Forum: Politik
Ausstieg der Briten: EU stellt sich auf harten Brexit ein
PIOTR NOWAK/EPA-EFE/REX

Das Unterhaus kennt offenbar nur noch "No": Schon wieder lehnten die britischen Abgeordneten einen Brexit-Plan ab. Ein ungeordneter Ausstieg aus der EU wird immer wahrscheinlicher. So geht es weiter.

Seite 1 von 16
bennic 02.04.2019, 10:17
1. Das war es

Dreimal ist May mit dem Austrittsabkommen im Unterhaus durchgefallen; 12 weitere Indicative Votes alle mit NEIN. Die Briten wissen was sie nicht wollen aber nicht, was sie wollen. Wie sollen sie also eine plausible Begründung für einen längeren Verbleib in der EU finden und glaubhaft argumentieren? May wird jetzt ggfs. zum 4. Mal ihren toten Deal zur Wahl stellen und dann heißt es: harter Brexit!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
print1939 02.04.2019, 10:24
2. Brexit besser jetzt als später

Die EU sollte dem Kindergarten ein Ende machen und die Briten ziehen lassen bis sie erwachsen werden. Jede weitere Verlängerung und die damit verbundene Unsicherheit für Unternehmen und Bürger wird teurer und für die EU ungünstiger als ein harter Schnitt. Und bitte: Tusk soll sich da bitte raushalten, wenn er die EU-Wahlen nicht zur Farce verkommen lassen und der EU damit definitiv weiter schaden will!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dalimann 02.04.2019, 10:26
3. Never ending story...

Die EU muss doch alles tun, damit ein Brexit ohne deal eben nicht stattfindet. Denn stellt euch mal die langen Gesichter vor, wenn sich herausstellt, dass dann doch nicht so schlimm ist, wie uns die EU erzählt. Von daher wird es wieder eine Verschiebung geben und das Unterhaus wird solange abstimmen, bis es irgendwann einmal passt. Dann endlich können wir alle die Uhren auf Null stellen und in einigen Jahren kommen die Engländer eh wieder zurück, dann aber ohne ihre cherrys.

Wenn ich mal grob überschlage, was alleine die Verhandlungen der letzten 3 Jahre mit den Engländern an Zeit und Geld verprasst haben, dann wird mir ganz schlecht. Das sollte mal einer ausrechnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blackfear 02.04.2019, 10:29
4. Verlängerung nur

wenn UK auch an den Wahlen teilnehmen und dann auch noch mindestens zwei Jahre in der EU bleiben oder besser noch bis zur nächsten EU Wahl. Damit würde man die Briten auch dazu bringen entscheidungen in der EU mittragen zu müssen und nicht nur als Blockadeallianz teilzunehmen. Außerdem, auch wie schon im Bericht geschrieben muss dann ein zweites Referendum angesetzt werden. Wenn die Politiker nichts entscheiden können oder es nicht wollen, dann muss das Volk gefragt werden. Auch ist nun in der britischen Öffentlichkeit das Verständnis angekommen, was es wirklich heißt in der EU zu sein. Das ursprüngliche Referendum war geprägt von Lügen und neopolitischen Phrasen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Dr. Hase 02.04.2019, 10:36
5. Jens Geier hat absolut Recht

Je unentschlossener die Briten sind, umso entschlossener sollte die EU sein. Weitere Verschiebung? Gibt's gerne, gegen ein weiteres Referendum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jens109 02.04.2019, 10:43
6. nicht konsequent

"könne er sich eine weitere kurze Verschiebung vorstellen"
...um was zu tun? Wenn sich die EU so vorführen läßt wird sich das später rächen. Ich habe keine Kinder aber wenn man sowas in der Erziehung machen würde für das ins Chaos. So irgendwie hat das ja auch in UK dazu geführt. Bis zieht einen Schlußstrich für einen gemeinsamen Neuanfang! Je eher desto besser für alle.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
archi47 02.04.2019, 10:44
7. die Mehrheit für eine neue Befragung und/oder Neuwahlen

war ja beinahe schon erreicht.
Es bedarf noch einer handvoll Parlamentarier, die sich umentscheiden.

Die Alternative "Brexit brutal" dürfte ihren Wählern zuhause schwerer zu vermitteln sein, als wenn diese noch einmal die Chance haben, im Lichte des Verhandlungsergebnisses neu zu entscheiden.

Die Alternative "bleiben" wäre ohne Wählerbefragung systemwidrig.

Alle andere wäre Jux und Tollerei, zwar wie gehabt aber doch nicht vermittelbar, oder? ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tucson58 02.04.2019, 10:45
8. Ich bin immer noch der Meiung...

.. das es sicher nicht zu einem harten Brexit kommt . May wird sicher zum 4ten mal das mit er EU ausgehandelte Abkommen zu Abstimmung bringen dann wird es vermutlich als letzte Möglichkeit 5 vor 12 mit einer knappen Mehrheit angenommen .................

.......oder der Brexit wird gestoppt , die Briten nehmen an der EU Wahl teil und dann gibt es Neuwahlen und ein neues Referendum .

Dann kann es zwar sein, das der ganze Zirkus in einem Jahr wieder von vorne anfängt oder das Volk wählt einen Verbleib in der EU , dann ging der Kelch nochmals am Unterhaus und der EU vorbei .

Was aber bleiben wird , ist eine abschreckendes Beispiel an politischen Unvermögen und Handlungsunfähigkeit das viel Vertrauen in die Politik kaputt gemacht hat.

Die EU ist ohnehin eine lahme Institution bis die einmal in die Pötte kommt und mit den Dauerbremsern UK wird das auch in Zukunft nicht besser werden

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der-junge-scharwenka 02.04.2019, 10:47
9. Sternstunde der Demokratie?

Ich frage mich, wie lange es dauern wird, bis auch hier wieder jemand postet, die in Auflösung befindliche EU würde UK am Verlassen der Union hindern... Egal, was man von UK halten und egal, wie sehr man die Tradition des britischen Parlamentarismus auch schätzen mag: Dieses Parlament ist ein verantwortungsloser Sauhaufen, der seine Aufgabe völlig verfehlt. Ein Parlament ist dazu da, konstruktiv Lösungen zu entwickeln. Das House of Commons dagegen beschränkt sich tatsächlich auf eine Aneinanderreihung von Neins, und es ist nicht ernsthaft erkennbar, dass sich das bis zum 10. oder 12. April noch ändern wird. Dieses Theater lässt sich beim besten Willen nicht als Sternstunde der Demokratie verkaufen. Ich bin nicht sicher, ob diese Unfähigkeit wirklich echt ist oder nur Teil eines Spiels, in dem ein Land bis zur letzten Sekunde pokert in der Hoffnung, dass der Gegner doch noch einknickt. Wenn das so sein sollte, dürfte UK sich hier verpokern. Michel Barnier ist nicht Angela Merkel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 16