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Ausstehende EU-Zahlungen: Großbritannien will bis zu 40 Milliarden Euro für Brexit za
AP

Großbritannien hat laut Brüssel mit der EU eine 100-Milliarden-Euro-Rechnung offen. Nun soll London bereits sein, etwa die Hälfte zu überweisen - stellt dafür aber Bedingungen.

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eunegin 06.08.2017, 08:44
1. UK kann das Erpressen nicht lassen

Wie während der gesamten EU-Mitgliedschaft kann das Land es einfach nicht lassen, Bedienungen zu stellen und zu erpressen. Das kommt davon, wenn man damit aber auch immer wieder durchkommt. Übel.

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crazy_swayze 06.08.2017, 08:45
2.

Die Briten haben immer noch nicht verstanden, dass die EU über ihr Schicksal entscheiden wird.
Die Briten haben überhaupt kein Druckmittel und keinen Plan B (fallback Position), daher ist das keine Verhandlung.

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kuestenvogel 06.08.2017, 08:48
3. x Milliarden (!) über Jahre?

Über laufende Zahlungen, die von der EU gefordert werden, bin ich informiert. Die Überschrift und evtl. auch der Text klingen so, als müsse GB dieses auf einen Schlag zahlen...? Über wie viele Jahre sollen denn all die Milliarden bezahlt werden und weshalb ist dieses eine so ernorme Summe, d. h. woraus setzt sich das zusammen?

Wenn man bedenkt, dass H. Tusk über einen Poxit spekuliert... Polen könnte sich somit keinen Austritt leisten, die EU ist gerettet ;) :D !

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peter.di 06.08.2017, 08:55
4. Deutschland zahlt 10 dauerhaft mehr als 10 Milliarden Euro pro Jahr

Da sind einmalig 40 Milliarden für den Austritt aus der EU auf jeden Fall gut investiertes Geld. Die Briten haben alles richtig gemacht.

Frage ist aber, wenn eine Nettozahler bezahlen muss für den Austritt, mit dem Hinweise auf länger laufenden Verträge, bekommen Nettokassierer dann Geld für den Austritt mit der selben Begründung?

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w.diverso 06.08.2017, 09:33
5. So gehen einfach Verhandlungen!

Am Anfang legt mal jede Partei ihre Maximalforderungen auf den Tisch, und dann wird geschaut wie der andere reagiert. GB hat halt damit angefangen, dass sie gar nichts zahlen wollen. Jetzt sind es angeblich schon 40 Milliarden, die aber noch an Wunschbedingungen geknüpft. Leider haben sie bei den Verhandlungen eindeutig die schlechtere Position, also werden sie noch mehr bieten müssen. Unangenehm für sie, aber so ist halt die Realität. Über die kann auch ein Boris Johnson nicht drüberspringen. Am Ende werden die Briten viel zahlen um einen offenen Marktzugang zu haben, aber mitreden dürfen sie dann nicht mehr. Das Volk (zumindest der Teil der weniger nachdenkt) hat es so gewollt!

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ricson 06.08.2017, 09:44
6.

Man merkt deutlich, dass die EU viel mehr Erfahrung im führen solcher Verhandlungen hat. Man hat den Briten frühzeitig mitgeteilt wie die Sicht der EU auf den Brexit ist, und jetzt wartet man. Zunächst muss GB selbst erst einmal herraus finden, was sie eigentlich wollen. Davon sind die immer noch sehr weit entfernt. Wir stehen ja leider noch am Anfang der Verhandlungen. Wenn die Briten jetzt schon so große Zugeständnisse machen, dann zeigt es doch, dass Sie einfach nicht mehr weiter wissen. Die Zahlungen binden sie zwar an Bedingungen, aber warten wir mal noch ein halbes Jahr dann ist auch das vom Tisch. Die EU kann im Moment noch gar nichts anderes tun als warten, die Meinung der Briten ändert sich ja ständig. Da kann man keinen Standpunkt als gegeben ansehen. Wen man bedenkt was für ein Mammutprogramm noch vor den Verhandlungspartnern liegt, scheint mir angesichts der Trippelschritte von Frau May, dass die Briten den ernst der Lager noch nicht mal ansatzweise verstanden haben. Auch im Bezug auf ein Handelsabkommen scheint man in GB der Meinung zu sein, dass das nur ein Papier ist auf dem steht, das man keine Zölle berechnet. Zölle sind aber eher ein kleines Problem, die zahlt am Ende eh der Verbraucher. Das größere Problem sind die unterschiedlichen Normen und Vorschriften, die sehr gerne genutzt werden um den eigenen Markt abzuschotten. Wenn Land A seinen heimischen Maschinenbauern vor dem aus Land B schützen, ein Handelsabkommen aber Zölle verhindert macht man einfach folgendes. Man sucht einen Unterschied sich beiden Herstellern, und erklärt per Norm einfach das Produkt aus Land B für umweltschädlich oder unsicher oder was auch immer. Problem gelöst. Deswegen haben wir auch ein Glühbirnenverbot. Ohne das gäbe es nämlich Osram nicht mehr. Die Chinesen konnten die Dinger viel billiger bauen. Das Ganze ist auch der Grund warum wir heute die EU und nicht mehr die EWG haben. In der EWG war das nämlich ein sehr übliches Verfahren zwischen den europäischen Ländern. Die Briten müssen bald mal erklären wie sie es im Allgemeinen mit aktuellen und zukünftigen europäischen Normen halten, das entscheidet dann was überhaupt noch verkauft werden darf. Da wird dann auch das Thema Personenfreizügkeit wieder auf den Tisch kommen. Es kann ja nicht sein, dass man zwar eine Maschinen verkaufen darf, der Ingenieur der die Anlage in Betrieb nimmt, oder Wartungs- und Reparaturaufgaben ausführt dann nicht einreisen darf.

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lambda1 06.08.2017, 09:48
7. Ich bin entäuscht!

Ich hätte die Engländer für schlauer gehalten. Die Summe in Pfund und nicht in Euro verhandeln! Das Pfund wertet eh ab, damit wäre es billiger. Gensu so billig wie der schwachsinnige Brexit!

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Hans_R 06.08.2017, 09:48
8. Hier kommt

die altbekannte Salamitaktik um Einsatz. Wenn das denn so stimmt und der Sunday Telegraph das auch richtig recherchiert hat.

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inihnseintor 06.08.2017, 09:52
9. 40 Mrd Euro...

... ist a bisserl wenig. 130 Mrd Euro sind dagegen ok. Eigentlich müssten es 150 Mrd Euro sein, aber es gibt einen Nachlass, weil die Briten uns Europäern mit einem britischen Kochbuch über ihre Inselköstlichkeiten verschont haben.

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