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Außenminister Gabriel: An Statur gewonnen
DPA

Schlanker, seriöser, populärer: Sigmar Gabriel ist als Außenminister so beliebt wie noch nie. Dem SPD-Politiker macht sein Job erkennbar Spaß - soviel, dass Kanzlerkandidat Schulz Mühe hat, überhaupt noch wahrgenommen zu werden.

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spon_12 26.08.2017, 07:34
120.

Zitat von W/Mutbürger
gehe mal soweit zu sagen: Wer CDU wählt, ist Soros, Juncker, den NGO und der internationalen Bankenmafia auf den Leim gegangen. Herzlichen Glückwunsch!
Oh Gott, Sie sind ja mittlerweile nicht mehr nur in einer Filterblase gefangen. Natürlich, Soros ist verantwortlich für Ihre Bitterkeit. Glauben Sie, mit der Einstellung wird's noch Mal besser?

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auf_dem_Holzweg? 26.08.2017, 07:44
121. Seit Westerwelle wissen wir

Außenminister, das kann damit wirklich jeder. Gabriel bringt schon mehr, aber das ist auch nur ein bisschen mehr als nichts.

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thequickeningishappening 26.08.2017, 07:52
122. An Taten soll man Ihn messen

als Wirtschaftsminister kam da nur die uebliche Klientelbedienung (Waffenexporte als exemplarisches Beispiel). Die Rochade inerhalb der Partei diente in erster Linie der eigenen Absicherung (Schulz macht den aussichtslosen Kandidaten und Gabriel profiliert sich für die nächste Regierung). Das es richtig knapp wird und evtl. für Schwarz/Gelb reicht war nicht vorgesehen aber dann wartet ein Posten in der Wirtschaft!

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hallo, hallo 26.08.2017, 08:07
123. Schulz ist weg nach 24.09.17

Herr Schulz wird ihm das Außenministerium sicher nicht streitig machen. Wenn es weiter zur GroKo kommt, kann Gabriel Außenminister bleiben, denn Martin Schulz wird sich aus der Politik verabschieden, - wie schon so mancher anderer Wahlkampfgegner der Bundeskanzlerin (vgl. Steinbrück). Er beteuert ja: was anderes als "Bundeskanzler" hat er nicht in seinem Plan. Vielleicht wird es ein hohes Amt bei den Gewerkschaften, weshalb er ja seit gestern so ganz mit denen kuschelt ("Dieselmotor bleibt"). Da werden ihm die Genossen dann schon bei der Berufsfindung genügend behilflich sein.

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schmidthomas 26.08.2017, 08:09
124. Wie jetzt?

Zitat von schulz-fan
Nur wenn Schulz verliert, bleibt das AA in den Händen der SPD. Ironie der Weltgeschichte!
Herr Schulz hat doch verkündet, dass eine GroKo auf keinen Fall mehr in Frage kommt. Wie soll dann Herr Gabriel Außenminister bleiben? Wird das Geschwätz des SPD-Kandidaten inzwischen im Minutentakt revidiert oder ist es das, was Sie als "Ironie der Weltgeschichte" bezeichnen??

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ofw 26.08.2017, 08:35
125. Gabriel

Als Vize fand ich ihn deplaziert. Nun könnte ich ihn mir auch als Kanzler vorstellen. Jedenfalls besser als Schulz.

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fluxus08 26.08.2017, 08:50
126. Es ist doch ein alter Hut,

dass Außenminister in der Beliebtheitssklala qua Amt ganz oben stehen.
Das dürfte der Sigmar auch im Kopf gehabt haben, als er sich zum Außenminister machte und Schulz auf den Schleudersitz des SPD Herausforderers gegen die Kanzlerin gesetzt hat - ganz schön schlau.

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kajoter 26.08.2017, 08:50
127.

Gabriel ist meiner Meinung nach ein schlechter Politiker und Außenminister - wie Steinmeier übrigens auch.
Zum ersten - und das ist für mich der gravierendste Punkt - muss man Gabriel und den SPD-Genossen wohl noch nahebringen, dass ein Außenminister die Interessen des eigenen Landes zu vertreten und - wenn möglich - durchzusetzen hat. Und das sind häufig nicht die Interessen der EU, der Türkei oder Griechenlands. -
Zum zweiten - und das hat auch mit dem ersten Punkt zu tun - halte ich die SPD-Linie zu unseren Streitkräften für fatal. Obwohl es völlig klar sein sollte, dass die Bundeswehr seit vielen Jahren völlig unterfinanziert ist, erkennt die SPD diesen Missstand zwar irgendwie an, möchte ihn aber letztlich doch nicht beheben. Man schwadroniert von europäischen Lösungen, die das investierte Geld angeblich viel effektiver einsetzen ließe, und ignoriert dabei 2 Punkte: Zum einen verlöre die Bundeswehr damit eigene Fähigkeiten und das wirft die Frage auf, was denn - zum zweiten - geschähe, wenn z.B. Frau Le Pen die nächste Präsidentenwahl gewänne und aus der EU, NATO und bilateralen, militärischen Kooperationen austräte? Dann müsste die Bundeswehr mühsam wieder eigene Fähigkeiten aufbauen und das kostet neben Zeit noch mehr Geld. -
Zum dritten empfinde ich Gabriels Reaktionen auf die türkischen Beleidigungen als peinlich. Anfänglich verdiente er sich einen Orden im Legen von Schleimspuren, aber seit kurzem muss man sich fragen, warum er auf jeden dummen Spruch aus Ankara reagiert? Und wenn er schon reagiert, dann sollte man zumindest etwas vernünftigere Äußerungen erwarten wie die, dass wir den Deutsch-Türken dankbar zu sein hätten? Wofür? Haben sie hier ohne Gehalt gearbeitet? Und haben wir uns mit ihnen nicht auch Probleme in´s Land geholt? Wenn man wie Gabriel solche Punkte praktisch ausklammert, liefert man der AfD lupenreine Steilvorlagen. -
Aber - und das ist der vierte Punkt - das entspricht eben nicht der Folklore vieler SPD-Wähler. Dort wird überwiegend immer noch völlig unkritisch dem Multikulti gefrönt oder so etwas wie eine "deutsche Leitkultur" rigoros abgelehnt. Man jault auf, wenn man bestimmte Worte hört, ohne den semantischen Hintergrund zu beachten. Ähnliches gilt auch für die Bildungspolitik. Es scheint einzig und alleine wichtig zu sein, im vermeintlich progressiven Mainstream mitzuschwimmen, egal wie unfugig der ist. Und genau dafür steht auch Gabriel. -
Der letzte Punkt: Gabriel ist mir viel zu unstet und wechselt allzu häufig seine Standpunkte. Und er hat durchaus eine Schneise eigener Fehlleistungen gezogen. Man denke nur an seine katastrophale Energiepolitik in seiner Zeit als Wirtschaftsminister.
Alles in allem halte ich ihn für einen lupenreinen Karrieristen, der wahrscheinlich am besten als "Pop-Beauftragter" geeignet war - oder als eilfertiger Besucher von kleinen, süßen Eisbären.

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neill1983 26.08.2017, 08:55
128. klar ist er beliebt

weil er das gemacht hat, was uns Deutschen am meisten gefällt. Erdogan auf die Finger hauen. das ist es doch wovon wir hier immer heimlich träumen. daher die guten Beliebtheitswerte

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ichliebeeuchdochalle 26.08.2017, 09:04
129.

Zitat von undercover.agent
Gestern trompete Schulz in die Lande, dass er die Maut abschaffen will und hat dabei wohl vorsorglich vergessen, dass die Sozis die Maut erst kürzlich selbst abgenickt haben.
Ja, das Defizit liegt da aher bei Ihnen als bei der SPD. Ich helfe und erkläre das mal: Die SPD ist Junior-Partner in einer Koalition. Sie hat einen Koalitionsvertrag abgeschlossen. Da steht nicht drin "Jeder stimmt ab, wie er es gerne hätte", da steht drin "Wir machen Kompromisse und stimmen dann den Vorhaben gemeinsam zu". Das ist normal für eine Demokratie mit Regierungen aus Koalitions-Parteien. War immer so, ist so, bleibt so.

Im Maut-Fall heißt das: Die CDU/CSU hat Vorhaben der SPD mitbeschlossen ... also die eigene Meinung hinten angestellt ... und forderte nun von der SPD gemäß Koalitionsvertrag, das gleiche zu tun, also der Maut zuzustimmen.

Das ändert nichts daran, daß bei einer Allein-Regierung der SPD diese die Maut sofort abschaffen würde.

Alle Aussagen einer Partei, was sie vorhat, gelten immer für den Fall einer Allein-Regierung. Leider ist die Bildungs-Politik in diesem Land so schlecht, daß neun von zehn Wählern so mosern, wie Sie das tun. Und die SPD braucht sich da nicht zu beschweren, sie hat ja maßgeblichen Anteil an dem Bildungs-Desaster, daß die Leute so einfache Sachverhalte nicht begreifen. Was auch immer der Nachwuchs in Schulen heute lernt, eine Vorbereitung auf das Leben ist es nicht.

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