Forum: Politik
Aussagen des Juso-Chefs zum Sozialismus: Kühnerts Kollektivschlag
Sven Simon/ WDR/ ARD/ imago images

Kevin Kühnert sorgt für Aufregung, mal wieder. Union und FDP empören sich über die Sozialismus-Thesen des Juso-Vorsitzenden. Die SPD-Spitze spielt die Aussagen herunter - aus Sorge um anstehende Wahlen.

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frankcrx 02.05.2019, 14:53
40.

Zitat von Haarfoen
Dass jetzt die Vergesellschaftung großer Konzerne und von Wohnraum öffentlich diskutiert werden (müssen), haben die politischen und wirtschaftlichen "Eliten" selbst zu verantworten. Die ökologischen Lebensgrundlagen sind lebensbedrohlich gefährdet, soziale Krawalle stehen im Raum. Die "Eliten" hatten Zeit zum Umdenken, brillieren aber weiter durch Untätigkeit und immer weiter wachsende Profitgier. "Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht" - das Modell der Privatisierung öffentlicher Aufgaben ist gescheitert. Jetzt müssen den Verantwortlichen die Mittel entzogen werden, so dass notwendige Änderungen realisiert und eingeleitet werden können. Der neoliberale Turbokapitalismus ist an sich selbst und seiner Gier gescheitert, die Rückkehr zu einer sozialen Marktwirtschaft ist zwingend notwendig. Die Montagebänder für schädliche Produkte (BMW) müssen abgeschaltet werden - sofort.
Mich würde wirklich interessieren in welch furchtbaren Land sie leben. Deutschland kann es ja wohl nicht sein. Wohl eher Venezuela, den dort sind die ökologischen und sozialen Lebensgrundlagen lebensbedrohlich gefährdet. Der Staat war noch nie in der Lage ein Unternehmen profitabel zu führen (Deutsche Bahn, Deutsche Post).
Und wenn sie fordern, die Montagebänder bei BMW, Daimler, VW etc sofort abzuschalten, dann erklären sie aber auch, was die Millionen Menschen, die plötzlich ohne Arbeit dastehen, machen sollen? Aber ich vermute darauf haben sie keine Antwort. Ist ja auch schwierig, diese Konsequenzen zu berücksichtigen.

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abweichler 02.05.2019, 14:54
41. Nicht Thesen und Theorien

müssen neu aufgestellt oder aus einer "Mottenkiste" hervorgeholt werden, sondern Lösungen sind gefragt. Wenn Herr Kühnert mal an einem Beispiel nachweisen könnte (z.B. in einem SPD Unternehmen), dass eine Kollektivierung die Lösung für die Probleme des Kapitalismus ist, dann könnte man ihn ernst nehmen. Aber wenn er nur bisher nicht erfolgreiche Theorien und Thesen verbreitet, um sich zu profilieren, sollte diese theoretische Debatte möglichst schnell beendet werden.

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Weltbild 02.05.2019, 14:56
42. Grenzen aufführen

Der SPD Vorstand sollte diesem Fantasten zeigen wo sein Platz ist und sich ganz klar öffentlich von ihm distanzieren. Nach dem Studienabschluss wussten wir auch immer alles besser weil die Realität noch in weiter Ferne lag. Aber trotzdem Vertsatlichung von Privateigentum? Wie kann man unser Wohlstandssystem so ignorieren? Da sieht man mal wieder welche couleur die Neider haben. Dies ist dies purer Neokommunismus? Wie oft soll man denn noch beweisen das dieses System nicht funktioniert?

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molokai 02.05.2019, 14:56
43. das kleine wirtschaftliche 1 X 1

mehr als die Hälfte aller Aktien der 30 grössten Firmen (DAX) sind in ausländischer Hand. Da kann man nur viel Erfolg bei der Verstaatlichung wünschen. Wahrscheinlich kann man das dadurch kompensieren, dass man 'den Ausländern' dann die Firmenanteile überschreibt, die sowieso global positioniert sind (globale Produktion).

Herr Kühnert is nix und wird wahrscheinlich nix, es sei denn in der Politik.

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mhwse 02.05.2019, 14:57
44. besteuern und das Geld für die Unterstützung

der Mietkosten aufwenden würde das Problem lösen - oder das Geld gleich für das Grundeinkommen verwenden.
(Denn das Grundeinkommen + das Mieteinkommen würden dann drastisch besteuert.)

Man könnte dann z.B. Einkommen aus Pflege / med. Dienstleistung ..Planung Forschung Entwicklung / Produktion .. geringer besteuern .. damit Leute gerne (weiterhin) arbeiten .. ja auch die Polizei.

Wer dann Wohnungen aus Altruismus anbietet bleibt dann entsprechend auch steuerfrei ..
(widerspricht nicht dem Leistungsprinzip und schafft Gerechtigkeit.)

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schorri 02.05.2019, 14:58
45. Show-Empörung

Ach, sie empören sich also, die radikalen Kapitalisten von FDP und CDU.
Hat schon jemand von ihrer Empörung gehört angesichts der exorbitanten, obszönen Gewinne der Großkonzerne in den letzten 10 Jahren?
Das, liebe Radikal-Kapitalisten ist Eigentums-Umverteilung, mithin Enteignung zulasten der einfachen Leute.
Empörung? Iwo. Trifft ja nur die, die ohnehin schon ausgeschlossen sind von den Erträgen der wirtschaftlichen Prosperität.
Aber wehe, es trifft die Profiteure!
Zeter und Mordio ihrer politischen Fürsprecher ist gewiss.
Ich nenne das: Heuchelei.

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checkitoutple 02.05.2019, 14:59
46. Da ist er aber in der Falschen Partei Neoliberale Parteien wie die SPD

machen sowas nie. Das ist ja schon Komunismismus.Die SPD setzt sich ja noch nicht mal für eine Erbschaftssteuer ein. Oder mal zumindest für eine faire und Kostendendeckende bestwuerung der Megakonzerne, wie sollten die Genossen derr Bosse jetzt so was tun. Lächerlich!

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Manitou-01@gmx.de 02.05.2019, 15:01
47.

Kollektiveigentum ist älter, als der (staatliche) Sozialismus. soweit nicht bereits in älteren Gesetzen verankert, ist die Rechtsform der "Eingetragenen Genossenschaft", der "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" (GmbH) und der "Aktiengesellschaft" Ende des 19. Jahrhunderts mit Inkrafttreten des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) rechtlich definiert worden. Damit stehen drei Formen für kollektives Eigentum zur Verfügung, denn diese Rechtsformen funktionieren unabhängig von der Breite der Eigentumsstreuung und der Anzahl der Miteigentümer. Abgesehen von Klein- und Mittelbetrieben ist damit seit ca. 140 Jahren die Funktion des Kapitalisten (als natürliche Person) überflüssig.
Um dieses zu beweisen, wurde die Treuhandanstalt von der DDR-Regierung unter Ministerpräsident Modrow ursprünglich gegründet (Konzept von Wirtschaftsministerin Christa Luft). Das Volkseigentum sollte in Form von Aktiengesellschaften aufgeteilt und zu Gunsten der Bevölkerung privatisiert werden (Volks-Kapitalismus bzw. "Sozialismus auf Aktien"). Um dies zu verhindern, wurde nach der mit DM gekauften Wahl vom 18.03.1990 ein neues Treuhandgesetz von Kohl's Statthalter-Regierung in Berlin geschrieben. Nunmehr wurde das Volkseigentum verstaatlicht und durch eine dem Bundesfinanzminister unterstellten Behörde zu Gunsten der BRD verschleudert bzw. von Lobbyisten westlicher Konzerne von diesen veruntreut.

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burlei 02.05.2019, 15:01
48. Immerhin

Eines hat Kühnert geschafft: Die Konservativen aller Couleur werden schlagartig wach. Es ist erstaunlich, sie leben noch. Gut, sie haben nicht mehr zu einer gesellschaftlichen Debatte bei zu tragen als vor 50 Jahren schon, aber es ist doch schön, dass die alten Reflexe immer noch funktionieren. Dann kann man ja in den kommenden Wahlkämpfen darauf vertrauen, dass die konservativen Spruchblasen wie "Freiheit statt Sozialismus" wieder entstaubt werden, Hat 1976 schon nicht funktioniert, aber bestimmt heute. Für einen Konservativen sind das ja tolle moderne Ideen, die die Gesellschaft bestimmt voran bringen. Zudem lenken sie davon ab, dass CDU, CSU und FDP keinerlei Ideen haben, wie ein menschenwürdiges Leben auch in den kommenden Jahren aussehen soll. Aber da wird man sich voll und ganz auf das freie Spiel des Marktes verlassen ... und sich wieder zur Ruhe legen.

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FocusTurnier 02.05.2019, 15:02
49. Er ist....

Zitat von DerDifferenzierteBlick
Kühnert ist weder Mitglied der Regierung, noch des Bundestages. Er ist noch nicht einmal Mitglied des SPD-Vorstandes. Was er sagt und denkt hat für die aktuelle Politik im Land oder auch der SPD erstmal keinerlei Bedeutung
....ein in der Öffentlichkeit stehendes Mitglied einer regierungspartei und Vorsitzender der Jugendorganisation der SPD. Spielen Sie seine Rolle nicht herunter. Kevin und Co. sind die Nachfolger der derzeitigen SPD-PolitikerInnen.

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