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Aus für das G36: Von der Leyen will völlig neues Sturmgewehr
DPA

In der Affäre um das ungenau schießende G36 ist eine Entscheidung gefallen: Ursula von der Leyen will ein völlig neues Sturmgewehr für die Bundeswehr. Ab 2019 könnte es einsetzbar sein.

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totak 08.09.2015, 12:42
70.

Zitat von shorie77
erst dachte ich, dass unser Staat tasächlich eine Art Qualitätskontrolle durchführte und ggf. Nachbesserungen oder Vertragsstafen zu Lasten der Rüstungsindustrie herausholen will. Nun wird mir klar, dass es von vorne rein eine Subvention für die Rüstungsindustrie werden sollte. Ich war selber beim Bund und durfte das G36 schießen. Es ist kein schlechtes Gewehr und die Schwächen (nicht Mängel) waren 2003 schon längst bekannt. Auch ein M16 hat die gleichen Schwächen. Auch ein neues Produkt wird davon nicht frei sein. Was ist denn mit dem G3 passiert? 20 Jahre Lebenszeit. Nur weil ein Auto nach 6 Jahren abgeschrieben ist kaufe ich mir kein Neues. Zumal über die Jahre stets weitere geliefert wurden und auch werden.
Das G36 hat einen festen Lauf, er kann also nicht gewechselt werden. Mit der Zeit schießen sich diese Läufe aus, die Trefferlage wird dann (noch) schlechter.

Im Laufe von 20 Jahre wurden diese Waffen von einigen Soldaten beschossen, das setzt ihnen ein natürliches Ende der Benutzbarkeit.

Das G3 war zu schwer und zur groß, nicht für den kombinierten Kampf Feld/Häuser konzipiert. Der Rückschlag ist erheblich.

Die Bw braucht ein Sturmgewehr.

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MitLäufer 08.09.2015, 12:46
71. Bekannt

Zitat von moistvonlipwik
Das Kaliber wird voraussichtlich den Anforderungen der NATO-Kompatibilität entsprechen: 5,56 NATO.
Ja, sicher mit den Nachteilen, die wir kennen. Die Amis haben schon in Vietnam damit verloren.

Früher war es die 7,62/ 308 Win und war Klasse für das MG 3 und G 3. Wir haben prima damit geschossen und getroffen; war bei den Jägern, wo wir sehr viel geschossen und geübt haben, war Anfang der 80igr.

Irgendwer hat es dann umgestellt oder verstellt, irgendwer hat damit verdient und ja 5,56 hat weniger Rückstoß usw. usw. taugt aber eben nicht als Gefechtswaffe in offenem Gelände, wie wir jetzt heraus gefunden haben.

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P-Centurion 08.09.2015, 12:48
72.

Zitat von haviii
... ist kein Sturmgewehr, sondern ein DMR. Ich sage voraus, dass das neue Sturmgewehr der Bundeswehr eines der drei Modelle (oder Variationen dieser) wird: HK416 TAVOR TAR-21 FN SCAR 16/17s in 5.56 Jetzt gibt es wieder zwei Jahre Geldverbrennen und am Ende wird es eine dieser Waffen. Wieso hat die BW eigentlich keine Smal Arms Experten, die die Anforderungen des neuen Sturmgewehrs innerhalb von 2h aufschreiben? Was muss denn da bis Ende des Jahres wieder für ein Blödsinn fabriziert werden?
Das HK417 (G27) ist als DMR "gedacht", kann aber auch als einfaches Sturmgewehr benutzt werden. Das HK417 ist im Grunde wie das HK416, nur mit höherem Kaliber und 10 weniger Patronen im Magazin.
Mit dem G3 haben wir auch sehr lange nichts benutzt was sehr viel anders war.

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m.w.r. 08.09.2015, 12:49
73. Soche Sorgen möchte ich haben.

Da wird sich um so etwas Sorgen gemacht :"... Imageschaden für einen deutschen Hersteller ...", oder orakelt als ob es sich um einen Erlkönig von BMW handelt:"Ich sage voraus, dass das neue Sturmgewehr der Bundeswehr eines der drei Modelle (oder Variationen dieser) wird",..." Wichtig scheint sowas zu sein: "..Unterdrückungsfeuer auf infanteristischer Ebene ..". Leute, ein Gewehr ist da um zu verletzen und zu töten. Das beste Gewehr ist eins das nie gebaut werden muß, weil es nicht gebraucht wird.Und jetz komm mir bitte keiner das man auch mit einem Kochmesser töten kann. Ein Gewehr wird im Gegensatz zum Messer zu nichts anderem gebraucht als zum töten und verletzen.

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pom_muc 08.09.2015, 12:51
74.

Zitat von MitLäufer
Was sollen den "specs" der neuen Waffe sein? Wieder das windanfällige durchschlagsschwache Klaiber 5,56, das keine großartigen Distanzfeuerkämpfe zulässt? Wieder kein mittleres Maschinengewehr, mit wenigstens einem Kaliber 7,62, um .....
Es gibt immer noch den Trend zur Verstädterung und die Standard-Infanteriewaffe wird dementsprechend überwiegend im bebauten Gelände eingesetzt.
Dort wollen Sie überhaupt kein alle Wände durchschlagendes Kaliber 7,62mm um Kollateralschäden zu minimieren.

Sie sollten auch zwischen einer Standardwaffe und der Zusammensetzung einer Infanteriegruppe unterscheiden.
Es ist die Entscheidung von militärischen Führern ob eine 10 Mann-Gruppe zwei ZF-G3 für Entfernungen bis zu 600 m mitführt. Ob so eine Gruppe ein oder zwei MG3 hat. Ein Vorgesetzter der sieht dass sich seine Soldaten 10-20 Magazine einpacken weil sie befürchten in Feuergefechte zu geraten in denen man hunderte Patronen benötigt sollte über die Anzahl mitgeführter Maschinengewehre nachdenken.

Eine Standardwaffe ist keine eierlegende Wollmilchsau die heute den präzisen Einzeltreffer auf 800m und Unterdrückungsfeuer bis 1200m garantieren soll aber morgen nicht mehr als 5kg wiegen darf und selbstverständlich auch so wenig Kollateralschäden wie möglich produziert.

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totak 08.09.2015, 12:51
75.

Zitat von amdorf
Als das Armelite AR 15, später Colt M 16 genannt, während des Vietnamkrieges eingeführt wurde, traten schon nach kürzester Zeit die Mängel der Waffe aud. Zu kleines Kaliber, mangelnde Durchschlagskraft, ungenau und geringe Reichweite. Durch die Höhe der Kadenz wurde zuviel Munition verschossen, die Waffe verdreckte und war dadurch schnell funktionsunfähig. Bei der Einführung des ......
Ich gebe Ihnen in allen Punkten Recht, bis auf einen: das M16 verdreckte nicht munitions- oder konstruktionsbedingt. Colt hatte die Waffe als wartungsfrei angepriesen. Deshalb wurden die Waffen zunächst ohne Reinigungssets ausgeliefert.

Nachdem verschmutzungsbedingte Ladehemmungen einigen Soldaten in Vietnam das Leben gekostet hatten, wurden eiligst Reinigungssets nachgeliefert. Danach funktionierten die M16 einwandfrei.

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docmillerlulu 08.09.2015, 12:52
76. Verblüffend - im zusammenhang mit dem G36 ...

... fällt nun immer öfter auch der Begriff Maschinengewehr und/oder MG4. Ein Schelm der da auf die Idee käme das G36 könnte womöglich als Maschinengewehr zweckentfremdet worden sein. Und natürlich stellt sich die Frage ob in der Ausschreibung ernsthaft 90 Schuss Dauerfeuer mit anschließendem Punktbeschuss auf 200 m gefordert war.

Vermutlich hat die Truppe aus lauter Not wegen fehlendem MG Support das G36 einfach völlig überlastet und zweckentfremdet. Unsere Politiker wälzen den Kram nun auf den Hersteller ab, wohlwissend wenn der Finale Richterspruch getan ist sind sie alle in Rente und wir können noch die Schadensersatzforderungen begleichen.

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rofldub 08.09.2015, 12:52
77.

Zitat von riedlinger
Wieso muss jetzt jahrelang etwas entwickelt werden? Es gibt doch die SIG-Sturmgewehre, die in Deutschland etwa von der GSG 9 verwendet werden (die Einheit war ja zu wichtig, als dass ihr der Heckler-&-Koch-Schrott hätte zugemutet werden können...).
Gucken Sie mal bei Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/GSG_9_der_Bundespolizei#Ausr.C3.BCstung

Sturmgewehr Heckler & Koch G36, G36K und G36C
Sturmgewehr SIG 551 und Modifikationen

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genugistgenug 08.09.2015, 12:55
78. wieso neu kaufen? Steuerverschwendung!

Wieso neue Knarren, mit etwas Kreativität hätten die Soldaten die einfach am Lauf gepackt und kostensparend als Keule genommen!
Dämliche Frage: Womit ballern die dann bis 2019 so rum? Oder gibt es bis dahin Urlaub?
Wird dann das Testprogramm erweitert? Einfach in den Lauf schauen und die Kugel ganz langsam kommen lassen.

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mane1543 08.09.2015, 12:56
79. RE haviii

Bin voll Ihrer Meinung. Die Bundeswehr sollte bitte KEINE Ausschreibung machen sondern sich einfach anschauen, was es aktuell in der Welt gibt und sich bewährt hat. Dämlich das Rad wieder neu zu erfinden und dann eine unsinnig Lange liste an Anforderungen aufzustellen, die dann bei Fertigstellung wieder überholt sind.

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