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Ausschreitungen in Hamburg : Scholz' Schuld?
DPA

Nach den brutalen Ausschreitungen in Hamburg steht Bürgermeister Scholz heftig in der Kritik. Hat er die Gefahr unterschätzt? Und welche Rolle spielt die Kanzlerin? Hamburg wird auch Folgen für den Bundestagswahlkampf haben.

Seite 23 von 55
richard777 09.07.2017, 19:42
220.

Zitat von i.dietz
Viele schlaue, intelligente und kluge Köpfe haben die Politiker immer wieder davor gewarnt, diesen Gipfel mitten in Hamburg stattfinden zu lassen ! Scholz und Merkel - überheblich wie immer - haben es ja "besser" gewusst ! Ausbaden durften es die Anwohner und vor allen Dingen mal wieder die Polizisten, die sich im wahrsten Sinne der Worte mit den "Problem-bürgern" rumkloppen durften ! An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an die komplette Polizeimannschaft !
Für mich auch ein Beweiß, wie sehr sich "unsere" Politiker komplett von der Realität verabschiedet haben und nicht mehr erkennen, was "draussen" los ist. Alles, aber auch alles war vorhersehbar. Aber die Arroganz und der Größenwahn eines Herrn Scholz haben für diese schlimmen Bilder gesorgt. Kräftig unterstützt von Frau Merkel. Wer so eklatante Fehler macht, den G20 Gipfel mit dem Hafengeburtstag zu vergleichen, hat eigentlich keine Legimitation für ein politisches Amt.
Unabhängig davon gehört jeder vermummte Chaot festgesetzt und soweit möglich verurteilt.
Herr Scholz...treten sie zurück!!!!!

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helmud 09.07.2017, 19:43
221. Schuld?

Schuld sind ganz allein die Verbrecher, die vermummt durch verschiedenen Viertel der Stadt gezogen sind.
Mitschuld tragen die Richter, die den Sicherheitsbehörden erschwerende Auflagen gemacht haben.
Man wusste aus der Vergangenheit, dass aus den Camps Gefahr ausging, den Richtern war aber die Freiheit der Randalierer wichtiger. Also weder Merkel noch Scholz sind schuld, tragen aber letztlich die Verantwortung.
Die Verbrecher, die Körperverletzung und sogar den Tod von Menschen in kauf genommen haben, müssen nun hart bestraft werden, den Richtern sollte man zukünftig besser auf die Finger schauen.

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hausfeen 09.07.2017, 19:44
222. Weil die angereisten Autonomen sich das schwächste Ziel ausgesucht ...

Zitat von Palisander
kann man sich heute ja alles relativ ungefiltert im Netz ansehen. Kann mir irgendeiner mal erklären, wie es möglich ist, das ca. 100 Vermummte Herren mit sehr athletischen Figuren durch Altona ziehen (Große Bergstrasse) und alles verwüsten und Autos in Brand stecken, ohne das auch nur ansatzweise irgendwo einer von den 20000 Polizisten zu sehen ist? In Zeiten von Mobilfunk und Internet hätte man die doch innerhalb kürzester Zeit einkesseln können, oder? Ich würde da wirklich gerne mal eine Fachmeinung hören. Wie geht so etwas? Wenn ich hier mal kurz durchdrehe und auf der Strasse randaliere ist doch in 2 Minuten die Polizei hier. Zu Recht übrigens.
... hatten. Nämlich das Schanzenviertel, in denen deutsche Autonome ihr eigenes, meist friedliches Leben leben. Wären sie in die Edelviertel Hamburgs eingedrungen, hätte das ganz anders ausgesehen. Ihren deutschen "Freunden" haben sie dabei keinen Gefallen getan. Die Räumung des Viertels wird wohl mal wieder diskutiert werden.
Tatsächlich haben alle nur Glück gehabt, dass nicht mehr passiert ist. Schon bei der Auflösung der Demo mit 10.000 Leuten am Donnerstag kam es zu panischen Reaktionen. Das hätte glatt wie bei der Love Parade ausgehen können. Möchte nicht wissen, was dann passiert wäre und wohl nicht allein in Hamburg. Da hätten die anderen Bundesländer ohne ihre Einsatzkräfte auch ganz alt aussehen können und wir hätten eine Politisierung wie nach dem Schahbesuch. Niemand will das. Rudi Dutschke rief zum Marsch durch die Institutionen auf. Das wurde auch getan. Die Grünen sind das Resultat, aber die stecken im Sandbunker fest. Also wird ein neuer Impuls benötigt. Von HH ging keiner aus. So gesehen war Hamburg auf beiden Seiten ein Desaster.

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tailspin 09.07.2017, 19:44
223. Untermassverbot

Zitat von hasselblad
Das gegenseitige Schulterklopfen, das Inschutznehmen und das übliche "damit hätte keiner rechnen können" demonstriert aber, dass niemand Konsequenzen ziehen wird. Und das ist abgesichts dessen, dass die Bewohner und Ladenbesitzer in der Schanze von Politik und Sicherheitsbehörden drei Tage in der Hölle allein gelassen wurden, ziemlich traurig.
Die Tatsache, dass der Staat fuer sich ein Gewaltmonopol beansprucht, impliziert auch, dass er den Schutz der Buerger gewaehrleisten muss. Im Mittelalter war das Faustrecht durchaus akzeptiert, dh jeder durfte sich irgendwie schuetzen. Dieses Recht hat der Gesetzgeber dem Buerger weitgehend genommen. Zwar gibt es immer noch die Notwehr zur eigenen Verteidigung und die Nothilfe zu Gunsten Dritter, aber selbst diese wird sehr kritisch beaeugt. Die Bereitstellung von wirksamen prophylaktischen Mitteln zur Verteidigung wird dem normalen Buerger nicht mehr zugestanden. (Meine Meinung dazu deckt sich wahrscheinlich nicht mit derjenigen der Spiegelredaktion).

Fuer die Hilfe vom Staat gibt es zwei Beschraenkungen, ein Uebermassverbot und ein Untermassverbot. Ein Uebermass waere, jegliche Verdaechtigen oder Vermummten ohne weiteres Ansehen in Ketten zu legen und in den Kerker zu werfen. Dann waere jeder andere sehr sicher, aber das waere wahrcheinlich wieder zu viel des Guten.
Das Untermass ist gegeben, wenn der Staat auf seinen Haenden sitzen bleibt und die Buerger (nicht etwa die Grosskopferten) in der Gefahr alleine laesst. Dann kommt der Staat seinen Verpflichtungen nicht nach. Die Geschaedigten mussten mal zusammentun und volle Kanne ein Gerichtsverfahren durchziehen gegen diejenigen von Merkel bis Scholz und alle dazwischen, die die Situation der Schutzlosigkeit verursacht oder in Kauf genommen haben. Dann muesste sich das eigentlich relativ schnell abstellen lassen.

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mackeldei 09.07.2017, 19:46
224. München

Solche Ausschreitungen wären in Bayern nicht passiert. Die Vermummten wären von der Polizei rigoros aus dem Verkehr gezogen worden , noch ehe sie einen Finger gerührt hätten. Der rot- grüne Senat in Hamburg ist viel zu lasch gegenüber den Linksradikalen .Leider hat aber auch die Einsatzleitung der Polizei schwere Fehler gemacht. Wenn dreimal mehr Polizisten verletzt wurden , als es Festnahmen gab , dann stimmt etwas nicht!

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cave68 09.07.2017, 19:46
225.

Zitat von Palisander
kann man sich heute ja alles relativ ungefiltert im Netz ansehen. Kann mir irgendeiner mal erklären, wie es möglich ist, das ca. 100 Vermummte Herren mit sehr athletischen Figuren durch Altona ziehen (Große Bergstrasse) und alles verwüsten und Autos in Brand stecken, ohne das auch nur ansatzweise irgendwo einer von den 20000 Polizisten zu sehen ist? In Zeiten von Mobilfunk und Internet hätte man die doch innerhalb kürzester Zeit einkesseln können, oder? Ich würde da wirklich gerne mal eine Fachmeinung hören. Wie geht so etwas? Wenn ich hier mal kurz durchdrehe und auf der Strasse randaliere ist doch in 2 Minuten die Polizei hier. Zu Recht übrigens.
kann ihnen da komplett zustimmen:Wenn einzelne Personen randalieren ist sofort die Polizei vor Ort...je grösser eine Gruppe Randalierer desto weniger wird eingegriffen... weil dummerweise auf Deeskalation gesetzt wird und somit diese Chaoten gewähren lässt .
Desweiteren sollte man sich mal fragen,ob in solchen extremen Fällen (und da zähle ich z.B. auch eine Veranstaltung Hooligans gegen Salafisten seinerzeit in Köln dazu) der Polizei nicht erlaubt wird auch selbst Gewalt anzuwenden...kann doch irgendwie nicht sein,dass bei einer friedlichen Stuttgart21-Demo ein älterer Mann durch Wasserwerfer sein Augenlicht verliert und hier jeder Polizist sich dafür rechtfertigen muss,wenn einer dieser autonomen Verbrecher zu Schaden kommt.

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tpro 09.07.2017, 19:46
226.

Zitat von Papazaca
Wie wäre es denn, wenn sich die Beteiligten zusammensetzen würden und sich vernünftig zu allem äußern. Diese Unehrlichkeit ist ohne Worte und lässt eine Aufarbeitung gar nicht zu. Und wer ist schuld? In erster Linie Merkel, sie wollte den Gipfel in Hamburg und schöne Bilder für den Wahlkampf. Es war ihr Gipfel. Fakt ist aber, ALLE haben schuld an diesem Chaos, jeder in seiner Position. Die Verschiebung der Schuld zeigt, wessen Geistes Kind Merkel, Scholz und der Innensenator sind. Und De Maiziere? Ist der nicht Innenminister? War keine Bundespolizei dabei? Wie auch immer, der Herr, der inbrünstig in jedes Micro beisst ist plötzlich abgetaucht.
Kann es nicht sein, das der Innenminister nicht zuständig ist sondern das Bundesland? Wäre eine Möglichkeit.

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Actionscript 09.07.2017, 19:47
227. Scholz hatte Recht.

Zitat: "Werden von G20 weniger mitbekommen als oft vermutet." Das stimmt doch. Die Randale hat den G20 ganz in den Hintergrund geschoben.

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titzck 09.07.2017, 19:47
228. Was kann denn der Scholz dafür

Der Scholz kann doch nichts dafür. Gott sei Dank ist keiner schwerer verletzt. Diese Stimmungsmache ist schlimm.

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busytraveller 09.07.2017, 19:47
229. Scholz Schuld? Nö, aber seine Partei.

Scholz Schuld? Nö, aber seine Partei. Wenn Stegner und Gabriel den Zusammenhang zwischen der G20 - Gewalt und linker Gesinnung unmittelbar nach der Terrornacht leugnen, wenn Linke - Chefin Kipping der Polizei die Schuld gibt und Linke - Bundestagsabgeordneter van Aken einer der Rädelsführer der G20 - Gewaltdemo ist, und wenn sich die SPD gleichzeitig eine Koalition mit dieser Partei im September offenhält ... dann muss sich die SPD der Verharmlosung von Linksterrorismus und der Kooperation mit Terroristenfreunden bezichtigen lassen und die eigene Unwählbarkeit eingestehen.

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