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Aussage vor Gericht in Polen: Tusks Triumphzug
REUTERS

Mit fast obsessivem Hass verfolgt die nationalkonservative Regierung in Warschau Donald Tusk. Denn ihr Landsmann, der EU-Ratspräsident, steht für ein liberales Europa. Jetzt zitierte ihn die Regierung vor Gericht.

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yoda56 19.04.2017, 16:27
1. Tusk ist bis Ende 2019 EU-Ratspräsident!

Die nächsten Parlamentswahlen in Polen finden einige Wochen vorher statt. Tusk müsste sein Amt in Brüssel eigentlich schon Anfang 2019 aufgeben, denn die PO muss von Grund auf neu ausgerichtet werden, um eine Chance auf einen Machtwechsel in Warschau zu haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das machen wird. Somit kann man nur hoffen, dass er im Jahr 2023 antritt - eine gruselig lange Zeit, in der befürchtet werden muss, dass die PiS noch weiter ihr Unwesen treiben kann.

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Jarek M 19.04.2017, 16:30
2. Was SPON verschweigt...

...ist die Tatsache, dass Regierung Tusk für einen starken neoliberalen Kurs stand, der vielen Polen prekäre Arbeitsverhältnisse und dem Land weiteres Auseinanderklaffen der sozioökonomischen Schere gebracht hatte.
Klüngelei, Bereicherung am (ehemaligen) Staatseigentum und gewisse Arroganz gegenüber einem Teil der Bevölkerung taten ihr übriges, um seiner Partei sowohl bei den Präsidentschafts- als auch bei Parlamentswahlen zu bescheren.
Dass "kein Pole vor ihm jemals so eine hohe EU-Position erreicht hat" - na und? Gilt auch für Juncker, der nicht gerade eine Lichtgestalt an der Spitze der EU-Kommission ist.

BTW, Tusk wurde auch von ziemlich vielen Gegendemonstranten "begrüßt". Liest man nicht hier.

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bibabuzelmann 19.04.2017, 16:32
3. Richtig Übersetzung?

Hat er wirklich "eurem Lande" gesagt? Das wäre doch Wasser auf die Mühlen seiner Gegner, denn das würde bedeuten, dass er sich selbst nicht mehr als polnischer Staatsbürger sieht.

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muellerthomas 19.04.2017, 17:05
4.

Zitat von Jarek M
Klüngelei, Bereicherung am (ehemaligen) Staatseigentum und gewisse Arroganz gegenüber einem Teil der Bevölkerung taten ihr übriges, um seiner Partei sowohl bei den Präsidentschafts- als auch bei Parlamentswahlen zu bescheren.
Gut, dass es das nun nicht mehr gibt.

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birdie 19.04.2017, 17:11
5. Ein in jeder Hinsicht zu klein geratener Hassprediger, der

in seiner Rolle als erzkonservativer Altkommunist/Stalinist die Erfüllung seines verschwurbelten Lebenstraumes sieht, wird von seinem Kurs nicht mehr abweichen. Er verachtet Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit des Einzelnen mit der Begründung, dass die (seine) Partei immer rechthabe und sich alle dem unterordnen müssen, wenn sie nicht bestraft werden wollen. Man muss Mitleid mit ihm und seinen Anhängern haben.

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yoda56 19.04.2017, 17:35
6. Richtig!!!

Zitat von muellerthomas
Gut, dass es das nun nicht mehr gibt.
Mit dem Beginn der Regierung Szydlo hat sich in Polen alles zum Guten gewandelt. Es gibt keine Korruption mehr, die Armen haben alles bekommen, was Ihnen die PiS versprochen hat - es herrscht Rechtssicherheit für alle - ein Paradies!
Koniec Satyry!!!

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chrimirk 19.04.2017, 17:36
7. Alles Gute Herr D. Tusk!

Die Kaczynskis kommen und gehen, Polen aber bleibt!
Powodzenia!

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biesi61 19.04.2017, 17:42
8. Tusk ist Polens mit Abstand erfolgreichster Politiker.

Und seine Amtszeit war für Polen die erfolgreichste Periode seit Ende des 2. Weltkrieges. Das nimmt der verbitterte Kaczynski ihm übel. Und seine PIS verkommt immer mehr zur Lachnummer. Im Ausland aber zunehmend auch in Polen!

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c.j.oewi 19.04.2017, 17:54
9. Mit fast obsessivem Hass

Kann man die Polen noch verstehen? Ich nicht!
Ohne Milliardenhilfen der Eu würde das Land am Abgrund stehen.
Die Kaczynskis sind hinreichend bekannt. Hoffentlich schaffen sie es nicht Polen noch weiter von Europa zu entfernen.

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