Forum: Politik
Ausländische Presse zur Flüchtlingskrise: Vorbild Deutschland
AP

Comeback des guten Deutschen? Wurden in der Euro-Krise noch Nazi-Vergleiche gezogen, loben ausländische Kommentatoren nun den Umgang mit Flüchtlingen. Die Merkel-Regierung zeige vorbildhafte Menschlichkeit.

Seite 1 von 25
joes.world 01.09.2015, 21:31
1. Wir Deutschen wollen alles am liebsten überschaubar,

geordnet, wohl sortiert. Nicht nur im Job, auch zu Hause und genau so in der Politik.

Was bei uns Unwohl-sein erzeugt ist, wenn wir mit dem nicht-planbaren leben müssen. Und zwar über längere Zeit.

Deshalb ist der Mittelweg für uns immer der Schwierigste. Weil wir ihn für unsicher halten, ohne klare Begrenzung. Und deshalb ungeordnet, unsortiert. Er uns keine Sicherheit gibt.

Wir haben es lieber extrem. Hopp oder Topp. Weil das klar ist. Unmissverständlich, nicht interpretiert werden muss.

Das gilt auch für unsere ostdeutsche Physikerin.

Bisher war ihr Gesetz Gesetz. Etwas Absolutes, nichts in der Mitte, nicht zu hinterfragen.

Auch ihr Nicht-tun, hat etwas Klares. Eben für nichts die Verantwortung übernehmen zu müssen.

Aber nun ist der Mittelweg, die Flexibilität gefragt.

Letzteres erwähnte sie auf ihrer Pressekonferenz. Selber eingefallen oder ein guter Spruch von Beratern?

In beiden Fällen aber, ist das eine es zu sagen und etwas völlig anderes, danach auch leben zu können.

1. Die Kanzlerin muss aufhören, die Einhaltung - nach Strich und Faden - der EU-Gesetze von anderen zu fordern.

Noch dazu, nachdem sie zugelassen hat, das die Griechen, die EZB, Frankreich und die Kommission diese nach Belieben gestreckt und gedehnt haben. Bei der GR-Affäre.

Die EU-Gesetze sollen Menschen helfen und nicht Flüchtlinge an ihnen zerschellen lassen.

2. Sie muss jede Äußerung ihrer Regierung vorher überdenken. Denn jede Äußerung wird sofort in den abgewirtschaftesten Gegenden dieser Welt vernommen. Durch das Internet. Und kann weitere Flüchtlingswellen gebären.

3. Sie muss endlich wie ein Manger denken. Und sich selber fragen, ob sie dazu in der Lage ist. Und - Deutschland zu liebe - zurücktreten, wenn sie sieht, dass sie das nicht bringt.

4. Als Managerin muss sie viele Pläne ausarbeiten (lassen). Jeden für mehrere Ebenen der Verwaltung. Viele Varianten bedenken und bedenken lassen. Alle Eventualitäten durchspielen. Um auf jede Eventualität vorbereitet zu sein.

5. Sie muss so sein, wie es ihrem Wesen nicht entspricht:
*flexibel;
* weit voraus denkend;
*innerlich frei. Von innerpolitischer Taktiererei und anderen, nicht-Problem relevanten, Ablenkungen. Um die Realität so ungefiltert wie möglich wahrnehmen zu können;
*sich selber andauernd hinterfragend; damit ihr die eigene, innere Rechthaberei, ihr nicht eine Strich durch die Rechnung macht. Bei der Suche nach den besten Wegen, die Flüchtlingskrise in den Griff zu bekommen.

Beitrag melden
PowlPoods 01.09.2015, 21:34
2. Seit

Minsk 2 erleben wir eine andere Kanzlerin. Offenbar hat sie endlich einmal gründlich über die Geopolitik nachgedacht und ihren Kurs korrigiert. Das das nur langsam und maßvoll passieren kann, sollte jedem klar sein. Auch hier ist ein Attentat möglich. Wenn sie ihre neue Konzeptionelle neue Richtung beibehält, werde ich meine Meinung ändern und ihr doch einen Platz in der Geschichte einräumen. An die Adresse von SPON und den anderen USA- Fanboys in unsere Presselandschaft möchte ich nur richten: Seht her, es geht auch ohne die Möchtegernweltmacht.

Beitrag melden
Potatocouch 01.09.2015, 21:37
3. Ach kommt...

warum schreibt ihr denn nicht was wirklich Sache ist?
Natürlich liebt jetzt jedes EU-Land Deutschland und natürlich wird Merkel wieder ganz schnell die Uniform ausgezogen. Aber warum wirklich? Wer Sicherheit sucht dem ist jedes Land recht in dem diese geboten wird. Das wären eigentlich ALLE EU-Staaten. Wer aber dazu noch mit Milch und Honig für alle wirbt muss sich nicht wundern wenn er von Asylbewerbern (das sind alle die Asyl beantragen und nicht zwingend auch geflüchtet sind) aus allen Ländern überrant wird. Das dies nicht gut gehen kann ist jedem so bewusst wie es auch jedem bewusst ist dass man Griechenland die Schulden erlassen muss. Und was macht die Politk? Nichts! Naja nicht ganz. Die Politk stellt zumindest jeden in die rechte Ecke der laut darüber nachdenkt und seine Bedenken äußert.

Beitrag melden
ex2012 01.09.2015, 21:43
4. Entschuldigung aber, wie blöd kann man sein?

Zuerst lässt Merkel ohne einzuschreiten Populisten ihrer Partei die Stimmung im Volk so lange aufheizen, bis hier Flüchtlingsheime brennen können und als diese brennen reagiert sie so lange nicht, bis die Koalition und Opposition sie auffordert, endlich Stellung zu beziehen, als sie nichtssagende Worte sagt, ist sie plötzlich die Flüchtlingskanzelrin. Mit Verlaub aber: Wie kann man so blöd sein, hierauf reinzufallen und Merkel oder ihre Regierung in dieser Frage loben? Und wem verdanken wir Dublin überhaupt? Auch Deutschland, das hiervon profitiert. Zuerst Dublin schaffen, dann gelobt werden weil man Ausnahmen macht, weil man erkennt dass Dublin menschnunwürdig ist: ein toller Schachzug der deutschen Regierungen. Und ich vermisse bei allem Lob die Nachrichten, dass keine Flüchtlingsheime mehr brennen oder kein Schiff mit Flüchtlingen im Mittelmeer mehr sinkt. Hat Merkel hier irgendwas getan? Nein. Man soll den Morgen nicht vor dem Abend loben und schon gar nicht Personen, die eine fehlerhafte Politik machen und ihre Fehler nicht aus Einsicht, sondern aus knallharten politischen Kalkül korrigieren.

Beitrag melden
friesem 01.09.2015, 21:44
5. Tja...

... die Franzosen sind eben ehrlich... ach nee, Unsinn. Die zwei Journalisten haben ihre Meinung publiziert. Ebenso, wie die in GB. Darauf jetzt über das Bild des Deutschen im Ausland zu schließen... naja. Ebenso wie das Lob Obamas, Super. Hat sich doch schon Münte drüber gefreut, dass er von den USA gelobt wurde - nur leider saß Scholl-Latour mit in der Disskussionsrunde, der ihm erst mal den Kopf gewaschen hat.

Beitrag melden
mediendienst 01.09.2015, 21:44
6. Hat die britische Presse wirklich Merkel erkannt?

Oder ist deren Blick, durch den Nebel auf der Insel, etwas getrübt? Bis zu uns.

Sind Merkels Sprüche nicht mehr eine Verteidigung ihrer missglückten Politik?

Nehmen wir z. B. einen von ihrer Pressekonferenz her:

Die Würde des Menschen ist unantastbar, sagt die Angie.

Schnell wird aber klar, dass M diesen Satz so auslegt, wie er ihr passt.

Wenn sie die Flüchtlingsaufnahme von diesem Satz deduziert - so darf sie selbstredend keine syrische Familie mit Kindern den Schleppern überlassen, sie in kleinen Schlaubooten nach GR fahren lassen und dann die Balkanroute nehmen lassen.

Sondern müsste ihnen schon eine Einreiseerlaubnis in der Türkei ausstellen.

So kämen die Flüchtlinge billiger zu uns und hätten noch das Geld, das ihnen sonst die Schlepper abnehmen. Als Startgeld bei uns.

Aber das tut M nicht.

Also gilt das Grundgesetz nur auf deutschem Boden, für M?

Im Ausland ist die Würde des Menschen nicht unantastbar?

Oder ist es am Ende ganz anders?

Hat die Physikerin, in ihrer Verzweiflung darüber, das sie keine Ahnung hat, wie sie beim Flüchtlingsproblem vorgehen soll, einfach Prämissen zusammengeschaufelt, an die sie sich klammern kann?

Leitfäden, um sich im Sturm der Ereignisse irgend wo fest halten zu können.

Beitrag melden
Phil2302 01.09.2015, 21:44
7.

Ehm wen wundert das? Die anderen Staaten sind doch froh darüber, dass Deutschland die ganzen Flüchtlinge aufnimmt - dann müssen sie es nicht tun. Da kommt einem so ein Gerücht am Hauptbahnhof von Budapest doch ganz gelegen, oder nicht? Und schwupps rannten sie alle in die Züge nach Deutschland. In Wirklichkeit lachen die sich doch über uns kaputt.

Beitrag melden
goldt 01.09.2015, 21:45
8. Geht´s noch?

Ein Witz!

Nach:

- all den Monaten der Hetze durch "besorgte Bürger" + Verständnis für diese durch Teile der Politik und Medien
- den unwürdigen Unterbringungen und Zuständen in überfüllten Flüchtlingsunterkünften
- unzähligen Brandanschlägen und Übergriffen
- der Selektion von Menschen nach Verwertbarkeit durch viele Medien (+ andere unappetitliche "Berichterstattung")
- dem Abschotten Deutschlands durch Dublin-Verordnungen
- wahrscheinlichen Inverventionen bei der ungarischen Regierung (bei der tschechischen offensichtlich auch) die letzten Tage
- der Notwendigkeit privater Initiativen, da die Politik komplett überfordert ist oder diese Zustände sogar befördert
-usw.

soll Deutschland nun ein Vorbild in der Flüchtlingsfrage sein?

Hier geht es wohl eher um eine Korrektur des Image-Verlustes infolge der Griechenland-"Rettung", Pegida, etc...

Beitrag melden
frank-12 01.09.2015, 21:46
9. Hofberichterstattung.

Ihre Durchlaucht hat sich geräuspert und der Herold hat dies dem Volke mitgeteilt.
Liebe SPON Redaktion - für wie doof halten Sie uns eigentlich? Seit wann ist Krieg in Syrien, bombardieren US-Drohnen Pakistan, herrschen Bürgerkrieg und Hunger in afrikanischen Ländern, seit wann sind x-Millionen auf der Flucht und seit wann kommen tausende der vertriebenen Menschen in Italien, Spanien und Griechenland an? Und jetzt bequemt sich ihre Majestät sich darum zu kümmern! - Wo sie doch so stolz ist, dass D so ein tolles Exportland von Waffen ist.
Und was macht der BND? Wenn schon AM nix mitbekommt, dann vielleicht ihr Geheimdienst - aber richtig, der hat ja keine Zeit, der muss ja die deutschen Firmen und Bürger für die USA ausspähen.

Beitrag melden
Seite 1 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!