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Außenminister Steinmeier: Nato besorgt über Trumps "Obsolet"-Äußerung
DPA

Deutsche Politiker reagieren auf Donald Trumps neueste Einlassungen zur Nato und deutschen Autobauern: Außenminister Steinmeier spricht von Besorgnis - Wirtschaftsminister Gabriel mahnt zu Gelassenheit.

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danielc. 16.01.2017, 11:28
20.

Der Blick auf die Autos ist ein sehr eingeschränkter Blick. Wie sähe unsere TV- und Kinowelt oder die U-Musik ohne US-Produkte aus?
Auch hier ließe sich mit hohen Strafzöllen viel Schaden anrichten. Hollywood, die Musikindustrie und die Software-Giganten dominieren auch in Europa den Markt.

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blitzunddonner 16.01.2017, 11:33
21. jetzt ist die zeit, mit den willigen eu-nationen ein westeuropäisches verteidigungsbündnis zu schaffen.

jetzt ist die zeit, mit den willigen europa-nationen ein westeuropäisches verteidigungsbündnis zu schaffen. die mitglieder dieser "eda" (europian defense alliance so nenn ich sie mal)

- schaffen eine einheitliche armee, was kosten spart bei gleichen leistungen und an effizienz gewinnt. wird natürlich aufgrund wachsender aufgaben u.u. teuer. was es sowieso würde.

- treten als einzelstaat aus der nato aus. stattdessen tritt die "eda" die gemeinsame interessenswahnemung der mitgliedstaaten an.

- löst die nato als militärbündnis bei rein europäischen einsätzen ab.

das problem der vergangenheit war, dass alle tonangebenden eu-mitglieder ein europa der verschiedenen geschwindigkeiten abgelehnt haben. das ist ein problem und auch ursache vieler probleme. es machte handlungsunfähig. das muss sich jetzt ändern. sofort.

ein problem bleibt. wenn trump die nato schwächt, dann steigt für die baltischen länder massiv die bedrohung durch russland. zumindest in estland und lettland liegt der russische bevölkerungsanteil bei über 40%. ein russisches vorgehen wie auf der krim oder im donbass, moldawien, georgien ist absolut möglich.

ich bezweifel, dass trump noch einmal nato-manöver dort abhalten wird. das ist er als stimme seines herrn seinem herrn schuldig.

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almeo 16.01.2017, 11:33
22.

Zitat von TheCabal
Wechselt euren Job! Es wird Zeit für Hardliner die in Deutschland aufräumen und sich stark gegenüber solchen Äusserungen machen. Deutschland und die EU, immer das verletzliche besorgte kleine Wesen. [...]
Ihr Posting erinnert ein wenig an das Ende des 19. Jahrhunderts, als ein Kaiser Wilhelm II. auf die Bündnispolitik eines Otto von Bismack folgte. Was passiert, wenn man vorsichtige Bündispolitiker in Zeiten der Krise durch außenpolitische Hardliner ersetzt, kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen. Europa macht vieles falsch und hat in der Vergangenheit vieles falsch gemacht, aber einer radikalisierte Politik in der Welt mit eigenen Hardlinern zu begegnen, halte ich für die falsche Wahl. Die Mühlen in der EU mahlen langsam und "harte Lösungen" gibt es nur selten, das mag manchmal durchaus nachteilig sein, egal ob es um den Krieg in Syrien, die Positionierung gegenüber der - vermutlichen - neuen amerikanischen Außenpolitik, dem Brexit oder der Griechenlandmisere geht, andererseits bewahrt es uns auch vor solchen sozialen und wirtschaftlichen Achterbahnfahrten wie eben in den USA. Auch Harakiri-Politik a la Trump, Putin oder Duterte verhindert diese Zurückhaltung europäischer Politiker bisher sehr gut. Am Ende muss man wohl mit beiden Seiten der Medaille leben und da sind mir die zurückhaltenden Politiker lieber als die außenpolitischen Scharfmacher...

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pico 16.01.2017, 11:34
23.

Herr Steinmeier gibt sich gerne besonnen und diplomatisch. Zu diesem Bild passt, dass er angesichts einer sich abzeichnenden Änderung der amerikanischen Aussen- und Sicherheitspolitik, die insbesondere auch uns betreffen wird (Stichwort Anteil der Verteidigungsausgaben), auf die Besorgnis der NATO verweist und es vermeidet, das persönlich zu bewerten. Er ist doch schließlich unser Aussenminister. Lebt es sich im Ungefähren leichter?
Es ist doch höchste Zeit, unsere Verteidigungspolitik kritisch zu überprüfen. Die Mammi in Übersee steht künftig zum Schutz ihrer "unmündig" erscheinenden Partner in Europa wahrscheinlich nicht mehr so zur Verfügung, wie bisher.

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Observator 16.01.2017, 11:35
24. Wenn sich jemand nicht durch Russland bedroht fühlt.

Was passiert dann mit den armen Socken, die sich einfach nicht durch Russland bedroht fühlen - also nicht Mitwirkende bei der durch den EU/USA- Ost/Ukraine-Vorstoss verursachten Hysterie sind?
Dieselben haben überhaupt keine Motivation, für die NATO, die kaum noch eine Existenzberechtigung hat, mehr zu zahlen.

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tomquixote 16.01.2017, 11:36
25. Vielleicht keine Chevies …

aber Opel- und Fordautos könnte Herr Trump im Lande seiner Vorfahren schon auf den Straßen sehen.

Aber was heißt eigentlich "obsolet"? Ist es das, was man früher mal veraltet genannt hat?

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tomquixote 16.01.2017, 11:36
26. Vielleicht keine Chevies …

aber Opel- und Fordautos könnte Herr Trump im Lande seiner Vorfahren schon auf den Straßen sehen.

Aber was heißt eigentlich "obsolet"? Ist es das, was man früher mal veraltet genannt hat?

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7-zwerge 16.01.2017, 11:39
27. Überrascht?

Jetzt rächt es sich, dass Deutschland nach dem Mauerfall die Bundeswehr (Bw) als Verteidigungsarmee sträflich vernachlässigt hat. Abschaffung der Wehrpflicht, Reduzierung der Truppenstärke um etwa 60%, Verrottung der Ausrüstung usw. Es gibt ja keinen Gegner mehr. Die Bw wird halt im Ausland eingesetzt. Den Starschuss dazu gab ironischer Weise eine Partei, die für die völlige Abschaffung der Bw war. Zur Erinnerung: Alle Soldaten sind Mörder! Ansonsten wie bei der Polizei: Erst einmal das Personal reduzieren. Die Linkspartei, die Grünen/B90, Occupy usw. dürfen sich jetzt riesig freuen, ist doch alles in ihrem Sinne: Die Nato ist obsolet, Trump will eine Annäherung an Russland usw. Da müssten doch nach dieser Äußerung von Trump die Sektkorken knallen.

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Gläbbisch 16.01.2017, 11:42
28. Wenn die NATO

...in den Augen Trumps, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis es z.B. in Litauen zu einem "Zwischenfall" mit der russischen Minderheit kommt, woraufhin dann Russland gegen eine "Menschenrechtsverletzung" "helfen" muss. Dann tauchen plötzlich erstaunlich gut bewaffnete "Separatisten" auf und wir haben eine zweite Ukraine, nur diesmal in einem Nato-Land. Und dies ist möglich weil die USA nicht eingreifen werden. Deutschland und Frankreich übrigens auch nicht. Wenn es daraufhin nicht knallt, wird sich dieser Vorgang dann im gesamten Baltikum wiederholen.
Es ist wohl demnächst keine Frage mehr ob es passiert, sondern nur noch wann... Ich hoffe ich irre mich.

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K:F 16.01.2017, 11:43
29. Um Autoijdustrie bracut man sich nicht sorgen

Sollte der US Absatz sinken, wird der Wissmann Merkel anrufen, dann müssen die deutschen Steuerzahler mit irgendeinem AUto-Unterstützungs-Not-Kauf bezahlen. Ansonsten sollten sich die westlichen Politiker an den Ami gewöhnen. Es wird in der Regel nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Ansonsten sind die Aufschreie von den westlichen Politikern, Aufschreie von Weicheiern, die jetzt ihre Komfortzone verlassen müssen.

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