Forum: Politik
Aufwertung der Lesben- und Schwulen-Union: Ausgerechnet die Berliner CDU
CDU Berlin

2015 war die Mehrheit der Berliner CDU noch gegen die Ehe für Alle, jetzt gibt sie sich besonders progressiv. Parteichef Kai Wegner erklärt, warum er Lesben und Schwule in der CDU aufwerten will - und was er noch plant.

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vossharburg 04.10.2019, 12:03
1. Sargnägel sammeln

scheint auch in der Union immer sehr beliebt zu sein.
Die CDU driftet weiter nach links und kapiert nicht, dass nur eine deutliche mitte-rechts Positionierung Erfolg verspricht.
Bei den Lesben und Schwulen tummeln sich doch schon andere Parteien, was will man dort gewinnen?
Da ist nichts zu gewinnen, bei den (früheren) Stammwählern ist aber immer noch etwas zu verlieren.
Glückauf! Sargnagel gefunden!

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brandmauerwest77 04.10.2019, 12:12
2. Eine Frage

Muss jetzt jeder Mensch erstmal in eine bestimmte
Schublade gesteckt werden , damit er überhaupt
wahrgenommen werden kann ? Ein wahrlich
bürokratischer Akt . Wäre es nicht einfacher, den
Einzelnen so zu nehmen wie Er ist. Man könnte doch
auch sagen, da gibt es eine „Junge Union“, jeder ist
willkommen , der da mitmachen will ? Nein, geht
wohl nicht, also gründen wir eine lesbisch-schwule
Union, eine Union für Dunkelhäutige, für Behinderte,
für Kurzgewachsene usw. dann ist alles schön ordentlich
und übersichtlich und alle bleiben unter sich, wie es
schon immer war. Mal wieder typisch CDU, die lernen es
nie. Lasst Euch in die Mottenkiste packen.

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sober 04.10.2019, 12:19
3.

So ist das mit den Konservativen in Deutschland: Solange es sich parteipolitisch lohnt, machen sie Stimmung gegen den Fortschritt und wenn sich irgendwann nicht mehr leugnen lässt, dass die “linken Spinner” eigentlich doch die ganze Zeit recht hatten, wechselt man schnell und ohne großen Erklärungsaufwand die eigene Position. Immerhin gelingt es der CDU auf diese Art, den konservativeren Teil der Bevölkerung mitzunehmen, dafür vielen Dank.

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wwissen 04.10.2019, 12:20
4. Was die CDU dort gewinnen könnte?

Zitat von vossharburg
Bei den Lesben und Schwulen tummeln sich doch schon andere Parteien, was will man dort gewinnen? Da ist nichts zu gewinnen, bei den (früheren) Stammwählern ist aber immer noch etwas zu verlieren. Glückauf! Sargnagel gefunden!
Ein menschliches Gesicht zum Beispiel! Eines, das zeigt, dass auch die CDU nicht mehr ewig gestrig ist, sondern offene Augen und Ohren hat, auch für Schwule, Lesben, Transgender - und nicht eines, das dazu beiträgt, die Stimmung gegen diese Gruppen weiter anzufachen, wie es in jüngerer Zeit - AfD sei Dank, kotz! - wieder salonfähig zu sein scheint.

Dass Sie die Einstellung haben, dass die CDU mit einer eigentlich selbstverständlich sein sollenden Politik ihren Sarg zunagelt, das sagt viel über Sie selbst aus.

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shardan 04.10.2019, 12:26
5. Mal eine Frage....

Eine Partei fällt im Ansehen der Wähler immer weiter. Nun geht jemand in der Partei hin, der immer gegen eine Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Beziehungen war und macht quasi über Nacht eine 180-Grad-Wende. Frage Wie glaubwürdig ist das? Glauben die Wähler wirklich, dass das Überzeugung ist, oder ahnen die zumindest, dass es eher um Machterhalt als Gleichstellung geht und nach dieser Wende eben wieder die Wende kommen könnte? Die SPD resultiert sich mit Reformen der Marke "Sandkasten-(Re)förmchen", die CDU mit unglaubwürdigen Wendemanövern und Feuerzangenbowle-Amthor als Rezo-Antwort. Nur Strategien und Antworten auf Probleme der Bürger geben beide nicht, ebenso wenig wie andere Parteien. Nein, auch die AfD hat keine Antworten.

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vossharburg 04.10.2019, 12:42
6. ach ja

Zitat von wwissen
Dass Sie die Einstellung haben, dass die CDU mit einer eigentlich selbstverständlich sein sollenden Politik ihren Sarg zunagelt, das sagt viel über Sie selbst aus.
Da wird gleich wieder der Mann gespielt und nicht der Ball.
Was soll der direkte Angriff/Vorwurf?
Es sollte um die Sache gehen!
Jens Spahn ist bekennender Schwuler und hoch geachtetes Mitglied des Kabinetts. Kein Problem.
Man könnte andere Beispiele nennen, Ole von Beust wäre vielleicht das beste davon.
Beschwert Sie, dass die Akzeptanz Normalität ist, oder was?
Es geht in meinem Kommentar um die falsche Positionierung einer werteorientierten sog. christlichen Partei, die sich populistisch von ihrer eigentlichen Basis entfernt.

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udo_ 04.10.2019, 12:53
7. Berliner Politik

Egal aus welcher politischen Richtung etwas aus Berlin kommt, es kann getrost davon ausgegangen werden, dass es sinnfrei ist. Das die CDU da jetzt auch noch mitspielt, wundert mich bei dem Linksschwenk der Partei auf nationaler Ebene wenig. Wir brauchen dringend eine kräftige Rezession (so wie es sich in der Autobranche abzeichnet) dann wird diese ganze Klima- und Genderhysterie sich von alleine erledigen und wir können uns auf die wichtigen Punkte wie Infrastruktur, Innovationen, Digitale Zeitwende uvm. konzentrieren. Ansonsten sieht es bald sehr schlecht aus für Deutschland und Europa!!

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hanfried.maier 04.10.2019, 13:21
8. Zuvor waren 0,1% der Bevölkerung verpartnert, heute weniger 0,12%

Das sind 2% -2,4 % der Betroffnen. Also noch nicht einmal für die Schwulen und Lesben ist das ein wichtiges Thema!

Offentlich versteht der SPON unter progressiv, sich vor gesamtgesellschaftlichen Problemen zu drücken. Die sind auch anstrengender.

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noregrets 04.10.2019, 13:27
9. Finger am Puls der Zeit...

Was so manche Leute ablassen entlockt mir doch oftmals ein Lachen, z.B. solche Sätze wie "Wir müssen deutlicher machen, dass die Berliner CDU längst den Finger am Puls der Stadt hat, zum Beispiel bei der Klubkultur und in der Kreativwirtschaft. Es war übrigens ein CDU-Politiker, der vor 70 Jahren die Abschaffung der Sperrstunde in Berlin angeschoben hat." Ein Kaberettist hätte es nicht besser formulieren können.

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