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Außenminister Lawrow: Russland setzt große Hoffnungen auf Trump
AP

Der Kreml wartet mit Optimismus auf den neuen US-Präsidenten. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, man freue sich auf Donald Trump. Und er kritisiert wie der Amerikaner die Nato.

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grecomuc 17.01.2017, 09:41
1. Wenig überraschend,

dass Rusland das gut findet, dass Trump die NATO für "obsolet" hält. Warten wir mal ab, was sein Kabinett und der Kongress dazu sagen und ob die das auch so sehen. Für mich ist das noch lange nicht ausgemacht. Also, nicht zu früh "freuen".

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Atheist_Crusader 17.01.2017, 09:43
2.

Natürlich freuen die sich. Ab Freitag haben die Jemanden im Weißen Haus sitzen der - wenn schon keine Marionette - sich doch sehr bequem manipulieren lässt. Im Kalten Krieg hat man Thriller über solche Szenarien geschrieben, heute scheint das Niemanden mehr zu interessieren.

Es kommen stürmische Zeiten auf die Welt zu. Ich hoffe insbesondere für Europa ist das ein Grund, enger zusammenzurücken und diesen Widerlingen entgegenzutreten, statt sich davon einspannen und kontrollieren zu lassen.

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rskarin 17.01.2017, 09:43
3. Make America Small Again!

Nicht umsonst freuen sich die Russen auf Trump. Und daß die Russen besonderes Interesse haben, daß die America wieder "great" wird, das kann man wohl annehmen!

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felix_tabris 17.01.2017, 09:43
4. EU-Streitkräfte

Ich finde, man muss kein Freund von Putin sein (siehe Krim und Ost-Ukraine). Dennoch fand ich bereits vor 25 Jahre - nach der Auflösung des Warschauer Paktes - das im Gegenzug auch die NATO aufgelöst werden sollte. Das dieses damals nicht geschah, setzt für mich den europäischen Westen immer in einem Zustand der latenten Aggressivität (Einkreisung). Sowas zu leugnen fördert nicht die Glaubwürdigkeit.
Sinn voll finde ich die Auflösung der NATO zugunsten eines rein europäischen Verteidigungsbündnis. Das würde vielleicht auch einige unsägliche EU-Staaten wie z.B. Ungarn und Polen dazu ermutigen, nicht ständig gegen die EU zu treten, deren "Werte" (ja mus man wohl inzwischen in Anführungszeichen setzen) zu mißachten und gleichzeitig die Vorteile des Binnenmarktes zu nutzen plus Abzocke.

Auf der globalen Ebene kann man als Euro-Armee oder einzelne interessierte Länder Allianzen bilden (UNO-Truppen), während man sich gegen Abenteuetum abschirmt und schützt (USA vs China; Trump erklärt das südchinesische Meer zum amerikanischen Meer!)

Wenn die (west)europäische Elite nun nicht völlig abgehoben und hirntot sind, dann sehen sie die Zeichen an der Wand gemalt und kommen gemeinsam in die Puschen.

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Hyperboraeer 17.01.2017, 09:47
5. Am Ende

geht es, wie immer, um´s Geld, auch Trump in Sachen NATO.
Hat er ja auch ganz klar geäußert.

Daneben sollte wohl jedem Letten, Esten und Litauer klar sein, dass sich wg. des Baltikums die USA oder die NATO nicht in kriegerische Abenteuer vs. Russland einlassen werden!

Sollte Russland auf die idiotische Idee kommen, die Nummer mit der Krim und der Ost-Urkraine am Baltikum abermals zu exekutieren, werden die USA stillhalten, wie in Berlin beim Mauerbau.

Da ist die politische und wirtschaftspolitische Interessenlage viel zu dünn, als dass man sich für´s Baltikum mit Russland anlegen würde.
What for?

Insofern kann man die Balten schon verstehen in ihrer Angst, ein weiteres Mal annektiert zu werden.

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Gläbbisch 17.01.2017, 09:55
6. Selbstverständlich...

...freut sich Putin auf Trump, weil er sich dann das Baltikum einverleiben kann, ohne dass er Gegenwehr der Nato befürchten muss. Ich fürchte die Meldung über einen "Zwischenfall" in Litauen innerhalb der nächsten Monate in den Medien vorzufinden. Was dann folgt ist eine Wiederholung der Ereignisse in der Ukraine: also ein bewaffneter Aufstand russlandtreuer Rebellen, mit denen Moskau selbstverständlich nichts zu tun hat. Was in der Ukraine passiert ist, kann man so gesehen als Generalprobe betrachten. Aber vielleicht passiert auch gar nichts. Ich hoffe es zumindest.

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HeisseLuft 17.01.2017, 09:55
7. Sehr fraglich

Zitat von felix_tabris
Sinn voll finde ich die Auflösung der NATO zugunsten eines rein europäischen Verteidigungsbündnis. Das würde vielleicht auch einige unsägliche EU-Staaten wie z.B. Ungarn und Polen dazu ermutigen, nicht ständig gegen die EU zu treten, deren "Werte" (ja mus man wohl inzwischen in Anführungszeichen setzen) zu mißachten und gleichzeitig die Vorteile des Binnenmarktes zu nutzen plus Abzocke.
Ich habe nichts gegen ein europäisches Verteidigungsbündnis. Es wird auch ohne Zweifel dringender. Aber warum sollte der oben von Ihnen gewünschte Effekt denn auftreten?
Genauso gut könnte man behaupten, ein EU-Militärbündnis "würde auch einige unsägliche EU-Staaten wie z.B. Deutschland dazu ermutigen, nicht ständig zu versuchen blablabla..."
Divergierende Interessen werden uns wohl erhalten bleiben.

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jjcamera 17.01.2017, 09:58
8. cold war

Mit einem hat Lawrow definitiv recht: unter Obama hat sich das Verhältnis der USA und der NATO zu Russland erheblich verschlechtert. Statt Drohungen und Sanktionen könnte man es auch wieder einmal mit Verhandeln versuchen.

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cup01 17.01.2017, 09:59
9. Wer ist Russland?

Die EU ist eine Macht. Militärisch und wirtschaftlich sind wir eine Supermacht. Wir müssen nur unsere Kräfte bündeln, dann können uns Moskaus Spielchen egal sein.

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