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Ausbildermission: US-Armee drillt Kiews Spezialeinheiten
DPA

US-Know-How für ukrainische Elitesoldaten: Das Pentagon weitet seinen Trainingseinsatz in dem osteuropäischen Land aus. Auch Spezialkräfte sollen schon bald an der polnischen Grenze gecoacht werden.

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don-unbequem 25.07.2015, 10:01
10. es ist nichts dagegen zu sagen,

wenn man die Ukraine befähigt sich selbst zu schützen. Wie würden wir es finden, wenn plötzlich ein Bundesland von Deutschland annektiert wird (durch wen auch immer) und gleichzeitig versucht wird noch mehr uns abspenstig zu machen. Dann würden wir auch wohl zu den Waffen greifen und uns über jede Hilfe freuen.

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Thomas Eilenstein 25.07.2015, 10:03
11. Placebos

An welchen Waffen werden denn die "Elitesoldaten" ausgebildet? Die USA hätten schon vor 2 Jahren mit der Ausbildung der Ukrainer beginnen müssen und die Armee mit durchschlagskräftigen Waffen versorgen müssen. Dann wären die Separatisten-Hochburgen in der Ostukraine in Zusammenarbeit mit Marines und Navy-Seals schon längst zermürbt worden und die territoriale Integrität des Landes wäre wieder hergestellt.

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Ateles 25.07.2015, 10:03
12.

Zitat von karlsiegfried
Und wenn Putin seine Grenztruppen um einen Panzer verstärkt, fühlen sich die Polen aktiv bedroht. Hier wird deutlich, wer der Bösewicht im Engelsgewand ist.
Nach über vierzig Jahren de facto Besatzung durch die Rote Armee hat Polen jedes Recht sich bedroht zu fühlen. Erst recht wenn durch den Rechtsnachfolger der Sowjetunion im Nachbarland Ukraine zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg Grenzen in Europa gewaltsam verändert werden.

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poseidon1966 25.07.2015, 10:13
13. Kausaler Zusammenhang

Wenn man die Berichte der letzten Zeit etwas genauer verfolgt hat, zeigt sich, dass die Strategie zu wirken beginnt. Nicht ohne Grund sollen jetzt "schnellstmöglich" alle Panzer und mittleren Waffen aus der umkämpften Region in der Ukraine abgezogen werden. Ein Unterfangen, was selbst Russland "unterstützt". Vielleicht bekommt der kleine Diktator aus Russland langsam kalte Füße? Der Preis für seine Expandorische Politik wird immer größer, die Verluste an Mensch und Material lässt sich dauerhaft in Russland nicht verheimlichen und damit sein Lügengebäude aufrecht erhalten. Die Wirtschaft ist im freien Fall und die Sanktionen zunehmend wahrnehmbar. Hinzu kommt, dass die Politik Putins, auf Gold als Devisenreserve zu setzen, vollendes gescheitert ist: Obwohl inzwischen auf 439 t. angewachsen, ist dieser nur noch rd. 45 Mrd. Dollar wert, was einem Verlust von 15 Mrd. Dollar seit 2014 bedeutet. Das sollte man wissen um zu verstehen, warum Russland "plötzlich" an Frieden in der Region interessiert ist. Im übrigen ist es nur konsequent, richtig und berechtigt, der Ukraine im Kampf gegen Russland zu unterstützen, denn wenn es heute die Ukraine ist, könnte es morgen ein anderes ehemaliger Ostblockstaat sein. Russland mag gegen die Ausbildung noch so viel protestieren, entgegenzusetzen hat es ihm nichts.

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meisterfischer 25.07.2015, 10:15
14. Bösewicht im Engelsgewand

Zitat von karlsiegfried
Und wenn Putin seine Grenztruppen um einen Panzer verstärkt, fühlen sich die Polen aktiv bedroht. Hier wird deutlich, wer der Bösewicht im Engelsgewand ist.
Ich würde mal darüber nachdenken, warum die Polen sich bedroht fühlen. Mit der Geschichte hätte ich sicher auch ein paar mehr Existensängste. Vor allem mit 50000 russischen Soldaten in Kaliningrad. Aber die sind dort, auf einem kleinen Landstrich zwischen Polen und Litauen, sicher nur um das Getreide einzubringen oder den einen Panzer zu schieben der zusätzlich an der polnischen Grenze steht. Oder vielleicht um Litauen heim ins russische Recih zu holen? Nach Ihrer Meinung sicher nur von den USA provoziert, oder? Machen Sie sich doch mal Gedanken wie es sich in so einem Land lebt, wenn man seine Zukunft nicht in Putins Großreich sieht.

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nsa 25.07.2015, 10:22
15.

Zitat von don-unbequem
es ist nichts dagegen zu sagen, wenn man die Ukraine befähigt sich selbst zu schützen.
Moralisch und aus Kiews und amerikanischer Sicht mag das richtig sein.

Aber man muss einfach die Realitäten sehen: Wenn der Westen Kiew unterstützt wird Russland die Rebellen ebenfalls offen unterstützen, vielleicht mit Hubschrauberbern und Flugzeugen. Die USA/Kiew können einfach nicht gewinnen, Russland hat den Standortvorteil. Und eine Eskalation ist nicht im deutschen Interesse. Oder möchtest du gerne ukrainische Flüchtlinge bei dir zu Hause aufnehmen und die Ukraine mit deinen Steuergeldern wieder aufbauen?

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Jan Do 25.07.2015, 10:29
16. Gewollte Eskalation

Zitat von schumbitrus
Wenn die USA ihre Expansions-Interessen im Westen der Ukraine so offen auslebt, dann braucht Russland ja auch nicht mehr mit verdeckten Karten zu spielen und kann die Rebellen in "Neurussland" dann genauso offen mit Militärberatern und Ausbildern unterstützen ;-)
Wenn man in moralischen Kategorien denkt, stimme ich Ihnen zu. Doch in erster Linie sind hier strategische Überlegungen entscheidend. Von einer weiteren Eskalation in der Ukraine profitieren die USA, weil dadurch ein Keil zwischen Russland und andere Länder Europas getrieben wird. Russlands Interesse besteht zwar darin, zu verhindern, dass die Ukraine militärisches Aufmarschgebiet für die USA gegen das eigene Land werden kann. Aber eine militärische Auseinandersetzung an den eigenen Landesgrenzen ist nicht gewünscht, zumal dieser Krieg auf Kosten der russischstämmigen Bevölkerung in der Ukraine ausgetragen wird. Darum versucht Russland in diesem Konflikt zu deeskalieren, auch wenn das in einigen Westmedien anders dargestellt wird. Die EU Länder sollten ein ganz großes Interesse haben, einen Krieg vor der eigenen Haustüre zu verhindern. Das würde unserer Bevölkerung massiv schaden. Auch auf wirtschaftlicher Seite würden die meisten Unternehmen Nachteile haben, abgesehen von den Rüstungsunternehmen. Es ist daher immer wieder verblüffend, dass die Regierungen der meisten EU Länder gegen die eigenen Interessen handeln, indem sie zur Eskalation beitragen, z.B. durch erst kürzlich wieder bewilligte Kredite an das Jazenjuk Regime, mit denen der Krieg der Oligarchen finanziert wird.

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der Wächter 25.07.2015, 10:38
17.

Zitat von meisterfischer
Ich würde mal darüber nachdenken, warum die Polen sich bedroht fühlen. Mit der Geschichte hätte ich sicher auch ein paar mehr Existensängste. Vor allem mit 50000 russischen Soldaten in Kaliningrad. Aber die sind dort, auf einem kleinen Landstrich zwischen Polen und Litauen, sicher nur um das Getreide einzubringen oder den einen Panzer zu schieben der zusätzlich an der polnischen Grenze steht. Oder vielleicht um Litauen heim ins russische Recih zu holen? Nach Ihrer Meinung sicher nur von den USA provoziert, oder? Machen Sie sich doch mal Gedanken wie es sich in so einem Land lebt, wenn man seine Zukunft nicht in Putins Großreich sieht.
Soll das heißen, dass sich das ganze Europa aufgrund der deutschen Geschichte bedroht fühlen müsste? Innerhalb der eigenen Grenze sollte jedes Land militärisch machen können was es will. Finden Sie nicht? Waren Sie schon mal im Baltikum um den Willen der Menschen dort wirklich beurteilen zu können?

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Emderfriese 25.07.2015, 10:39
18. Nochmal

Es sollte schon angermerkt werden dürfen, dass sich die ukrainische "Nationalgarde" zuvörderst aus den Maidan-Selbstschutzgruppen gebildet hat, und dass die wiederum rechten Gruppierungen nahe standen bzw. stehen. Auch das "Asow-Bataillon" wurde in die Garde integriert. Will oder darf man das nicht sehen?

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vorsicht 25.07.2015, 10:40
19.

Zitat von don-unbequem
wenn man die Ukraine befähigt sich selbst zu schützen. Wie würden wir es finden, wenn plötzlich ein Bundesland von Deutschland annektiert wird (durch wen auch immer) und gleichzeitig versucht wird noch mehr uns abspenstig zu machen. Dann würden wir auch wohl zu den Waffen greifen und uns über jede Hilfe freuen.
Was soll "von wem auch immer" bedeuten? Dann nennen sie das Kind auch beim Namen. Es sind Ostukrainische Bürger, die mit dem Putsch in Kiew nich einverstanden waren und sich nach dem Massaker in Odessa(geführt vom Rechten Sektor, der jetzt Poroschenko stürzen will) bewaffnet haben. Statt mit diesen Menschen zu verhandeln, hat man die ATO durchgeführt und somit einen Bürgerkrieg entfacht. So werden unter Missachtung der UNO aber durch amerikanische Aufsicht Problemlösungen durchgeführt. Wozu das führt haben wir anschaulich mit der IS vor unserer Tür. Andere werden folgen.

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