Forum: Politik
Augenzeugen-Bericht: Nordkorea errichtet hochmoderne Uran-Anlage

Das Regime in Pjöngjang hat einem Bericht der "New York Times" zufolge heimlich eine Fabrik zur Uran-Anreicherung gebaut. Ein US-Experte, der die nordkoreanische Anlage besichtigen durfte, zeigte sich "verblüfft" über die Komplexität. Das Weiße Haus wurde von der Nachricht offenkundig überrascht.

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elbröwer 21.11.2010, 10:00
1. schlafen die Dienste

Was machen eigentlich die Nachrichtendienste? Die Iraner Theokraten und Nordkorea sollen doch angeblich an Atomwaffen arbeiten oder sie schon haben. Überwacht das denn keiner?

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DoubleU 21.11.2010, 10:13
2. Actio-Reactio

Ich bin der Letzte der das abartige Regime in NK verteidigen würde, aber es ist nur allzu natürlich, daß jedes Land, daß auch unabhängig bleiben will Atomwaffen bzw. die Technologie anstrebt oder weiter daran arbeitet - eine logische Folge der kriminellen und egozentrischen (sehr harmlos ausgedrückt) "Politik" der USA mit all ihrer Rücksichts-und Skrupellosigkeit, die eher Kriegsführung auf allen Ebenen ist. Ich mag das Regime in NK obv nicht, aber das grundsätzliche Handeln in dem Punkt ist verständlich. Wäre es auch für Iran und viele andere.

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onigiri-chan 21.11.2010, 10:16
3. Kontrolle der Projekte?!

Zitat von elbröwer
Was machen eigentlich die Nachrichtendienste? Die Iraner Theokraten und Nordkorea sollen doch angeblich an Atomwaffen arbeiten oder sie schon haben. Überwacht das denn keiner?
Anscheinend nicht. Dabei ist es doch schon seit Jahren ein offenes Geheimnis, dass Nordkorea und Iran solche Waffen haben / haben wollen. Der Iran hat ja neuerdings doch sogar ein Atomkraftwerk, das aus Russland mit Uran oder irgendeinem anderen radioaktiven Stoff versorgt wird. Da befürchtet man doch auch, dass sie die Brennstäbe für Waffen zweckentfremden könnten. Ich vermute mal, dass es mit Nordkorea ganz ähnlich ist. Wahrscheinlich werden die von China mit dem nötigen Material versorgt. (Schlicht und ergreifend deshalb, weil China das einzige Land ist, das mit Nordkorea solidarisiert.)

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Paul-1 21.11.2010, 10:16
4. Und, wie hätte man es verhindern können?

Ist doch nur eine Frage der Zeit!

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Centurio X 21.11.2010, 10:19
5. Daß die Erb-Diktatoren-Dynastie...

Zitat von sysop
Das Regime in Pjöngjang hat einem Bericht der "New York Times" zufolge heimlich eine Fabrik zur Uran-Anreicherung gebaut. Ein US-Experte, der die nordkoreanische Anlage besichtigen durfte, zeigte sich "verblüfft" über die Komplexität. Das Weiße Haus wurde von der Nachricht offenkundig überrascht.
...damit einen Angriffskrieg führen möchte, halte ich für ausgeschlossen. Sie werden es als Faustpfand für weitere Erpressungen der freien Welt gegenüber benutzen. Eine schlimme Entwicklung würde sich anbahnen, wenn dann Nordkorea mit dem Export der Massenvernichtungswaffen an Länder mit Psychopathen wie Gaddafi et alii beginnen würde.
Letztendlich hätte nur China Möglichkeiten Einfluss auszuüben. Hier könnte China zeigen, daß es wirklich in einer friedlich gsonnenen Weltgemeinschaft angekommen ist.

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PeteLustig 21.11.2010, 10:22
6. .

Zitat von elbröwer
Was machen eigentlich die Nachrichtendienste? Die Iraner Theokraten und Nordkorea sollen doch angeblich an Atomwaffen arbeiten oder sie schon haben. Überwacht das denn keiner?
Was glauben Sie, aus welchem Grunde die damaligen Ostblock-Geheimdienste derart erfolgreich im Westen bei CIA, Verfassungsschutz, BND "wildern" konnten - umgekehrt es jedoch bei nur bei einigen wenigen erfolgreichen Versuchen blieb?
Freiheitliche Gesellschaftssysteme sind bedeutend einfacher zu infiltrieren/überwachen als abgeschottete, totalitäre Systeme, von sprachlichen und kulturellen Schwierigkeiten ganz zu schweigen.

Koreaner in den USA fallen weniger auf als Amerikaner in Nord-Korea...

Das Anwerben von einheimischen Doppelagenten in Ländern wie Nord-Korea birgt zudem unabsehbare Risiken. Im Falle der Aufdeckung verschwinden diese gerne einmal auf Nimmerwiedersehen, denn ein Austausch kommt in der Regel nur bei ausländischen Agenten in Frage.

Der Fall "Rosenberg" war meiner Kenntnis nach die letzte "finale" (1951) Enttarnung in den USA - in der damaligen Sowjetunion und in N-Korea wird die Exekution von Doppelagenten eher die Regel als die Ausnahme gewesen sein - und das bis zum Schluss... (und im Falle N-Korea auch heute noch)

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Waiguoren 21.11.2010, 10:27
7. .

Zitat von sysop
Das Regime in Pjöngjang hat einem Bericht der "New York Times" zufolge heimlich eine Fabrik zur Uran-Anreicherung gebaut. Ein US-Experte, der die nordkoreanische Anlage besichtigen durfte, zeigte sich "verblüfft" über die Komplexität. Das Weiße Haus wurde von der Nachricht offenkundig überrascht.
Das ist äußerst beunruhigend. Nordkorea wird bei einem Erfolg mit an sicher grenzender Wahrscheinlichkeit versuchen, das Material an den Meistbietenden zu verkaufen.

Aber man kann sich auch fragen: Warum durfte der Wissenschaftler die Anlage sehen, und was bezweckt man damit? Werbung für potentielle Kunden? Erpressung des Westens? Fake?

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Kassian 21.11.2010, 10:28
8. .

Zitat von DoubleU
Ich bin der Letzte der das abartige Regime in NK verteidigen würde, aber es ist nur allzu natürlich, daß jedes Land, daß auch unabhängig bleiben will Atomwaffen bzw. die Technologie anstrebt oder weiter daran arbeitet - eine logische Folge der kriminellen und egozentrischen (sehr harmlos ausgedrückt) "Politik" der USA mit all ihrer Rücksichts-und Skrupellosigkeit, die eher Kriegsführung auf allen Ebenen ist. Ich mag das Regime in NK obv nicht, aber das grundsätzliche Handeln in dem Punkt ist verständlich. Wäre es auch für Iran und viele andere.
Tja und seitdem Nordkorea diese Waffen besitzt, anstrebt, verbessert sind sie außenpolitisch zwar immer noch isoliert, aber die Angriffsdrohungen aus den USA haben sich doch deutlich reduziert.

Zwar glaube ich nicht das Länder wie Nordkorea oder der Iran langfristig auf diesem Kurs erfolgreich sein können, aber zumindest haben sie ihre Ruhe wenn sie nicht vorzeitig angegriffen werden.

Beim Iran könnte man jetzt noch zum Erstschlag ausholen, aber wer glaubt das dies noch eine Option ist wenn die Geistliche Führung dort erst einmal die Atomwaffen besitzt? Wohl kaum jemand, daher ist es durchaus interessant ob Israel alleine angreift oder nicht - ich wage es zu bezweifeln, dafür bräuchten sie an den anderen Grenzen ihre Ruhe und dafür ist ein Friedensschluss notwendig. Israel wird somit kurzfristig eine Position der Stärke beibehalten, doch der Preis hierfür, nämlich die ungehinderte Aufrüstung Irans, wird letztlich zu hoch sein und das Land mehr gefährden als dies alle Terrorgruppen der Palästinenser jemals vormacht haben.

Das Nordkorea diese Entwicklung bei der Uran-Anlage weitergeht ist aus Sicht des dortigen Regimes nur folgerichtig, da sie dadurch die Macht ihres Clans sichern wollen und das Militär dadurch seine Position innerhalb dieses Gefüges beibehält - in einer offenen Marktwirtschaft braucht keiner auch nur annähernd soviele Soldaten und wenn ein Mensch etwas auf keinen Fall will ist es a) überflüssig zu sein und b) arbeitslos zu sein.

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matthias_b. 21.11.2010, 10:31
9. Blablabla...

Zitat von DoubleU
Ich bin der Letzte der das abartige Regime in NK verteidigen würde, aber es ist nur allzu natürlich, daß jedes Land, daß auch unabhängig bleiben will Atomwaffen bzw. die Technologie anstrebt oder weiter daran arbeitet - eine logische Folge der kriminellen und egozentrischen (sehr harmlos ausgedrückt) "Politik" der USA mit all ihrer Rücksichts-und Skrupellosigkeit, die eher Kriegsführung auf allen Ebenen ist. Ich mag das Regime in NK obv nicht, aber das grundsätzliche Handeln in dem Punkt ist verständlich. Wäre es auch für Iran und viele andere.
...blabla, bla bla, blablablabla.

Sie gehören zu denen, die lieber China als führende Weltmacht sehen würden, oder? Oder vielleicht doch Deutschland? Oder Sie selbst?

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