überzeugungen von allen Politikern wünschen, auch mal Ihren Posten zu räumen, wenn es gegen ihr Gewissen geht.

Aber jetzt haben wir ja so ein Schreckenskabinett:
Die mediokre Merkel mit ihren Ja-Sagern und Hofschranzen, Guidos Kindersoldaten, komplett frei von Überzeugungen und ohne Rückgrat.... Schlicht nur peinlich!

Aber werfen Sie ruhig weiter dem Lafontaine vor, daß er "vor der Verantwortung davonläuft"... Nein, er hat seine Verantwortung beherzigt. Chapeau Oscar!

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blog1 23.10.2011, 17:08
41. Vieles, von dem was sie sagen

Zitat von indosolar
Es erschreckt solchen Unsinn zu lesen! Wenn mittelständische Firmenbesitzer im Jahr 1 Million verdienen, davon die Hälfte anlegen ist dies nicht unbedingt sozialgefährdent. Viel schlimmer sind doch all die Topbürokraten die in kürzester Zeit Millionen verdienen, ohne dass ernsthafte Nachweise der Leistung erkennbar sind. Wer rasieren will, soll das Berufsbeamtentum und die Versorgungsmentalität des öffentlichen Dienstes angreifen. Schon mal geschaut, wieviel Geld welches an die Jobcenter geht bei den Verwaltungen und nicht bei Transferempfängern ankommt. Oder bei bei den Jobvermittleren, Zeitarbeitsfirmen usw. Sich bei einer als durchaus notwendig angesehenen Umverteilung auf das produzierende Gewerbe und den Mittelstand zu stürzen, ist genau das, was dem realen Sozialismus das Genick gebrochen hat. Und ehrlich gesagt auch Bildung und Teilhabe braucht nicht erhöht werden, wird im Ernstfall eh nicht bewilligt. Arbeit und Familie muss gestärkt und ein Mindestlohn des doppelten Sozialhilfesatzes sichergestellt werden, Schwarzarbeit muss hart bestraft und wer Schwarzarbeit anbietet muss doppelt hart bestraft werden. Ansonsten vielleicht ein bisschen Sparen und nicht das Geld anderer Menschen ausgeben, wo das hinführt sieht man ja in Griechenland. Auch in die sogenannte Abhängigkeit von den Banken kommt doch erst, wer nicht spart. Und im Übrigen geht es der breiten Masse verdammt gut. Jeder Euro der hier noch mehr ausgegeben wird, vergrößert die Probleme in anderen Regionen der Welt, früher oder später holt uns dies ein, ob die Linken uns dann da raus holen, bleibt fraglich, denn Sarah Wagenknecht und Oskar Lafontaine sind nicht gerade als Asketen bekannt!
stimmt. Nur sie sollten aufpassen, dass sie nicht die eine Bevölkerungsgruppe gegen die andere ausspielen. Eine konkrete Ursachenforschung, wie die aktuellen Probleme in Deutschland in den Griff zu bekommen sind, ist zwar schwierig, aber machbar. Die Linke hat in manchen Politikfeldern den richtigen Ansatz, in anderen nicht. Wo sie falsch liegt, ist in dem Thema alles verstaatlichen zu wollen. Das betrifft im Übrigen auch das Thema Banken. Auch ihre außenpolitische Position ist nicht realistisch. Man kommt doch nicht weiter, wenn man das Kind mit dem Bade ausschüttet. Die Linke unter Lafontaine betreibt Fundamentalopposition, mit dem Ziel, die SPD zu spalten und den linken Flügel zu sich rüber zu ziehen.

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Berlinjoey 23.10.2011, 17:09
42. Umfragen

Zitat von Matze38
oskar als parteichef wird die spd wieder zittern lassen, das ihr neuer schröder steinbrück die nächste wahl verliert, deswegen werden sie auch jeden scheiß über die linke unters volk bringen, den es gibt, nur um ihnen zu schaden.
Gemessen an den Einträgen der Forums-Genosssen könnte man denken, die Postkommunisten stehen vor einer erneuten Machtergreifung.

Das passt so gar nicht zu den 6% in der Umfragen. Die beiden Oskar-Handpuppen haben den Karren ganz schön vor die Wand gefahren.

Herr Bundespräsident, hier sind bald mal zwei Plaketten fällig! Ernst und Gesinchen haben doch weit mehr fürs Land geleistet, als z.B. Jeanette Biedermann.

Bei der nächsten Wahl zum Vorsitz des Kaschperlevereins, wird wohl Sarah-Rosa ihre Hummerzange in den Ring schmeißen.

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Sozialist 23.10.2011, 17:10
43. Ihr Irrtum


Der Irrtum besteht nicht bei mir.

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panzerknacker51 23.10.2011, 17:10
44. Isolierung

Soso, die Linke isoliert sich also? Das ist alles eine Frage des Standpunktes. Ich kann in den beschlossenen Programmpunkten nichts wesentlich Schlechtes erkennen. Und das sich nun gleich wieder die Blockparteien SPD und FDP zu Wort melden, und vor allen Dingen, wie sie es tun, sagt ja nicht gerade Negatives über die Linke aus.
Ernstzunehmen und daher wählbar sind im Moment nur die Linke und die Piraten.

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Matze38 23.10.2011, 17:12
45. .

Die Linke wird wohl kaum die DDR zurück holen. Wer das heute noch glaubt, lebt nicht in der heutigen Realität.

Die Drogenlegalisierung soll unter ärztlicher Kontrolle stehen. Also nix mit zugeknallten 10-Klässler, die gibt es ja heute schon.
Zu dem ist eine bessere Versorgung (Suchtberatung etc) dadurch garantiert und die Abhängigen bekommen keine "schlechte" Ware.

Waffenexport etc kann man nur zustimmen, die Linke ist damit wohl die einzigste Partei im Bundestag die sich mal mit der Geschichte befasst haben.

Planwirtschaft wird ebenfalls nicht angestrebt, kleine und mittlere Unternehmen sollen zudem gefördert werden und nicht verstaatlicht. Somit hat man etwas aus der DDR gelernt.
Im gegensatz zu den anderen Parteien, welche bis heute glauben mit Steuersenkungen einen Wirtschaftsaufschwung zu generieren. Ist ja nur 3mal gescheitert.

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Sozialist 23.10.2011, 17:13
46. "Neuer Schröder"

Zitat von Matze38
oskar als parteichef wird die spd wieder zittern lassen, das ihr neuer schröder steinbrück die nächste wahl verliert, deswegen werden sie auch jeden scheiß über die linke unters volk bringen, den es gibt, nur um ihnen zu schaden.
Ich werde Schwarz, Gelb und Steinbrück auf gar keinen Fall wählen.

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AndreasP 23.10.2011, 17:18
47. Glaskugel

Zitat von Der Duderich
Oskar Lafontaine ist nicht der Verantwortung weggelaufen, sondern er wollte nicht mehr mittragen, was die SPD an Sozialabbau betrieben hat. Er hat die Konsequenzen unter Bezugnahme seines Gewissens betrieben! Wir bräuchten mehr Politiker wie Lafontaine, die sich ihres Gewissens und ihrer Überzeugung verantwortlich fühlen. SIE scheinen eher einem Schröder anzuhaften, der über soziale Gerechtigkeit einen Wahlkampf gegen Kohl betrieb um dann den größten Sozialabbau Deutschlands in seiner Geschichte (Agenda 2010) zu betreiben. Ihre Helden sind sicher Steinbrück, Steinmaier und Co. die immer zu dem Sozialabhbauu gestanden haben und somit ihre Klientel verraten haben. Traurig!
Ich stimme Ihnen zu. Man wird sich noch an Lafontaine und andere erinnern, wenn es bald den Bürgern bei Geldbeuteln, Sparkonten, Immobilien es so richtig weh tun wird ! Die Quittung der aktuellen desaströsen Finanzpoltik wird nicht lange auf sich warten lassen: Steuererhöhungen, Abbau von Sozialleistungen, Verfall der Immobilienwerte. Wer´s nicht glaubt werfe ein Blick nach Spanien, Irland oder Portugal. Dort können die Bundesbürger ganz persönlich in ihre finanzielle Zukunft schauen.

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Matze38 23.10.2011, 17:19
48. Die Pseudo-Angst vor den Linken

Ich wurde darauf hin gewiesen,dass man der Partei "Die Linke" nicht vertrauen kann,da sie aus der SED Einheitspartei entstanden ist und somit heute wie damals als verfassungswidrig einzustufen ist.Meine lieber Mann,aus welcher "Pulle" kommt denn diese Weisheit ???Der Wiedervereinigungsprozess der DDR war im Jahre 1989-1990 abgeschlossen.Falls so macher nicht zählen kann,ist das jetzt über 20 Jahre her.Viele SED-Leute sind schon tot.Die Partei ist sehr jung,heisst die Menschen sind sehr jung und es sind keinesfallss "alte SED-Kader".Zur Beruhigung der Bevölkerung kann ich freimütig sagen,dass "Die Linke" nicht als verfassungsfeindlich eingestuft wird und sich dem Grundgesetz unterwirft.Wäre dem nicht so,hätte man diese neue,junge Partei sofort,wort und klanglos verboten.Was mir wirklich Angst macht,sind die 1000 Milliarden (Billionen) Euro's,die als Pseudo-Rettungsschirm von unserem Volksvermögen in die Tonne gekloppt und verbrannt werden,ohne dass Besserung eintritt.

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indosolar 23.10.2011, 17:19
49. viele Mittelständler haben noch nicht mal die Hälfte

Zitat von tw2
Ach, kommen Sie doch. Ich bin doch auch nicht blind. Wieso sollte jemand 1 Mio. im Jahr verdienen, die Hälfte anlegen und dann immer noch 500.000 zum Verprassen haben? Die Hälfte tut's auch. Ein Mittelständler sollte Maßhalten können. Die Villa im Tessin muß es nun wirklich nicht sein. Nicht für Mittelständler, von denen es wahrlich genug in diesem Land gibt.
Es ist nicht einfach, alle über einen Kamm zu scheren, das Problem liegt auch in der hohen Kapitalintensität einer modernen Produktion. Wenn sie wirklich sauber wirtschaften wollen und haben ein gutes, technisch ansprechendes Produkt, benötigen sie auch erstaunliche Rücklagen um schnell auf Marktänderung reagieren zu können. Klar haben einige eine Villa im Tessin, aber jede Wette, die Anzahl derer die produzieren ist dabei geringer derer die handeln, versichern, makeln oder mit sonstiger nicht produzierendem Gewerbe ihr Geld verdienen. Dort liegt der Krebsschaden. Deutschland muss aber produzieren, nur deswegen bin ich der Meinung den produzierenden Mittelstand um seine Reserven zu beschneiden, halte ich für gefährlich, oder wollen sie über die Löhne mit der Welt konkurieren? Einem Spekulanten um 80% zu schröpfen, erscheint dagegen unbedenklicher!Es ist immer wieder erstaunlich wie gerade Linke die Ideologie des Neoliberalismuses mit einer anderen Ideologie bekämpfen wollen. Das Bestehen auf Standpunkten, auch wenn deren Unbrauchbarkeit offensichtlich wird, reitet uns in die Scheiße!

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