Forum: Politik
Ausrüstungsprobleme: Bundeswehr muss noch lange auf moderne "Leopard"-Panzer warten
DPA

Für viel Geld lässt Ursula von der Leyen die schwächelnde Panzer-Flotte der Bundeswehr modernisieren. Nach SPIEGEL-Informationen wird es aber Jahre dauern, bis die ersten Kampfgeräte zur Verfügung stehen.

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lies.das 24.02.2018, 09:36
10. Bundestag blockierte Panzer-Kauf

Der Bau und Kauf neuer Leoparden wurde viele Jahre lang von der friedensbewegten Mehrheit im Bundestag blockiert. Jetzt stellen diese politischen Träumer fest, das war offenbar eine nachhaltige Fehlentscheidung und kritisieren jetzt ausgerechnet ihre Verteidigungsministerin, dass "diese Frau" kaum noch Panzer hat. Friedenspolitik ist Risikopolitik.

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wiseguyno1 24.02.2018, 09:37
11. Fast richtig ...

Zitat von dergog
Es ist halt lukrativer, andere Länder mit diesem Spitzenprodukt zu beliefern, als selbst zum Schutz des eigenen Volkes zu kaufen.
"als an das eigene Volk bzw dessen Repräsentanten (sprich das Bundesverteidigungsministerium und letztendlich die Bundeswehr) zu VERkaufen!
Denn mal ehrlich: Sobald zB Saudi-Arabien mit lukrativen 'Milliardengeschäften' (+ evtl. 'Sonderboni'?) winkt, ist's ganz schnell 'Essig' mit dem geschäftseigenen "Patriotismus".

Und wenn das o.g. Ministerium finanziell dagegen "anstinken" wollte, wird sofort über die "Verschwendungssucht der Politik" gejammert ... obwohl eindeutig ist, wer hier am Ende die Preise macht!

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mina2010 24.02.2018, 09:38
12. Ach was wir alles geschafft haben ...

wollen wir jetzt mal wetten, was zuerst eintritt?
Die Modernisierung der Panzer oder die Einsatzfähigkeit der M400.
Vorsorglich sollten wir vielleicht die ADAC-Hubschrauber bewaffnen.
Da Beste wäre wahrscheinlich diese Lachnummer samt VdL abzuschaffen und im Kriesenfall die Fremdenlegion anzuheuern.

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vulcan 24.02.2018, 09:42
13.

Man hat eben zu lange geglaubt, man würde auf ewig keine 'richtige' Bundeswehr mehr brauchen - auch noch zuzeiten, als dieser fromme Wunsch schon nicht mehr in Sicht war. Ein Blick in die Geschichte hätte allerdings gereicht um diese Vorstellung als frommen Wunsch zu erkennen.
Das desaströse 'Sparen' (=vernachlässigen) rächt sich nun.
Allerdings hatte ich mit einer schlimmeren Wartezeit auf modernisierte Leopard gerechnet - Auslieferungsbeginn 2020 geht ja noch, wenn es denn stimmt.
Ansonsten sind kampfwertgesteigerte Leopard auch noch völlig i. O.; etwas dramatisch besseres gibt es nirgends. Dies auf Grundlage eines bewährten Waffensystems ist etwas, das auch funktioniert. Einen komplett neuen Kampfpanzer braucht es derzeit noch nicht.
Anders beim fliegenden Gerät - hier hat man aber zumindest schon mal erkannt, dass es so nicht funktioniert und interessiert sich auch hier für bewährtes Gerät - C-130J, CH-53K/CH-47. Noch nicht bewährt, aber dafür ein Schritt in die Zukunft: F-35, sofern man sich dafür entscheidet.
Fehlt nur noch ein richtiger Verteidigungsminister und sinnvoller Einsatz des Wehretats in allen Bereichen.

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Barath 24.02.2018, 09:44
14. ....

Ist doch angesichts der gegenwärtigen weltpolitischen Lage ganz beruhigend. Jetzt nur noch die Atomwaffen aus Deutschland schaffen, und wir sind kein interessantes Ziel mehr. Und wie jemand weiter oben schrieb: Für Landesverteidigung braucht man in der heutigen Zeit eher andere Systeme als Panzer. Vor allem Luftabwehr, elektronische Kriegsführung und eine minimale Wehrpflicht. Ach, aber wir sollen ja mehr "Verantwortung" in der Welt übernehmen... Ja dann brauchen wir wohl Panzer und Luftstreitkräfte für eventuell anfallende Angriffskriege.

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Mesi0013 24.02.2018, 09:46
15. Aufpassen, aufpassen, aufpassen!

Zitat von eunegin
Erst wird geklatscht, wenn im Öffentlichen Dienst, der Infrastruktur und eben auch der Bundeswehr gespart wird und wenn dann zeitversetzt zwangsläufg eklatante Mängel auftreten (Polizei, Verwaltung, Lehrer, Soldaten, Ausrüstung, sozialer Wohnungsbau), ist das Jammern groß. Schnell behoben werden kann das in keinem der Bereiche. Totgespart. Wir müssen eben überlegen, was uns ein funktionierendes Staatswesen (dazu gehört auch die Bundeswehr) wert ist.
Aber das, was sie denken ist doch genau das, was diese Verbindung aus Politik, Industrie und Militärs (unter der Koexistenz unkritischer Medien) erreichen wollen. Der Bürger will mehr Sicherheit und ist bereit dann auch noch mehr Geld dafür auszugeben (während alle anderen Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge verrotten). Wir haben doch schon pervers hohe Rüstungsausgaben (im Bereich fünfter Stelle weltweit). Die Leopard wurden immer auf dem aktuellsten Stand gehalten, das Baujahr können sie fast nur noch auf die Wanne beziehen. Im Vergleich der Effizienz und Kosten ist die Bundeswehr, je nach Bereich, um Faktor 15 bis 35 ineffizienter als andere europäischen Armeen. Da könnte man mal ansetzen! Ich frage mich immer wieder: haben wir Deutsche verstanden was die NATO nach Wegfall des kalten Krieges nun als Ziel hat? Ich glaube nicht. Es ist kein Mitgliedsdemokratische Bündnis. Man trifft sich und diskutiert aber die strategische Ausrichtung bestimmt das Pentagon. Befehlshaber ist IMMER ein US-General, direkt dem Pentagon unterstellt. Der Generalsekretät, quasi der Pressesprecher, ist ein Europäer. Die Bundeswehr dient der Landesverteidigung. Punkt. Die Wagnis- und Experimentalfelder der Amerikaner zu bedienen oder danach die Trümmer wegzuräumen ist nicht unsere Baustelle. Nur noch UN-mandatierte Einsätze außerhalb Deutschlands! Die Schweiz macht es genau richtig! Nur mal am Rande: mit wieviel Millionen engagiert sich die Bundeswehr gerade bei Olympia? Ist das ihre Aufgabe?

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zitzewitz 24.02.2018, 09:48
16.

Zitat von deka88
Warum werden nicht zuerst die vorhandenen Panzer repariert und einsatzfähig gemacht? Es heißt doch, dass über die hälfte der 300 leos kaputt sind. Und warum dauert es so lange, bis man alte bereits etablierte Panzer nach produziert hat?
Vor allem stellt sich die Frage, warum immer noch massenhaft einsatzfähige Kampffahrzeuge verschrottet werden, wenn gleichzeitig die Hälfte des Restbestandes nicht mehr einsatzfähig ist.

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tuedelich 24.02.2018, 09:52
17. rausgeschmissenes Geld?

Huch - schon 2023 stehen die ersten nachgerüsteten Panzer zur Verfügung? Ist denn dann die Nachrüstung überhaupt noch aktuell? Dieser ganze Mist erinnert mich an das Tohuwabohu um ein deutsches Transportflugzeug. Oder wird die Nachrüstung vielleicht sogar für Herrn Erdogan vorgenommen, damit er mit seinen deutschen Panzern erfolgreicher gegen Völker- und Menschenrechte zum Beispiel in Syrien verstoßen kann? Irgendwie wird scheinbar nur für den Verkauf von Waffen, also für die deutschen Waffenschmieden, geplant. Traurig aber wahr.

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The Restless 24.02.2018, 09:53
18. Wo geht das Geld hin?

Der Verteidigungshaushalt ist doch hoch - warum reicht der nicht aus, um diese kleine Bundeswehr auf dem neuesten Stand zu halten (zu meinen Zeiten gab es noch mehr als 1/2 Million Soldaten und viel mehr Gerät)?

Man sollte einmal einen unabhängigen Analysten über die Verwendung der Geldmittel urteilen lassen. Ich bin sicher, dass hier an allen Enden nicht etwa gespart, sondern - im Gegenteil - verschwendet wird.

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yossariania 24.02.2018, 09:55
19. Wenn

Zitat von deka88
Warum werden nicht zuerst die vorhandenen Panzer repariert und einsatzfähig gemacht? Es heißt doch, dass über die hälfte der 300 leos kaputt sind. Und warum dauert es so lange, bis man alte bereits etablierte Panzer nach produziert hat? Das ist doch nur noch peinlich. Vielleicht leihen uns die Türken ja welche, wenn sie fertig haben...
man wirklich einsatzfähige Streitkräfte bräuchte, müsste man beides tun.
Um die Einsatzbereitschaft kurzfristig zu verbessern, müssten entsprechende Ersatzteile beschafft und die Panzer instandgesetzt werden.
Mittel- und langfristig hilft das jedoch nicht weiter, da mit fortschreitender technologischer Entwicklung und der weiteren Verbreitung leistungsfähiger Waffen sich die Bedrohungszenarien ändern. Ein Leopard in der heutigen Konfiguration wäre wahrscheinlich für ein Gefecht im Jahre 2030 wenig geeignet - dann wäre aber der neue Leopard (noch) im Dienst.

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