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Aus für das G36: Von der Leyen will völlig neues Sturmgewehr
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In der Affäre um das ungenau schießende G36 ist eine Entscheidung gefallen: Ursula von der Leyen will ein völlig neues Sturmgewehr für die Bundeswehr. Ab 2019 könnte es einsetzbar sein.

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docmillerlulu 08.09.2015, 13:17
110. Man sollte sich ernsthaft über Alternativen Gedanken machen!

Was ist eigentlich der Einsatzzweck eines Sturmgewehrs bzw. was sind eigentlich typische Gegner? Eine Waffe funktioniert nur sinnvoll im Rahmen eines Gesamtkonzeptes. Ein G36 neben einem Leopard ist sicherlich ein machtvolles Szenario, 10 Zeitsoldaten ohne MG Support, Luft- und Artillerieunterstützung in einem Hinterhalt sind hingegen der Beginn einer traurigen Geschichte.

Unsere Jungs werden mit Fliegenklatschen in eine Auseinandersetzung auf Wunsch der Amerikaner geschickt die eigentlich das komplette Programm erfordert. Und nur so war das Konzept für das G36 - voller Support bei Kampfhandlungen innerhalb der Nato-Doktrin, nicht obskure, halbherzig geplante Söldneraktionen die um der Political Correctness nicht mit schweren Waffen ausgerüstet sind.

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mxmx 08.09.2015, 13:17
111. Zuerst müßte man den Beschaffungsprozeß reformieren

Solange der Beschaffungsprozeß, der das letzte mal ungeeignete Gewehre beschafft hat, nicht reformiert wird, bekommt man am Ende doch wieder das gleiche Resultat: Ein Gewehr, daß für den Einsatzzweck nicht optimal ist. Man müßte also zuerst einmal den Beschaffungsprozeß überarbeiten.

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pom_muc 08.09.2015, 13:17
112.

Zitat von totak
Erstaunlich ist, dass die (von mir vermutete) Abkehr vom Kaliber .223 so lange gedauert hat. Eigentlich für den Nahkampf im Dschungel Vietnams konzipiert, hätte es eigentlich schon längst auffallen müssen, dass es für dem Kampf in der Weite, wie in Afghanistan aber auch in Europa, nicht geeignet ist.
Die .223 wurde nach Auswertung von WK II und Korea eingeführt. Man wollte eine leichtere Patrone von der die Soldaten eine größere Menge tragen konnten.
Man erkannte dass die meisten Schüsse auf Ziele unter 100m abgegeben werden und normale Soldaten unter Gefechtsbedingungen über 300m kaum noch treffen. Da spielen dann ballistische Vorteile ab 500m keine große Rolle mehr.

Die Patrone wurde in den USA 1962 bei der Armee eingeführt und hat mit Vietnam nichts zu tun.

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totak 08.09.2015, 13:17
113.

Zitat von nurmeinemeinung
Und ich kenne viele deutsche Sportschützen und Jäger die auch auf die Waffen von HK schwören. Aber auch in den USA werden nicht die Sturmgewehre sondern deren zivilen Klone genommen, die Sturmgewehre sind verboten...
Das kommt auf den Bundesstaat an. In Utah zB. dürfen Sie jegliche militärische Schusswaffe in funktionsfähigem Zustand besitzen, bis hin zur Browning .50, einer Barrett oder einem russischen Panzerbüchse aus dem Wk 2.

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Thomas Schröter 08.09.2015, 13:18
114. unzureichende Vertrauenslage für gemeinsame Beschaffung

Zitat von tvinnefossen
Bin gespannt, ob der Auftrag im Land bleiben wird oder ob wir das dem großen Bruder zuschanzen... Zumal dieser ja schon sicher protokolliert hat, was das BMVG im internen Dienstverkehr alles an Anforderungen genannt hat...
Nachdem auch im Bundestag festgestellt wurde, daß die Destabilisierung der Aussengrenzen Europas wohl der 150 jährigen US-Geheimagenda (Stratforchef George Friedman 4.Feb 2015) geschuldet ist mit der Folge von Millionen anstürmenden Flüchtlingen ist an eine gemeinsame Beschaffung nicht zu denken.
Vielmehr muß es gelingen auch in Europa im Einsatz brauchbares Material zu produzieren und hier Produktionsanlagen vorzuhalten, deren Einsatz auch im Ernstfall gewährleistet werden kann.

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El pato clavado 08.09.2015, 13:18
115. Keine Experimente

Putin fragen und Marke Kaloschnikow kaufen.Am Besten gleich eine Lizenz mit ergattern, das Ding lässt herrlich in die weite Welt verkaufen

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Münchner MV 08.09.2015, 13:20
116.

Das G-36 ist keine Fehlkostruktion. Ich habe aus der kämpfenden Truppe noch keinerlei negatives gehört. Es ist ein gewolltes politisches Spielchen unserer Panzer-Uschi, um von weit größeren Problemen abzulenken. Natürlich schießt das G-36 ungenau sobald man 4 Magazine im Dauerfeuer "durchbolzt". Nun für Sperrfeuer ist es weder konzipiert, noch würde jemand binnen 2 Minuten im Kampf seinen gesamten Munitionsvorrat "verballern". Jede Waffe mit ähnlicher Konzeption wie das G-36 wird bei zweckentfremdeter Nutzung ähnlich - oder weit drastischer - ungenau. Abgelenkt wurde dadurch medial perfekt von den wirklichen Problemen der BW. Rückstau beim Punkt Maintenance, vor allem in der vorbeugenden Instandhaltung. Für Laien, wie unsere Ministerin, ist das alles "zu teuer". Allerdings sind ungeplante Stillstände, sei es in der Industrie oder bei Wehrtechnik, immer und grundsätzlich weit kostspieliger als eine vernünftige vorbeugende Instandhaltung. Darum bleiben Eurofighter am Boden, darum sind wir nur bedingt Einsatzbereit, etc. Leider kommen wirkliche Experten nie zu Wort, leider besetzen wir Ministerposten mit den am wenigsten qualifizierten - die Parteipolitik ist wichtiger. Der Ausweg aus den meisten Miseren wäre eine Technokratie.

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DuDDle 08.09.2015, 13:21
117.

Zitat von loddhar
.... Frau von der Leyen räumt auf und beendet jahrzehntelange Klüngelei. Zu harten Schnitten hat die politische Klasse heute nur selten den Mut. Sicher hilfreich, dass die zuständige Staatssekretärin keine Politikerin, sondern ehemalige Unternehmensberaterin ist.
Abwarten. Wenn es dann ein US-Sturmgewehr ist, wird bei der Transatlantikerin VdL alles mehr als deutlich.

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lupidus 08.09.2015, 13:21
118.

Zitat von m.w.r.
Leute, ein Gewehr ist da um zu verletzen und zu töten. Das beste Gewehr ist eins das nie gebaut werden muß, weil es nicht gebraucht wird.Und jetz komm mir bitte keiner das man auch mit einem Kochmesser töten kann. Ein Gewehr wird im Gegensatz zum Messer zu nichts anderem gebraucht als zum töten und verletzen.
wenn die bundeswehr nur auf gegner träfe, die auch unbewaffnet sind, wäre das fast schon logisch. leider hat kein feind vorm andern feind respekt, wenn dieser unbewaffnet ist. das einzige was ein reihenweises abschlachten der soldaten verhindert ist die tatsache, dass diese sich zur wehr setzen können.

gehen sie mit gutem beispiel voran und engagieren sie sich unbewaffnet in den krisengebieten. auf der erde 2015 sind waffen leider noch unentbehrlich. in ihrer welt vielleicht nicht. herzlichen glückwunsch.

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brandmeister 08.09.2015, 13:23
119. Falsche Anwendung

Und mit dem neuen Sturmgewehr wird es wieder die selben Probleme geben. Solange die Sturmgewehre von den Soldaten wie ein Maschinengewehr benutzt werden, wird es immer Probleme durch Überhitzung geben. Sinnvoller wär es, m.E., die Gruppen mit einem zweiten MG auszustatten.

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