Forum: Politik
Außenminister Maas in Iran: Zwischen erfolglos und fassungslos
Michael Fischer/DPA

Mit seinem Teheran-Besuch wollte Außenminister Maas Bewegung in den Streit ums Atom-Abkommen bringen. Heraus kam nicht mehr als ein harter Schlagabtausch, der mit wüsten Drohungen Irans endete.

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whitewisent 10.06.2019, 15:40
20.

Trumps Politik hat Erfolg! Die Umsetzung der Sanktionen ist für viele Wirtschaftsunternehmen so abschreckend, daß die Wirtschaft des Irans darunter massiv leidet. Und damit sinkt die Zufriedenheit der Bevölkerung, was jenseits der atomaren Gefahr viel naheliegender war. Wer das nicht im regionalen Zusammenhang mit Saudi Arabien sehen will, ist außenpolitisch blind. Früher reiste man als Außenminister erst los, wenn man in Vorverhandlungen bereits minimale Ergebnisse abgeklärt hat. Maas reiste mit leeren Taschen und großen Forderungen, für die er kein Äquivalent anbieten konnte.

Letztendlich nützt ein bewaffneter Konflikt allen Seiten, Trump steht im US-Wahlkampf gut da, Saudi Arabiens Prinz hat ne Chance, innenpolitische Gegner kaltzustellen, und die Mullahs zeigen der Bevölkerung die Nachteile von westlicher Toleranz und Demokratie für den Iran. Deutschland hat derzeit auf der internationalen Bühne nur eine Person von Format, denn Merkel zählt in der Welt scheinbar mehr als im eigenen Land. Kleine Saarländer können vieleicht 5 Sprachen fließend, aber niemand will ernsthaft mit ihnen reden.

Die Deathline stand durch die Jahresfrist genauso lang bekannt fest, wie das Ende des Ramadans, indem man keinen Krieg anfängt. Nun passt es, und durch die israelischen inneren Spannungen gibt es dort keinen Partner bis September, auf den man Rücksicht nehmen muss. Oder nützt Bibi nicht vieleicht auch dieser Krieg, und er hat deshalb die Koalitionsverhandlungen platzen lassen?

Lediglich Russland könnte noch um 10 Tage Geduld bitte, bis Idlip zusammengebombt ist. Dann hat man auch da genügend freie Kapazitäten für den Mehrfrontenkrieg quer durch Nahost.

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spon-1178958794633 10.06.2019, 15:40
21. Bitte das wording überdenken!

Muss man denn wirklich ständig den unsäglichen Begriff Deal verwenden, wo doch wie vorliegend ein Vertrag gemeint ist? Diese Donald-Duck-Trump-Sprache hat in der realen Welt nichts zu suchen.

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erzengel1987 10.06.2019, 15:40
22. Was macht unser Außenminister im Iran?

Unser Außenminister hätte für die Iranfrage in die USA gehen müssen. Hätte den USA mal Dampf machen müssen, wieso sie den Vertrag kündigen.

Nicht der Iran ist hier der schuldige, sondern die USA. Europa sollte mal paar Prinzipien aufbauen. Vertragstreue als ein hohes wichtiges Gut festschreiben.

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kodu 10.06.2019, 15:43
23. Man muss froh sein...

...wenn unser AA-Chef von einer - zugegeben heiklen - Mission zurückkommt, ohne größeren Schaden angerichtet zu haben.
Was hat er denn erwartet, wenn er nichts in der Hand hat, was den Iranern im Angesicht der amerikanischen Sanktionen hilft? Wenn ich den Bericht lese, kommt es mir so vor, als wollte Maas den Iranern drohen ("den Ernst der Lage beschreiben") .Es wäre besser, wenn das Auswärtige Amt eine neue Leitung bekommt.

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Newspeak 10.06.2019, 15:44
24. ...

Zitat von mairhanss
Ich verstehe den Iran. Wenn Trump, der keine Ahnung hat, solche Geschütze auffährt, kann er die Suppe auch auslöffeln..der Iran ist kein Vasallenstaat..
Nein, aber der Iran bedroht die Sicherheit der Region und Europas. Solche Laender muessen massiv spueren, dass wir das nicht hinnehmen. Wer einem anderen Land mit der Vernichtung droht, sollte wissen, dass er damit seine eigene Vernichtung riskiert. Freundliche Worte nutzen bei diesen Leuten nichts. Im Grunde muesste man endlich einmal dazu kommen, JEDES Land mit Atomwaffen als Feind der Menschheit aufzufassen. ALLE Laender muessen langfristig abruesten.

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g.konrad 10.06.2019, 15:46
25. Naivität führt eben nicht zu Frieden

Was Trump richtig erkannt hat ist, dass es nicht ausreicht, einem Aggressor einen Persilschein auszustellen, weil auf die Urananreicherung verzichtet, ansonsten aber nicht von seiner Aggression abläßt.
Mit der Unterstützung der Hisbollah unterhält der Iran eine stete Bedrohung Israels, ähnliches tut Israel gegenüber dem Iran nicht, weshalb also nennt der iranische Aussenminister Israel Erzfeind?
Es gibt gar keinen Grund nach Atomwaffen zu streben.
Mit der Anerkennung Israels, in Verbindung mit Beendigung der Bedrohung an Israels Nordgrenze, wäre der Iran wesentlich schneller die Sanktionen wieder los.

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ginorossi 10.06.2019, 15:46
26. Ein Außenminister,

der in einer solchen Pressekonferenz den Eindruck der Fassungslosigkeit erweckt, ist eindeutig fehl am Platz. Das wäre keinem seiner Vorgänger passiert. - Der Iran hat übrigens völlig recht: er hat ein Abkommen abgeschlossen und sich selbst daran gehalten, bis es kurzerhand von Trump negiert wurde. Wozu dann Abkommen???

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alexander_tutass 10.06.2019, 15:46
27. Das schmutzige Geschäft

Politik ist oft ein schmutziges Geschäft. Wie will man es in einem demokratischen Deutschland schaffen, die Jugend für Politik zu interessieren, wenn man sich asozial seinen Partnern gegenüber verhält?
Leere Worte und Hinhaltetaktik anzuwenden, wobei stattdessen Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und Mut erforderlich sind.

Auch Mut, um der US Regierung klar und unmissverständlich die Meinung zu sagen und Taten sprechen zu lassen.

Die US Regierung folgt einer asozialen, betrügerischen Doktrin auf diversen Themen, insbesondere beim Iran und Deutschland hält sich feige im Hintergrund, um nicht von der US Regierung gescholten zu werden.

Wie erbärmlich. In solchen Momenten schäme ich mich ein Deutscher zu sein.

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capote 10.06.2019, 15:46
28. Gehirnlose Aussenpolitik

Wer hat den den Schah gestürzt und inen Rgime-Change zu den Mullas unterstützt? Die USA !

Wer hat denn verucht Assad zu stürzen und einen Regime-Change in Syrien herbei zu führen? Die USA !

Assad hat sich bei den Iranern Hilfe geholt und nun stehen die Iranischen Truppen an der Grenze zu Israel. Wir sind da auch Kriegspartei und haben mit versucht Assad zu stürzen.Mit etwas Überlegungen vorher hätte sich der ganze Konflikt vermeiden lassen und nun soll der Iran vor den USA kuschen, weil die Europäer zu feige sind, den Erpressungen der USA entgegen zu treten.

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gankuhr 10.06.2019, 15:49
29.

Maaß hat sich völlig richtig verhalten. Nüchtern und sachlich die Position Europas klar gemacht. Am Deal festhalten, aber nicht die Position der USA kompensieren. Ich verstehe meine Vorredner hier 0.

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