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Aus für 500 FDP-Angestellte: Eine Fraktion wird abgewickelt
DPA

Nicht nur Parlamentarier sind vom Aus der Liberalen im Bundestag betroffen, auch Sekretärinnen, Büroleiter, Referenten. Sie alle müssen sich nach neuen Jobs umschauen. Leicht wird das nicht - wer bei der FDP gearbeitet hat, ist derzeit nicht gerade angesagt.

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kabian 25.09.2013, 08:17
360. Was haben die NSDAP, die SED und die FDP gemeinsam?

Zitat von britnou
Traurig......sind die Kommentare der Leser. So viel Hass und Schadenfreude, das ist einfach nur arm. Tatsächlich sind auch innerhalb der FDP Familienväter und Alleinerziehende beschäftigt, die einfach nur ihren Job als Sekretärin, Referent o.ä. nachgehen. Diese Leute sind nicht zwingend in der Partei und ganz bestimmt nicht den obersten 10.000 zugehörig. Ob Grüne, SPD, CDU oder eben FDP - es ist nunmal nicht immer alles nur schwarzweiß. Erstmal nachdenken bevor man dumme Kommentare postet.
Dort waren ausgesuchte Mitarbeiter beschäftigt. Alle wurden, mehr oder weniger, kollektiv bestraft. Und warum? Weil sie eine krude Ideologie vertreten haben.
In Deutschland haben wir eine freie Arbeitsplatzwahl. Kein Mensch mußte!(!) bei der FDP arbeiten. Wieviele FDP Mitarbeiter haben ihren Job gekündigt weil die FDP gegen Arbeiter und Unterschicht gehetzt hatte? Wieviele Mitarbeiter haben überhaupt etwas gegen die Art und Weise der FDP unternommen, wahlweise Arbeitsplätze zu zerstören (Schlecker) oder zu retten(Banken).
Bei den Grünen und der SPD fällt es mir schwer die selbe Häme zu äußern. Bei den LINKEN schon etwas leichter, wegen ihrer 40 Jährigen Regierungszeit. Aber bei der FDP wird man ja geradezu aufgefordert ihren eigenen Unsinn zu zitieren.
Noch einmal unser Guido Westerwelle, weil es so gut passt:
"Meine Politik fördert die Fleißigen, schützt die Schwachen und bestraft die Faulen. Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit."

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kf_mailer 25.09.2013, 08:22
361.

na wieso wird denn gejammert, schließlich hat man für jemanden gearbeitet und vielleicht auch das Parteibuch besessen, der Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt forderte. Aber sicherlich nur, wenn man nicht selbst betroffen ist. Jetzt können sich andere an den Trog setzen oder besser noch, die Stellen würden ganz gestrichen.

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mgberlin 25.09.2013, 08:48
362. Schadenfreude

ist für viele eben die reinste Freude - die Erleichterung, auf jemanden bestimmtes nicht mehr neidisch sein zu müssen.

Wozu ich wirklich keinen Anlass gesehen hätte:

Die hier entlassenen Angestellten sind eben nicht Abgeordnete oder Minister, sondern hauptsächlich Angestellte in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung - was ich mir größtenteils als recht durchschnittliche Jobs vorstelle.

Sicher haben die meisten die jobs auch wegen ihrer Sympathie für die Partei aufgenommen und damit immer schon das erhöhte Risiko auf sich genommen, dass es einmal keine FDP-Fraktion geben wird.

Da haben die Berufssozial- und -christdemokraten natürlich eine höhere Jobsicherheit - proportional zu ihrer Entfernung zur 5%-Hürde. Macht sie mir das sympathischer?

Nach dem anfänglichen Schock werden die Fraktionsmitarbeiter das machen, was andere auch tun: ihre Situation analysieren, sich Ziele setzen und einen neuen Job suchen - was für viele bedeuten wird, Berlin zu verlassen.

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lupus71 25.09.2013, 09:06
363. Erst mal abwarten

Jetzt will die SPD doch wieder erst mal die Mitglieder befragen bzgl. einer gr. Koalition. Und da diese Sozen ja eh nix drauf haben, werden sie dies nicht wollen um nicht wieder als Verlierer dazustehen. In Hessen will ja "Schäfer-Pümpel" den Ypsilanti machen obwohl er dies ja vor der Wahl definitiv ausschloss . . .! Also wird Mutti keinen Koalitionspartner finden und Neuwahlen ausrufen, und dann kann man als FDP noch mal angreifen oder ?!?!?!

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redwed11 25.09.2013, 09:22
364. Ein nützlicher Lernprozess

Zitat von veremont
Lächerlich was für Kommentare hier abgelassen werden. Angestellte der FDP, Büromitarbeiter etc - das reicht von Politikwissenschaftlern über Sekretärinnen bis zu Wahlhelfern etc. Diese Leute haben nicht FDP studiert, diese Leute haben einen Job gesucht und diese Leute haben keine Politik gemacht, sie haben dort einfach gearbeitet. Sich darüber lustig zu machen, dass die Politikwissenschaftlerin jetzt keinen Job mehr hat, die Sekretärin jetzt arbeitslos ist und der Bürohelfer seine Familie nicht mehr ernähren kann - das ist an Armseligkeit und Dummheit kaum noch zu überbieten. Natürlich geht man ein Risiko ein bei diesen befristeten Stellen aber niemand hat das Recht sich über diese Leute lustig zu machen oder über sie her zu ziehen, das zeigt einen ganz ganz schlechten Character. Die Parteioberen werden sicherlich keine Probleme haben unter zu kommen...
Wenn man von schlechten Charakter sprechen kann, dann vom Charakter eines Westerwelle und anderer FDP Oberen. Wenn man bei einer Partei arbeitet, muss man auch hinter den Zielen dieser Partei stehen. Keine Partei stellt Leute ein, wie am Beispiel der Politologin gezeigt, die nicht mit den Zielen dieser Partei übereinstimmen. Somit haben auch diese Mitarbeiter dazu beigetragen, die von der FDP propagierten marktradikalen Thesen in Politik umzusetzen. Diese Mitarbeiter haben ebenso hinter den Beschimpfungen von Westerwelle mit seinen spätrömischen Dekadenz Sprüchen gestanden. Nun können diese Leute in Saus und Braus in spätrömischer Dekadenz mit H4 leben.
Nun können diese Leute von sozialstaatlicher Unterstützung leben, die sie immer vehement abgelehnt haben. Ob als in der Öffentlichkeit stehender Politiker oder als Stichwortgeber oder Redenschreiber im Hintergrund. Nun kann von diesen Mitarbeitern das gelebt werden, was sie immer bekämpft haben. Ein vielleicht nützlicher Lernprozess.

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lollopa1 25.09.2013, 09:22
365. Uih,..... grosse Überraschung

für die FDPler, merkt ihr jetzt mal was es heisst arbeiten zu müssen für kleine Kohle, Angst um den Job haben, noch nebenher arbeiten damit man bis zum Ende des Monats satt wird?
Nach dem Markt schreinen und wenn es einen selber trifft jammern, super!
Mal was in Öffentlichkeitsarbeit machen, ich lach mich schlapp

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blackmark 25.09.2013, 09:25
366. Kalter Zigarettenrauch

So, so, was man anderen verbietet, macht man selbst doch gerne.

Wie dem auch sei, hier geht es um Menschen, die sich jahrelang gut an die Fleischtöpfen der Macht bedient haben und das Volk instrumentalisiert haben. Jetzt sind sie ihre "Jobs" los, gut so.

Wer sich als oder für Politiker verdingt, hat nicht mehr verdient. Kein Mitleid mit solchen Leuten, ab nach H4.

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brandström 25.09.2013, 09:49
367. Die freie Wirtschaft...

freut sich schon auf den Unternehmergeist der nun neue Projekte anpackt. Bitte Dokumentarfilmer, jetzt Kameras an und zehn der 500 begleiten für 1 Jahr, gerne auch ein Drehstab von 100 Exabgeordneten, quasi gleich erstes Projekt als Arbeitsbeschaffung.

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psc 25.09.2013, 10:02
368.

Die können ja jetzt bei dieser Hotelkette anfangen, denen sie zu Beginn der Legislatur-Periode die Steuererleichterungen beschert haben.

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bildschirmleser 25.09.2013, 10:10
369. Moment mal

Hatte nicht die FDP 2009 das beste Ergebnis ihrer Geschichte, also auch die grössten Einnahmen? Wie kommen die dann - als Partei mit "Wirtschaftskompetenz" - am Beginn eines Bundestagswahljahres auf einen Schuldenberg von 8.4 Millionen?

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