Forum: Politik
Aussagen des Juso-Chefs zum Sozialismus: Kühnerts Kollektivschlag
Sven Simon/ WDR/ ARD/ imago images

Kevin Kühnert sorgt für Aufregung, mal wieder. Union und FDP empören sich über die Sozialismus-Thesen des Juso-Vorsitzenden. Die SPD-Spitze spielt die Aussagen herunter - aus Sorge um anstehende Wahlen.

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rosenrot367 02.05.2019, 16:11
70. Genau

Zitat von mapcollect
In einer neoliberalen SPD werden sich solche sozialistischen Gedanken nicht durchsetzen können. Schade eigentlich, vielleicht könnte so die SPD die Kehrtwende schaffen. Dann warum soll man sie eigentlich noch wählen ?
Genau - warum soll man noch SPD wählen? Sozialistische Gedanken findet man bei den GRÜNEn und den LINKEn, neoliberale bei der FDP, konservative bei der CDU/CSU. Welche Gedanken hat denn die SPD? Mir fällt wirklich nixxxxx ein, warum man bei den kommenden Europawahlen SPD wählen soll.

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Tolotos 02.05.2019, 16:12
71. Das würde nur in seinem funktionietenden Staat Sinn machen!

Leider ist es in Deutschland so, dass Staatseigentum zur Beute von Politikern umgedeutet wird. Wenn sich die Politiker, die ein Staatsunternehmen führen, vor dem Volk in einem ähnlichen Maß verantworten müssten, wie sich die Unternehmensführung vor den Aktionären verantworten müssen, dann würde es vielleicht Sinn machen. In der derzeitigen Staatsstuktur, in det Eigenverantwortung für viele Politiker nur ein Fremdwort ist, würde Verstaatlichung wohl nur zu einer Inflation von Katastrophen wie dem BER führen.

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Außenbetrachter 02.05.2019, 16:16
72. Trump fing auch so an

Mit den blödesten Nachrichten hat er auf sich aufmerksam gemacht, dann via Twitter Meldungen in die Welt gesetzt um sie dann zu widerrufen, alle sozialen Medienkanäle genutzt. Das Wahlergebnis ist bekannt. Und auch in Deutschland gibt es genug Wähler, die den Kevinschen Blödsinn Glauben schenken und später wählen.
Selbst SPON hat hier parralel 3 Foren am Laufen, was ich, soweit ich mich erinnern kann, noch nie erlebt habe.

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macb 02.05.2019, 16:19
73. Wer jetzt noch SPD wählt,

dem ist auch nicht zu helfen.Kevin kann ja nach Kuba auswandern, da gefällt es ihm sicher-aber ohne Rückkehrgarantie bitte!

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spon_7479255 02.05.2019, 16:29
74.

Zitat von erwachsener
Eine Kernthese im Weltverständnis aller linken scheint zu sein: der Staat, idealerweise verkörpert durch die eigene Partei, hat als einziger das allumfassende Wissen und die nötige Weisheit, Wohlstand zu erwirtschaften und dann gerecht und korrekt zu verteilen. Ich glaube: Die real existierende Vergangenheit beweist, daß dem nicht so ist.
Der real existierende Kapitalismus richte gerade den ganzen Globus zugrunde. Die soziale Marktwirtschaft könnte es sein. Sie will aber lieber ohne das soziale, ökologische und friedliche sein. Sie braucht Kriege , um die ökonomische Macht zu sichern, noch mehr Ausbeutung der Ressourcen, um Gewinne zu machen , Wachstum der Zerstörung der Lebensgrundlagen weltweit. . Die Verteilung der Vermögen den Händenn der 10 % ist der Motor dafür. Ob die Verstaatlichung allein dabei helfen kann, scheint mir auch fraglich. Aber ohne ihn geht's auch nicht. Nur globale Zusammenschlüsse und-arbeit werden es schaffen. China mit dem Privatkapitalismus unter Staatskontrolle versucht den Mittelweg alledings mit noch mehr Opfern bei Menschenrechten als der Marktliberalismus weltweit anrichtet. Also: die Klügsten der Menschheit sind gefragt. Zeit ist noch für ein besseres System. Kapital ist mehr als genug vorhanden. Richtiger Einsatz und bessere Steuerung - KI ? - nicht nur Verteilung ist die Aufgabe.

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ruhepuls 02.05.2019, 16:30
75. Nachdenken ist erlaubt...

Es gibt viele Ideen, über die man nachdenken kann. Das heißt ja noch lange nicht, dass man sie dann auch umsetzen muss. In diesem Falle wäre das schon aus juristischen Gründen kaum möglich, es sei denn man änderte das Grundgesetz - und das benötigt eine 75% Mehrheit, die es in dieser Frage wohl kaum geben würde.
Allerdings sind Enteignungsdebatten (und was anderes ist das ja nicht) immer politisch extrem gefährlich. Denn - mal ehrlich - jeder der etwas hat, sei es nun viel oder wenig, will es auch behalten. Und darüber zu diskutieren, dass man Eigentum auch wegnehmen könnte fördert immer vor allem den Konservatismus. Anders gesagt, man treibt die Leute nach rechts (Wagenburg bauen...). Und daraus erklären sich die scharfen Reaktionen, auch aus dem eigenen Lager. Die SPD will auf keinen Fall wieder als Enteignungs- oder Sozialismuspartei wahrgenommen werden. Eine "Linke" gibt es bereits, da ist kein Platz mehr für eine "Auch Linke SPD". Hier rächt sich der Fehler der Gründung der Linken zur Erfüllung der La Fontainschen Eitelkeit. Jetzt ist das linke Lager gespalten - und bekriegt sich selbst.

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Profdoc1 02.05.2019, 16:33
76. Herr Stegner

hat recht; "Sturm im Wasserglas" ist korrekt. Soviel "schräge Gedanken" sind es nicht wert diskutiert zu werden. Es geht hier auch nicht um Alternativmodelle für eine Gesellschaft, es ist schlicht weg Unfug, was Herr Kühnert von sich gegeben hat. Warum? Weil er ganz offensichtlich sich der Verantwortung als JUSO-Vorsitzender nicht bewusst ist. Er hat der SPD damit einen Bärendienst im EU-Wahlkampf erwiesen.

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mhwse 02.05.2019, 16:37
77. an den Verlusten sind die "Einfachen"

Zitat von Elrond
ob eine flächendeckende Kollektivierung Sinn oder Unsinn ist, gehe ich davon aus, dass sie den vielen arbeitenden Menschen dann auch die Verantwortung für die kollektive Verteilung in die Hand legen, also diese auch an Verlusten der Unternehmen beteiligt sind. Habe ich Sie da richtig verstanden. Ich glaube, viele wollen diese Verantwortung nicht übernehmen. Nur mein Endruck.
schon beteiligt - ob Bankenkrise oder Versicherung der Kernkraftwerke.

Tragen alle schon mit - ohne gefragt worden zu sein.

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Hörbört 02.05.2019, 16:38
78. Wo ist das Problem?

Zitat von Elrond
ob eine flächendeckende Kollektivierung Sinn oder Unsinn ist, gehe ich davon aus, dass sie den vielen arbeitenden Menschen dann auch die Verantwortung für die kollektive Verteilung in die Hand legen, also diese auch an Verlusten der Unternehmen beteiligt sind. Habe ich Sie da richtig verstanden. Ich glaube, viele wollen diese Verantwortung nicht übernehmen. Nur mein Endruck.
Die AN sind bereits heute an den Verlusten beteiligt, denn sie 'bezahlen' im Ernstfall mit ihrem Arbeitsplatz (wofür Sie in Ihrem schrillen Beitrag zur Vermögensungleichheit auch noch den Rat erteilen, die Sozialleistungen abzuschaffen) oder werden zu Zugeständnissen bei Arbeitszeit oder zum Lohnverzicht gedrängt.

Sind sie jedoch neben ihrer Tätigkeit - wofür sie selbstverständlich Löhne und Gehälter bekommen - auch Eigentümer ihres Unternehmens, erhalten sie in guten Jahren eine Dividende. Wenn's schlecht läuft, fällt die aus und der Wert der Beteiligung sinkt gegebenfalls. Aber das ist kein Problem, denn wie erwähnt haben diese Leute ja auch ein reguläres Einkommen.

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walter.lamers 02.05.2019, 16:41
79. bohrmaschine55

Nun, die allermeisten Politiker u auch Medienvertreter haben nicht verstanden was er gesagt hat. Das lässt sich aus den wenig überlegten Reaktionen ablesen. Tatsache ist, dass die Weltwirtschaft auf dem besten Weg zum Totalen Kapitalismus ist. Solche Unternehmen/private Eigentümer,, Trusts, domieren heute schon die Politik. Da soll die/seine Diskusion ansetzen

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