Forum: Politik
Aus für das G36: Von der Leyen will völlig neues Sturmgewehr
DPA

In der Affäre um das ungenau schießende G36 ist eine Entscheidung gefallen: Ursula von der Leyen will ein völlig neues Sturmgewehr für die Bundeswehr. Ab 2019 könnte es einsetzbar sein.

Seite 5 von 30
voiceecho 08.09.2015, 12:25
40. Was kostet die Welt?

Ich würde gerne wissen, wieviel Geld wirklich für den Schrott ausgegeben wurde, um dann festzustellen, dass es nichts taugt!
VDL ist größte Fehlbesetzung des Jahrhunderts als Verteidigungsministerin! Mit ist um Sicherheit Deutschlands echt Angst und Bange!

Beitrag melden
amdorf 08.09.2015, 12:27
41. Amerikanisches Kleinstkaliber

Als das Armelite AR 15, später Colt M 16 genannt, während des Vietnamkrieges eingeführt wurde, traten schon nach kürzester Zeit die Mängel der Waffe aud. Zu kleines Kaliber, mangelnde Durchschlagskraft, ungenau und geringe Reichweite. Durch die Höhe der Kadenz wurde zuviel Munition verschossen, die Waffe verdreckte und war dadurch schnell funktionsunfähig.
Bei der Einführung des Gewehrs 36, welches auf Druck der USA mit dem Kleinkaliber 223 Remington eingeführt wurde, waren die Mängel vorprogrammiert. Diese Kaliber kann man auf der Jagt auf Kleinwild verwenden, aber für den Krieseinsatz ist es ungeeignet. Hier benötigt man 8x57IS, 308 Winchester, 7x65, 30-06 Garandt. M 16, G36 und AK 74 haben den Vorteil des geringen Gewichtes, aber ich würde mich damit nicht in Einsatz begeben. Ich erinnere an den letzten Balkankrieg als ein Zug Kroaten mit Voere Jagdrepetiergewehre ein ganze Kompanie Serben zusammen schossen. Mit ihren AK47 waren diese noch nicht mal auf Schussnähe an den Feind herangekommen. Der neuste Skandal ist die Einführung eines mangelhaften MG5 gegen das alte weltkriegserprobte MG42. Ich vertrete die Aufassung das eine neue Waffe besser und zuverlässiger sein muss, als der Vorgänger. Die deutschen Soldaten sind nur einsatzfähig, wenn sie sich am Beginn einer Auseinandersetzung eine Beutewaffe besorgen können.
Vieleicht wäre die neue russische Abakan ein Blick wert, oder die Bullpop Modele von FN aus Belgien.

Beitrag melden
Jan2607 08.09.2015, 12:27
42.

Zitat von kunibertus
Die hat sich weltweit im Einsatz bewährt. Die Bundeswehrsoldaten kennen sie auch ihren diversen Auslandseinsätzen. Außerdem wird sie jetzt auch schon in den USA hergestellt. Da entfällt zumindest schon das Argument, es müsste vom Gegner importiert werden. Auch bei der Herstellung der Munition haben die USA Erfahrung. Immerhin wurde während des Vietnamkrieges ein Werk mit einer Jahreskapaztität von ca. 9 Mio Stück errichtet.
Es geht vielmehr um das Kaliber. Das sollte NATO-weit gleich sein, damit der Nachschub im Kriegsfall besser läuft und internationale Einheiten gegebenenfalls untereinander Munition austauschen können.
Daher gibt es die NATO-Standardkaliber.

Beitrag melden
totak 08.09.2015, 12:27
43.

Zitat von aldo rain
Sturmgewehre werden also abgeschrieben und hunderttausende neue bestellt. Ist das deren Ernst? Wäre so etwas in einem der östlichen Länder passiert, Russland, z.B., würde ich von einer Korruptionsaffäre ausgehen, an der Verteidigungsminister stark beteiligt ist. Hier weiß ich noch gar nicht, ob man etwas unterstellen kann.
Die kommen entweder ins Depot, damit sich die Reservisten, die schließlich die letzten Jahre daran ausgebildet wurden, damit rumschlagen dürfen, werden an Staaten verscherbelt, die kein Problem mit ihm haben und/oder in irgendeiner Form (demilitarisiert oder nicht) in den USA auf den freien Markt geworfen. Die dortigen Privatschützen schätzen das G36, u.a. weil es da gleiche Kaliber wie das M16 hat; die sehen sich auch nicht gezwungen, die Läufe heiß zu schießen.

Ich denke, dass der Wechsel zu einem neuen Sturmgewehr nicht nur mit der Fehlerhaftigkeit des G36 zu tun hat, der bietet nur einen willkommenen Anlass. Der eigentlich Fehler steckt in der Munition 5,56 × 45 mm , die hat sich bei anderen NATO-Partnern in Afghanistan auch als untauglich erwiesen. Die Geschosse sind zu leicht, zu unstabil und tragen nicht weit genug. Die Taliban waren oft in Kämpfen überlegen, weil sie häufig noch mit Kalaschnikows AK-47 im Kaliber 7,62 × 39 mm gekämpft haben.

Beitrag melden
NuclearSavety 08.09.2015, 12:28
44. Ist doch super...

..H&K bekommt neue Steuergelder, und mit den G36, mit denen der Rest der Welt ganz zufrieden ist kann man endlich in Krisengebiete ... öhm, ich meine strategische Verbündete zur Aufrechterhaltung der Demokratie (z.B. in Saudi-Arabien) verkaufen.... Win-Win-Situation sagt da der Politiker, den für den sind Steuergelder ja umsonst...

Beitrag melden
KingTut 08.09.2015, 12:28
45. Konsequent

So ärgerlich es auch ist, aber vergangene Versäumnisse lassen sich durch Lamentieren leider nicht mehr ungeschehen machen. Jetzt gilt es, die Fehler zu analysieren und für die Zukunft die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das hat Frau vdL jetzt offenbar gemacht. Zumindest ist ihre Strategie schlüssig und überzeugend. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem weitere folgen müssen (Luftwaffe, Panzer etc.). Die Welt ist leider keine Insel der Glückseligkeit, in der Gutmenschen ihre Regierungen davon abhalten, böses zu tun. Als wirtschaftliche Supermacht, wie uns Le Figaro bezeichnete, können wir uns nicht darauf verlassen, dass andere uns nicht angreifen, sondern wir müssen für alle Eventualitäten gewappnet sein. Und das ist nur möglich, wenn wir über personell und materiell schlagkräftige Streitkräfte verfügen. Zumal wir uns da finanziell leisten können.

Beitrag melden
totak 08.09.2015, 12:29
46.

Zitat von moev
Vielleicht das G11 Programm reaktivieren?
Mit Sicherheit nicht. Ein noch kleineres Kaliber als .223 ist ein Witz. Die Probleme mit der hülsenlosen Munition wurde auch nicht restlos bewältigt.

Beitrag melden
swiss35 08.09.2015, 12:30
47. Alternative aus der Schweiz

Zitat von tvinnefossen
Bin gespannt, ob der Auftrag im Land bleiben wird oder ob wir das dem großen Bruder zuschanzen... Zumal dieser ja schon sicher protokolliert hat, was das BMVG im internen Dienstverkehr alles an Anforderungen genannt hat...
Wie wäre es mit einer Alternative aus der Schweiz welche auch schon von der GSG 9 benutzt wird.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass die SIG 551 eine der besten Waffe war welche ich in meiner Armeezeit benutzen durfte:
https://de.wikipedia.org/wiki/SIG_550

Beitrag melden
dr.u. 08.09.2015, 12:30
48. Anforderungen

Wie ändern sich denn die ANforderungen an ein Sturmgewehr?
Ich dachte immer, die müssen zuverlässig, leicht, treffsicher und einfach zu handhaben /warten sein?!
Was sonst noch? Feuerzeug, Taschenmesser, Taschenlampe, Brechstange, Rambock, Keule?
Fakt bleibt aber immer, das Ding wird beim Schießen heiß und die eingesetzten Materialien sollten ausreichend temperatur- und formstabil sein.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es wieder ein HK wird. Man will doch keine Arbeitsplätze gefährden.
Außerdem gibt es für das G36 Desaster nur einen Schuldigen: Den Abnehmer

Entweder das Lastenheft wurde von HK eingehalten, war aber mangelhaft/unzureichend, dann ist HK kein Vorwurf zu machen.
Oder HK hat sich nicht an das Lastenheft gehalten, das G36 wurde aber trotzdem abgenommen und angeschafft. Dann ist die Behörde schuld, die diese Abnahme durchgeführt hat und die Beschaffung in die Wege geleitet hat.
Und als Wiedergutmachung für den erlittenen Image-Schaden, wird der Bund allen seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber HK nachkommen und auch die neuen Sturmgewehre bei HK bestellen. Was ich völlig i.O. finde.

Beitrag melden
Kampfdenker 08.09.2015, 12:31
49.

Die Entscheidung ist richtig-
es ist die wehrtechnische Überlegenheit,die Kriege
entscheidet seit Alexander dem Großen und lange vorher.

Die sog. Feldherrngenies waren alle wehrtechnisch hoch überlegen.-
Im übrigen ist intelligente Munition ,die ihr Ziel selbst findet,längst möglich.

Beitrag melden
Seite 5 von 30
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!