Forum: Politik
Austritte bei Labour: Die Schlussmacher
AP

Aus Frust über den Labour-Kurs verlassen sieben britische Abgeordnete die Partei. Für deren Anführer Jeremy Corbyn ist das ein herber Schlag - doch können ihm die Abtrünnigen wirklich gefährlich werden?

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deufin 18.02.2019, 22:27
1. Neoliberale vs progressive Linke

Hier geht es nicht um rassistische oder antisemitische Äußerungen. Hier geht es knallhart darum die linke Bewegung im Keim zu ersticken. Die sieben jetzt ausgetretenen Politiker sind liberale Wirtschaftsleute, die besser bei den Tories aufgehoben wären als in Labour. So wie damals auch Schröder besser in der FDP aufgehoben gewesen wäre anstatt in der SPD, die er durch seine Politik mehr oder weniger zerstört hat.

Das was über Corbyn alles geschrieben wird muß man sehr vorsichtig betrachten, denn man darf nicht vergessen, wer da was schreibt. Das selbe sehen wir in den USA, wo gegen Bernie Sanders, Alexandra Ocasio Cortez oder Tulsi Gabbard gehetzt wird von allen Medienanstalten. Die Linken dürfen auf gar keinen Fall an die Regierung kommen, da man fürchtet, daß sie das System zum wohle der unteren 90% verbessern wollen, und das passt den Eliten überhaupt nicht in den Kram.

Auch in Deutschland merkt man das, wenn man sich die Berichterstattung über die Ideen zur Grundrente, Bürger-Versicherung oder derart ansieht. Die Medien sitzen mit den Eliten im selben Boot und schreiben diese "sozialistischen" Ideen wie von den Herrschenden gefordert nieder.

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MyMoon 18.02.2019, 22:36
2. Hinternbänkler

Völlig überbewertet der Austritt der Hinterbänkler.
Manche sind einfach nur enttäuscht da sie keine Karriere mehr machen mit ihrer rechten Gesinnung.
Auch sind ehemalige Schattenminister dabei die nach Corbyns Wahl zum Parteichef ihre (zukünftige) Machtposition verloren haben und ins dritte Glied zurück mußten.

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ulijoergens 18.02.2019, 23:09
3. Endlich klare Kante

Corbyn ist ja als Anti-May gewählt worden. Politisch hat er nur Konzepte zu bieten, die schon lange als unrealistisch widerlegt sind. Seine Taktk ist, um jeden Preis an die Macht zu kommen. Da ist er genauso zynisch wie May und andere Tories. Er verrät seine Landsleute und schickt die junge Generation ins Verderben - die hatten ihn ja gewählt, um Mays Brexit zu verhindern.
Er ist in meinen Augen die übelste Ratte in dem ganzen Zirkus, noch hinter dem hinterfotzigen Schwachkopf Johnson. Der batte immerhin noch den Anstand zurückzutreten.

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DietrichHorstmann 18.02.2019, 23:14
4. Das erinnert mich an Hessen

und die Abspaltung gegen Frau Ypsilanti. Wenn es an wichtige Grundpfeiler des Kapitalismus geht , steigen immer wieder einige mit merkwürdig schwammigen Begründungen aus. Wer sie womit dazu auch von außen bestärkt, bleibt unklar.

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Teutonengriller 19.02.2019, 00:08
5. Also irgendwie

weiß ich nicht mehr so recht wer, wofür in England steht? Ich hoffe dies unsägliche Theater ist bald mal zuende?

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peter70465 19.02.2019, 00:36
6. @deufin

Sie haben vollkommen Recht. Sehr gute und unnaive Analyse!

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heinz.murken 19.02.2019, 02:20
7. @#1 das ist doch Quatsch!

Die jüdischen Zeitungen im UK haben nicht umsonst vor kurzem drastisch auf den Antisemitismus von Corbyn hingewiesen. Und jeder weiß, wie unfähig sich Corbyn bis jetzt in der ganzen Brexit Geschichte verhalten hat.
Das hat also nix mit irgendeiner Verschwörung gegen linke Ideen zu tun, sondern direkt damit, was bei Labour unter Corbyn abläuft

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so_nicht 19.02.2019, 04:09
8. Verschiedene Planeten

@deufin
" Das selbe sehen wir in den USA, wo gegen Bernie Sanders, Alexandra Ocasio Cortez oder Tulsi Gabbard gehetzt wird von allen Medienanstalten."
Die von des Gedanken Blässe nicht angekränkelte Ocasio Cortez war vor kurzem noch Bartenderin und hat ihren Kultstatus ausschließlich sensationslüsternen linken Medien zu verdanken (Ihre bisherigen 'Leistungen' bestehen aus Cocktail-Anmischen). Tulsi Gabbard wird selbst von den wenigen konservativen Medien noch in den Himmel gehoben. Bernies Heldenstatus blättert ab, das stimmt. Das ist aber parteiübergreifend das Schicksal 'alter weißer Männer', verdient oder unverdient. Sie scheinen in einem Parallel-Universum zu leben.

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RalfHenrichs 19.02.2019, 05:30
9. Die Austritte stärken Corbyn

Ohne die Querschüsse von innen kann Labour nun geschlossener auftreten. Aufgrund des Mehrheitswahlrechts sind die Leute bei den nächsten Wahlen eh weg. Allenfalls Umunna könnte aufgrund seiner Popularität gewinnen und einen Sitz wegnehmen, der ansonsten an Labour gegangen wäre. Das war's dann aber auch schon. In Deutschland hat man ähnliches auf der anderen Seite bei der AfD gesehen. Petry ist gegangen (vorher Lucke) und wollte eine andere Partei gründen, was Lucke auch getan hat. Die AfD hat dies nicht geschadet (in diesem Fall leider). Und das war sogar die Spitze und nicht zweitklassige Personen, wie es am Ende auch Umunna ist, die anderen sowieso.

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