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Ausschluss für Partnerland: Türkei will Österreich auf Nato-Ebene abstrafen
DPA

Österreich fordert das Ende der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei. Die Regierung in Ankara will sich nun offenbar rächen - und die Österreicher von allen wichtigen Nato-Programmen ausschließen.

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Matttthias 23.05.2017, 08:22
10. Wie von Erdogan gewohnt

Er erpresst hemmungslos. Nur wird es nichts werden mit dem neuen Osmanischen Reich. Bald hat der letzte Gutmütige die Geduld mit ihm verloren. Es reicht dass ein einziger Partner die Kurden unterstützt und einige Jahre später ist die Türkei kleiner. Die friedliche Integration der kurdischen Gebiete ( Teilautonomie) ist an Erdogan gescheitert. Militärisch kann die Türkei die kurdische Selbständigkeit nur unterdrücken wenn niemand Waffen liefert. Erdogan verspielt das Erbe Attatürks.

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noalk 23.05.2017, 08:24
11. Die Österreicher werden sich freuen.

@joG: Die Zurückhaltung der EU gegenüber einem Beitritt der Türkei zeigt sich gerade als sehr berechtigt. Oder glauben Sie ernsthaft, RTE würde seine Egomanie nicht so zur Schau stellen, wenn die Türkei in Brüssel stimmberechtigt wäre?

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Wolfgang Heubach 23.05.2017, 08:25
12. Längst kein "Partner" mehr

Die Erdogan-Türkei ist längst kein "Partner" mehr. Schon gar nicht in der NATO. Das hat unter anderem auch der SPD-Verteidigungsexperte Arnold klipp und klar festgestellt.

Meine persönliche und politische Hochachtung gilt Österreich und seinem Außenminister Kurz. Beides sind wahre Partner.

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akkzent 23.05.2017, 08:26
13. Die Türkei hat ....

Zitat von joG
....durch die verheerende Art im Umgang mit den Türken im Verhältnis zu der Eu die Türken auf einen sehr schlechten politischen Entwicklungspfad gestupst. Nun werden wir sehen, wie es weiter geht und müssen versuchen den Schaden zu begrenzen.
....durch ihre verheerende Art im Umgang mit EU-Mitgliedern das Verhältnis zur EU auf einen sehr schlechten politischen Entwicklungspfad gestupst. Nun werden wir sehen, wie es weiter geht und müssen gegenüber der Türkei endlich eine konsequente Haltung einnehmen.

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misprint 23.05.2017, 08:27
14.

@osmali81
Sie meinen die "verlorenen", zehntausende von Soldaten die Erdogan im Namen der Terrorbekämpfung hat einsperren lassen? Oder welche?

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Meconopsis 23.05.2017, 08:27
15. Die NATO steht für gar keine Werte mehr

Es heisst doch immer so schön, dass die NATO eine Wertegemeinschaft sei. Nicht ein ein einziges wichtiges NATO-Land, nicht ein einziger Spitzenpolitiker der EU hat bisher den Ausschluss der Türkei gefordert, trotz massivster Menschenrechtsverletzungen und zahlreicher Gründe, die dafür sprechen würden. Erdogan kann im Prinzip tun und lassen, was er will. Die NATO steht für gar keine Werte mehr. Sie ist eine Art Beschaffungsgemeinschaft für die westliche Waffenindustrie und sie richtet sich gegen die zwei anderen mächtigen Blöcke China und Russland. Wir sind längst wieder mitten drin in einem neuen Zeitalter des Imperialismus. Das ganze Gerede von Freiheit und Menschenrechten ist so was von verlogen und hohl. Hinter der NATO stehen in erster Linie die Interessen des mächtigen amerikanischen Militär-Geheimdienstkomplexes und der mit ihm verbundenen milliardenschweren Rüstungsindustrie. Merkel, Gabriel und Co. wollen das einfach nicht wahrhaben, die spielen das Great Game alle mit.

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leetness 23.05.2017, 08:29
16. Aha

Zitat von joG
....durch die verheerende Art im Umgang mit den Türken im Verhältnis zu der Eu die Türken auf einen sehr schlechten politischen Entwicklungspfad gestupst. Nun werden wir sehen, wie es weiter geht und müssen versuchen den Schaden zu begrenzen.
"die verheerende Art"... . Hier hat sich die EU zur Abwechslung mal nichts vorzuwerfen - Erdogan, und mit ihm die gesamte Türkei, haben massiv von der Nähe zur EU profitiert. Was der Autokrat vom Bosporus an Porzelan zerbricht können Sie nicht der EU anlasten, nur ihm selbst. Und wenn Sie die Putsch-Geschichte, die der Autokrat nach kräften nutzt, so glauben wie die AKP das darstellt - dann glauben Sie auch das Zitronenfalter Zitronen falten. Warum meinen Sie kooperiert betr. der dutzenden Auslieferungsanträge kein ordentlicher Rechtsstaat mit Erdogan? Aus Mangel an Beweisen...

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wahrsager26 23.05.2017, 08:30
17. Was wir sehen ...

ist eine höchst zweifelhafte NATO .Einst im kalten Krieg zusammengewürfelt ,wurden Länder eingemeindet,die im Grunde auch nicht viele Geneinsamkeiten hatten.Ausser schönen Linien auf der Weltkarte wurde nichts erreicht.Ich habe mir immer, seit Politik mich interessiert,gefragt, inwieweit derart miteinander 'verbundene' Länder wirklich militärischen Wert hätten und haben.Grossen Verlass und Kampfkraft konnte ich mir nie vorstellen.Sagen wir doch mit Piëch :Ich bin in Distanz zur Türkei! Danke

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damalswarallesbesser 23.05.2017, 08:31
18. Teilweise richtig.

Zitat von joG
Die Europäer haben durch die verheerende Art im Umgang mit den Türken im Verhältnis zu der Eu die Türken auf einen sehr schlechten politischen Entwicklungspfad gestupst.
Der Behauptung, dass die EU sich bezüglich der Beitrittsgespräche der Türkei sehr unfreundlich verhalten hat, stimme ich zu.
Dass die EU deshalb allerdings daran schuld sein soll, dass jetzt in der Türkei eine faschistische Diktatur errichtet wird, halte ich doch für eine etwas steile These. Ähnliches politische Strömungen gibt es auch in Ungarn, und die sind Mitglied in der EU, das kann es also nicht sein.
Der Grund, warum in der Türkei die jetzigen Verhältnisse herrschen, liegt doch wohl eher in der mentalen Instabilität (um es vorsichtig auszudrücken) des türkischen Präsidenten.
Alleine der Versuch, die Österreicher durch Ausschluss abzustrafen, ist ein untrügliches Zeichen für die Heimtücke und gegenüber Europa bösartigen Gesinnung der türkischen Führung. Die Nato sollte sich lieber überlegen, ob es im Interesse des Gesamtbündnisses nicht sinnvoller wäre, sich eines Partners, dessen offensichtliches Ziel die Spaltung Europas, und wenn nötig auch der Nato ist, zu entledigen.

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emobil 23.05.2017, 08:31
19. Schadensbegrenzung

Zitat von joG
....durch die verheerende Art im Umgang mit den Türken im Verhältnis zu der Eu die Türken auf einen sehr schlechten politischen Entwicklungspfad gestupst. Nun werden wir sehen, wie es weiter geht und müssen versuchen den Schaden zu begrenzen.
Tja, da werden alle Europäer sich wohl sehr anstrengen müssen, um endlich ein der Türkei wohlgefälliges Benehmen zu lernen.
Schließlich liegt ja ausschließlich der Grund für die Verhältnisse. [Ironie!]

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