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Auftritt in Köln: Erdogans Gegenschlag
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Der türkische Regierungschef Erdogan kommt nach Köln, Tausende Anhänger feiern ihn wie einen Popstar. Seine Rede ist eine Mischung aus neuer Stärke und verletztem Stolz. Das kommt gut an, weil viele türkische Migranten sich darin wiedererkennen.

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thunderstorm305 25.05.2014, 00:18
1. Und das war doch eine Wahlkampfrede!

Es hätte dem Gast Herrn Erdogan gut gestanden, wenn er sich auf eine staatstragende Rede beschränkt hätte anstatt über die Medien des Gastlandes zu wettern. Das ist eine Frechheit und Unverschämtheit. Statt dessen hat er eine Wahlkampfrede gehalten. Wer hier wen beleidigt hat ist da sehr die Frage. Wenn ein Politiker von "seinem Land" und "seinen Bürgern" redet läuten bei mir schon alle Alarmglocken. Diese Reden hatten wir auch schon einmal. Aber die Aussage die Türken in Deutschland müssten standhaft sein und ihr schweres Los weiter ertragen ist die Höhe. Würde Frau Merkel die gleichen Phrasen im Ausland von sich geben, hätte die deutsche Presse sie in der Luft zerrissen. Und das zu recht. Schade dass Herr Erdogan die Bitten Deutschlands nach Mäßigung nicht berücksichtigt hat. Daraus muss man nun die Konsequenzen ziehen. Ich danke Spiegel Online für die objektive Berichterstattung und verbitte mir jeglichen Versuch unsere Medien einzuschüchtern.

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alphaopossum 25.05.2014, 00:22
2.

Ein Live Ticker aus der Türkei direkt von den Schauplätzen der Kämpfe um Freiheit und Demokratie wäre Interessanter gewesen als das was der Depp zu sagen hat.... Schlimm das der hier auch noch eine Bühne bekommt. Die im Stadion war doch gross genug!

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jimyjim 25.05.2014, 00:24
3. es geht doch

nach langer zeit sehe ich dass die spon auch mal ganz objektiv berichtet und die rede von erdogan mal nicht aus dem zusammenhang reist. bravo

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udo46 25.05.2014, 00:32
4.

Zitat von sysop
Der türkische Regierungschef Erdogan kommt nach Köln, Tausende Anhänger feiern ihn wie einen Popstar. Seine Rede ist eine Mischung aus neuer Stärke und verletztem Stolz. Das kommt gut an, weil viele türkische Migranten sich darin wiedererkennen.
Herr Erdogan weiss ganz genau, dass die ökonomische Entwicklung der Türkei nicht im geringsten der Grund für die Ablehnung seines Regimes im Ausland ist.
Gerade Deutschland hat doch dazu beigetragen, dass es den Türken heute besser geht als noch vor Jahren. Die Milliarden, die die Türken über Jahrzehnte in die Türkei geschafft haben, haben deren Wirtschaft massgeblich angekurbelt. Ausserdem wurde deren Arbeitsmarkt durch die Migration erheblich entlastet.
Dazu kommt noch der Tourismus aus dem Ausland.
Vom wirtschaftlichem Wohlergehen eines Landes können immer beide Seiten profitieren. Also ist sein Argument unsinnig.

Nein, Herr Erdogan will davon ablenken, dass er wegen seiner autoritären, korrupten und islamistischen Gesinnung angegriffen wird.

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wertfreund 25.05.2014, 00:57
5. Erdogan ' vor Feinden' schützen!?

Angesichts dessen, dass Herr Erdogan sich jeden Einfluss von unserem Bundespräsidenten auf türkische Meinungs- und Pressefreiheit striktestens als 'Einmischung in innere Angelegenheiten' verbittet, und dies auch noch in trefflich unpassende Vergleiche über Vortätigkeiten zu ziehen versteht wundert es fast nicht dass er sich in Almaya/Deutschland von Feinden umgeben wähnt.

Mit dem entscheidend-marginalen Unterschied dass Herr Erdogan im Vergleich zur Vortätigkeit unseres Bundespräsidenten bestenfalls das schwarz-weise Abziehbild eines Imams zu bilden im Stande ist.

...mit Schwerpunkt auf schwarz denke ich.

So sich Herr Erdogan hier vollends von 'Feinden' eingekreist fühlt so mag dies durchaus am kritischen Blick der deutschen Medien auf seine mannigfaltigen Verfehlungen der letzten Jahre liegen.

Der feine Unterschied bei allen protokollarischen Ähnlichkeiten eines Staatsbesuches liegt allerdings schlicht darin dass es einem Staatspräsidenten - bei aller diplomatischer Immunität - schlichtweg n i c h t zusteht tatsächlich unabhängige Berichterstattung im besuchten Land zu kritisierern - zumal nicht wenn er Amt und Wahlkampf bei diesem Besuch völlig unsensibel und unpassend verbindet.

Es käme etwa einem Besuch von Frau Merkel in ihrer Funktion als Kanzlerin zu Wahlkampfzwecken in Norwegen oder Tschechien vor Nachfahren Deutschstämmiger gleich.

Dies empfinde ich schlichtweg als UNHALTBAR und dies darf so nicht weiter stattfinden.

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lunja001 25.05.2014, 01:25
6. Das will er und hat es erreicht!

Warum schenkt man diesem Mann so viel Aufmerksamkeit? Genau das will er und hat es auch erreicht! Raus aus der Presse mit ihm, das tut ihm am meisten weh!

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itf_ 25.05.2014, 01:41
7.

Die deutsche Wirtschaft mit der türkischen Wirtschaft zu vergleichen ist ja wohl ein Witz.

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bold_ 25.05.2014, 01:56
8. Warum so häufig "Getty Images"?

Mir scheint, daß diese Firma so langsam das weltweite Monopol für Fotos anstrebt. Das finde ich sehr bedenklich!

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Miere 25.05.2014, 02:19
9. Kritik

Man muss ihn nicht mögen, und berechtigte Kritik (zB wegen Twitter-Verbots, Gewalt gegen Demonstranten) soll man äußern. Aber das hiesige Medien-Getöse, das verlangte, Herr Erdogan müsse den Auftritt in Köln unbedingt absagen, das fand ich überzogen. Solche Veranstaltungen werden viele Monate vorab geplant. Die Halle wird gebucht, die Besucher schaufeln die Zeit frei. Warum das absagen? Es macht niemanden wieder lebendig. Es wäre allerdings anständig gewesen, wenn er irgendwas zu dem Unglück gesagt hätte, zB Hilfen für Hinterbliebene, und/oder bessere Kontrollen der Sicherheitsvorkehrungen in Zukunft.

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